Länge 542mm=21,4'' 438mm=17,4''.
Durchmesser des Ober-
schenkelkopfes 54mm= 2,14'' 53mm= 2,0''.
Durchmesser des untern
Gelenkendes von einem
Condylus zum andern 89mm= 3,5'' 87mm= 3,4''.
Durchmesser des Ober-
schenkelknochens in der
Mitte 33mm= 1,2'' 30mm= 1,1''.
2) Ein ganz erhaltener Oberarmknochen, dessen Grösse ihn als zu den
Oberschenkelknochen gehörig erkennen lässt.
Länge des Oberarmbeins 312mm = 12,3''. Dicke in der Mitte desselben
26mm = 1,0''. Durchmesser des Gelenkkopfes 49mm = 1,9''.
Ferner eine vollständige rechte Speiche von entsprechender Grösse und
das obere Drittheil eines rechten Ellenbogenbeins, welches zum
Oberarmbein und zur Speiche passt.
3) Ein linkes Oberarmbein, an dem das obere Drittheil fehlt, und welches
so viel dünner ist, dass es von einem andern Menschen herzurühren
scheint; ein linkes Ellenbogenbein, das zwar vollständig aber krankhaft
verbildet ist, indem der Proc. coronoideus durch Exostose so vergrössert
ist, dass die Beugung gegen den Oberarmknochen, dessen zur Aufnahme
jenes Fortsatzes bestimmte Fossa ant. major auch durch Knochenwucherung
geschwunden ist, nur bis zum rechten Winkel möglich war. Dabei ist der
Proc. anconaeus stark nach unten gekrümmt. Da der Knochen keine Spuren
rhachitischer Erkrankung zeigt, so ist anzunehmen, dass eine Verletzung
während des Lebens Ursache der Ankylose war. Diese linke Ulna mit dem
rechten Radius verglichen lässt auf den ersten Blick vermuthen, dass
beide Knochen verschiedenen Individuen angehört haben, denn die Ulna ist
für die Verbindung mit einem solchen Radius um mehr als einen halben
Zoll zu kurz. Aber es ist klar, dass diese Verkürzung, sowie die
Schwäche des linken Oberarmbeins Folgen der angeführten krankhaften
Bildung sind.
4) Ein linkes Darmbein, fast vollständig und zu dem Oberschenkelknochen
gehörig, ein Bruchstück des rechten Schulterblattes, ein fast
vollständiges rechtes Schlüsselbein, das vordere Ende einer Rippe
rechter Seite und dasselbe einer Rippe linker Seite, endlich zwei kurze
hintere und ein mittleres Rippenstück, die ihrer ungewöhnlichen
abgerundeten Form und starken Krümmung wegen fast mehr Aehnlichkeit mit
den Rippen eines Fleischfressers als mit denen des Menschen haben. Doch
wagte auch Herr H. v. =Meyer=, um dessen Urtheil ich gebeten, nicht, sie
für Thierrippen zu erklären, und es bleibt nur anzunehmen übrig, dass
eine ungewöhnlich stark entwickelte Muskulatur des Thorax diese
Abweichung der Form bedingt hat.
Die Knochen kleben sehr stark an der Zunge, der Knochenknorpel ist
indessen, wie die chemische Behandlung desselben mit Salzsäure lehrt,
zum grössten Theil erhalten, nur scheint derselbe jene Umwandlung in
Leim erfahren zu haben, welche v. =Bibra= an fossilen Knochen beobachtet
hat. Die Oberfläche aller Knochen ist an vielen Stellen mit kleinen
schwarzen Flecken bedeckt, die, namentlich mit der Loupe betrachtet,
sich als sehr zierliche Dendriten erkennen lassen und zuerst vom Herrn
Geheimrath Professor Dr. =Mayer= hierselbst an denselben beobachtet
worden sind. Auf der innern Seite der Schädelknochen sind sie am
deutlichsten. Sie bestehen aus einer Eisenverbindung und ihre schwarze
Farbe lässt Mangan als Bestandtheil vermuthen. Derartige dendritische
Bildungen finden sich nicht selten auch auf Gesteinschichten und kommen
meist auf kleinen Rissen und Spalten hervor. =Mayer= theilte in der
Sitzung der niederrheinischen Gesellschaft in Bonn am 1. April 1857 mit,
dass er im Museum zu Poppelsdorf an mehreren fossilen Thierknochen,
namentlich von _Ursus spelaeus_, solche dendritische Krystallisationen
gefunden habe, am zahlreichsten und schönsten aber an den fossilen
Knochen und Zähnen von _Equus adamiticus_, _Elephas primigenius_ etc.
aus den Höhlen von Balve und Sundwig; eine schwache Andeutung solcher
Dendriten zeigte sich an einem Römerschädel aus Siegburg, während andere
alte Schädel, die Jahrhunderte lang in der Erde gelegen, keine Spur
derselben zeigten[48]. Herrn H. v. =Meyer= verdanke ich darüber folgende
briefliche Bemerkung:
»Interessant ist die bereits begonnene Dendritenbildung, die ehedem als
ein Zeichen wirklich fossilen Zustandes angesehen wurde. Man glaubte
namentlich bei Diluvialablagerungen sich der Dendriten bedienen zu
können, um etwa später dem Diluvium beigemengte Knochen von den wirklich
diluvialen mit Sicherheit zu unterscheiden, indem man die Dendriten
ersteren absprach. Doch habe ich mich längst überzeugt, dass weder der
Mangel an Dendriten für die Jugend noch deren Gegenwart für höheres
Alter einen sicheren Beweis abgiebt. Ich habe selbst auf Papier, das
kaum über ein Jahr alt sein konnte, Dendriten wahrgenommen, die von
denen auf fossilen Knochen nicht zu unterscheiden waren. So besitze ich
auch einen Hundeschädel aus der römischen Niederlassung des benachbarten
Heddersheim, Castrum Hadrianum, der von den fossilen Knochen aus den
fränkischen Höhlen sich in nichts unterscheidet; er zeigt dieselbe Farbe
und haftet an der Zunge wie diese, so dass auch dieses Kennzeichen,
welches auf der frühern Versammlung der deutschen Naturforscher in Bonn
zu ergötzlichen Scenen zwischen =Buckland= und =Schmerling= führte,
seinen Werth verloren hat. Es lässt sich sonach in streitigen Fällen
kaum durch die Beschaffenheit des Knochens mit Sicherheit entscheiden,
ob er fossil, eigentlich ob ihm ein geologisches Alter zustehe oder ob
er aus historischer Zeit stamme.«
Da wir die Vorwelt nicht mehr wie einen ganz andern Zustand der Dinge
betrachten können, aus dem kein Uebergang in das organische Leben der
Gegenwart stattfand, so hat die Bezeichnung der Fossilität eines
Knochens nicht mehr den Sinn wie zu =Cuvier's= Zeit. Es sind der Gründe
genug vorhanden für die Annahme, dass der Mensch schon mit den Thieren
des Diluviums gelebt hat, und mancher rohe Stamm mag vor aller
geschichtlichen Zeit mit den Thieren des Urwaldes verschwunden sein,
während die durch Bildung veredelten Rassen das Geschlecht erhalten
haben. Die vorliegenden Knochen besitzen Eigenschaften, die, wiewohl sie
nicht entscheidend für ein geologisches Alter sind, doch jedenfalls für
ein sehr hohes Alter derselben sprechen. Es sei noch bemerkt, dass, so
gewöhnlich auch das Vorkommen diluvialer Thierknochen in den
Lehmablagerungen der Kalkhöhlen ist, solche bis jetzt in den Höhlen des
Neanderthals nicht gefunden worden sind, und dass die Knochen unter
einem nur 4 bis 5 Fuss mächtigen Lehmlager ohne eine schützende
Stalagmitendecke den grössten Theil ihrer organischen Substanz behalten
haben.
