«Ach, da unten im Süden ist es herrlich! So tiefblau ist der Himmel, wie
wir Nordländer ihn gar nicht kennen. Eine warme Luft weht herüber vom
Mittelländischen Meere, und wundervolle Blumen blühen. Lorbeerhaine
stehen am Ufer, und in sonnigen Gärten leuchten Apfelsinen- und
Zitronenbäume. Ja, es ist herrlich da unten im Lande Italien.
Seht, da pflügte an einem schönen Frühlingstage ein Bauer das Feld. Er
zog das blanke Eisen durch die dampfende Erde, die ein warmer Regen
aufgeweicht, und rauchte vergnüglich seine Tonpfeife. Das war nicht weit
von dem spitzen Kegelberge, der da hoch aufragt wie ein mächtiger,
umgestülpter Napfkuchen, und den die Leute »_Vesuv_« nennen. Und was der
Bauer konnte, das konnte der Berg auch! Eine feine Rauchsäule stieg aus
seinem Gipfel, denn er ist ein feuerspeiender Berg und ein gefährlicher
Bursche. Wenn er seinen Rappel kriegt, rumort er plötzlich los. Mit
Blitz und Donner fährt das glühende Teufelszeug aus ihm heraus, heiße
Asche und brennende Steine sausen durch die Luft und zerstören alles
ringsum. Dann ist der tiefblaue Himmel verschwunden, die Lorbeerhaine
verbrennen, die Apfelsinen- und Zitronengärten werden im heißen Schlamm
begraben. Ach, dann ist es nicht mehr herrlich da drunten im Süden, im
Lande Italien.
Der Berg raucht, aber ganz friedlich nur, und der Bauer raucht
unbekümmert um ihn sein Pfeifchen, da fährt sein blankes Pflugeisen
gegen ein hartes Ding. Ein Stein, denkt er und bückt sich, ihn aus dem
Wege zu räumen. Aber wie er das Ding aufheben will, ist es eine
wunderschöne Bronzekanne, ein metallener Krug, wundervoll verziert. Wenn
man die Erde und Asche abscheuert, die ihn mit dicker Kruste überzieht,
sieht man, daß er uralt ist, so, wie ihn die Menschen heute nicht mehr
herstellen.
Der Bauer freut sich wie ein König. Das ist eine gar seltene Erdfrucht,
denkt er, und nachdem er den Krug lange genug betrachtet, stellt er ihn
behutsam seitwärts. Sein Weib wird sich freuen, ein so feines Ding auf
ihrem Schrank zu haben.
Der Bauer pflügt und pflügt, und als der Mittag kommt und er eben
aufhören will mit seiner Arbeit, da sitzt das Eisen wieder fest und will
sich nicht mehr lösen. Ei, denkt der Bauer, bin ich ein Schatzgräber
heute! Er holt seinen Spaten und gräbt das Ding heraus. Was ist es? Ein
riesiger Metall-Leuchter mit fünf Armen und Löwenfüßen, und ist wohl
einen Meter groß und so schwer, daß man ihn kaum heben kann.
Der Bauer ist ein Pfiffikus. Er schiebt den Strohhut in den Nacken und
überlegt. Wo das gesteckt hat, kann noch mehr stecken, sagt er zu sich,
und so gräbt er im Schweiße seines Angesichts immer tiefer auf seinem
Acker und sieht, daß da unten alles Asche ist, Asche, die der
feuerspeiende Berg wohl vor vielen Jahrhunderten ausgeworfen hat. Einen
niedlichen Handspiegel findet er noch, und ganz unten stößt er auf
Mauerwerk und kann nicht weiter. Tief da unten muß also einmal ein Haus
gestanden haben, sagt sich der Bauer, denn wo wollte sonst das Mauerwerk
herkommen?
Da lädt er denn Krug und Leuchter und Spiegel auf seinen Wagen und fährt
vergnügt nach Hause. Ja, das war mal ein Glückstag für einen armen
kleinen Bauersmann da drunten am Fuße des Feuerberges!
