Es war zur Hauptversammlung des Erzgebirgsvereins, die 1905 zu Zwönitz

stattfand. Bei der Erstaufführung des erzgebirgischen Volksstückes

»Heimkehr« von Pfarrer Löscher, dem verdienten Freund und Förderer des

Vereins, wirkte auch Anton Günther mit und ward zum ersten Male einem

größeren Kreise bekannt. Seitdem war er gewissermaßen entdeckt, und

trat in der Folgezeit auf besondere Einladung hin in Landsmannschaften,

Heimatvereinen, deutschen Sprachvereinen, Vereinen für Volkskunde,

Gesangvereinen, literarischen Verbänden und Erzgebirgszweigvereinen

als hochwillkommener Gast auf. Nicht nur in Sachsen und Böhmerland,

auch in Wien und Berlin erwarb er sich begeisterte Freunde. Erzherzöge

und Könige begehrten ihn zu hören. Im Jahre 1913 sang er auf dem

Fichtelberge vor dem ehemaligen König Friedrich August, der durch die

Liedstelle

»Mit kan Könich mächt ich tauschen,

Weil do drubn mei Heisl stieht.«

zu Tränen gerührt ward und den Sänger durch das Ehrenkreuz mit der

Krone auszeichnete. Wohl war des Toler-Hans-Tonls Freude darüber groß,

aber in seiner schlichten Art sagt er später:

»Das Kreizl ehr net mich allaa on aa net när mei Lied,

Das ehrt es ganze Arzgebarch, es Volk mit sein Gemüt.«

Wie oft ist er bis zum heutigen Tage gesucht und zu Gast gebeten

worden, aber er kann nicht auf allen Bergen sitzen und singen. Das

Leben ist ernst und verlangt noch andere Pflichten von ihm, und wo er

selbst nicht hinkommt, da sind als Boten seine Liedergrüße gegangen.

Auf tausenden von Postkarten sind sie in die Welt geflattert, aus dem

stillen Gottesgab, vom Fichtel- und Keilberge, von den Sommerfrischen

des Gebirges, aus den Schaukästen der Großstädte. Fürstenkinder und

schlichte Leute kennen und singen sie, selbst nach Amerika gingen sie –

ein Strahl der Heimatsonne übers ferne Meer. Und sie werden bleiben,

wenn schon mancher Sang verschollen, den heute die Welt liebt. Drum

kauft seine Lieder! Sie sind ein Quell reiner Freude, ein Wegweiser ins

Erzgebirge, eine ausgestreckte Bruderhand, ein Gruß aus der Heimat,

denen, die sie verloren, ein Bollwerk gegen alles Undeutsche in und um

uns.

Aus dem stillen Heimatglück des Vaterhauses, woher sie gekommen,

kehren zurück alle seine Lieder, und in der Heimat ist auch der

Toler-Hans-Tonl am liebsten. Er selbst bekennt es: … ’s werd aus ’ner

Ficht kaa Birnbaam draus, dort, wu ich harstamm, halt ich hie … Seinem

lieben Gottesgab, dessen Ehrenbürger er ist, hat er Treue geschworen,

ihm gehören alle seine Lieder, er nimmt Anteil an seinem Geschick in

guten und bösen Tagen, leitet ihre Jugend und hilft nach Kräften den

Gebirgsarmen, für die er eine Toler-Hans-Tonl-Stiftung gegründet hat.

»Drham is drham!« so sagte er, als er mir zum Abschied die Hand

reichte, aber wir wissen: Kein Grenzpfahl kann uns scheiden; denn

_sein_ Volk ist _unser_ Volk, und seine Lieder leben, so lange die

deutsche Treue und gebirgische Art in Hütten und Herzen leben; so lange

die Berge stehen und die Wälder heimlich rauschen. Glück auf, du treuer

deutscher Grenzwächter im Böhmerland!

Der Hacksilberfund von Poppitz bei Riesa

Von _Alfred Mirtschin_, Riesa

Dem Poppitzer Nachtwächter hatte einst ein Zigeunerweib prophezeit,

unter Poppitz lägen Millionen vergraben, und er …!

Er ist der Glückliche, der am 17. März 1926 einen »Topf voll Geld«

findet.

