(1899.)
Von 1882 bis jetzt, hat Björnstjerne Björnson gar viel gearbeitet,
geeifert, politisirt und gedichtet. Er hat so viel Kraft für
Verhältnisse und Dinge, welche der Dichtkunst fern liegen, eingesetzt,
dass in den verflossenen siebzehn Jahren nicht mehr als acht Bände
Dichtungen von ihm erschienen. Doch hat er sich in einigen dieser Werke
so hoch emporgeschwungen, dass von einer Abnahme seiner Kräfte nicht
nur nicht die Rede sein kann, sein dichterisches Genie vielmehr heute
gefesteter, vollkräftiger als ehedem erscheint.
Hat sich Björnson's poetische Begabung eher gesteigert, so ist er im
übrigen als Persönlichkeit mehr in die Breite gegangen. Wohl hat er
von jeher die Ellbogen zu regen geliebt, viel Platz erheischt und
seinem Hange gefolgt, zu bekennen, zu verkündigen, mitzusprechen und
die Wege zu weisen, selbst wo er nicht über hinreichende Kenntnisse
gebot, ja nicht einmal so recht die Vorbedingungen besass, sich diese
zu verschaffen. Je mehr jedoch mit den Jahren sein Ansehen wuchs,
desto ungescheuter gab er sich dem ehrgeizigen Verlangen hin, auf
den verschiedensten Gebieten mahnend und führend aufzutreten. Riesig
ist die Zahl der seit 1882 von ihm unternommenen moralischen und
politischen Feldzüge. Die Zahl der Kannegiessereien, auf die er im
selben Zeitraume sich verlegt hat, ist verblüffend. Einem scherzhaften
On dit zufolge soll Björnson u. a. ein Schreiben an den Papst gerichtet
haben, in welchem er ihn auf's eindringlichste ermahnte, sich zur
protestantischen Religion zu bekehren, müsse er doch selbst einsehen,
dass der Katholicismus nicht mehr zeitgemäss sei; es wäre das ein
Schritt von unermesslicher Tragweite.
Er ist fast immer von einer Idee erfüllt, für die er in dem Augenblicke
mit dem Aufgebot seiner ganzen Beredsamkeit kämpft. Hat er eine Zeit
lang für sie gestritten, dann lässt er sie fallen und wird von der
nächsten mit fortgerissen. Zu seiner Ehre muss gesagt werden, dass
diese Ideen nur ausnahmsweise im Widerstreit miteinander stehen.
Mitunter reist er sogar von Ort zu Ort und hält immer und immer wieder
den nämlichen Vortrag, worin er dem Form gegeben hat, was ihm für
seine neue Idee von wesentlicher Bedeutung erscheint. Einen Vortrag,
in dem er von den Männern Jungfräulichkeit und Einehe forderte, hielt
er so in allen grösseren und kleineren Städten Dänemarks, Norwegens,
Schwedens und Finnlands, ihn wohl an die achtzigmal wiederholend.
Es geht die Sage, dass hernach eine auffallende Besserung des
Sittlichkeitszustandes in den nordischen Landen eingetreten sei; nichts
ist ja so wirksam wie eine kräftige Predigt.
Nach und nach hat Björnson auf diese Art die Republik eingeführt,
die geschlechtliche Sittlichkeit, die reine norwegische Flagge, den
Weltfrieden, norwegische Rüstungen gegen Schweden, Angriffe auf
Schweden in russischen Blättern, norwegische Consuln und norwegische
Minister des Aeussern, er hat die Freilassung des Dreyfus und die
Abhaltung des Haager Congresses durchgesetzt, hat seiner Dankbarkeit
gegenüber dem Kaiser von Russland und seinen Sympathien für den
englischen Björnson, Mr. Stead, Ausdruck gegeben, endlich das
norwegische Landsmaal (die Volkssprache) aus den norwegischen Schulen
verdrängt. Der Kopf schwindelt einem, nur daran zu denken. Allerdings
dürfte es zumeist noch nicht so recht Wurzel geschlagen haben; noch
lässt sich der Weltfriede nicht als unbedingt gesichert betrachten,
wie auch Norwegen nicht vollauf gerüstet ist, es mit Schweden
aufzunehmen; hie und da wird sich wohl auch noch ein dänischer Mann
oder eine norwegische Flagge finden, die nicht »rein« sind; allein
ein gut Stück Arbeit ist jedenfalls gethan, und die überwiegende
Mehrzahl des norwegischen Volkes hat dem heimischen Dichter auf
allen Irrfahrten begeisterte Heerfolge geleistet. Wer Björnstjerne
Björnson im Concertpalais zu Kopenhagen vor fünfhundert nicht mehr
in der ersten Blüthe stehenden, direct vom Strickstrumpfe gekommenen
Damen über den Weltfrieden sprechen, ihn mit beweglichen Worten die
Versammlung beschwören hörte, von den wilden kriegerischen Instincten
abzulassen, zu bedenken, dass es wehe thäte, sehr wehe sogar, im
Krieg verwundet zu werden, dass Wunden auch äusserst übel röchen,
ihn (zum zwanzigstenmale) zufällig einen Brief, der etwas von dem
Gesagten bestätigte, in seiner Tasche finden sah -- »ich glaube, ich
habe ihn bei mir« -- und nun den Eindruck der Rede gewahrte, sah, wie
das offenbar vordem rein kriegswüthige Publikum friedliebend wie eine
Lämmerherde den Saal verliess: wer all dies erlebt hat, der kann sich
eine Vorstellung machen von dem Effect dieser Vorträge überhaupt.