Die Bäuerin ist voll Staunen über die schönen Sachen und stellt sie
stolz in ihre gute Stube, aber sie sind so schön, daß man merkt, sie
gehören gar nicht hin, wo die alten wackligen Tische, die Stühle mit dem
Strohgeflecht stehen.
Der Bauer sucht noch morgen und übermorgen, aber er findet nichts mehr.
Am Abend sitzt er vor seinem Häuschen, schmaucht seine Pfeife und flickt
am Sattelzeug seines Esels. Sieh, da staubt es auf der Landstraße, und
eine Kutsche, mit zwei schönen Pferden bespannt, kommt dahergerollt.
Ein vornehmer Mann sitzt darin. Der Bauer grüßt und der Vornehme grüßt
freundlich wieder. Er läßt halten.
»Kann man einen guten Schluck Landwein bei Euch haben, guter Mann?«
fragt der Vornehme.
»Ei freilich, Euer Ehren!« antwortet der Bauer.
Da steigt der Mann aus seinem Wagen und geht in das Haus. Er trinkt sein
Gläschen Wein und sieht verwundert Leuchter und Kanne und Spiegel und
betrachtet sie von allen Seiten rundum, wieder und immer wieder.
»Freund,« sagt er endlich zu dem Bauer, »wo habt Ihr diese Dinge her?
Das ist uralte wunderbare Arbeit. Vor Jahrhunderten, wenn nicht vor
Jahrtausenden muß diese Gegenstände ein Künstler geschaffen haben. Sie
sind einen Scheffel Silber wert, und wie kommt es, daß sie in Eurem
bescheidenen Hause stehen?«
Ein Wort gibt das andere, der Bauer will erst nichts von seinem
Geheimnis erzählen, aber als er merkt, daß der Vornehme ein Mann von der
Regierung ist, da berichtet er, wie alles hergegangen.
Der Fremde nickt und hat verstanden, und dann sagt er, daß er
wiederkommen werde, und bedeutet dem Bauer, seine Schätze wohl
aufzuheben, denn man würde sie ihm zu hohem Preise abkaufen. Dann fährt
er davon.
Nach drei Tagen rollen zwei Kutschen vor des Bauern Haus. Der Vornehme
ist wieder da, und noch sechs andere Herren in feinen Röcken und mit
goldenen Brillen auf der Nase sind bei ihm. Alle betrachten die alten
Schätze, und dann fahren sie hinaus auf den Acker und bedeuten dem
Bauer, mit einigen Arbeitern, mit Schaufeln und Picken nachzukommen.
Da graben sie denn bis zum Abend und graben da und dort und finden
überall unter der viele Meter dicken Aschenschicht Mauerreste, Teile von
Dächern, Säulen, auch manches kleine Kunstwerk noch, und endlich, gegen
Abend, das Knochengerüst eines Menschen.
Da wissen die gelehrten Männer, hier unter dem Acker liegt eine alte
Stadt. Eine Stadt, die vor vielen Jahrhunderten versunken ist,
verschüttet wurde durch den Steinregen und Ascheregen, den der
feuerspeiende Berg da hinten über die unglückliche Stadt schüttete.
»Freund,« sagen die gelehrten Männer zu dem Bauern, »Ihr habt einen
großen Fund gemacht und sollt dafür reich belohnt werden, so daß Ihr
Euch ein schönes Häuschen kaufen könnt, und neue Äcker und wohl gar ein
Weingut. Diese Schätze aber und Euren alten Acker, den müßt Ihr
freigeben, denn wißt, Ihr pflügt über einer versunkenen Stadt, die hier
unterging, bald nachdem Jesus Christus am Kreuze verschieden. Wir wissen
es lange aus alten Schriften, daß hier zwei Orte standen, Herculanum und
Pompeji geheißen, die der Vesuv verschüttete. Ihr habt endlich ihre
erste Spur gefunden, und nun wollen wir sie wieder ausgraben, die alten
Städte.«
So sprachen die Männer, und so geschah es. Der Bauer wurde reich
belohnt, er zog ein wenig weiter hinunter in die Ebene und wurde bald
ein wohlhabender Mann. Auf seinem Acker aber, und weit in der Runde,
ging es nun geschäftig her. Hunderte von Arbeitern kamen, die
schaufelten und pickten Tag um Tag, Monat um Monat, rollten unablässig
die Aschenmassen fort, unter denen die alten Städte versanken, und
langsam kamen sie zum Vorschein.
