247. Zusammengesetzter Hebel.

Da der Hebel dazu dient, um mittels einer kleinen Kraft eine große Last

zu heben, liefert er einen ^Kraftgewinn^, z. B. vierfachen Kraftgewinn,

wenn die Kraft 4 mal kleiner ist, als die Last. #Kraftgewinn ist das

Verhältnis von Last zu Kraft, wird also beim Hebel gemessen durch das

(umgekehrte) Verhältnis der Hebelarme.# Ein Hebel, dessen einer Arm 5

mal so lang ist wie der andere, liefert also 5 fachen Kraftgewinn.

In der Anwendung kann man nun nicht gut einen Hebel von beträchtlich

großem oder beliebig großem Kraftgewinne machen; denn schon um etwa

einen 1000 fachen Kraftgewinn zu erzielen, müßten die Hebelarme 1 _mm_

und 1 _m_, oder 1 _cm_ und 10 _m_ sein, was beides praktisch nicht wohl

gemacht werden kann. Dagegen ist ein Hebel von 10 fachem Kraftgewinne

etwa mit den Hebelarmen von 10 _cm_ und 100 _cm_ noch ein handliches

Instrument.

Für größeren Kraftgewinn dient der ^zusammengesetzte Hebel^; er besteht

aus mehreren Hebeln, die so angebracht sind daß immer das Ende des

einen Hebels auf den Anfang des folgenden drückt. Es bleibt der Anfang

des ersten und das Ende des letzten frei, und an diesen wirken Kraft und

Last.

[Abbildung: Fig. 324.]

Haben wir etwa einen dreifach zusammengesetzten Hebel (Fig. 324), und es

wirkt an ~a~ die Last ~Q~, so muß an ~b~ die Kraft ~P′~ wirken, so daß:

Lehrbuch der Physik zum Schulgebrauche. · 第 265 / 340 题