_Thl._ I (1541), Bl. 123.
Eygner herd ist golds werdt.
Es sol niemand jm selbs loben.
Freuntschafft thuot mehr not, dann wasser vnd brot.
Ein guoter freund ist in der not besser, dann gelt.
{20} Guoter freund, guoter fund.
Guot freund verzeihen einander leicht.
Bl. 20.
Das angesicht verrath den man.
Es ist niemand weniger allein, dann allein.
_Thl._ II, Bl. 24.
Zween hart stein muolen nie klein.
Zween streitköpff werden nimmer eins.
Bl. 79.
Mensch helff dir selbs, so hilfft dir Gott.
_JOHANNES PAULI._
_[Scherer D._ 298, _E._ 295.]
Geboren, 1455 zu Pfeddersheim von jüdischen Eltern, trat zur
katholischen Kirche über, wurde Franciscaner und starb 1530 zu
Thann im Oberelsass. Er war ein Anhänger Geilers von Kaisersberg
und sammelte dessen Predigten. Sein Buch ‘Schimpf und Ernst’ ist
eine Sammlung von 700 Schwänken, Erzählungen, Fabeln, Anekdoten u.
dgl. Herausgegeben von Österley (Stuttgart, 1866).