=Falkenstein=. Hotel Pohlandt. Zum Falken. Restaurant zum Sächsischen
Hof. Rathskeller. Gute Quelle. 5200 Einw. Am Bahnhof 552 m ü. M. 1859
fast ganz abgebrannt, besteht die Stadt meist aus neuen, wohnlichen
Gebäuden. Gardinenfabrikation. Maschinenstickerei. Der Eisenbahnfiscus
besitzt hier eine grosse Imprägniranstalt, die den Eisenbahnschwellen
längere Dauer verleiht. Die 1869 vollendete =gothische Kirche= gilt mit
Recht als eine der schönsten unter den neueren Kirchen Sachsens: sie
ist vom Baumeister Arnold in Dresden entworfen, ihren Altar schmückt
ein Gemälde von Gonne.
Im =Falkensteiner Schlossgarten= ersteige man den Felsen, der eine gute
Aussicht auf Stadt und Umgebung darbietet.
Der =Wendelstein=, 2½ km im Süden der Stadt, 738 m hoch, gewährt von
der höheren Felsgruppe, die auch Triangulirungsstation ist, einen
grossen Rundblick über das Voigtland und seine umrahmenden Bergzüge.
Eine Inschrift von zwei Worten bezieht sich auf Freiherrn von
Trützschler, der 1849 in Mannheim dem Standrecht verfiel.
Nach Schöneck führt der Weg durch =Poppengrün= bald auf
aussichtreichen Höhen hin, bald durch schöne Waldungen.
Schöneck und weiter siehe Routennetz.
59. =Plauen-Oelsnitz= (per Bahn 21 km, die Strasse an dem 510
m hohen Kulmberg vorüber nur 10 km). =Adorf= (13 km). =Elster=
(5 km). =Franzenbad= (ab Mühlhausen per Bahn 33 km). =Eger= (7 km).
=Königsberg-Mariakulm= (15 km). =Karlsbad= (37 km).
Die Bahn folgt einer grossen Krümmung des Elsterflusses, dessen
Thalsohle auch die Hauptlinie bei Kürbitz gewinnt. Es empfiehlt
sich auch zu Fuss über Kürbitz, Weischlitz und Laneckhaus bis
Station Rosenthal-Pirk zu gehen und von hier ab erst zu fahren.
=Oelsnitz.= Goldner Engel. Wilder Mann. Sonne. Norddeutscher Hof.
Stadt Dresden. Rest. zur Post. Zum Rathskeller. Zum Schiesshaus.
6000 Einw. 409 m ü. M. Halbwollweberei. Gerberei. Corsettfabrik. Die
Stadt, 1859 abgebrannt, ist fast gänzlich neu aufgebaut. Neu sind
auch die beiden schlanken Thüren der =goth. Kirche=, welche in ihren
Hauptbestandtheilen den Brand überdauert hat. =Schönes Rathhaus.= Das
nahe hochgelegene =Schloss Voigtsberg=, ehemals eine Residenz der
Plauen'schen Landvoigte, das mit seinen Thürmen sich gar malerisch
ausnimmt, birgt jetzt ein Weibergefängniss.
Oelsnitz ist der Hauptort der =Elsterperlenfischerei=, welche 1880
auf der Fischereiausstellung in Berlin viel Aufsehen erregte und mit
dem ersten Preis gekrönt wurde. Die Perlfischerei ist ein Staatsregal
und wird ausschliesslich von den Mitgliedern der Oelsnitzer Familie
Schmerler betrieben. Zuweilen findet man Perlen von der Grösse einer
Lampertsnuss, deren Alter man auf 100 Jahre schätzt. Eine Perle
gewöhnlicher Grösse braucht 10 Jahre zum Wachsen. Unreife Perlmuscheln
werden mit dem Datum versehen und wieder in den Fluss eingesetzt. Diese
kleine seltsame Wasserindustrie oder Muschelzucht ist Ursache zur
Adorfer Muschelindustrie geworden.
Auch oberhalb Oelsnitz bleibt Bahn und Strasse der Elster treu, die
hier ein nicht tief eingeschnittenes, aber doch lachendes Thal
bildet.
=Adorf.= Hotel Schumann. Goldner Engel. Löwe. Rest. zum Rathskeller.
Feldschlösschen. Schiesshaus. 3450 Einw. Am Bahnhof 444, am
Gerichtsamt 482 m ü. M. Liegt auf einer Höhe über dem Elsterthal.
Instrumentenfabrikation. Musikschule. Landbau. Eigenartig ist die
Adorfer Muschelindustrie, welche ihren Ursprung der Elsterperlfischerei
verdankt. (Siehe unter Oelsnitz.) Jetzt verarbeitet man nicht nur
Elstermuscheln und solche aus Bayern und Oestreich, sondern auch solche
aus fernen Welttheilen. Es bestehen vier grössere und mehrere kleinere
Firmen. Man fertigt allerliebste Sachen und Sächelchen und es bilden
diese zierlichen Gegenstände im Bade zu Elster während der Saison
einen Hauptschmuck der dortigen Verkaufshallen. Die Portemonnaies,
Haarpfeile, Kämme, Gürtelschlösser etc. gehen selbst nach Frankreich,
England und Amerika.