Diese Umstände können gegen die Wahrscheinlichkeit eines geologischen
Alters angeführt werden. Auch würde es nicht zu rechtfertigen sein, in
dem Schädelbau etwa den rohesten Urtypus des Menschengeschlechts
erkennen zu wollen, denn es giebt von den lebenden Wilden Schädel, die,
wenn sie auch eine so auffallende Stirnbildung, die in der That an das
Gesicht der grossen Affen erinnert, nicht aufweisen, doch in anderer
Beziehung, z. B. in der grössern Tiefe der Schädelgruben und den
grätenartig vorspringenden Schläfenlinien und einer im Ganzen kleinern
Schädelhöhle, auf einer ebenso tiefen Stufe der Entwickelung stehen. Die
stark eingedrückte Stirn für eine künstliche Abflachung zu halten, wie
sie bei rohen Völkern der neuen und alten Welt vielfach geübt wurde,
dazu fehlt jeder Anlass, der Schädel ist ganz symmetrisch gebildet,
während nach =Morton= an den Flachköpfen des Columbia Stirn- und
Scheitelbeine immer unsymmetrisch sind, und zeigt keine Spur eines
Gegendruckes in der Hinterhauptsgegend. Seine Bildung zeigt jene geringe
Entwickelung des Vorderkopfes, die so häufig schon an sehr alten
Schädeln gefunden wurde und einer der sprechendsten Beweise für den
Einfluss der Cultur und Civilisation auf die Gestalt des menschlichen
Schädels ist.«
An einer spätern Stelle bemerkt Dr. Schaaffhausen:
»Die ungewöhnliche Entwickelung der Stirnhöhlen an dem so merkwürdigen
Schädel aus dem Neanderthale nur für eine individuelle oder
pathologische Abweichung zu halten, dazu fehlt ebenfalls jeder Grund;
sie ist unverkennbar ein Rassentypus und steht mit der auffallenden
Stärke der übrigen Knochen des Skelets, welche das gewöhnliche Maass um
etwa 1/3 übertrifft, in einem physiologischen Zusammenhange. Diese
Ausdehnung der Stirnhöhlen, welche Anhänge der Athemwege sind, deutet
ebenso auf eine ungewöhnliche Kraft und Ausdauer der Körperbewegungen,
wie die Stärke aller Gräten und Leisten, welche dem Ansatze der Muskeln
dienen, an diesen Knochen darauf schliessen lässt. Dass grosse
Stirnhöhlen und eine dadurch veranlasste stärkere Wölbung der untern
Stirngegend diese Bedeutung haben, wird durch andere Beobachtungen
vielfach bestätigt. Dadurch unterscheidet sich nach =Pallas= das
verwilderte Pferd vom zahmen, nach =Cuvier= der fossile Höhlenbär von
jeder jetzt lebenden Bärenart, nach =Roulin= das in Amerika verwilderte
und dem Eber wieder ähnlich gewordene Schwein von dem zahmen, die Gemse
von der Ziege, endlich die durch den starken Knochen- und Muskelbau
ausgezeichnete Bulldogge von allen anderen Hunden. An dem vorliegenden
Schädel den Gesichtswinkel zu bestimmen, der nach R. =Owen= auch bei den
grossen Affen wegen der stark vorstehenden obern Augenhöhlengräte schwer
anzugeben ist, wird noch dadurch erschwert, weil sowohl die Ohröffnung
als der Nasenstachel fehlt; benutzt man die zum Theil erhaltene obere
Augenhöhlenwand zur richtigen Stellung des Schädels gegen die
Horizontalebene und legt man die aufsteigende Linie an die Stirnfläche
hinter dem Wulste der Augenbrauenbogen, so beträgt der Gesichtswinkel
nicht mehr als 56°[49]. Leider ist nichts von den Gesichtsknochen
erhalten, deren Bildung für die Gestalt und den Ausdruck des Kopfes so
bestimmend ist. Die Schädelhöhle lässt mit Rücksicht auf die ungemeine
Kraft des Körperbaues auf eine geringe Hirnentwickelung schliessen. Die
Hirnschale fasst 31 Unzen Hirse; da für die ganze Hirnhöhle nach
Verhältniss der fehlenden Knochen des Schädelgrundes etwa 6 Unzen
hinzuzurechnen wären, so würde sich ein Schädelinhalt von 37 Unzen Hirse
ergeben. =Tiedemann= giebt für den Schädelinhalt von Negern 40, 38 und
35 Unzen Hirse an, Wasser fasst die Hirnschale etwas mehr als 36 Unzen,
welche einem Inhalt von 1033,24 Cubikcentim. entsprechen. =Huschke=
führt den Schädelinhalt einer Negerin mit 1127 Cubikcentim., den eines
alten Negers mit 1146 Cubikcentim. an. Der Inhalt von Malaienschädeln
mit Wasser gemessen ergab 30 bis 33 Unzen, der der klein gebauten Hindus
vermindert sich sogar bis zu 27 Unzen.«
Nach Vergleichung des Neanderthal-Schädels mit vielen anderen alten und
neuen kommt Professor Schaaffhausen zu dem Schlusse:
»Die menschlichen Gebeine und der Schädel aus dem Neanderthale
übertreffen aber alle die anderen an jenen Eigenthümlichkeiten der
Bildung, die auf ein rohes und wildes Volk schliessen lassen; sie
dürfen, sei nun die Kalkhöhle, in der sie ohne jede Spur menschlicher
Cultur gefunden worden sind, der Ort ihrer Bestattung, oder seien sie,
wie anderwärts die Knochen erloschener Thiergeschlechter, in dieselbe
hineingeschwemmt worden, für das älteste Denkmal der früheren Bewohner
Europas gehalten werden.«
Mr. Busk, der Uebersetzer der Schaaffhausen'schen Abhandlung, hat uns in
den Stand gesetzt, uns eine lebhafte Vorstellung von dem niedern
Charakter des Neanderthal-Schädels zu machen, dadurch, dass er neben die
Umrisse desselben die eines Chimpanze in derselben absoluten Grösse
gestellt hat.
[Illustration: Fig. 25. Der Schädel aus der Neanderthalhöhle. _A_ Ansicht
von der Seite, _B_ von vorn, _C_ von oben. Halbe natürliche Grösse. Die
Umrisse nach Camera lucida-Zeichnungen von Mr. Busk in halber natürlicher
Grösse, die Details nach dem Abgusse und Dr. Fuhlrott's Photographien. _a_
Glabella, _b_ Hinterhauptshöcker, _d_ Lambdanaht.]