Er ist in Tagesschicht beschäftigt, den kaum merklichen Straßengraben

einer Straße mitten im Dorf um einen Spatenstich zu vertiefen. Ganz

dicht neben einer Mauer stößt plötzlich seine Schaufel auf etwas

Hartes. Ein Stein. Einige wuchtige Stöße. Die Schaufel gräbt sich

weiter. Hoch! Da rollen ihm Silbermünzen wie ausgeschüttete Erbsen

entgegen. Ein paar Hundert. Noch ehe er sich von seinem Erstaunen

erholt, ist schon jung und alt aus der Nachbarschaft um ihn versammelt

und drängt und rafft, Silbermünzen zu erhaschen, reich zu werden.

Aber o weh! Wie dünn sie sind! Und wie zerbröcklich! Mancher wirft

sie wieder weg. Andere treten drauf und raffen sie wieder von neuem.

Ein Gewoge und Geschiebe und Geplauder an der Fundstelle. Der arme

Nachtwächter weiß sich gar nicht zu helfen. Er ist nur froh, ein

viertelhundert Münzen für sich gerettet zu haben. Die übrigen sind

unter der Einwohnerschaft verstreut wie Flugblätter vom Flugzeug

herabgeworfen. Und das Harte, das der Schaufel Widerstand geleistet?

Es ist ein Topf, der nun von den Leuten kurz und klein getreten worden

ist.

Ein Bild sinnloser Zerstörung. Aufregung, Tagesgespräch im Dorfe,

das sich bis zu einsichtigen Menschen fortpflanzt. Sie erkennen, daß

es sich bei diesem Fund nicht um den geringen Silberwert, sondern um

wichtigere Dinge handelt. Sie kennen mich von meinen Ausgrabungen in

Poppitz her und holen mich. Am Fundplatz kann ich nur noch Nachlese

halten. Schneidersleute übergeben mir die von ihnen sorgfältig

gesammelten Topfreste und den von niemand beachteten »Bleideckel«.

Aber wie die Münzen wiederbekommen? Zwang und Belohnung haben eher

entgegengesetzte Wirkung. Also Aufklärung und gütliches Zureden. Die

Besinnung kehrt bei allen wieder. Niemand verweigert die Herausgabe.

Manchem fällt es schwer. Doch die bessere Einsicht siegt. Die

Dorfjugend hilft. Ich gehe von Haus zu Haus. Tagelang spüre ich nach,

wie kein gewissenhafter Kriminalbeamter gründlicher tun kann. Und so

habe ich nun wohl fast alle Münzen wieder beisammen. Nur einige wenige

Stücke werden noch verborgen sein.

[Illustration: Abb. 1. =Der vom Verfasser aus sechsundsiebzig Scherben

wieder zusammengesetzte Topf des Poppitzer Hacksilberfundes.= Ungefähr

einhalb natürliche Größe]

Was ist das nun für ein Fund und welcher Zeit entstammt er? Diese

Fragen drängen sich nun ohne weiteres auf. Zur Beantwortung der ersten

kommen nur Vermutungen in Frage. Die geschichtlichen Ereignisse

der Heimat geben nur geringen Aufschluß. Wer kann es wissen, ob es

ein Schatz des zwei Kilometer entfernten 1111 bis 1119 gegründeten

Klosters Rezowe, ob es ein Privatgut war, das aus Furcht vor den

Feinden – der Meißner Markgraf Heinrich der Erlauchte – 1221 bis 1288

– lag seit 1240 in mehrjähriger unglücklicher Fehde mit den beiden

Brandenburger Markgrafen Otto und Johann – versteckt worden war, ob es

ein unehrlich oder verbrecherisch erworbenes Gut war. Niemand kann es

mit Bestimmtheit sagen, sicher ist aber, daß der Fund in jenes unruhige

dreizehnte Jahrhundert gehört. Darauf weisen Topf und Münzen. Solche

Gefäße (siehe Abbildung 1) waren bei den Deutschen im dreizehnten

Jahrhundert im Gebrauch. Es ist eine Bombe mit gewölbtem Boden. Der

Hals ist wenig umgelegt und hat innen eine Hohlkehlleiste. Das Material

besteht aus schwarzgrauem, klingend hart gebranntem Ton, die Wandstärke

nimmt vom Hals nach dem Boden zu immer mehr ab, ein Topfdeckel fehlt.