Ja, das war wie ein großes Wunder! Nach Jahr und Tag konnte man wieder
durch die Straßen von Herculanum und Pompeji wandern, in die Häuser
eintreten, die siebzehn Jahrhunderte früher versanken. Der alte Berg im
Hintergrunde, der noch immer ein klein wenig schmauchte, blickte
verwundert herüber. Da kamen all seine Schandtaten wieder ans
Tageslicht. Der gute Mond aber, der sein bleiches Licht in die öden,
toten Gassen der ausgegrabenen Städte warf, machte ein verdutztes
Gesicht. Ja, vor siebzehn Jahrhunderten sah es hier anders aus, da
liefen fröhliche Menschen in langen weißen Gewändern in den Gassen
einher, spielten Kinder, tönte Gesang durch die Straßen, fuhren hohe
zweirädrige Wagen mit schönen, kräftigen Männern ratternd hinaus in die
Ebene. Nun war die Stadt tot, aber sie war wieder auferstanden, und der
alte Mond konnte wieder sein Licht auf die weißen Wände der Häuser
werfen, die so lange Zeit unter der Erde verborgen waren, begraben durch
den rauchenden Berg.
Die Menschen aber wanderten durch die Ruinen und konnten sich nicht satt
daran sehen, wie hier ihre Vorväter gewohnt und gearbeitet, gelebt und
gelitten hatten.
Ja, da sah man noch alles so deutlich, als sei es erst gestern
geschehen! Die Straßen waren grade und sauber, schöne Tempel standen da
und kreisrunde Zirkus-Theater, Säulentore und steinerne Badehäuser,
Gärten und Türme. Wundervolle Malereien waren an den Wänden, Tische und
Bänke, Leuchter und Spiegel, Kannen und Krüge, Teller und Messer, Betten
und Schränke fanden sich noch überall in den Häusern. Da sah man noch
allerlei Ankündigungen an den Mauern der Häuser, sah noch allerlei
Kritzeleien, die auch damals schon ungezogene Buben eingeritzt, und
konnte in Kaufmannsläden und Schenken, Apotheken und Bäckereien
eintreten.
* * * * *
Noch heute ist das alles zu sehen, und wer hinunterreist nach dem
sonnigen Lande Italien, da, wo der Vesuv raucht, der sieht sie noch
jetzt so stehen, die versunkenen Städte, kann dahinwandeln in den Gassen
und die Bilder beschauen, die vor fast zweitausend Jahren die alten
Künstler an die Wände malten.
Aber wenn die Männer, die die Städte ausgruben aus dem Aschenmeer,
hineingingen in die Häuser, dann fanden sie zusammengekauert die
Skelette der Menschen, die damals gelebt, die der Berg lebendig
begraben. Da konnte man sehen, wie die Mutter ihre Kinder an sich
preßte, wie sie nahe der Tür kauerten, die nicht mehr aufging, weil der
Steinregen sie zusperrte. Da konnte man noch sehen, wie die Männer sich
abgemüht hatten, die Hauswände zu durchbrechen, und fand in den Gassen
Fliehende, die vom Steinregen erschlagen wurden.
Ach, es war ein trauriges Bild, und es gab wohl Leute, die noch weinen
konnten über die Armen, die vor vielen Jahrhunderten hier mitten im
friedlichen Glück des Hauses grausam getötet wurden von dem
schrecklichen Berge.
Kommt ihr hinunter in den schönen Süden, vergeßt sie nicht aufzusuchen,
die Stätte des Schreckens: Herculanum und Pompeji!