Adorf ward im 30jähr. Krieg als Festung stark in Mitleidenschaft
gezogen. Der gefürchtete General Holke soll hier an der Pest verstorben
sein, während die Adorfer Einwohner sich in den grossen Auerbacher
Wäldern versteckt hielten.
Schöne Thalwanderung auf der Strasse nach Bad Elster. Wer auf Adorf
verzichtet, fährt bis Station =Mühlhausen= und geht von hier auf
schönem Promenadenweg nach dem grössten sächsischen Badeort.
=Bad Elster.= Wettiner Hof. Hotel de Saxe. Bauers Hotel.
Reichsverweser. Daheim (Touristenhotel). Rest. Elstergarten. Heiterer
Blick. Bellevue. Gute Quelle. 2000 Einw. Am königl. Bad 473 m ü.
M. Herrliche Lage im engen romantischen Elsterthal. Die Quellen
des Bades sind alkalisch-salinische Eisenwässer, darunter ein
Glaubersalzsäuerling. Auch Moorbäder werden abgegeben. Ein Mineralbad
1,50 Pf., ein Moorbad 2 Mk. Douchebad 60 Pf.
Elster ist vorwiegend Frauenbad und die Quellen gleichen denen zu
Franzensbad, dagegen ist die Lage Elsters eine um vieles glücklichere
wie die des nahen, stolzen Luxusbades. Das Badeleben ist weniger auf
den grossen Fuss wie dasjenige in den böhmischen Bädern gestellt,
doch ist es ein sehr geselliges und behagliches; es culminirt und
pulsirt am lebhaftesten am Brunnenplatz vor den Königl. Badegebäuden
mit ihren Wandelbahnen (Marienquelle, Königsquelle und Albertquelle).
Die Saison 1880 wies gegen 5000 Kurgäste auf, unter denen sich sehr
viele Nichtdeutsche (Russen, Polen, Engländer) befanden. Die Trink-
und Badezeit beginnt Morgens 7 Uhr, in der Hochsaison ½7 Uhr, zu
welcher Zeit die Badekapelle Concerte abhält. Dienstags und Freitags
Abendconcerte im Kursaal. Als Andenken von lokalem Werth empfiehlt
sich ein Gegenstand aus den prächtigen Elstermuscheln, wie sie in den
Kaufhallen ausgelegt sind.
Die Umgebung Elsters ist reich an schönen Promenaden, namentlich auf
dem =Brunnenberg=, die sich an die Anlagen des Badeplatzes anschliessen
und diejenigen im Thalzug zur =Salz-=, =Johannes-= und =Moritzquelle=.
Sodann sind zu nennen: der =Elstergarten=, der =Heitere Blick= und
=Schillereiche=, alles treffliche Punkte.
Ein beliebter Ausflug ist der nach dem böhmischen Dörfchen =Grün=
(2 km). Hier liegen die vielbesuchten Sommerrestaurants zur
=Drahtmühle=, zum =Grünen Thal= und =zum weissen Schwan=.
Ferner nach =Arnsgrün= und der =Arnsgrüner Kuppe=, 592 m ü. M. Im
Nordwest von Elster 3 km entfernt. Schutzdach mit Ruhebank errichtete
der Adorfer Gebirgsverein. (An den Quellen des Zeidelweidbaches lag
ein altes Schloss Schönfeld. Als Ueberreste sind nur noch Ringwall
und Teich übrig.) Ein beliebter Ausflug ist auch nach der Station
Mühlhausen und an der Elster aufwärts, in der man grosse Bänke von
Elstermuscheln beobachten kann. Weitere Ausflüge sind nach dem
=Kapellenberg= (S. 150) und nach =Markneukirchen= (S. 138) und dem
=Hohen-Stein= (S. 139).
In starken Windungen gewinnt die Bahn vor =Brambach= den
voigtländischen Höhenzug, der den Grenzwall zwischen Sachsen und
Böhmen darstellt. Höchste Stelle 605 m. Hinter =Brambach= links
setzen. Weite Aussicht auf das Egerland mit dem stolzen =Kloster
Mariakulm= und dem Mittelgebirge und dem Erzgebirge im Hintergrund.
=Voitersreuth= ist Grenzstation. Zollvisitation.
_+Anmerkung.+ Eine lohnende Tour ist von Brambach ab über den
+Frosch+ nach dem böhmischen Städtchen +Asch+ (11 km). Von hier
über den +Hainberg+ nach +Neuberg+ und +Bad Elster+ (11 km). An der
Eisenbahnbrücke bei Brambach rechts geht der Fussweg ab nach Hohendorf.