Was in ihnen von Björnsons Wesen zu Worte kommt, ist nicht sein bestes
Theil: es lässt ihn sich am wohlsten fühlen, wo _tausend_ Freunde und
_hundert_ Gegner sich um ihn scharen, er also nichts wesentlich Neues
verkündet. Dazu macht sich mit den Jahren in diesem seinem Auftreten
als Polemiker und Erzieher immer unangenehmer eine eigenthümliche
Mischung von Brutalität und Sentimentalität fühlbar.
Das Beste seines Wesens hat er in seinen Werken niedergelegt. Die
beiden grossen Romane »Beflaggt sind Stadt und Hafen« (1884) und »Auf
Gottes Wegen« verunstaltet einigermassen das unmittelbare Moralisiren,
doch ist auch in ihnen, wie überall bei Björnson, selbst wo er sich
nicht zu seiner vollen Höhe erhebt, eine grosse dichterische Kraft
entfaltet; die ungewöhnliche Gabe, zu schildern, zu charakterisiren,
mit freier Hand hinzuwerfen, gibt sich allenthalben kund, sei sie auch
in den Dienst untergeordneter und uninteressanter Ideen gestellt.
Björnson ist ja der geborene Erzähler, der echte Epiker. In seinen
Adern rollt Erzählerblut, und nichts hat einen Klang wie die Stimme
des Blutes. Ganz besonders kommt aber seine Fähigkeit zu gründlicher
Vertiefung in das Seelenleben der Personen in der Form der Erzählung
zu ihrem Rechte. Er braucht Platz zur Entfaltung und Erklärung von oft
ganz merkwürdigen Wunderlichkeiten und Ausnahmsfällen und findet im
Roman und in der Novelle mehr Spielraum hiezu, als im Schauspiele, das
die haushälterischste Knappheit erfordert.
In seinen »Neuen Erzählungen« (1894) ist die letzte, »Absalons Locken«,
die hervorragendste des Buches und verräth aufs neue eindringliche
Menschenkenntniss. Ihr Schwerpunkt liegt in der Zeichnung einer
blutreichen, willensstarken, niedrigen und simplen Frauennatur, und
in der Vorgeschichte finden sich hier, ganz wie in der des Romanes
»Beflaggt«, kräftig wiedergegebene Züge von Roheit der Sitten, ja von
äusserster Brutalität, die als charakteristisch für das Land, in dem
die Erzählung spielt, auffallen. Man vergisst weder die Scene, wo der
Bauer seine scheussliche, blutige Rache an Kurt nimmt, noch jene, wo
Harald Kaas im Beisein des ganzen Hofgesindes seine Frau bis aufs Blut
mit Ruthen streicht. Im Gegensatze hiezu macht sich im weiteren Laufe
der Erzählungen die weichlichste Empfindsamkeit breit.
Im Jahre 1883 gab Björnson zwei Schauspiele heraus, wovon das
eine ausserordentliches Aufsehen erregte, das andere zu dem
Ausgezeichnetsten gehört, das er im Leben geschaffen hat und das
überhaupt bewunderungswürdig genial in seiner Anlage ist.
»Ein Handschuh«, das erstere dieser beiden Stücke, vom Dichter
wiederholt umgearbeitet, ohne in irgend einer der Gestalten
künstlerische Vollendung zu gewinnen, spannt die sittliche Forderung an
den Mann auf dem Gebiete der Geschlechtsverbindungen so hoch, wie man
es bis dahin nur der Frau gegenüber gewohnt war, und die Neuheit dieser
Tendenz eines Schauspieles machte sofort grosses Aufsehen. Allein die
weibliche Hauptgestalt, das verlobte junge Mädchen, Svava, wird einem
nicht so werth wie der Dichter, der in ihr eine Personification der
strengen Reinheit, die Vorbotin einer lichteren, edleren Zukunft
erblickt, es wollte. Man fühlt ein gewisses Mitleid mit ihr, als
einem Opfer allzugrosser Vertrauensseligkeit, aber sie wirkt nirgends
schön, und ihre Haltung ihrem Bräutigam wie ihrem Vater gegenüber
berührt peinlich. Hätte sie Alf geliebt, wie sie ihn zu lieben glaubt,
sie würde sich wohl in der Stille mit ihm auseinandergesetzt haben,
ohne ihm den Handschuh ins Gesicht zu werfen, und wäre sie nicht von
vornherein in Gedanken unschön mit dem Geschlechtlichen beschäftigt
gewesen, sie hätte nicht gleich zu Beginn des Stückes zu ihrem Vater
die geschmacklosen Lobesworte sprechen können: »du bist doch die
_keuscheste_ und feinste Mannsperson, die ich kenne«, was beinahe
noch übler klingt, als ihre späteren Verdammungsurtheile über die
Schwächen des Vaters. Björnson, der in diesem Schauspiele als echter
Pastorssohn sich unbedingt auf den Standpunkt des sechsten Gebotes
stellt, hat die verwickelten Geschlechtsverhältnisse durchaus nur von
Einer Seite ins Auge fassen wollen und theils mit Ungestüm angegriffen,
was niemandem zu vertheidigen oder gut zu heissen einfiel -- also
wieder einmal offene Thüren eingerannt -- theils aus dem garstigen
Vorgehen seiner Nebenpersonen so allumfassende Schlüsse gezogen, dass
dies, wäre eine Erörterung auf diesem Gebiete in den nordischen Landen
frei, zweifelsohne eine scharfe Kritik erfahren hätte. Wie die Dinge
lagen, kam dem Drama gegenüber kaum ein anderes Gefühl als das der
Befriedigung zu Worte, die Leichtfertigkeit entlarvt und gebrandmarkt,
die Reinheit verfochten und gepriesen, die strengsten und höchsten
Anforderungen gestellt zu sehen. In nordischen Gemüthern wird es stets
eine Stelle geben, wo das Ideale der puritanischen Grundsätze einen
Widerhall findet.
