#Ist eine Luftmasse allseitig von gewöhnlicher Luft umgeben, so zeigt
sie ein ähnliches Verhalten wie elastische Körper.#
Wenn man etwa bei der Luftpumpe den Kolben in die Mitte stellt und den
Stiefel unten verschließt, so ist der untere Teil mit gewöhnlicher Luft
gefüllt. Drückt man nun den Kolben nach abwärts, so wird er nachher
durch die ^Expansivkraft^ der komprimierten Luft wieder bis zur Mitte
zurückgeschoben; zieht man den Kolben nach aufwärts, so wird er nachher
durch den ^Druck der äußeren Luft^ wieder nach abwärts gedrückt bis zu
seiner ersten Stellung. Die Luft zeigt demnach ein ^ähnliches^
Verhalten wie elastische Körper; man hat deshalb die Gase
elastisch-flüssige Körper genannt, und nennt sie sogar ^vollkommen^
elastisch, weil sie sich ^beliebig stark^ zusammendrücken und ausdehnen
lassen und doch wieder ihr ursprüngliches Volumen unverändert annehmen,
also nicht an eine Grenze der Elastizität gebracht werden können. Sie
sind aber nicht elastisch in dem Sinne wie man feste und flüssige Körper
elastisch nennt; ^denn ein Bestreben bei Ausdehnung wieder in die
ursprüngliche kleinere Gestalt zurückzukehren, haben die luftförmigen
Körper überhaupt nicht, sondern sie haben das Bestreben, sich immer
weiter auszudehnen^.