Um noch größere Mengen Elektrizität anzusammeln, nimmt man mehrere
Leydener Flaschen, verbindet die inneren Belege, indem man die Knöpfe
verbindet, und die äußeren Belege, indem man sie auf eine
gemeinschaftliche Stanniolunterlage stellt: #elektrische Batterie#.
Größere und kleinere Flaschen unterscheiden sich nicht bloß dadurch, daß
in den größeren mehr Elektrizität angesammelt werden kann, sondern auch
durch die Spannung der Ladung. Ist das Glas gleich dick, so ist die
Verstärkungszahl dieselbe; aber auf den kleineren Beleg setzt sich schon
ohne Kondensation eine dichtere Elektrizität, entsprechend dem
Flächengesetz, da eine kleinere Fläche wirkt wie eine Fläche von
stärkerer Krümmung. Da also auf dem kleineren Belege die Dichte größer
ist, in beiden Flaschen aber gleich vielmal vergrößert wird, #so ist die
Dichte und somit die Spannung der Elektrizität in der kleinen Flasche
stärker als in der größeren Flasche#. Der Entladungsfunke der kleineren
Flasche ist demnach länger, bis mehrere _cm_ lang, jedoch entsprechend
der nicht beträchtlichen Gesamtmenge der Elektrizität nicht besonders
glänzend; bei größeren Flaschen ist der Entladungsfunke wegen der
geringen Spannung nur kurz, oft bloß 1 _cm_, dagegen wegen der
bedeutenden Menge der Elektrizität sehr kraftvoll, stark knallend und
stark glänzend, so daß er dem Auge als dick erscheint.