Von hier nach dem Vorwerk Sorg und nach der Waldschenke zum +Grünen
Frosch+ dicht an der Grenze auf böhmischer Seite. Gutes böhmisches
Bier. Stark besucht. In der Nähe im Wald liegt der schwer zu findende
Elsterbrunnen, den man als den Ursprung der Elster betrachtet. Der
Weg führt nun meist an der Grenze entlang nach der +Hellermühle+.
Hier links den Fusssteig hinauf nach Dorf +Himmelreich+, dann nach
+Nassengrub+. Vor dem Dorfe herrliche Aussicht auf das Fichtelgebirge.
Bald sind wir in_
=Asch=. Zur Post. Goldner Adler. Schwarzes Ross. Schützenhaus. Beim
obern Hofmann (Gartenrest.). Schuh's Rest. (Beim guten Bruder.)
14000 Einw. Lebhafte Fabrikstadt. Gutes Bier. (Asch ist zumeist von
Protestanten bewohnt.) Der nahe Hainberg 760 m hoch, gewährt eine
herrliche Aussicht, die mit der des Capellenberges rivalisirt, nur
liegt das Voigtland gegen Plauen hin noch freier vor dem Beschauer.
(Trägt ein Häuschen.)
Nun über Dorf =Neuberg= (am oberen Rittergut sehr alter Thurm, den man
gar als Römerbau ausgiebt) nach =Juchhe=, dann zur =Albertshöhe= bei
Elster und hinab nach Elster.
Nach dem =Capellenberg= geht man von Brambach unter dem Bahndamm
hinweg. Als Führer dient der Telegraphendraht nach Schönbach hinauf.
Der Thurm des Capellenberges wird bald sichtbar. Weglänge 3½ km.
_+Anmerkung.+ Von Voitersreuth aus wird gleichfalls der höchste Berg
des Voigtlandes, der +Capellenberg+ sehr häufig erstiegen. 765 m ü.
M. Man geht dahin über das wahrhaft »schöngelegene« +Schönberg+. Von
der Station bis zum Thürmchen 4 km. Der Capellenberg zeigt drei grosse
deutsche Mittelgebirge: das Karlsbader Gebirge, das fränkische Gebirge
(Fichtelgebirge) und den westlichen Steilhang des Erzgebirges. Inmitten
dieser Gebirge liegt das reichangebaute Egerland wie ein Kessel, ein
Modell des Böhmerlandes im Kleinen, und darinnen Eger, Franzensbad,
Mariakulm und eine Menge wohlhäbiger Städte und Dorfschaften, zwischen
denen sich die blitzende Eger dahinwindet._
=Franzensbad.= British Hotel. Neues Kurhaus. Hotel Müller. Stadt
Frankfurt. Post. Hübners Hotel. Stadt Leipzig. Erzherzogin Gisela (für
Touristen zu empfehlen). Bahnhofsrest. Rest. zum Brandenburgerthor.
Die Badestadt, 1793 erst begründet, bildet fast ein Quadrat und liegt
auf einer moorigen Hochebene, die ohne landschaftliche Reize ist,
doch hat die Menschenhand in Bezug auf Anlagen und Anpflanzungen der
kargen Natur mit Glück nachgeholfen. Trotz der wenig schönen Gegend
und trotzdem, dass es viele ebenso wirksame Quellen in glücklicheren
Lagen giebt, ist doch Franzensbad eines der ersten Luxusbäder
Oesterreichs; es ist vorwiegend ein Frauenbad und das Verhältniss
der männlichen Kurgäste verhält sich zu den weiblichen wie 1 zu 3.
Sämmtliche Heilquellen (Salz-, Franzens-, Wiesen-, Neu-, Stahl- und
Louisenquelle), mit Einschluss des sogenannten kalten Sprudels sind
eisenhaltige Glaubersalzwässer mit starkem Gehalt an Kohlensäure. 20
Badeärzte. Circa 8000 Badegäste. Ein Bad in einem der vier grossen
öffentlichen Bäder kostet 1 fl. 20 kr., nach 2 Uhr die Hälfte.
Das =Badeleben=, das einen zuweilen frappirenden Luxus aufweist,
entwickelt sich ganz besonders Nachmittags im Stadtpark zwischen 4 und
7 Uhr, wobei die Frauen in den schönsten Toiletten brilliren.
=Kurconcerte= finden statt: An der Salzquelle von früh 6 bis 7 Uhr, an
der Franzensquelle 7 bis 8 Uhr, im Stadtpark Nachmittags von ½5 bis ½7
Uhr. Tanzvergnügen für Badegäste Abends im Kursaal, Sinfonieconcerte in
Müllers Hotel.
=Sehenswürdigkeiten.= Hier sind vor Allem zwei Strassen, die
=Kaiserstrasse= und die =Morgenzeile= zu nennen, die durch luxuriöse
Kaufläden mit ihrem erstaunlichen Prunk und bedenklichen Preisen mit
den Läden der Hauptstrassen in Weltstädten wetteifern. Das =neue
Kurhaus= gehört zu den prunkvollsten modernen Renaissancebauten.