Einige Zeit nach Veröffentlichung der Uebersetzung von Schaaffhausen's
Abhandlung wurde ich auf ein noch aufmerksameres Studium des
Neanderthal-Schädels geführt, als ich ihm vorher gewidmet hatte, da ich
Sir Charles Lyell mit einer Zeichnung zu versehen wünschte, welche die
Eigenthümlichkeiten dieses Schädels im Vergleich mit anderen
menschlichen Schädeln darböte[50]. Um dies zu thun, war es nothwendig,
diejenigen Punkte an den Schädeln präcis zu bestimmen, die sich
anatomisch entsprachen. Von diesen Punkten war die Glabella deutlich
genug; als ich aber einen zweiten durch den Hinterhauptshöcker und die
obere halbkreisförmige Linie bestimmt und den Umriss des
Neanderthal-Schädels so auf den des Schädels von Engis gelegt hatte,
dass Glabella und Hinterhauptshöcker beider von derselben geraden Linie
durchschnitten wurden, war der Unterschied so enorm und die Abplattung
des Neanderthal-Schädels so ungeheuer (vergl. Fig. 23 und Fig. 25 A),
dass ich zuerst glaubte, irgend einen Fehler begangen zu haben. Und ich
war um so mehr geneigt, dies zu vermuthen, als bei gewöhnlichen
menschlichen Schädeln der Hinterhauptshöcker und die obere
halbkreisförmig gebogene Linie auf der äussern Oberfläche des
Hinterhaupts ziemlich genau den seitlichen Sinus und der Ansatzlinie des
Tentorium innen entsprechen. Auf dem Tentorium ruht aber, wie ich in der
zweiten Abhandlung gezeigt habe, der hintere Lappen des Gehirns; und
daher geben annähernd der Hinterhauptshöcker und die fragliche gebogene
Linie die untere Grenze dieses Lappens an. War es möglich, dass ein
menschliches Wesen ein so abgeplattetes und deprimirtes Gehirn hatte;
oder hatten die Muskelleisten ihre Lage verändert? Um diese Zweifel zu
lösen und die Frage zu entscheiden, ob die starken Augenbrauenvorsprünge
von der Entwickelung der Stirnhöhle abhingen oder nicht, bat ich Sir
Charles Lyell, mir von Dr. Fuhlrott, dem Besitzer des Schädels,
Antworten auf gewisse Fragen und wo möglich einen Abguss oder jedenfalls
Zeichnungen oder Photographien des Schädelinnern zu verschaffen.
[Illustration: Fig. 26. Zeichnungen nach Dr. Fuhlrott's Photographien von
inneren Theilen des Neanderthal-Schädels. _A_ Ansicht der untern und innern
Oberfläche der Stirngegend mit den unteren Mündungen der Stirnhöhle (_a_).
_B_ Entsprechende Ansicht der Hinterhauptsgegend des Schädels mit den
Eindrücken der seitlichen Sinus (_aa_).]
Dr. Fuhlrott antwortete mit einer Bereitwilligkeit und Freundlichkeit,
für die ich ihm unendlich verbunden bin, auf meine Fragen und schickte
ausserdem drei ausgezeichnete Photographien. Eine derselben stellt den
Schädel von der Seite dar und nach ihr ist Fig. 25 _A_ schattirt worden.
Die zweite (Fig. 26 _A_) zeigt die weiten Mündungen der Stirnhöhlen auf
der untern Fläche des Stirntheiles des Schädels, in welche, wie Dr.
Fuhlrott schreibt, »eine Sonde einen Zoll tief eingebracht werden kann,«
und erläutert die grosse Ausdehnung der Augenbrauenhöcker über die
Schädelhöhle hinaus. Endlich die dritte (Fig. 26 _B_) stellt den Rand
und das Innere des hintern oder Occipitaltheiles des Schädels dar und
zeigt sehr deutlich die beiden Eindrücke für die seitlichen Sinus, die
sich nach innen gegen die Mittellinie des Schädeldaches wenden, um den
longitudinalen Sinus zu bilden. Es war daher klar, dass ich mich in
meiner Erklärung nicht geirrt hatte und dass der hintere Lappen des
Gehirns beim Neanderthal-Menschen so abgeplattet gewesen sein muss, wie
ich es vermuthete.
In der That hat der Neanderthal-Schädel ganz ausserordentliche
Charaktere. Seine grösste Länge beträgt 8 Zoll, die Breite dagegen nur
5,75 Zoll; oder mit anderen Worten, die Länge verhält sich zur Breite
wie 100:72. Er ist ausnehmend flach, von der Glabello-Occipitallinie ist
er bis zum Scheitel nur 3,4 Zoll hoch. Der Längenbogen beträgt, in
derselben Weise wie beim Schädel von Engis gemessen, 12 Zoll; der quere
Bogen kann wegen des Fehlens der Schläfenbeine nicht genau gemessen
werden, betrug aber wohl ungefähr dasselbe, und sicher mehr als 10¼
Zoll. Der Horizontalumfang ist 23 Zoll. Dieser grosse Umfang rührt zu
einem bedeutenden Theile von den Augenbrauenhöckern her, obgleich der
Umfang der Gehirnkapsel selbst nicht klein ist. Die grossen
Augenbrauenhöcker geben der Stirn einen viel mehr zurücktretenden
Anschein, als sein innerer Umriss zeigen würde.
Für ein anatomisches Auge ist der hintere Schädeltheil selbst noch
auffallender als der vordere. Der Hinterhauptshöcker nimmt das äusserste
hintere Ende des Schädels ein, wenn die Glabello-Occipitallinie
horizontal gestellt wird. Und anstatt dass irgend ein Theil der
Hinterhauptsgegend über ihn hinausreichte, steigt diese Gegend schräg
nach vorn und oben, so dass die Lambdanaht ganz auf der obern Fläche des
Schädels liegt. Gleichzeitig ist trotz der grossen Länge des Schädels
die Pfeilnaht merkwürdig kurz (4½ Zoll) und die Schuppennaht sehr
gerade.
In Beantwortung meiner Fragen schreibt Dr. Fuhlrott, dass »das
Hinterhauptsbein bis zur obern halbkreisförmigen Linie in einem Zustande
vollkommener Erhaltung ist. Diese Linie ist eine sehr starke Leiste,
linear an ihren Enden, aber nach der Mitte breit werdend und hier zwei
Leisten bildend, welche durch eine lineare, in der Mitte eingedrückte
Verlängerung verbunden werden.«
»Unter der linken Leiste zeigt der Knochen eine schräg geneigte Fläche,
sechs (Pariser) Linien lang und zwölf breit.«
Dies muss die Fläche sein, deren Contour in Fig. 25 A, unterhalb _b_,
angegeben ist. Sie ist besonders interessant, als sie uns trotz der
flachen Beschaffenheit des Hinterhaupts vermuthen lässt, dass die
hinteren Lappen des grossen Gehirns beträchtlich über das kleine Gehirn
hinausgeragt haben müssen, und als sie einen unter mehreren Punkten
darbietet, in denen eine Aehnlichkeit zwischen dem Neanderthal-Schädel
und gewissen australischen Schädeln besteht.
* * * * *
Dergestalt sind die beiden bestgekannten Formen von Menschenschädeln,
welche in einem ganz gut fossil zu nennenden Zustande gefunden worden
sind. Lässt sich nun zeigen, dass einer von ihnen den anatomischen
Abstand zwischen Menschen und menschenähnlichen Affen ausfüllt oder in
einer merkbaren Weise verkleinert? Oder weicht dagegen keiner weiter von
der mittleren Bildung des menschlichen Schädels ab, als man von normal
gebauten menschlichen Schädeln der Jetztzeit weiss?
