Der erste Gedanke einer electrischen Telegraphie rührt wohl von

_Sömmering_ her, der bereits im Jahre 1808 die Berührungselectricität

dazu zu benutzen versuchte. Als die Erfinder wirklich brauchbarer

electrischer Telegraphen müssen aber die Professoren _Gauß_ und

_Weber_ gelten, welche im Jahre 1833 zwischen der Sternwarte und

dem physikalischen Kabinet in Göttingen die erste telegraphische

Verbindung dieser Art herstellten. _Steinheil_ in München führte im

Jahre 1838 einen neuen glänzenden Fortschritt dieser Erfindung herbei,

indem er die Leitungsfähigkeit des Erdbodens benutzte, um den einen

Leitungsdraht zu ersparen. _Wheatstone_ in England führte im Jahre 1840

den ersten Zeigertelegraphen aus, der durch _Siemens_ und _Halske_ in

Berlin glänzende Verbesserungen erhielt. Der Amerikaner _Morse_ (1837)

ist der Erfinder des Schreib- und Druck-Telegraphen. Gegenwärtig

umspannt das Drahtnetz des electrischen Telegraphen bereits die ganze

Erde. Durch Drähte, die in isolirende Kabel eingeschlossen sind, werden

selbst unter dem Meere hinweg Continente mit einander telegraphisch

verbunden. -- Kaum dürfte irgend eine andere Erfindung so tief in das

geistige wie materielle Leben der Völker eingegriffen haben, als diese,

die den Gedanken mit Blitzesschnelle von Land zu Land über Meere und

Wüsten hinweg zu tragen gelehrt hat.

Inhalt.

Seite

_Einleitung_ 1

Allgemeine Eigenschaften der Körper 2

Ausdehnung 2

Undurchdringlichkeit (Frage 1--5) 3

Porosität (Frage 6--19) 5

Theilbarkeit (Frage 20--22) 9

Cohäsion (Frage 23--33) 10

Adhäsion (Frage 34--48) 15

Haarröhrchenanziehung (Frage 49--64) 19

Trägheit (Frage 65--75) 23

Elasticität (Frage 76--79) 27

Schwerkraft (Frage 80--86) 28

Der Schwerpunkt (Frage 87--99) 31

Gleichgewicht und Bewegung fester Körper (Frage 100--122) 35

Fall, Pendel und Centralbewegung (Frage 123--132) 46

Gleichgewicht und Bewegung flüssiger Körper (Frage 133--161) 51

Gleichgewicht und Bewegung luftförmiger Körper (Frage 162--171) 61

Druck und Schwere der Luft (Frage 172--209) 65

Chemische und physiologische Wirkungen der Luft

(Frage 210--226) 79

Vom Schalle (Frage 227--241) 85

Von der Wärme (Frage 242--276) 94

Ausdehnung der Körper durch Wärme (Frage 277--297) 105

Die Veränderung der Aggregatzustände der Körper durch die

Wärme (Frage 298--347) 114

Das Licht (Frage 348--390) 141

Die Farben (Frage 391--405) 167

Magnetismus und Electricität (Frage 406--440) 175

Nachweis der wichtigsten Figuren.

Seite

_Roberval_'sche Tafelwage 42

Schnellwage 42

Brückenwage 43

Hydraulische Presse 54

Barometer 65

Druckpumpe 68

Feuerspritze 78

Das Ohr des Menschen 91

Das Stimmorgan 93

Thermometer 106

_Watt_'s doppelt wirkende Dampfmaschine 134

Locomotive 140

Das Auge des Menschen 160

Electroskop 184

Leydener Flasche 186

Condensator 187

Galvanische Batterie 194

_Morse_'s Schreib- und Drucktelegraph 198

Im Spätherbst d. J. erscheint:

Otto Ule's

Warum und Weil.

Chemischer Theil.

Von

F. Langhoff,

Direktor der Königl. Gewerbeschule zu Potsdam.

Mit in den Text eingedruckten Holzschnitten.

Format und Ausstattung wie die des physikal. Theils,

Umfang 150 bis 180 Seiten,

Preis 2 M. bis 2 M. 50 Pf.

Berlin, 1877. Verlag von Karl J. Klemann.

Bei =Karl J. Klemann= in =Berlin= ist erschienen und durch alle

Buchhandlungen zu beziehen:

Physik

für

Elementar- und Mittelschulen.

Die Ergebnisse des Unterrichts

zur

Wiederholung und Einübung

für Schüler

systematisch geordnet

von

~Dr.~ W. Simon.

Mit 111 in den Text eingedruckten Holzschnitten.

Zweite verbesserte Auflage.

1876. Kartonnirt. Preis 80 Pf.

Der =ganz ungewöhnlich= billige Preis -- =80 Pf. für ein sauber

ausgestattetes, kartonnirtes Buch mit Hundert und elf Holzschnitten= --

erleichtert die Einführung in Volksschulen.

Die erste Auflage (1874) war in 15 Monaten vergriffen, und bald nach

ihrem Erscheinen enthielt _Diesterwegs Wegweiser_ (III. 3., S. 187) ein

Urtheil, worin es heißt:

»_Die zahlreichen, sorgfältigen Holzschnitte unterstützen das

Memoriren und die Klarheit und Sicherheit in der Auffassung

der Erscheinungen und Gesetze zweifellos in der nachhaltigsten

Weise; das geschickt abgefaßte Buch befriedigt ein wahrhaftes

Bedürfniß._«

Weitere Anmerkungen zur Transkription

Offensichtliche Fehler wurden stillschweigende korrigiert. Die

Werbeseite am Buchanfang wurde ans Ende verschoben.

End of Project Gutenberg's Warum und Weil. Physikalischer Teil., by Otto Ule

Warum und Weil. Physikalischer Teil. Fragen und Antworten aus den wichtigsten Gebieten der gesammten Naturlehre. · 第 18 / 18 段