Im Stadtpark besichtige man das =Broncestandbild Kaiser Franz I.=,
welches Schwanthaler modellirte. Schöne neue =Kirchenbauten= sind die
der katholischen wie der evangelischen Gemeinde. (Auch sehenswerthe
Synagoge.) Das =Sachsenmonument=, unfern der Franzensquelle, trägt
folgende Inschrift:
Herrlicher Quell, göttliche Gabe,
Bleib kräftig und hell, stärke und labe
Durch verminderten Körperschmerz
Auch das ermattete kranke Herz,
Bis die letzten Frommen
Zum Urquell ew'ger Genesung kommen.
In Loimanns Privatgarten stehen das =Adler-= und das =Limbeckdenkmal=.
Das erstere ist dem Brunnenarzt Dr. Adler, das zweite dem Egerer
Bürgermeister Limbeck gewidmet. (Beides um Franzensbad verdiente
Männer.)
Der Umweg nach Eger über den interessanten Schlackenberg, den
=Kammerbühl=, lohnt sich sehr wohl; er liegt im Süden der Stadt
(2 km) und erscheint eigentlich nur als ein Hügel. Der Berg ist
zweifellos ein erloschener Vulkan, doch haben die regelmässigen
Schichtungen seiner Schlacken das Aussehen, als seien sie
angeschwemmt. Auf Göthe's Wunsch hin liess Graf Sternberg einen
jetzt wieder verfallenen Stollen in den Berg treiben, und man
nimmt nun an, dass die Eruptionen unter dem Wasser stattgefunden
haben, wodurch allerdings die neptunische Regelmässigkeit der
Lavaschichten erklärt wäre. Vom Kammerbühl nach Eger 3 km.
=Eger.= Kaiser Wilhelm. Bahnhofshotel. Kronprinz Rudolph. Zwei
Erzherzöge. Erzherzog Stephan. Zur Sonne. Rest. Kremlings Bastei mit
Aussicht auf das schöne Egerthal. Härtels Rest. Zum Schustersprung.
Adlers Garten. Brauhaus zu St. Clara an der Franziskanerkirche. Café
Postorius. Flussbäder und Wannenbäder an der Eger. Mit Einschluss der
Garnison 14000 Einw. Die vielthürmige Stadt mit ihren alten Gebäuden
und engen Gassen giebt im Innern ein echt mittelalterliches Städtebild,
doch ist dasselbe von einem weiten Kranz moderner freundlicher Gebäude
umlagert.
=Geschichtliches.= Eger am Knotenpunkt grosser Heerstrassen und am
Fusse mehrerer Gebirge gelegen, war schon im frühesten Mittelalter eine
höchst wichtige Stadt, wie es jetzt mit seinen 5 Eisenbahnlinien noch
immer der Centralpunkt eines grossen Landstriches ist. Als Festung
erhielt sie besondere Bedeutung durch ihre Lage an drei Grenzen. Unter
den Böhmerkönigen Wenzel und Podibrad fanden Reichstage zu Eger statt.
Albrecht der Beherzte verlobte sich zu Eger mit einer böhmischen
Königstochter. In den Hussitenkriegen war sie ein Hauptwaffenplatz
des Kaisers Sigismund, der hier seine Armeen schlagfertig machte.
Im schmalkaldischen Krieg sammelte Kaiser Karl V. eine grosse Armee
zu Eger, Wallenstein machte sie zu einem Heerd seiner verheerenden
Kriegszüge und so gingen Kriegsdrangsale und Brände in langer
Reihenfolge über die Stadt dahin, ohne sie dauernd zu schädigen; dies
gelang erst unter Kaiser Ferdinand II., welcher gestattete, dass seine
Jesuiten die reichsten und intelligentesten Bürger ihrer evangelischen
Glaubenstreue wegen vertreiben durften.
=Sehenswürdigkeiten.= Das =Stadthaus= am Ring zählt zu den inter.
historischen Stätten des Landes. Hier wurde am 25. Febr. 1634
Wallenstein durch den Irländer Deveroux ermordet. Derselbe Raum, in dem
der grosse Feldherr im Schlaf überfallen wurde und die anstossenden
Räume bergen jetzt das =Egerländische Museum= (Eintritt 20 kr.). Man
zeigt viele Gegenstände, die sich auf Wallenstein beziehen, so eine
der Partisanen, mit welcher er erstochen wurde, ferner ein Portrait
des Friedländers, das überaus ernste, harte Züge aufweist und mehrere
freilich sehr kunstlose Gemälde, welche die Mordscene darstellen,
aber dadurch Interesse gewinnen, dass sie kurz nach der That gemalt,
also wenigstens den Glauben an historische Treue beanspruchen dürfen.
Ausserdem viele Waffen, Standarten, kunstvolle Schlosserarbeiten, alte
Stadtpläne und Ansichten von Eger, originelle Kleidertrachten aus
dem Egerland, Einrichtungen von bäuerlichen Wohn- und Schlafstuben,
alte, kunstgewerblich-werthvolle Uhren etc., egerländische Mineralien-
und Insektensammlung. Das =Stadthaus= selbst ist inter. durch alte
Kreuzgewölbe, Holztreppen etc. Im Hof liegen 300 Steinkugeln, ein
Geschenk Kaisers Ferdinand I.
