Kanti stellte eine andere Frage: »Wie geht es deinen kleinen Enten?«

Das Mädchen fuhr fort, ihn unbekümmert anzustarren.

Der ganz verwirrte Kanti raffte seinen Mut noch einmal zusammen und

erkundigte sich teilnahmsvoll nach der verwundeten Taube, aber es half ihm

nichts. Das zunehmende Gelächter im Zimmer zeigte, daß irgend etwas bei der

Sache sehr komisch war.

Endlich erfuhr Kanti, daß das Mädchen taubstumm und die Gefährtin aller

Tiere im Dorfe sei. Es war nur Zufall gewesen, als sie sich damals bei dem

Ruf Sudha erhoben hatte.

Jetzt traf es Kanti zum zweitenmal wie ein Schlag. Der dunkle Vorhang

zerriß, der sich vor seine Augen gesenkt hatte. Mit einem aus tiefster

Seele kommenden Seufzer der Erleichterung, wie aus einer furchtbaren Gefahr

befreit, blickte er noch einmal in das Antlitz seiner Braut. Dann kam in

Wahrheit die glückverheißende Schau. Das Licht, das aus seinem Herzen und

von den hell leuchtenden Lampen strahlte, fiel auf ihr liebliches Antlitz,

und er sah es in seinem wahren Glanz und wußte, daß Nabins Segen sich

erfüllen würde.

Die Nacht der Erfüllung: Erzählungen · 第 34 / 54 题