Icharew, Gawrjuschka, nachher Alexej.
Icharew. Sie haben nichts Besonderes an sich, wie mir scheint. Übrigens
... Ach, wie möchte ich sie gern rupfen! Lieber Gott, wie möcht' ich's
so gern! Wenn ich daran denke, wahrhaftig, so kriege ich Herzklopfen!
(Nimmt eine Bürste und Seife, setzt sich vor den Spiegel und fängt an,
sich zu rasieren.) Die Hand zittert mir, ich kann mich nicht rasieren.
(Alexej tritt ein.)
Alexej. Befehlen Sie -- etwas zu essen?
Icharew. Gewiß, gewiß, bring etwas Imbiß für vier Personen: Kaviar,
Lachs und vier Flaschen Wein, und gib _ihm_ auch zu essen. (Zeigt auf
Gawrjuschka.)
Alexej (zu Gawrjuschka). Bitte nach der Küche, da steht für Sie was
bereit. (Gawrjuschka ab.)
Icharew (sich rasierend). Hör mal, haben sie dir viel gegeben?
Alexej. Wer denn?
Icharew. Nun, mach keine Faxen, sprich!
Alexej. Jawohl, sie haben mir was für Bedienung geschenkt.
Icharew. Wieviel? Fünfzig Rubel?
Alexej. Jawohl, fünfzig haben sie mir gegeben.
Icharew. Von mir kriegst du nicht fünfzig, sondern -- siehst du, dort
auf dem Tisch, da liegt ein Hundertrubelschein, nimm ihn dir. Hab keine
Angst, er beißt nicht. Von dir wird nichts mehr verlangt, als
Ehrlichkeit, verstehst du? Die Karten mögen beim Wachramejkin oder bei
einem anderen Kaufmann gekauft werden, das geht mich nichts weiter an.
Aber hier hast du als Zugabe noch ein Dutzend Kartenspiele von mir.
(Gibt ihm ein versiegeltes Paket.) Hast du verstanden?
Alexej. Was ist denn da nicht zu verstehen? Sie können sich darauf
verlassen, das ist schon meine Sache.
Icharew. Und die Karten verstecke ordentlich, daß man sie nicht gewahr
wird. (Legt Bürste und Seife weg und trocknet sich das Gesicht mit dem
Handtuch ab. Alexej ab.) Das wäre sehr, sehr schön. Ach, ich gestehe,
ich möchte sie recht gern hineinlegen.