Die Münzen stammen ebenfalls aus dem dreizehnten Jahrhundert, und

zwar aus der ersten Hälfte. Es sind einseitig geprägte Brakteaten aus

dünnstem Silberblech. Sie sind durchschnittlich vier Zentimeter groß

und wiegen ein reichliches halbes Gramm. Das Bild wurde mit einem

Stempel aus Hartholz oder Metall eingeschlagen, so, daß es reliefartig

hervortritt. Jegliche Angaben über Wert, Hersteller und Prägungsjahr

fehlen. Sie wurden nach dem Gewicht gewertet. Darum zerschnitt man

sie ohne Bedenken in Halbe und Viertel, wie sich solche Teile bei dem

Fund in gleicher Anzahl wie die ganzen Stücke fanden. Sie dienten nur

zum Ausgleich und dem Kleinverkehr. Das Hauptzahlungsmittel war der

Silberbarren. In einen Schmelztiegel wurde soviel Silber gegossen,

als die Zahlung erforderte. Daher die Kugelkappenform des Gußkuchens.

War das notwendige Gewicht nicht ganz erreicht, so glich man den Rest

mit Brakteaten aus. Nach der karolingischen Münzordnung galt damals

noch die Silberwährung. Goldmünzen gab es in Deutschland noch nicht.

Die Fürsten hatten Münzhoheit. Eine Menge neuer Münzprägestellen

kam dadurch auf. Bedrängte Fürsten haben da oft dasselbe getan, was

Deutschland heute tut: viel unedles Metall in das Silber gemengt und

minderwertiges Geld geschaffen.

[Illustration: Abb. 2. =Die verschiedenen Typen der Brakteaten und

der Gußkuchen aus dem Poppitzer Hacksilberfund.= Ungefähr einhalb

natürliche Größe]

Das Bild auf den Poppitzer Brakteaten gibt nun Aufschluß, wo deren

Prägestelle zu suchen ist. Nicht allzuweit vom Fundplatz weg. Im

zwanzig Kilometer entfernten Meißen. Dort sind sie in den Jahren 1208

bis 1258 von den Bischöfen Bruno II. (III.) 1208 bis 1230, Heinrich

1230 bis 1240 oder Konrad 1240 bis 1258 geprägt worden. Sie gehören

mithin zu den älteren Brakteaten, die sich vor den späteren durch ihre

Größe, ihre Schönheit (namentlich die selteneren bischöflichen) und

durch ihre bessere Prägung auszeichnen. Die hundertsechsundachtzig

Münzen, ganze und geteilte, des Poppitzer Fundes zeigen mit nur einer

Ausnahme eine auf einem oder zwei Bogen sitzende Figur, den Meißner

Bischof, der in den Händen je ein kirchliches Symbol hält, z. B. einen

Krummstab (Abb. 2 Nr. 4, 15 und 20), eine Hostienschachtel (?) (Nr. 5,

10 und 28), ein Patriarchalkreuz (Nr. 1, 19 und 34), ein Malteserkreuz

(Nr. 1, 19 und 29), einen Stern (Nr. 11 und 14), ein Kugelkreuzszepter

(Nr. 6, 24 und 25), ein Lilienszepter (Nr. 3, 5, 6, 7, 8, 12, 13, 14,

22, 26, 27, 33 und 35), ein Lilienszepter mit Doppelkelch (Nr. 9 und

23), ein Lilienszepter mit Kreuz (Nr. 3, 4, 8 und 21) und eine Fahne

(Nr. 2, 30 und 31). So ergeben sich fünfzehn verschiedene Sorten ganzer

Brakteaten, denen die zerteilten entsprechen. (Abb. 2.)

Eine Sonderstellung nehmen die Brakteaten Nr. 16 und 17 (Abbildung 2)

ein. Sie tragen Schriftzeichen. Die auf Nr. 16 ließen sich entziffern

als ~DId~ ----~D~ (?) ~GIIII~. Es ist fraglich, ob sich diese Schrift

auf den Markgrafen Dietrich den Bedrängten (1195 bis 1221) oder auf den

Bischof Dietrich II. von Meißen (1190 bis 1208) bezieht.