* * * * *
Seht, da wandeln die kleinen Menschen vergnügt auf der Erdkugel umher,
wie die winzig-winzigen Bazillen, die auf einem Apfel leben. Sie bauen
ihre Häuser und Städte, sie säen ihr Korn und pflanzen ihre Bäume und
tummeln sich in tausenderlei Geschäften. Aber die Schale eines Apfels
ist nur ganz dünn, und dann kommt das Fleisch, und die Schale der
Erdkugel ist auch nur ganz dünn, und drunten ist alles Glut und Feuer.
Die kleinen Menschlein aber spazieren da oben auf der Erdschale herum
und denken gar nicht daran, daß unten das Feuermeer brodelt, wie in
einer wahrhaftigen Hölle. Die dicke Schale von Stein und Sand wird es
schon da unten schön beieinander halten, denken sie. Aber die Schale hat
tausend kleine Risse und Löchlein, und da hinein läuft auch dann und
wann das Wasser des Meeres. Es rinnt durch allerlei geheimnisvolle Gänge
und Schluchten tief hinunter in die Gesteine, und plötzlich kommt es
dahin, wo das unterirdische Feuer glüht und sprüht. Da vermischt es sich
mit der heißen Höllenglut, und mit einem Male ist der Teufel losgelassen
von seiner Kette. Die Höllenglut und das Wasser vertragen sich nicht.
Das dampft und zischt und explodiert wie Millionen Granaten, wie
hunderttausend Dampfkessel, und schleudert mit wilder Wut gegen die
Erdschale. Da reißt sie entzwei, das wilde Feuer bricht aus dem Innern
hervor, schleudert Steine und Erde ringsum, und der feuerspeiende Berg
ist fertig. Aus dem Loch in der Erdschale aber fließt glühendes Gestein
als ein siedeheißer Brei immer weiter hervor, heiße Asche und Millionen
Steine schießen aus dem schrecklichen Berge, der sich über dem
Höllenloch türmt, tagelang hervor wie aus einer Kanone, und alles
ringsum wird verwüstet und vernichtet. Die Menschlein aber kriegen es
mit der Angst! Die Erdschale ist zerrissen, das wilde Feuer steigt
heraus, sie fliehen entsetzt von der grausigen Stätte.
* * * * *
Es war am 23. August des Jahres 79. Ein blauer Himmel lag über dem
Meere, und aus Blütengärten zog ein süßer Duft über das Land. Die weißen
Häuser der Städte Herculanum und Pompeji glänzten in der Sommersonne,
und im Hintergrunde stand der Kegel des Feuerberges, umgeben von grünen
Weingärten.
Die Menschen wanderten fröhlich durch die Straßen, saßen bei allerlei
Handwerk vor ihren Hütten, und die Kinder spielten zwischen den
steinernen Säulen der Torbogen. Am Abend, bei Sonnenuntergang, sollte in
dem großen Zirkus ein Wagenrennen sein, und die Frauen saßen in ihren
Gemächern und schmückten sich.
Als die Sonne sich hinabsenkte zum Meere, da stand über dem Berge eine
dunkle Rauchwolke, und wenn es einen Augenblick still war in den
Straßen, hörte man unter der Erde ein dumpfes Brausen und Grollen, aber
niemand achtete darauf, denn jahrhundertelang war der brennende Berg
friedlich gewesen und die Menschen hatten vergessen, daß er wie ein
Panter heimtückisch auf der Lauer lag, sie zu überfallen. Sorglos noch,
eilten sie festlich gekleidet zu dem Schauspiel, aber immer dunkler
stand über dem Berge die Wolke, immer lauter grollte es in der Tiefe,
und ganz leise zitterte der Boden unter den Füßen. Da wandten viele den
Blick zu dem Berge, und ein dunkles Ahnen kommenden Schreckens stieg auf
in den Herzen der Menschen.