Man kann sich unmöglich über diese Frage irgend eine Meinung bilden,
ohne vorher sich ungefähr mit dem Umfange der vom menschlichen Bau im
Allgemeinen dargebotenen Variationen bekannt gemacht zu haben. Dies ist
aber ein nur unvollständig untersuchter Gegenstand; und die mir hier
gesteckten Grenzen erlauben mir selbst von dem, was bekannt ist, nur
eine sehr unvollkommene Skizze zu geben.
Wer sich mit Anatomie beschäftigt, weiss sehr wohl, dass es nicht ein
einziges Organ des menschlichen Körpers giebt, dessen Bau nicht bei
verschiedenen Individuen bedeutender oder geringer variire. Das Skelet
variirt in den Proportionen, und in einer gewissen Ausdehnung selbst in
den Verbindungen seiner Knochentheile. Die Muskeln, welche die Knochen
bewegen, variiren bedeutend in ihren Ansätzen. Die Varietäten in der
Verbreitungsweise der Arterien sind, wegen der praktischen Bedeutung der
Kenntniss ihrer Veränderungen für den Wundarzt, sorgfältig classificirt
worden. Die Charaktere des Gehirns variiren unendlich; nichts ist
weniger constant als die Form und Grösse der Grosshirnhemisphären und
der Reichthum der Windungen an ihrer Oberfläche. Die veränderlichsten
Gebilde aber von allen am menschlichen Gehirn sind gerade diejenigen,
welche man unkluger Weise als die unterscheidenden Merkmale des Menschen
anzusehn versucht hat, nämlich das hintere Horn des Seitenventrikels,
der Hippocampus minor und der Grad des Vorspringens der hinteren Lappen
über das kleine Gehirn. Endlich weiss alle Welt, dass die Haut und das
Haar bei Menschen die ausserordentlichsten Verschiedenheiten in Farbe
und Textur darbieten können.
So weit unsere jetzige Kenntniss reicht, ist die Mehrzahl der hier
angedeuteten anatomischen Varietäten individuell. Die affenähnliche
Anordnung gewisser Muskeln, die man gelegentlich bei den weissen
Menschenrassen findet[51], ist, so viel wir wissen, unter Negern und
Australiern nicht gewöhnlicher. Ebenso wenig sind wir berechtigt, --
weil man fand, dass das Gehirn der Hottentotten-Venus glätter war,
symmetrischer angeordnete Windungen hatte und insoweit affenähnlicher
war als das gewöhnliche europäische, -- nun hieraus zu schliessen, dass
eine ähnliche Bildung des Gehirns unter den niederen Menschenrassen
allgemein vorherrsche, wie wahrscheinlich auch ein solcher Schluss sein
mag.
In Bezug auf die Kenntniss von der Anordnung und Form der weichen und
zerstörbaren Theile bei allen Menschenrassen ausser unserer eigenen sind
wir allerdings traurig bestellt. In Bezug selbst auf das Skelet sind
unsere Museen beklagenswerther Weise lückenhaft, mit Ausnahme des
Schädels. Schädel giebt es genug; und seit Blumenbach und Camper zuerst
die Aufmerksamkeit auf die ausgeprägten und sonderbaren
Verschiedenheiten, die die Schädel darbieten, hinlenkten, ist
Schädelsammeln und Schädelmessen ein eifrig betriebener Zweig der
Naturgeschichte geworden. Seine Resultate sind von verschiedenen
Schriftstellern zusammengestellt und classificirt worden, unter denen
der verstorbene Retzius stets zuerst genannt werden muss.
[Illustration: Fig. 27. Ansicht von der Seite und von vorn des runden und
orthognathen Schädels eines Kalmucken, nach von Baer, 1/3 nat. Gr.]
Man hat gefunden, dass die menschlichen Schädel nicht bloss in ihrer
absoluten Grösse und in dem absoluten Inhalte ihrer Schädelkapsel von
einander abweichen, sondern auch in den Verhältnissen, welche die
Durchmesser der letzteren zu einander zeigen, in der relativen Grösse
der Gesichtsknochen (besonders der Kiefer und Zähne) im Vergleich mit
denen des Schädels, in dem Grade, in welchem der Oberkiefer (dem
natürlich der untere folgt) unter den vordern Theil der Schädelkapsel
nach hinten und unten, oder vor dieselbe nach vorn und oben rückt. Sie
weichen ferner von einander ab in den Verhältnissen des queren
Durchmessers des Gesichts, durch die Wangenbeine gemessen, zum queren
Durchmesser des Schädels, in der mehr abgerundeten oder mehr
giebelförmigen Gestalt des Schädeldaches und in dem Grade, bis zu
welchem der hintere Theil des Schädels abgeflacht ist oder über die
Leiste vorspringt, an und unter welcher sich die Nackenmuskeln ansetzen.
Bei manchen Schädeln kann man die eigentliche Schädelkapsel _rund_
nennen, die grösste Länge verhält sich zur grössten Breite wie 100:80,
zuweilen ist sogar der Unterschied noch geringer[52]. Menschen mit
solchen Schädeln nennt Retzius »_brachycephalisch_«; der Schädel eines
Kalmucken, von dem eine seitliche und vordere Ansicht in Von Baer's
»Crania selecta« gegeben ist (hiernach die verkleinerten Umrissfiguren
in Fig. 27), bietet ein ausgezeichnetes Beispiel dieser Schädelform dar.
Andere Schädel, wie der in Fig. 28 nach Busk's »Crania typica« copirte
Negerschädel, haben eine hiervon sehr verschiedene, bedeutend
verlängerte Form und können _oblong_ genannt werden. Bei diesem Schädel
verhält sich die grösste Breite zur grössten Länge wie 67:100, und der
Querdurchmesser kann selbst noch unter dies Verhältniss sinken. Leute
mit solchen Schädeln nennt Retzius »_dolichocephalisch_«.
[Illustration: Fig. 28. Oblonger und prognather Schädel eines Negers;
seitliche und vordere Ansicht. 1/3 nat. Gr.]
Selbst der flüchtigste Blick auf die Seitenansicht dieser beiden
Schädel genügt zu dem Nachweis, dass sie noch in einer andern Hinsicht
sehr auffallend differiren. Das Profil des Kalmuckengesichts ist fast
senkrecht, die Gesichtsknochen treten abwärts unter den vordern Theil
des Schädels. Das Profil des Negers dagegen ist merkwürdig geneigt, der
vordere Theil der Kinnladen springt weit über das Niveau des vordern
Theils des Schädels nach vorn vor. Im erstern Fall sagt man, der Schädel
ist »_orthognath_« oder geradkiefrig; im letztern wird er »_prognath_«
genannt, eine Bezeichnung, die mit mehr Kraft als Eleganz durch
»schnauzig« wiedergegeben werden könnte.
Es sind verschiedene Methoden angegeben worden, um mit Genauigkeit den
Grad des Prognathismus oder Orthognathismus eines gegebenen Schädels zu
bestimmen; die meisten dieser Methoden sind wesentlich Modificationen
der von Camper zur Bestimmung des sogenannten »Gesichtswinkels«
angegebenen.