Sicher nicht bischöflichen Ursprungs ist der Brakteat Nr. 17. Die

Kronen und die Löwenköpfe in den Winkeln des Kreuzes und die Schrift

~MONETA DOMINI IMPERATORIS~ weisen auf den Kaiser Otto IV. (1209 bis

1215) hin.

Der Gußkuchen, der erst für einen gewöhnlichen Bleideckel gehalten

wurde, wiegt vierhunderteinundvierzig Gramm und besteht, wie die

chemische Untersuchung ergab, aus fast reinem Silber, dem nur eine

winzige Menge Kupfer und Eisen beigemengt sind. Seine Höhe beträgt

9,5 Millimeter, sein größerer Durchmesser 8 und sein kleinerer 7,2

Zentimeter.

Bedenkt man, daß nach der sich in den Städten allmählich durchsetzenden

Kölner Gewichtsordnung das Pfund vierhundertsechsundsechzig Gramm wog

und die Hälfte, zweihundertdreiunddreißig Gramm, eine Mark betrug, daß

der Poppitzer Fund ein Metallgewicht von fünfhundertsechsundfünfzig

Gramm besitzt, also knapp 2,50 Mark Wert darstellt, und bedenkt man,

daß man schon Funde bis zu fünftausend Stück Brakteaten gemacht hat,

so ist der Poppitzer als ein kleiner zu betrachten. Doch er ist für

unsere Riesaer Heimat und auch für unsere sächsische Heimat von um

so größerer Bedeutung. Zum ersten Male gelang ein solcher Fund in

unserer Gegend, der aus unserer heimischen Diözese Meißen stammt.

Er kann geschlossen, Topf, Silberbarren und Brakteaten in unserer

Heimat von der Allgemeinheit betrachtet werden. Das ist der Einsicht

und dem Opfersinn der Gemeinde Poppitz zu verdanken, die den Fund in

anerkennenswerter Weise dem Riesaer Heimatmuseum spendete.

Vom Steinkreuz bei Großerkmannsdorf

Von _Th. Leuschner_, Dresden-Loschwitz

Nicht weit vom Dorf an der Straße nach Radeberg lauern bewaffnete

Männer, Bauern aus Großerkmannsdorf. Der Wald verbirgt sie. Michel

Merkel, der Erbrichter, ist ihr Führer. Der hat in der Frühe erkundet,

ein Trupp kaiserlicher Soldaten käme mit ein paar Salzwagen aus

Radeberg. »Ihr Bauernschinder! Euch wollen wir’s geben! Ihr habt uns

genug geplagt! Soldatenblut für Bauernblut!«

Sie lauschen. Still bleibt’s im Wald, auf der Straße.

Die Kaiserlichen sind noch ein ganzes Stück davon. Aber auf ihrer Hut

sind sie! Der Kornett hat sein Pistol geladen in der Faust. Vom Pferd

herab überschaut er die Straße. Nichts, was verdächtig sein könnte! Er

hängt den Gedanken nach. Heute früh war er mit ein paar Musketieren

nach Radeberg gezogen, Salz sollte er auf Befehl ins Lager bringen.

Hier an der Grenze zwischen der Lausitz und Kursachsen war dafür

Stapel- und Zollstätte. Nur wenige Vorräte waren dagewesen. Ein paar

Bürger hat er aus Vorsicht gezwungen, mit Musketen bewaffnet die Wagen

zu begleiten.

Die Wagen poltern durch den stillen Wald.

Da auf einmal tauchen hinter den Bäumen die Bauern auf, ihre Büchsen

knallen los. Der Rauch verzieht – sie haben schlecht getroffen. Aber

schon hat der Kornett den Anführer erkannt, ein wohlgezielter Schuß,

und Michel Merkel sinkt verwundet zur Erde. Die Bauern überkommt ein

Schreck, sie springen und fliehen in den Wald hinein. Die Fuhrleute

hauen auf die Gäule ein, schnell rattern die Wagen davon.

Und nun ist’s wieder still.

Geraume Zeit vergeht. Die Bauern wagen sich heran, sie tragen den

Schwerverwundeten ins Erbgericht. Keine Pflege hilft, am zehnten Tage

danach ist er ein stiller, toter Mann. –

Wo jetzt am Ende des Dorfes das verwitterte Steinkreuz steht, dort soll

es gewesen sein, daß Michel Merkel in seinem Blute gelegen hat. Ein

Mordkreuz nennen es die Leute heute noch. Doch, wer weiß das so genau?