=Am Ring= liegt auch das =Riedel'sche Haus= mit seinem alten
durchbrochenen Giebel. Hier speiste einst Kaiser Karl V., im Stadthause
finden sich noch Zeichnungen des ehemals glänzenden Speisesaals. Das
=Haus No. 17= neben dem Rathhaus schmückt folgende Inschrift: »In
diesem Hause wohnte im Jahre 1791 Friedrich von Schiller behufs seiner
Studien zur Wallensteintriologie.«
Mitten auf dem Ring der =Ringbrunnen= mit beachtenswerthen Figuren. Im
Garten des Hotels =Kronprinz Rudolph= ein =Götheobelisk=. Der grosse
Dichter verkehrte hier öfter mit dem Rath Grüner.
Die =Stadtkirche= soll 1111 fertig gestellt worden sein und ihr
Uebergangsstyl aus dem Romanischen ins Gothische spricht für jene
Bauzeit. Die Thürme entstammen dem 15. Jahrh. Im Innern 15 Altäre,
welche mit Reliquien (Skeletten) und Gemälden reich ausgestattet sind.
Am Hochaltar Gemälde die »Geburt Christi«, links davon »Christus am
Kreuz« von Albrecht Dürer. Der Kreuzgang mit seinen 14 Stationen
enthält ebenfalls Reliquien (Skelette von Heiligen).
Die =Franziskanerkirche=, in der die letzten 6 Mönche des ehemals
grossen Franziskanerklosters ihren Gottesdienst abhalten, enthält
11 Altäre. Am Hauptaltar »Maria Verkündigung«. Das Masswerk in
den 24 Fenstern des Kreuzganges verdient Beachtung wegen seines
unerschöpflichen Reichthums in Anwendung der Kleeblattmotive.
Die =Kirche zu St. Clara= neben dem Kloster gehört einem Brauhaus und
wird als Lagerraum benutzt. Bemerkenswerth ist darin ein sehr schöner
gothischer Chor.
Das =Schloss zu Eger= ist eine historisch und baulich hochinteressante
Ruine. (Führung 30 bis 50 Kr.) Sie liegt dicht über der Eger auf
einem schroffen Felsen und bringt mit ihrem schwarzen massigen Thurm
einen imposanten Eindruck hervor. Dieser Thurm, aus Lavablöcken vom
Kammerbühl erbaut, soll ein Römerbau sein, doch dürfte das trotz seines
augenscheinlich hohen Alters anzuzweifeln sein. Der Ziegelaufsatz
rührt von französischen Kriegsvölkern her. An der Schlossruine selbst
interessiren zumeist die wohlerhaltenen romanischen Fensteröffnungen
des Banketsaales, in dem die Verbündeten Wallensteins, die Generale
(Illo, Terzky etc.) beim Banket überfallen und ermordet wurden.
Ein sehr interessantes historisches Architekturstück ist die
Schlosskapelle, eine Doppelkapelle, deren unterer Theil dem schweren
massigen romanischen Baustyl und der obere der formenreicheren Gothik
angehört. Das untere Gewölbe tragen 4 colossale Granitsäulen, das
obere stützt sich auf 4 Marmorsäulen. (In dieser Kapelle ward Kaiser
Friedrich Barbarossa mit Adelheid von Vohburg, seiner ersten Gattin,
vermählt.) Die Anlagen auf dem Schlosswall sind besonders anmuthig
durch fesselnde Blicke hinab ins Egerthal.
Das =Rudolfineum= nennt sich ein moderner grosser städtischer Schulbau
mit sehr vielen Namensinschriften berühmter Männer.
=Kleine lohnende Ausflüge=. Nach dem =Siechenhaus= und der =St.
Annakapelle=. Am Siechenhaus Rest. zum Jägerhaus (2½ km). Wird sowohl
von den Bewohnern Egers als von den Franzensbader Badegästen stark
frequentirt. 1½ km vom Siechenhaus liegt die St. Annakapelle an der
Strasse nach Wunsiedel mit herrlicher Fernsicht auf das Egerland, den
Abhang des Erzgebirgs, dem Duppauer Gebirge und dem Fichtelgebirge mit
dem Ochsenkopf, dem Schneeberg, dem Waldstein und der Kösseine. Andere
beliebte Ausflüge sind nach =Wiess= und nach =Waldruh-Schlindelshau=,
beide im Heiligenkreuzwald an der bairischen Grenze gelegen (5 km).
Reizende Punkte.
Die Bahn windet sich von Eger durch das flache, von Bergen
eingerahmte =Egerland= an Stat. =Mostau-Stebanitz= vorüber nach dem
Egerfluss und geht zwischen dem auffälligen Städtchen =Königsberg=
und dem stolzen =Kloster Mariakulm= hindurch.