Eine kurze Betrachtung zeigt aber, dass alle angegebenen Gesichtswinkel
nur in einer rohen und allgemeinen Weise die anatomischen Modificationen
ausdrücken können, die beim Prognathismus und Orthognathismus auftreten.
Denn die Linien, deren Durchschneidung der Gesichtswinkel bildet, sind
durch Punkte am Schädel gezogen, deren Lage durch eine Anzahl von
Umständen modificirt wird. Der so erhaltene Winkel ist daher das
complicirte Resultat aller dieser Umstände und nicht der Ausdruck irgend
einer organischen Beziehung der Schädeltheile zu einander.
Ich bin zu der Ueberzeugung gekommen, dass keine Vergleichung von
Schädeln viel werth ist, welche nicht auf die Bestimmung einer
verhältnissmässig fixirten Grundlinie zurückgeführt wird, auf welche in
allen Fällen die Messungen bezogen werden müssen. Ich halte es auch für
nicht sehr schwierig zu bestimmen, welches diese Grundlinie sein sollte.
Die Theile des Schädels sind wie die übrigen Theile des thierischen
Körpers nach einander entwickelt: die Schädelbasis wird eher gebildet
als die Seiten und das Dach des Schädels; eher und vollständiger als
die letzten wird sie in Knorpel verwandelt; und diese knorplige Basis
ossificirt und verschmilzt in ein Stück lange vor dem Dache des
Schädels. Ich bin daher der Ansicht, dass die Schädelbasis aus ihrer
Entwickelung als der relativ fixirte Theil des Schädels nachzuweisen
ist, während die Seiten und die Decke relativ beweglich sind.
Dasselbe zeigt sich als richtig bei einem Studium der Modificationen,
welche der Schädel, von den niederen Thieren zu den höheren aufsteigend,
erleidet.
Bei einem Säugethier wie dem Biber (Fig. 29) ist eine durch die
Basioccipital, hinteres und vorderes Keilbein genannten Knochen gezogene
Linie (_ab_) sehr lang im Verhältniss zur grössten Länge der die
Grosshirnhemisphären enthaltenden Höhle (_gh_). Die Ebene des
Hinterhauptsloches (_bc_) bildet einen wenig spitzen Winkel mit dieser
Schädelbasisaxe, während die Ebene des Tentorium (_iT_) gegen die
Schädelbasisaxe um etwas mehr als 90° geneigt ist; ebenso die Siebplatte
(_ad_), durch welche die Riechnervenfäden den Schädel verlassen. Ferner
bildet eine durch die Gesichtsaxe, zwischen den Ethmoid und Pflugschar
genannten Knochen gezogene Linie, die »Gesichtsbasisaxe« (_fe_), einen
äusserst stumpfen Winkel mit der Schädelbasisaxe, wenn sie bis zum
Durchschneiden dieser verlängert wird.
Wird der von den Linien _bc_ und _ab_ gebildete Winkel der
»Hinterhauptswinkel«, der von den Linien _ad_ mit _ab_ gebildete der
»Siebbeinwinkel«, und der von _iT_ mit _ab_ gebildete der
»Hirnzeltwinkel« genannt, dann bilden alle diese bei dem in Rede
stehenden Säugethiere nahezu rechte Winkel, sie schwanken zwischen 80
und 110°. Der Winkel _efb_ oder der von der Schädelbasis mit der
Gesichtsaxe gebildete, Schädelgesichtswinkel zu nennende, ist äusserst
stumpf und beträgt beim Biber wenigstens 150°.
[Illustration: Fig. 29. Längen- und senkrechte Schnitte der Schädel eines
Bibers (Castor canadensis), eines Lemur (L. catta) und eines Pavian
(Cynocephalus Papio); _ab_ Schädelbasisaxe; _bc_ Hinterhauptsebene; _iT_
Ebene des Tentorium; _ad_ Siebbeinebene; _fe_ Gesichtsbasisaxe; _cba_
Hinterhauptswinkel; _Tia_ Hirnzeltwinkel; _dab_ Siebbeinwinkel; _efb_
Schädelgesichtswinkel; _gh_ grösste Länge der die Grosshirnhemisphären
aufnehmenden Höhle oder »Grosshirnlänge«. Die Länge der Schädelbasisaxe zu
dieser Länge, oder mit anderen Worten die relative Länge der Linie _gh_ zu
der Linie _ab_, diese gleich 100, ist in den drei Schädeln, wie folgt:
Biber 70:100, Lemur 119:100, Pavian 144:100; bei einem erwachsenen Gorilla
wie 170:100, beim Neger (Fig. 30) wie 236:100, bei dem Constantinopolitaner
Schädel (Fig. 30) wie 266:100. Der Schädelunterschied zwischen den höchsten
Affen und den niedrigsten Menschen springt daher durch diese Messungen sehr
in die Augen. -- In der Zeichnung des Pavianschädels geben die punktirten
Linien _d_^1 _d_^2 etc. die Winkel des Biber- und Lemurschädels auf die
Schädelbasisaxe des Pavian übertragen an. Die Linie _ab_ ist in allen drei
Zeichnungen gleich lang.]
Wird nun aber eine Reihe von Durchschnitten von Säugethierschädeln, in
der Mitte zwischen einem Nager und dem Menschen stehend, untersucht
(Fig. 29), so stellt sich heraus, dass bei den höheren Schädeln die
Schädelbasisaxe im Verhältniss zur Grosshirnlänge kürzer wird, dass der
Siebbeinwinkel und Hinterhauptswinkel stumpfer werden, und dass der
Schädelgesichtswinkel gewissermaassen durch das Zurückbeugen der
Gesichtsaxe auf die Schädelaxe spitzer wird. Gleichzeitig wird
das Schädeldach mehr und mehr gewölbt, um das Zunehmen der
Grosshirnhemisphären an Höhe zu gestatten, was vorzüglich
charakteristisch für den Menschen ist, ebenso wie die Ausdehnung nach
hinten über das kleine Gehirn hinaus, welche ihr Maximum in den
südamerikanischen Affen erreicht. Beim menschlichen Schädel (Fig. 30)
ist daher endlich die Grosshirnlänge zwischen zwei- und dreimal so gross
als die der Schädelbasisaxe; der Siebbeinwinkel 20° oder 30° nach der
untern Seite letzterer Axe, der Hinterhauptswinkel statt kleiner als 90°
zu sein, ist bis 150° oder 160° gross. Der Schädelgesichtswinkel kann
90° oder weniger sein und die verticale Höhe des Schädels kann
verhältnissmässig zu seiner Länge gross sein.
Aus einer Betrachtung dieser Zeichnungen wird klar, dass die
Schädelbasisaxe in der aufsteigenden Reihe der Säugethiere eine relativ
fixirte Linie ist, um welche, wie man sich ausdrücken kann, die Knochen
des Gesichts und der Seiten und Decke der Schädelhöhle sich nach unten
und nach vorn oder hinten, je nach ihrer Lage, drehen. Der von einem
Knochen oder einer Ebene beschriebene Bogen steht indess durchaus nicht
immer im Verhältniss zu dem von einem andern beschriebenen Bogen.
