»Ja, mein Kind, was wirst du sagen: ich will ihn auffordern, ganz zu uns
zu kommen!«
Sie fuhr in die Höhe -- stand leichenblaß da -- ein Laut brach von ihren
Lippen -- fast ein leiser Schrei.
Das kam zu jäh -- darauf hatte sich ihr Herz nicht rüsten, sich nicht
vorweg mit Haltung umpanzern können.
Und der alte Mann sah sie an -- in einem tiefen Erstaunen, das in eine
langsam heraufdämmernde Angst überging.
Was war das? ...
Und nun sagte die junge Frau mit fliegendem Atem und befehlend -- ja
befehlend: »Das wirst du nicht tun!«
Sie, die Bescheidene, stand da wie eine Herrscherin.
Und was flammte denn in ihren Augen?
Der Alte fühlte sein Herz klopfen. Aber er vermochte doch mit leidlicher
Ruhe zu fragen: »Und warum nicht?«
Sie antwortete nicht gleich. Sie konnte sich nicht in seine Arme werfen
und sagen: »Weil ich ihn liebe -- weil ich es nicht ertragen könnte, ihn
immer, immer sehen zu müssen ...«
Sie ging mit hastigen Schritten im Zimmer hin und her.