=Königsberg-Mariakulm.= Königsberg gruppirt sich malerisch um eine
grosse doppelthürmige Kirche. (Gasth. zur Krone). Das Kloster
Mariakulm, auf dem Kulmberg gelegen, beherrscht das ganze weite
Egerland und gewährt überaus fesselnde Landschaftsbilder. Grosse
Wallfahrtskirche, zu der namentlich Wallfahrer aus Bayern und dem
Innern Böhmens herbeiströmen. Neben der Marienkapelle liegt die
Räuberhöhle mit schrecklichen Knochenüberresten, an welche sich eine
bekannte Sage von der wunderbaren Bekehrung der Räuber knüpft, der sich
auch die Volkstheater vielfach bemächtigt haben.
Die Bahn gelangt nun in das =Falkenauer Kohlenbecken= nach
=Falkenau=, wo sich die Zwota in die Eger ergiesst.
=Falkenau.= Post. Weisser Löwe. Anker. Hübsches Schloss mit Garten.
6000 Einw. 396 m ü. M. Betreibt Kohlenbergbau. In der Umgebung viel
Hopfenbau. Göthe beschreibt die Gegend schon als eine höchst anmuthige.
Von Station =Ellbogen-Neusattel= führt ein 3 km langer Zweigtract an
die Stadt Ellbogen.
=Ellbogen.= Weisses Rössel. Hirsch. Scheerbaums Gasth. 3300 Einw. Die
Stadt liegt malerisch auf einem mächtigen Granitfelsen, den die Eger
in Form eines Ellenbogens umschäumt, was der Stadt den merkwürdigen
Namen gegeben haben soll. Schloss Ellbogen ist bereits im Jahre 807
begründet worden, die Stadt ist gleichfalls im 9. Jahrh. entstanden.
Im Schloss hielten die böhmischen Stände einst den König Wenzel
gefangen. Altersgraue Mauern, Zinnen und Thürme umgeben die romantische
Stadt. Die Kettenbrücke über die Eger wurde bereits 1836 vollendet.
Im Rathhaus liegt noch ein Stück von dem sogenannten =verwünschten
Markgrafen=, einem Meteorstein, der in Ellbogen niederfiel; er wog 276
Pfd. (Die Hauptmasse ist in Wien, das Ellbogener Stück wiegt 36 Pfd.)
In der Stadtkirche interessirt ein Altarbild, welches die Ermordung des
heil. Wenzeslav durch seinen Bruder Boleslav I. darstellt. Dieser Mord
vollzog sich 936 am Altar der Kirche zu Altbunzlau.
Unsere Weiterfahrt zeigt uns links das massige =Erzgebirge= mit
seinen höchsten Erhebungen, dem =Keil-= und =Fichtelberg= und
rechts das =Mittelgebirge= und das =Egerthal=.
Karlsbad siehe Seite 99.
60. =Plauen-Eger= (über Adorf Voitersreuth und Franzensbad 76 km).
=Marienbad= (32 km). =Stift Tepl= (17 km). =Karlsbad= (48 km).
Bis Eger siehe Tour 59.
Die Bahn überschreitet hinter Eger bei =Pograth= die =Wondreb=, einen
starken Zufluss der Eger. Im Städtchen =Sandau=, das wir passiren,
Papiermachéindustrie.
=Königswart=, 1800 Einw., liegt malerisch am 514 m hohen Glatzeberg,
der sich über den Kaiserwald erhebt. (Franzens-Denkmal.) Das
=Schloss Königswart=, 2 km vom Städtchen in der Nähe der Station
mit prächtigem Park, gehört dem Fürsten Metternich. Waffen-, Münz-
und Gemäldesammlung. Schöne Geweihe, seltene Mineralien, Degen des
Königs Ludwig XVI. Wer sich für das Waschbecken des Kaisers Napoleon
interessirt, kann es hier zu sehen bekommen. Die Kapelle besteht aus
Marmorsteinen, welche Papst Gregor XVI. einem Fürsten Metternich zum
Geschenk machte, sie entstammen der durch Feuer vernichteten St.
Pauluskirche zu Rom.
Wir passiren die Dörfer =Altwasser= und =Schanz= und gelangen am
=Rehknockwald= vorüber nach Station Marienbad, die von dem Bad
2½ km entfernt liegt.
=Marienbad.= Neptun. Stadt Hamburg. Englischer Hof. Zum Stern. Stadt
Newyork. Zur Tanne. Herzaus Rest. Marienbad ist unter den böhmischen
Weltbädern das jüngste, es wurde erst Anfang dieses Jahrhunderts
begründet; sein Aufschwung datirt erst von dem Anfang der sechziger
Jahre her. Das Bad liegt am Flüsschen Mies in herrlicher Waldgegend
von Waldbergen rings eingeschlossen. Das Klima ist sehr mild, die
Quellen, obwohl sie der Erde kalt entrinnen, ähneln in ihrer chemischen
Zusammensetzung den Karlsbader Wässern. Von dem Kreuzbrunnen versendet
man jährlich nahezu 1 Million Krüge.
