Die Königin. Genug davon!--Seine Königin, die Welt, das Schicksal
selbst erklärt sich wider diesen Mann, und doch scheinet er dir kein
Mitleid, keine Entschuldigung zu verdienen?--
Nottingham. Ich bekenne es, Königin,
Die Königin. Geh, es sei dir vergeben!--Rufe mir gleich die Rutland
her.--"
----Fußnote
[1] Act. III.
--By all
The Subtilty, and Woman in your Sex,
I swear, that had you been a Man, you durst not,
Nay, your bold Father Harry durst not this
Have done--Why say I him? Not all the Harrys,
Not Alexander self, were he alive,
Should boast of such a deed on Essex done
Without revenge.--
----Fußnote
Achtundfunfzigstes Stück
Den 20. November 1767
Nottingham geht, und bald darauf erscheinet Rutland. Man erinnere sich,
daß Rutland, ohne Wissen der Königin, mit dem Essex vermählt ist.
"Die Königin. Kömmst du, liebe Rutland? Ich habe nach dir geschickt.
--Wie ist's? Ich finde dich seit einiger Zeit so traurig. Woher diese
trübe Wolke, die dein holdes Auge umziehet? Sei munter, liebe Rutland;
ich will dir einen wackern Mann suchen.
Rutland. Großmütige Frau!--Ich verdiene es nicht, daß meine Königin
so gnädig auf mich herabsiehet.
Die Königin. Wie kannst du so reden?--Ich liebe dich; jawohl liebe
ich dich.--Du sol1st es daraus schon sehen!--Eben habe ich mit der
Nottingham, der widerwärtigen!--einen Streit gehabt; und zwar--über
Mylord Essex.
Rutland. Ha!
Die Königin. Sie hat mich recht sehr geärgert. Ich konnte sie nicht
länger vor Augen sehen.
Rutland (beiseite). Wie fahre ich bei diesem teuern Namen zusammen!
Mein Gesicht wird mich verraten. Ich fühl' es; ich werde blaß--und
wieder rot.--