Auch das Kirchenbuch des Dorfes berichtet von dem Kreuze nichts, nur

hat der Pfarrer von damals eingetragen:

»1634 Mittwoch in der Marterwoche (war 2. April) gingen auf Begehren

etliche aus unsrem Dorfe mit Musqueten auff Radeberg, etliche salzwagen

aufzuhalten, damit sie nicht den Kaiserlichen zukämen. Darunter war

auch Michel Merkel. Weil aber die Radeberger den Salzwagen beystunden

und die Unsrigen meistenteils nicht stunden, ward Michel Merkel von

dem Conovier der Salzwagen, so ein Kornett sein sollte, geschossen,

an welchem Schusse Er den Sonntag Quasimodogeniti (war den 13. April)

starb und wurde den 14. begraben.«

Für die Schriftleitung des Textes verantwortlich: Werner Schmidt –

Druck: Lehmannsche Buchdruckerei

Klischees von Römmler & Jonas, sämtlich in Dresden –

Photographische Platten »Sigurd« und »Satrap«,

photographische, sowie kinematographische Aufnahme- und

Wiedergabeapparate »Ernemann«

Photographische Aufnahmen: Max Nowak

Sächsischer Bauern-Kalender 1926

Herausgegeben von der Landwirtschaftskammer für Sachsen

Bearbeitet von Dr. Horst Höfer, Meißen

Bildschmuck von A. Weßner-Collenbey

Zum fünften Male nimmt der stattliche Bauern-Kalender seinen Weg hinaus

in das sächsische Land. Was er bei seinem erstmaligen Erscheinen

versprach, hat er treulich gehalten; er ist ein Kulturwerk geworden,

auf das wir Sachsen stolz sein können. Der künstlerisch vollendet

ausgestattete Kalender ist als Pionier des guten Geschmacks in das

Bauernhaus gezogen, wo er vielfach der bevorzugte Lesestoff des Jahres

ist, und hat dort die ärmlichen, ja oft erbärmlichen Kalendermachwerke

früherer Zeit verdrängt und den Sinn für das Gute und Schöne geweckt.

Aber nicht nur das! Der Bauern-Kalender ist auch ein treuer Pfleger

des Schollenbewußtseins und der Heimatliebe. In jedem der vielen

prächtigen Bilder von der Meisterhand A. Weßner-Collenbeys spiegelt

sichs wieder: Wie schön ist doch unser liebes Sachsenland! Und aus

jedem der zahlreichen, belehrenden und unterhaltenden Aufsätze klingts

hervor: Wie reich ist unser Bauernland und wie kraftvoll und stark ist

noch unser Bauernstand, der Urquell unserer Volkskraft. Nicht nur der

Landmann wird seine Freude an dem prächtigen Kalenderbuche haben, jeder

Freund des ländlichen Sachsens – und wer wäre das nicht! – wird sich

mit hohem Genuß hinein vertiefen. Daß die Auswahl des Stoffes und die

ganze Zusammenstellung und Ausstattung des Kalenders nichts zu wünschen

übrig lassen, war nach dem, was die früheren Jahrgänge geboten haben,

nicht anders zu erwarten.

_Klengel._

* * * * *

Obiges mit hundert Abbildungen ausgestattetes Heimatbuch ist zum Preise

von

=90 Pfennigen=

und =30 Pfennig= Postgeld

durch die

Landwirtschaftskammer Dresden-A. 1,

Schließfach 47 (Sidonienstraße 14)

zu beziehen.

_Einbanddecken_

Jahrgang 1925 (Band XIV)

Mark 1.50

und 30 Pfg. Postgeld und Verpackung

Landesverein

Sächsischer Heimatschutz

=Dresden-A.=, Schießgasse 24

_Bestellkarte inliegend!_

Lehmannsche Buchdruckerei, Dresden-N.

Weitere Anmerkungen zur Transkription

Offensichtliche Fehler wurden stillschweigend korrigiert.

Unterschiedliche Schreibweisen wurden wie im Original

beibehalten.

Die Darstellung der Ellipsen wurde vereinheitlicht.

Landesverein Sächsischer Heimatschutz — Mitteilungen Band XV, Heft 3-4 · 第 6 / 6 段