Morgens von 6 bis 7½ Uhr und Abends von 6 bis 7 Uhr ist Badeconcert an
der Promenade in der Nähe des Kreuzbrunnens. Mittags ist der stärkste
Verkehr an der Waldquelle in der Nähe der anmuthig gelegenen Waldmühle.
=Sehenswürdigkeiten.= Am Kreuzbrunnen =Denkmal= des Arztes Joseph Nehr,
der zuerst die Aufmerksamkeit auf die Heilkraft der Quellen lenkte.
(Geb. am 8. Mai 1752.) Sehenswerth ist ferner das =neue Badehaus=
mit grossartigem Conversationssaal und Restaurant. In der Nähe das
=Heidlerdenkmal= mit lateinischer Inschrift, welche besagt, dass Polen
dasselbe dem verdienten Arzte und Erforscher der Heilquellen, Carl
Joseph Heidler, Edlem von Heilborn, errichteten. Die achteckige Kirche
besitzt 5 Altäre mit einem guten Marienbild. Die schönste Strasse ist
die =Kaiserstrasse=, glänzende Kaufläden befinden sich auch in der Nähe
des Kursaales.
Die =Umgebung= Marienbads ist höchst dankbar. Von der =Rudolphsquelle=
aus ersteigt man den =Kaiserthurm= in 30 Min. 153 m über der Stadt.
754 m Seehöhe. Der Thurm ist 30 m hoch. Eintritt nach Belieben. Die
nahen Thalbilder sind höchst anmuthend, besonders nimmt sich das fast
neue Marienbad im waldigen Thalkessel malerisch aus. In der Ferne sieht
man Königswart und die Thürme von Eger, dahinter das Fichtelgebirge,
gegen Süden taucht der Böhmerwald auf mit dem Seewandberg, besonders
auffällig tritt die =Pfrauenberger Ruine= auf hoher Bergkuppe
hervor. In der Nähe liegen drei Pavillons, die =Wilhelmshöhe=,
der =Mecserytempel= und die =Hirtenruh=, ebenfalls vielbesuchte,
dankbare Aussichtspunkte. Die =Panoramahöhe= mit Restaurant in der
Nähe des Thurmes (½ km) gewährt gleichfalls anmuthige Thalbilder.
Vom Kaiserthurm 2 km entfernt liegt die =Hohendorfer Höhe=, von
welcher aus auch Nord- und Nordost frei vor dem Beschauer liegen, im
Uebrigen gewährt diese Höhe ähnliche Aussicht, wie der Kaiserthurm.
Der =Podhorn-= oder =Boderberg= beim Dorfe Abaschin ist 5 km von
Marienbad gegen Tepl hin entfernt, man besucht ihn daher am Besten
auf der Tour nach Tepl. Der 838 m hohe Basaltrücken gestattet eine
grossartige Fernsicht und übertrifft darin sowohl den Kaiserthurm als
die Hohendorfer Höhe.
Nach Stift Tepl führt eine alte und eine neue Strasse. Fuhrwerke
5 bis 6 fl. Wer zu Fuss wandert, verbinde damit einen Besuch
der Hohendorfer Höhe, gehe dann nach Hohendorf und Abaschin und
die alte Strasse durch den =Podhornwald= am =Boderberg= oder
=Podhornberg= vorüber nach =Obergramling= und dem Stift. Die Stadt
Tepl bleibt zunächst links.
=Stift Tepl.= Das grossartige Stift mit seinen wahrhaft königlichen
Baulichkeiten ist ein Prämonstratenserkloster, dessen Besitzthümer
ausserordentlich grosse sind und dessen Güter bis in die Pilsener
Pflege reichen. (Gasthaus am Kloster und in dem 2 km entfernten
armseligen Städtchen Tepl.) Die Klosterbibliothek besitzt 60000 Bände,
darunter Incunabeln, ein Modell des Klosters und eine Schnitzarbeit,
einen sehr hohen Stammbaum, der alle Fürstengeschlechter der Erde
umfassen soll. Das =Museum= enthält zoologische und mineralogische
Sammlungen, ein Planetarium und physikalische und astronomische
Instrumente. Im sogenannten »Blauen Saal« ein echter Murillo, den heil.
Franziskus darstellend. In den Hauskapellen einige gute Gemälde, im
Refectorium treffliche Portraits von Tepler Prälaten.
Die =Klosterkirche= zeigt den Uebergangsstyl aus dem romanischen ins
gothische. Grosser Reichthum in der Ausstattung. An der Decke über 100
Gemälde mit Darstellungen aus dem Leben Marias. Das Altarblatt, Maria
Verkündigung, ist von Molitori. Am Hauptaltar der Marmorsarkophag
des Begründers St. Hroznata, ein Kreuzritter, der 1217 in der
Gefangenschaft verstarb. Raubritter hatten ihn nach der Burg Kinsberg
bei Eger entführt. 14 Seitenaltäre mit Gemälden von Kramolin.
