Für die „Autobiographischen Schriften“ wurden diejenigen Aufsätze
Dostojewskis aus den Jahren 1863, 1873, 1876 und 1877 herausgezogen, die
lebensgeschichtliche Erinnerungen des Dichters enthalten. Die Anordnung
dieses Materials geschah jedoch nicht in der Reihenfolge, in der sich
diese Erinnerungen zeitlich aneinanderknüpfen, sondern in derjenigen, in
der die Aufsätze entstanden sind. Auf diese Weise ließ sich die
entwicklungsmäßige, nicht unwesentliche Veränderung der Stellungnahme
Dostojewskis zu Menschen und Ideen am besten veranschaulichen.
Dem Bande vorangestellt wurden die „Materialien zur Lebensbeschreibung
Dostojewskis“, die der Literaturhistoriker Orest Miller 1882, nach dem
Tode des Dichters, zusammengestellt hat. Miller, dem von der
Geheimpolizei zum erstenmal ein allerdings bedingter Einblick in die
Akten des Petraschewski-Prozesses gewährt wurde, hat alle ihm
erreichbaren Briefe Dostojewskis, sowie Aussagen und Aufzeichnungen über
Dostojewski zu einem umfangreichen Bericht zusammengetragen, der einen
Überblick über das Leben des Dichters von seiner frühesten Jugend bis in
den Anfang der sechziger Jahre gibt. Dieser Bericht findet seine
Fortsetzung in dem Überblick über die zweite Hälfte von Dostojewskis
Leben, von 1861–81, den damals, 1882, N. N. Strachoff gab, der dieses
Leben zunächst als mehrjähriger publizistischer Mitarbeiter Dostojewskis
geteilt, später als Freund miterlebt hatte. Dieser zweite Teil der
Lebensgeschichte Dostojewskis wurde den „Literarischen Schriften“, Band
12 der deutschen Ausgabe, beigegeben.
Von Dostojewskis Briefen – die intimeren sind noch unveröffentlicht im
Besitze seiner Witwe –, aus denen Miller manche Stellen anführt, ist
eine Auswahl in dem Sonderbande „F. M. Dostojewski. Briefe. Mit
Bildnissen und Berichten der Zeitgenossen“ erschienen. Zu diesen
Berichten der Zeitgenossen gehören unter anderen auch die von Miller
erwähnten und benutzten Erinnerungen an Dostojewski, die D. W.
Grigorowitsch, A. P. Miljukoff und Baron Alexander Wrangel aufgezeichnet
haben.