In einem zwîvellîchen wân
was ich gesezzen, und gedâhte,
ich wolte von ir dienste gân;
wan daz ein trôst mich wider brâhte.
trôst mag ez rehte niht geheizen, owê des!
ez ist vil kûme ein kleinez trœstelîn;
sô kleine, swenne ichz iu gesage, ir spottet mîn. 20
doch fröwet sich lützel ieman, er enwizze wes.
Mich hât ein halm gemachet frô:
er giht, ich sül genâde vinden.
ich maz daz selbe kleine strô,
als ich hie vor gesach von kinden.
nû hœret unde merket ob siz denne tuo.
‘si tuot, si entuot, si tuot, si entuot, si tuot.’
swie dicke ichz tete, sô was ie daz ende guot.
daz trœstet mich: dâ hœret ouch geloube zuo.
Swie liep si mir von herzen sî,
sô mac ich doch vil wol erlîden 10
daz ich ir sî zem besten bî:
ich darf ir werben dâ niht nîden.
Ichn mac, als ich erkenne, des gelouben niht
dazs ieman sanfte in zwîvel bringen müge.
mirst liep daz die getrogenen wizzen waz si trüge,
und alze lanc dazs iemer rüemic man gesiht.
_In Zweifelsucht und trübem Wahn
War ich befangen und gedachte
Zu lassen ihren Dienst fortan,
Als mich ihr Trost ihr wieder brachte.
Trost mag es wohl nicht heissen, sei es drum--
Ja ists auch nur ein kleines Tröstelein,
So klein, erzähl’ ich euch davon, ihr spottet mein; 20
Doch freut sich selten Jemand, der nicht weiss warum.
Mich macht’ ein kleines Hälmchen froh:
Es sagt, mir solle Gnade kommen;
Ich mass dasselbe kleine Stroh,
Wie ichs bei Kindern wahrgenommen.
Nun höret All und merkt, ob sie es thu:
Sie thut, thuts nicht, sie thut, thuts nicht, sie thut:
Wie oft ich mass, so war noch stäts das Ende gut.
Das ist mein Trost nun; da gehört auch Glaube zu.
Wie lieb sie mir von Herzen sei,
So mag ich doch nun wohl erleiden, 10
Steht auch dem Besten Zutritt frei:
Ich darf ihr Werben nicht mehr neiden.
Nach dem Bescheid, der mir geworden, glaub ich nicht,
Dass wer so leicht sie mir entfremden mag.
Doch säh ichs gerne, käm der Selbstbetrug zu Tag;
Zu lange währt mir, dass sie noch mit Prahlern spricht._
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