Wir kommen nun zu der wichtigen Frage: können wir zwischen den
niedrigsten und höchsten Formen menschlicher Schädel irgend etwas
ausfindig machen, das, in was für einem geringen Grade auch immer,
dieser Drehung der Seiten- und Deckenknochen des Schädels um die
Schädelbasisaxe entspricht, die in so bedeutendem Maasse in der
Säugethierreihe zu beobachten ist? Zahlreiche Beobachtungen führen mich
zu der Ansicht, dass wir diese Frage bejahend beantworten müssen.
[Illustration: Fig. 30. Durchschnitte von orthognathen (dünne Contour) und
prognathen (dunkle Contour) Schädeln, 1/3 nat. Gr. _ab_ Schädelbasisaxe,
_bc_, _b'c'_, Ebene des Hinterhauptsloches, _dd'_ hinteres Ende der
Gaumenknochen, _ee'_ Vorderende des Oberkiefers, _TT'_ Insertion des
Tentorium.]
Die Zeichnungen in Fig. 30 sind verkleinert nach sehr sorgfältig
gemachten Durchschnittszeichnungen von vier Schädeln, zwei runden und
orthognathen und zwei langen und prognathen, im mittleren senkrechten
Längsschnitte. Die Durchschnittszeichnungen sind aufeinander gelegt
worden, so, dass die Basalaxen der Schädel mit ihren vorderen Enden und
in ihrer Richtung und Lage zusammenfallen. Die Abweichungen der übrigen
Contouren (die nur das Innere des Schädels darstellen) zeigen die
Verschiedenheiten der Schädel von einander, wenn jene Axen als relativ
fixirte Linien betrachtet werden.
Die dunklen Contouren sind die eines Australiers und eines Negers, die
dünneren die eines Tatarenschädels, im Museum des Königl. Collegiums der
Wundärzte, und eines gut entwickelten runden Schädels, von einem
Begräbnissplatze in Constantinopel, unbestimmter Rasse, der in meinem
Besitze sich befindet.
Es wird hieraus sofort klar, dass die prognathen Schädel, was ihre
Kinnladen betrifft, von den orthognathen wirklich in derselben Weise
abweichen, wenn auch in einem viel geringern Grade, in welcher die
Schädel niederer Säugethiere von dem des Menschen verschieden sind. Es
bildet ferner die Ebene des Hinterhauptsloches (_bc_) mit der Axe in
diesen besonders prognathen Schädeln einen etwas kleinern Winkel als in
den orthognathen. Dasselbe wird auch ziemlich von der durchbohrten
Siebbeinplatte gelten, obschon dies nicht so deutlich ist. Es ist aber
sonderbar, dass in einer andern Beziehung die prognathen Schädel weniger
affenähnlich sind als die orthognathen, da in den prognathen Schädeln
die Gehirnhöhle entschieden weiter nach vorn vor das vordere Ende der
Axe vorspringt, als in den orthognathen.
Man sieht, dass diese Zeichnungen nachweisen, wie ausserordentlich gross
der Umfang ist, in dem der Rauminhalt der verschiedenen Gegenden der das
Gehirn enthaltenden Höhle und ihr relatives Verhältniss zur Schädelaxe
bei verschiedenen Schädeln variirt. Ebenso merkwürdig ist die
Verschiedenheit der Ausdehnung, in welcher die Grosshirnhöhle die Höhle
für das kleine Gehirn überragt. Ein runder Schädel (Fig. 30, Const.)
kann ein stärker nach hinten vorspringendes grosses Gehirn haben, als
ein langer (Fig. 30, Neger).
So lange bis nicht menschliche Schädel in ausgedehnter Weise nach einer
der hier vorgeschlagenen ähnlichen Weise bearbeitet worden sind, so
lange bis es nicht für eine ethnologische Sammlung eine Schande ist,
einen einzigen nicht senkrecht und längsweise aufgeschnittenen Schädel
zu besitzen, so lange bis die hier erwähnten Winkel und Maasse, mit
anderen hier nicht berührten, bestimmt und für eine grosse Zahl von
Schädeln verschiedener Rassen von Menschen mit Rücksicht auf die
Schädelbasisaxe als Einheit tabellarisch zusammengestellt sind, -- so
lange glaube ich nicht, dass wir irgend eine sichere Grundlage für jene
ethnologische Craniologie besitzen, welche danach strebt, die
anatomischen Charaktere der Schädel der verschiedenen Menschenrassen zu
geben.
Für jetzt glaube ich, dass die allgemeinen Umrisse dessen, was mit
Sicherheit über diesen Gegenstand angegeben werden kann, in wenig Worte
zusammenzufassen sind. Man ziehe auf einem Globus eine Linie von der
Goldküste in Westafrika zu den Steppen der Tatarei. Am südlichen und
westlichen Ende dieser Linie leben die meisten dolichocephalen,
prognathen, kraushaarigen, dunkelhäutigen Menschen, die wahren Neger. Am
nördlichen und östlichen Ende derselben Linie leben die meisten
brachycephalen, orthognathen, schlichthaarigen, gelbhäutigen Menschen,
die Tataren und Kalmucken. Die beiden Enden dieser Linie sind in der
That, so zu sagen, ethnologische Antipoden. Eine unter rechtem oder
beinahe rechtem Winkel auf diese polare Linie durch Europa und Südasien
bis Indien gezogene Linie würde uns eine Art Aequator geben, um welchen
rundköpfige, oval- und oblong-köpfige, prognathe und orthognathe, helle
und dunkle Rassen sich gruppiren, aber keine mit den so ausserordentlich
ausgeprägten Charakteren des Kalmucken oder Negers.
* * * * *
Es ist bemerkenswerth, dass die Gegenden der antipoden Rassen auch dem
Klima nach antipod sind. Der grösste Contrast, den die Erde darbietet,
findet sich zwischen den feuchten, heissen, dampfenden alluvialen
Küstenebenen der Westküste von Afrika und den trockenen hochliegenden
Steppen und Plateaus Central-Asiens, die im Winter bitter kalt und so
weit vom Meere entfernt sind, als es nur ein Theil der Erde sein kann.
Von Central-Asien aus nach Osten, einerseits bis zu den Inseln und
Subcontinenten der Südsee andererseits bis nach Amerika, nimmt die
Brachycephalie und der Orthognathismus allmählich ab, um von
Dolichocephalie und Prognathismus ersetzt zu werden. Dies findet jedoch
weniger auf dem amerikanischen Festlande statt (durch dessen ganze Länge
ein runder Schädeltypus bedeutend, aber nicht ausschliesslich
vorherrscht[53]), als in den Südseegegenden, wo zuletzt auf dem
australischen Festlande und den umliegenden Inseln der lange Schädel,
die vorstehenden Kinnladen und die dunkle Haut wiedererscheint, aber mit
so grossen Abweichungen in anderer Hinsicht vom Negertypus, dass die
Ethnologen diesem Volke den besondern Namen der »Negritos« geben.
Der australische Schädel ist merkwürdig wegen seiner Schmalheit und der
Dicke seiner Wandungen, besonders in der Gegend der Augenbrauenbogen,
welche häufig, aber durchaus nicht constant, durchweg solid, die
Stirnhöhlen dagegen unentwickelt bleiben. Die Nasaldepression ist ferner
sehr plötzlich, so dass die Brauen überhängen und dem Gesicht einen
besonders finstern, schreckenden Ausdruck geben. Auch wird die
Hinterhauptsgegend nicht selten weniger vorspringend, so dass sie nicht
nur nicht über eine senkrechte Linie hinausreicht, die man auf dem
hintern Ende der Glabello-Occipital-Linie errichtet, sondern in manchen
Fällen selbst von ihr aus beinahe unmittelbar nach vorn sich abzuflachen
beginnt.