Die Nacht verging noch ruhig, am nächsten Morgen aber stieg die Sonne
blutig rot auf, und unheimlich rumorte es in den Schlünden der Erde.
Über dem Berge stand eine seltsame schwarze Wolke, riesenhoch. Wie ein
Baum erhob sie sich und breitete sich in der Höhe aus gleich einem
breiten Blätterdach. Immer weiter und weiter schwebte ihre Masse, sie
verdunkelte die Sonne, machte den Tag zur Nacht, und ungeheure
Aschenregen senkten sich aus ihr hernieder. Dumpf grollte der Donner vom
Berge her, grelle Blitze zuckten durch die zunehmende Finsternis. In der
Ferne aber lag im Sonnenschein das Meer und die Küste, und in den
Ortschaften dort standen die Menschen und sahen entsetzt nach dem
furchtbaren Berge und betrauerten die Menschen, die an seinem Fuße
wohnten.
Zur Mittagszeit ringelten sich plötzlich glühende Schlangen aus dem
Rachen des Berges hervor, flossen in die Weingärten, verbrannten alles
ringsum, zerstörten die Wohnungen der Menschen. Da liefen die Bewohner
von Herculanum und Pompeji wehklagend durch die Gassen, eilten mit ihrer
Habe fort aus der Stadt, weiter hinaus in die Ebene. Aber ein neues
Unheil kam vom Feuerberge! Aus seinem Innern schoß ein unendlicher Hagel
von glühenden Steinen, stundenlang, tagelang, der erschlug Hunderte der
Fliehenden, und die Landstraßen und Felder waren bedeckt mit Männern,
Weibern und Kindern, die in der tiefen Finsternis mitten im hellen Tag
untergingen. In Todesangst eilten die andern weiter, umwallt von der
sinkenden Asche, umrauscht vom Steinhagel, umzuckt von den Blitzen aus
der Höhe. Der Donner rollte. Aus dem Erdboden, der da und dort barst,
stiegen giftige Schwefeldämpfe auf, dunkelrot glühend krochen die
Schlangen des Feuerbreies, der dem Berge entquoll, immer weiter hinein
in die Ebene. Jeder dachte nur an die eigene Rettung. Der Freund verließ
den Freund, schreiend wälzte sich der Strom der Fliehenden dahin.
Mit Schiffen wollte man vom Meere her den Bedrohten Rettung bringen,
aber der Steinregen vertrieb die Seeleute, und einige, die gelandet,
erstickten in den giftigen Dämpfen, die dem Boden entstiegen.
Viele von den Einwohnern der unglücklichen Städte waren in den Häusern
zurückgeblieben. Sie fürchteten in dem Steinregen umzukommen und
verkrochen sich in ihren Gemächern vor dem dichten Staub, der die Luft
erfüllte. Da harrten sie der Stunde der Erlösung von all den Übeln. Aber
drei Tage und drei Nächte wütete der schreckliche Berg. Immer dichter
fiel der Staub, immer höher türmten sich die Steine. Die Häuser
versanken darin, die Menschen wurden begraben in der heißen Asche, und
jeder Laut erstarb.
Fern auf den Höhen aber standen die Bewohner glücklicherer Orte und
sahen Herculanum und Pompeji untergehen.
Als am vierten Tage der Himmel sich wieder ein wenig geklärt, das
unterirdische Rollen nachgelassen, die Sonne wieder ein wenig die noch
immer mit Asche gefüllte Luft durchdrang, wagten sich mutige Männer
heran an die Stätten des Grauens, aber keine Spur mehr fanden sie von
den Ortschaften, die hier gestanden. Bis an den Knien versanken sie in
der heißen Asche, Herculanum und Pompeji waren vom Erdboden
verschwunden, versunken im Aschenmeer, und in der Ferne ragte der
Feuerberg düster und drohend aus der stauberfüllten Luft.
Da wandten sie sich verstört und traurig um und verließen das weite
Aschenfeld, auf dem vor wenig Tagen noch zwei reiche Städte gestanden.»