Nun durch das ärmliche Tepl, welches für das überaus stolze prächtige
Kloster eine charakteristische Folie darstellt, dann entweder
die Strasse über =Einsiedel= oder gerader über das Dörfchen
=Pauten= und hinab ins Teplthal, das wir bis Karlsbad nicht wieder
verlassen. Von Unterhammer ab herrliche Thalstrasse.
=Petschau.= Zur Post. Trotziges Schloss des Grafen Beaufort über
der Tepl auf hoher Felswarte. Von hier ab hat man Fahrgelegenheit
nach Pirkhammer oder Karlsbad. (80 kr. und 1 fl.) Wer den =Aberg=
besuchen will, geht an der Stelle, wo sich die Strasse nach =Aich=
links abzweigt, gerad aus einen der Bergpfade hinauf. Siehe Seite 102.
Karlsbad siehe Seite 99.
Anhang.
Vorschlag für eine industrielle Excursion durch das Ober-Erzgebirge
nach dem oberen Voigtland.
(Sämmtliche Orte sind bereits beschrieben, daher sei hier auf das
Register verwiesen.)
=Dresden-Glashütte= (Uhrenfabrikation). =Altenberg=
(Zinnbergbau, Strohflechterei). =Schmiedeberg= (Eisenindustrie).
=Neuhaus-Purschenstein-Seiffen-Olbernhau= (Spielwaarendistrict).
=Kallich= (Nagelschmiede). =Zöblitz= (Serpentinsteinindustrie).
=Lengefeld-Zschopau= (Textilbranchen). =Annaberg-Buchholz= (Posamenten,
Spitzen). =Weipert= (Gewehrfabrikation). =Elterlein-Grünhain-Beierfeld=
(Löffelschmiedereien, Blechspielwaaren). =Lauter= (Korbflechterei).
=Schwarzenberg= (Eisendistrict). =Aue= (Argentanfabriken,
Blecharbeiterschule). =Schneeberg-Neustädtl= (Weisswaaren,
Bergbau). =Eibenstock= (Tambourirstickerei). =Schönhaide=
(Pinsel- und Bürstenfabrikation). =Carlsfeld= (Uhrenfabrikation).
=Klingenthal-Markneukirchen= (alle erdenklichen Musikinstrumente).
=Adorf= (Muschelindustrie). =Oelsnitz= (Perlfischerei). Ferner
=Plauen=, =Reichenbach=, =Greitz=, =Werdau=, =Meerane=,
=Crimmitzschau=, =Zwickau=, =Glauchau=, =Chemnitz=, =Frankenberg=,
=Hainichen= und =Freiberg= mit ihren vielseitigen und weltbekannten
Industrien.
Vorschlag für eine Tour längs des Kammes.
(Passionirten Touristen als echte Gebirgsreise besonders empfohlen!)
Sämmtliche Punkte haben bereits Beschreibung gefunden, daher sei
hier auf das Register verwiesen. Uebrigens ist diese Tour nur mit
Spezialkarte möglich, doch lohnt sie die Mühe der Pfadfinderkunst durch
eine echte und gerechte Gebirgs- und Waldnatur und durch eine ganze
Kette der herrlichsten Aussichtspunkte, wie ein kurzes Nachschlagen im
Buch sofort darthun wird.
=Nollendorf-Mückenthürmchen= (8 km). =Zinnwald= (8 km).
=Rehefeld-Zaunhaus= (5½ km). =Neustadt= (4½ km). =Langenwiese= (über
den Dreiherrnsteinberg 7 km). =Göhrn= (über den Wieselstein und den
Schwarzenberg 8 km). =Deutsch-Einsiedel= (4 km). =Gebirgsneudorf=
(4 km). =Bernsteinberg= (4 km). =Kallich= (über Ladung 10 km).
=Reitzenhain= (8 km). =Pressnitz= (16 km, etwas langweiliger Weg).
=Kupferberg= (5½ km). =Hauensteinberg= (10 km). =Gottesgabe= (10½ km).
Von hier über Platten, Johanngeorgenstadt, Auersberg, Wildenthal und
Karlsfeld nach Schöneck oder über Sachsengrund nach dem Rammelsberg und
dem Aschberg, siehe Routennetz.
Ferner führt eine höchst bequeme und äusserst dankbare +Tour+ am
+südlichen Steilhang des ganzen Erzgebirges+ hin. Man kann sich jeden
Augenblick durch die parallelen Bahnlinien das Fortkommen erleichtern
und Bielathal und Egerthal mit dem malerischen Mittelgebirge ziehen an
uns vorüber wie ein Wandelpanorama.
Man beginnt bei Kulm, sodann
Geyersburg-Graupen-Pihanken-Eichwald-Wolfsstein-Niclasberg-Klostergrab-
Ossegg-Oberleitensdorf, Schloss Eisenberg, Schloss Rothenhaus-Görkau.
Weiter siehe Routennetz. Sämmtliche obengenannte Punkte sind in andere
Touren eingefügt und an anderen Stellen bereits beschrieben worden.