In Folge dieses Umstandes machen die Theile ober- und unterhalb des
Hinterhaupthöckers einen viel spitzeren Winkel mit einander als
gewöhnlich, wodurch der hintere Theil des Schädels schräg abgestutzt
erscheint. Viele australische Schädel haben eine beträchtliche Höhe,
völlig der mittlern Höhe bei anderen Rassen gleich; es giebt aber
andere, bei denen die Schädeldecke merkwürdig deprimirt wird, wobei sich
der Schädel gleichzeitig so verlängert, dass sein Rauminhalt
wahrscheinlich nicht vermindert ist. Die Mehrzahl der Schädel, welche
diese Eigenthümlichkeiten aufwiesen, und die ich gesehen habe, waren aus
der Umgebung von Port Adelaide in Südaustralien und wurden von den
Eingebornen als Wassergefässe benutzt. Zu diesem Ende war das Gesicht
weggebrochen und ein Faden durch diese Höhlung und das Hinterhauptsloch
gezogen, so dass der Schädel am grössern Theile seiner Basis aufgehängt
war.
[Illustration: Fig. 31. Ein australischer Schädel von Western Port im
Museum des Royal College of Surgeons mit den Umrissen des
Neanderthal-Schädels. Beides auf 1/3 nat. Gr. verkleinert.]
Fig. 31 giebt den Umriss eines Schädels dieser Art von Western Port mit
anhängenden Kiefern und die Contouren des Neanderthal-Schädels, beides
auf ein Drittheil der natürlichen Grösse reducirt. Eine geringe Zunahme
in der Abflachung und Verlängerung mit einer entsprechenden Verdickung
des Augenbrauenhöckers würde die australische Gehirnkapsel in eine mit
dem aberranten Fossil identische Form verwandeln.
Kehren wir nun zu den fossilen Schädeln und zu der Stelle zurück, die
sie unter den existirenden Varietäten der Schädelbildung oder jenseits
derselben einnehmen. An erster Stelle muss ich bemerken, dass wir, wie
Schmerling bei Betrachtung des Schädels von Engis richtig hervorhebt,
bei der Bildung eines Urtheils durch die Abwesenheit der Kinnladen von
beiden Schädeln sehr gehindert werden, so dass wir kein Mittel haben zu
entscheiden, ob sie mehr oder weniger prognath waren, als die
niedrigeren jetzt existirenden Menschenrassen. Und doch haben wir
gesehen, dass die menschlichen Schädel, in dieser Hinsicht mehr als in
irgend einer andern, in ihrer Annäherung an eine thierische Form oder
Entfernung von einer solchen schwanken; die Schädelkapsel eines mittlern
dolichocephalen Europäers weicht viel weniger von der eines Negers z. B.
ab, als es die Kinnladen thun. Bei dem Fehlen der Kinnladen muss daher
jedes Urtheil über die Beziehungen der fossilen Schädel zu jetzt
existirenden Rassen mit einem gewissen Rückhalt angenommen werden.
Nehmen wir aber den Thatbestand, wie er ist, und wenden wir uns zuerst
zu dem Schädel von Engis, so muss ich bekennen, dass ich kein Merkmal
finden kann an den Ueberresten jenes Schädels, welches einen
zuverlässigen Schlüssel darböte zur Ermittelung der Rasse, zu der er
gehören könnte. Seine Umrisse und Maasse stimmen ganz gut mit denen
mehrerer australischen Schädel überein, die ich untersucht habe, und
besonders hat er eine Neigung zu jener Abflachung des Hinterhaupts, auf
deren grosse Ausdehnung ich bei manchen australischen Schädeln
hingewiesen habe. Aber nicht alle australischen Schädel zeigen diese
Abplattung und der Augenbrauenhöcker ist dem der typischen Australier
völlig unähnlich.
Auf der andern Seite stimmen seine Maasse gleich gut mit denen mancher
europäischen Schädel. Und sicherlich ist an keinem Theil seines Baues
ein Zeichen von Degradation bemerkbar. Er ist in der That ein guter
mittlerer menschlicher Schädel, der einem Philosophen angehört oder das
Gehirn eines gedankenlosen Wilden enthalten haben kann.
Der Fall mit dem Neanderthal-Schädel ist sehr verschieden. Von welcher
Seite wir auch diesen Schädel betrachten, mögen wir seine verticale
Abplattung, die enorme Dicke seiner Augenbrauenhöcker, sein schräges
Hinterhaupt oder seine lange und gerade Schuppennaht berücksichtigen,
wir stossen auf affenähnliche Charaktere, wodurch er zu dem
affenähnlichsten menschlichen Schädel wird, der bis jetzt entdeckt ist.
Professor Schaaffhausen giebt aber an (s. oben S. 148), dass der Schädel
in seinem jetzigen Zustand 1033,24 Cubikcentim. Wasser oder ungefähr 63
Cubikzoll enthalte, und da der vollständige kaum weniger als 12
Cubikzoll mehr enthalten haben kann, so kann sein Rauminhalt auf
ungefähr 75 Cubikzoll geschätzt werden, was die von Morton für
Polynesische und Hottentotten-Schädel gegebene mittlere Capacität ist.
Eine so grosse Gehirnmasse, wie diese, würde schon allein die Vermuthung
veranlassen, dass die affenähnlichen Beziehungen, die dieser Schädel
andeutet, nicht tief in die Organisation eingedrungen sind. Diese
Folgerung wird durch die Maasse der übrigen von Professor Schaaffhausen
gemessenen Skelettheile gerechtfertigt, welche nachweisen, dass die
absolute Höhe und relativen Verhältnisse der Gliedmaassen durchaus die
eines mittelgrossen Europäers waren. Die Knochen sind allerdings dicker,
dies ist aber, ebenso wie die starke Entwickelung von Muskelleisten, bei
Wilden zu erwarten. Die Patagonier, die ohne Schutz und Obdach einem
Klima ausgesetzt sind, das möglicher Weise nicht sehr von dem abweicht,
was zur Zeit, wo der Neanderthal-Mann lebte, in Europa herrschte, sind
ausgezeichnet durch die Dicke ihrer Extremitätenknochen.
In keiner Weise können daher die Neanderthal-Knochen als die Ueberreste
eines zwischen Affe und Mensch in der Mitte stehenden menschlichen
Wesens angesehen werden. Höchstens beweisen sie die Existenz eines
Menschen, dessen Schädel in etwas nach dem Affentypus zurückgeht, --
ebenso wie eine Brieftaube, Pfauentaube oder Purzeltaube zuweilen das
Gefieder des ursprünglichen Stammes der _Columba livia_ anlegt. Und wenn
auch der Neanderthal-Schädel der affenähnlichste aller bekannten
menschlichen Schädel ist, so ist er doch keineswegs so isolirt, wie es
anfänglich scheint, sondern bildet nur den äussersten Ausdruck einer
allmählich von ihm aus zum höchsten und best entwickelten menschlichen
Schädel führenden Reihe. Auf der einen Seite nähert er sich bedeutend
den platten australischen Schädeln, von denen ich gesprochen habe, und
von denen andere australische Formen allmählich zu Schädeln führen, die
vielmehr den Typus des Schädels von Engis haben. Auf der andern Seite
ist er selbst noch näher den Schädeln gewisser alter Stämme verwandt,
welche Dänemark während der »Steinperiode« bewohnten und entweder
Zeitgenossen oder Nachfolger der Leute waren, denen die Abraumhaufen
oder »Kjökkenmöddings« jenes Landes ihre Entstehung verdanken.
