Die Vorigen und Katerina Alexandrowna. Iwan Petrowitschs Frau.
Katerina Alexandrowna (erblickt Alexander Iwanowitsch). Ah! Alexander
Iwanowitsch! Mein Gott, wie lange wir uns nicht gesehen haben! Sie haben
mich ganz vergessen! Wie geht es Natalia Fominischna!
Alexander Iwanowitsch. Gottseidank! Übrigens kränkelt sie seit einer
Woche.
Katerina Alexandrowna. Aeh!
Alexander Iwanowitsch. Sie leidet an Stichen und Beklemmungen in der
Magengrube. Der Arzt hat ihr ein Abführungsmittel und heiße Kompressen
von Kamillentee und Salmiakgeist verschrieben.
Katerina Alexandrowna. Versuchen Sie es doch mit einem homöopathischen
Mittel.
Iwan Petrowitsch. Da du gerade von Homöopathie sprichst -- es ist
wirklich merkwürdig, wenn man bedenkt, wie weit man es jetzt mit der
Aufklärung gebracht hat, Katerina Alexandrowna. Ich war vor kurzem in
einer Vorstellung. Und was glauben Sie? Ein Bengel, wie soll ich euch
sagen, so groß (zeigt mit der Hand) und etwa drei Jahr alt, nicht mehr
-- ihr hättet sehen müssen, wie der auf einem ganz dünnen Seil tanzte!
Ich versichere Ihnen, im Ernst, der Atem stockte einem vor Angst!
Alexander Iwanowitsch. Die Melas singt wirklich sehr schön.
Iwan Petrowitsch (bedeutungsvoll). Die Melas? O ja. Mit vielem Gefühl!
Alexander Iwanowitsch. Ausgezeichnet.
Iwan Petrowitsch. Haben Sie bemerkt, wie geschickt sie das ... nimmt ...
(beschreibt mit der Hand Kreise vor den Augen).
Alexander Iwanowitsch. Jawohl, besonders das macht sie ganz wundervoll.
-- Doch es ist gleich zwei Uhr.
Iwan Petrowitsch. Wie! Wollen Sie schon gehen, Alexander Iwanowitsch?
Alexander Iwanowitsch. Es ist Zeit. Ich muß heut vormittag noch an
ungefähr drei Stellen sein.
Iwan Petrowitsch. Nun, dann auf Wiedersehn. Wann sehen wir uns? Richtig,
ich hab fast vergessen: morgen sind wir doch bei Lukian Fedossejewitsch?