„Verfolgung morgen beendet. Sieg scheint vollständig. Offensive gegen
Narew in entscheidender Richtung in etwa 10 Tagen möglich. Österreich
erbittet aber wegen Rumäniens direkte Unterstützung durch Verlegung der
Armee nach Krakau und Oberschlesien. Verfügbar dazu vier Armeekorps und
eine Kavalleriedivision. Bahntransport allein dauert etwa 20 Tage. Lange
Märsche nach österreichischem linken Flügel. Hilfe kommt dort spät.
Bitte um Entscheidung. Armee müßte dort jedenfalls Selbständigkeit
behalten.“
Das war an dem Tage, an dem Rennenkampf mit Verlust von nicht nur einigen
Federn sondern eines ganzen Flügels und auch sonst noch erheblich
angeschossen zwischen den Njemensümpfen zu verschwinden begann.
Antwort der Obersten Heeresleitung an uns vom 14. September 1914:
„Operation über Narew wird in jetziger Lage der Österreicher nicht mehr
erfolgversprechend gehalten. Unmittelbare Unterstützung der Österreicher
ist politisch erforderlich.
Operationen aus Schlesien kommen in Frage ...
Selbständigkeit der Armee bleibt auch bei gemeinsamer Operation mit den
Österreichern bestehen.“