[Illustration: Fig. 32. Alter dänischer Schädel aus einem Grabhügel bei
Borreby; 1/3 nat. Gr. Nach einer Camera lucida-Zeichnung von G. Busk.]
Der Längenumriss des Neanderthal-Schädels und einiger Schädel aus den
Grabhügeln von Borreby, von denen Mr. Busk sehr genaue Zeichnungen
gemacht hat, entsprechen sich sehr nahe. Das Hinterhaupt tritt ebenso
zurück, die Augenbrauenhöcker sind beinahe ebenso vorstehend und der
Schädel ebenso niedrig. Der Borreby-Schädel gleicht ferner dem
Neanderthal-Schädel, noch mehr als irgend ein australischer Schädel es
thut, in dem viel rapideren Zurücktreten der Stirn. Auf der andern Seite
sind die Borreby-Schädel etwas breiter im Verhältniss zu ihrer Länge,
als die Neanderthal-Schädel, während manche jenes Verhältniss der Breite
zur Länge erreichen (80:100), was die Brachycephalie charakterisirt.
Zum Schluss kann ich wohl sagen, dass die bis jetzt entdeckten fossilen
Ueberreste von Menschen uns, wie mir scheint, jener pithecoiden Form
nicht merkbar näher führen, durch deren Modifikation der Mensch
vermuthlich das, was er ist, geworden ist. Ueberblicken wir das, was wir
bis jetzt über die ältesten Menschenrassen wissen; sehen wir, dass sie
Flintäxte und Flintmesser und knöcherne Spiesse fast von derselben Form
fabricirten, wie die niedrigsten Wilden der Jetztzeit, und dass wir
allen Grund zu glauben haben, dass die Gewohnheiten und die Lebensweise
solcher Völker von der Zeit des Mammuth und des tichorhinen Rhinoceros
an bis heute dieselben geblieben sind, so könnte ich nicht sagen, dass
dies Resultat anders sei, als zu erwarten gewesen war.
Wo müssen wir denn nun aber nach dem »Urmenschen« suchen? War der
älteste _Homo sapiens_ pliocen oder miocen oder noch älter? Warten in
noch älteren Schichten die fossilisirten Knochen eines Affen, mehr
menschenähnlich, oder eines Menschen, mehr affenähnlich, als alle jetzt
bekannten, auf die Untersuchungen noch nicht geborener Palaeontologen?
Die Zeit wird es lehren. Wenn aber eine Theorie der progressiven
Entwickelung in irgend welcher Form richtig ist, dann müssen wir
inzwischen die in Bezug auf das Alter der Menschheit gemachte
reichlichste Schätzung um lange Zeiträume noch verlängern.
Fußnoten:
[39] s. Sir Charles =Lyell=, The geological evidences of the Antiquity
of Man with remarks on theories of the origin of species by variation.
London 1863. 8.
[40] Decas Collectionis suae craniorum diversarum gentium illustrata.
Gottingae 1790-1820.
[41] An einer folgenden Stelle erwähnt Schmerling das Vorkommen eines
Schneidezahns von »enormer Grösse« aus den Höhlen von Engihoul. Der hier
abgebildete Zahn ist etwas lang, seine Dimensionen scheinen mir aber
sonst nicht merkwürdig zu sein.
[42] Die Abbildung dieses Schlüsselbeins misst von einem Ende zum andern
in einer geraden Linie 5 Zoll, so dass der Knochen eher klein als gross
zu nennen ist.
[43] Zur Kenntniss der ältesten Rassenschädel. Müller's Archiv, 1858. S.
453. Mit Anmerkungen und Originalzeichnungen nach Gypsabgüssen übersetzt
von =G. Busk=, in Nat. Hist. Review, April 1861.
[44] Verhandl. des naturhist. Vereins der preuss. Rheinlande und
Westphalens, XIV. Bonn, 1857.
[45] Ebendaselbst, Correspondenzblatt, Nr. 2.
[46] Mr. Busk hat darauf hingewiesen, dass dies wahrscheinlich der
Einschnitt für den Frontalnerven war.
[47] Die Nummern in Klammern beziehen sich auf die verschiedenen
Messungen nach dem Abgusse. (G. =Busk=.)
[48] Verhandl. d. Naturhist. Vereins in Bonn, XIV. 1857.
[49] Schätze ich den Gesichtswinkel in der angegebenen Weise, am Abguss,
so würde ich ihn zu 64 bis 67° angeben. (G. =Busk=.)
[50] S. die Anmerkung Huxley's zu dem oben citirten Buche Sir Charles
Lyell's, S. 80 bis 89.
[51] S. die ausgezeichnete Abhandlung von Mr. Church über die Myologie
des Orang in der Nat. Hist. Review, 1861.
[52] An keinem menschlichen Schädel übertrifft die Breite der
Schädelkapsel ihre Länge.
[53] S. die werthvolle Abhandlung von Dr. D. Wilson »on the supposed
prevalence of one Cranial type throughout the American aborigines.«
Canadian Journal, Vol. II. 1857.
* * * * *
Die nachfolgende Tabelle enthält eine Auflistung aller gegenüber dem
Originaltext vorgenommenen Korrekturen.
S. 3: Freund Andreas Battle -> Battell
S. 24: Enche-éko -> Enché-eko
S. 38: Bemühen, die letzeren -> letzteren
S. 50: a. a. O. p. 384 -> a. a. O. S. 384
S. 52: a. a. O. p. 365 -> a. a. O. S. 365
S. 52: Notice of the extertnal -> external
S. 65: sind, dem ausgegetretenen -> ausgetretenen
S. 83: Mensch gelegentlich reizehn -> dreizehn
S. 125: die uns diessen -> diesen
S. 126: unterirdischer Hohöfen -> Hochöfen
S. 130: und Vrolik's ist. -> ist.«
S. 132: und mir selbst -> und mir selbst)
S. 134: Unterclassen bringt!« -> Unterclassen bringt!
S. 168: der Siebbeinwinkel 20 ->20°
The table below lists all corrections applied to the original text.
p 3: Freund Andreas Battle -> Battell
p 24: Enche-éko -> Enché-eko
p 38: Bemühen, die letzeren -> letzteren
p 50: a. a. O. p. 384 -> a. a. O. S. 384
p 52: a. a. O. p. 365 -> a. a. O. S. 365
p 52: Notice of the extertnal -> external
p 65: sind, dem ausgegetretenen -> ausgetretenen
p 83: Mensch gelegentlich reizehn -> dreizehn
p 125: die uns diessen -> diesen
p 126: unterirdischer Hohöfen -> Hochöfen
p 130: und Vrolik's ist. -> ist.«
p 132: und mir selbst -> und mir selbst)
p 134: Unterclassen bringt!« -> Unterclassen bringt!
p 168: der Siebbeinwinkel 20 ->20°