Weit überraschender, weit tiefsinniger und poetischer war jedoch
Björnson's zweites Schauspiel aus dem Jahre 1883, der erste Theil
von »Ueber die Kraft«. Er selbst hat nichts Besseres geschaffen, und
auch Ibsen nicht. Es ist durch und durch neu, genial, sowohl in der
Anlage wie in der Durchführung, das ausgezeichnetste Drama der neueren
Zeit über die Religiosität, über das heutige gläubige und praktische
Christenthum. Alles, was in seiner priesterlichen Abstammung und
Anlage der reinen Wirkung seiner Poesie sonst abträglich war, kam
ihm hier zugute. Das starke Gefühl für das Wesen des christlichen
Glaubenslebens, für dessen grosse Schönheit und tiefe Gefährlichkeit,
konnte nur der haben, der selbst einmal als Gläubiger empfunden, sich
dann aber losgemacht hatte, ohne Groll, ja mit Wehmuth, doch mit der
Einsicht in das Verwirrende, das die Menschennatur Sprengende des
steten Verhältnisses zum Uebernatürlichen. Das Stück ist von der
Ueberzeugung getragen, dass unseren Kräften, unserem ganzen Wesen feste
Grenzen gezogen sind, sowie von einem Gefühl der Beruhigung, dass es
solche Grenzen gibt -- etwas, worüber die Dichter nur allzusehr zu
ächzen pflegten.
Hiezu kommt die mit reicher poetischer Kunst dem Stücke mitgetheilte
Sommerstimmung des Nordlandes, der feine Blumenduft dieser Gegend,
der es durchhaucht; mit Meisterschaft endlich ist unmittelbar vor dem
tragischen Schluss eine leicht humoristische Partie, die Ankunft der
hungrigen Pfarrer, eingeflochten. Man hätte sich verschwören mögen,
läge der Gegenbeweis nicht vor, es sei ein Ding der Unmöglichkeit,
durch ein Drama ohne Erotik, das einzig und allein die Möglichkeit
eines Heilungsmirakels behandelt, Leser und Zuschauer also zu fesseln.
Die Fortsetzung des Stückes, sein zweiter Theil (vom Jahre 1895),
ergänzt es würdig und in vollstem Masse, indem es mit der gleichen
Genialität den Hang zum Grenzenlosen auf dem socialen Gebiete aufzeigt,
wie der erste auf dem religiösen. Mit ausserordentlicher Feinheit
wird hier das Erbe vom gläubigen Vater bei dem ungläubigen Sohne
nachgewiesen, der einer ebenso grenzenlosen Begeisterung folgt, auch
sie lebensgefährlich.
Es ist kaum anzunehmen, dass das Stück in seiner gegenwärtigen
Fassung schon 1883 entworfen wurde, wenn sich auch Björnson darüber
klar sein mochte, wie er das Wesen der aus dem ersten in den zweiten
Theil hinübergenommenen Personen weiter entwickeln wolle. Kamen
anarchistische Sprengversuche damals ja nur ganz ausnahmsweise vor.
Auch finden sich hie und da (so zum Beispiel in Holgers Wesen und
Ausdrucksweise) Spuren späterer Erfahrungen und Eindrücke (Nietzsche).
Doch das ist Nebensache, die ganze Anlage des Stückes ist von Anfang
bis zu Ende das Werk eines Meisters: ergreifend wird der Gegensatz
zwischen den Elenden und den Begüterten durch den zwischen der tiefen,
sonnenlosen Kluft, in der die ersteren leben, und dem Leben oben in der
Burg auf der weiten Hochebene veranschaulicht, und ebenso anschaulich
stellt sich der Gegensatz zwischen dem Fanatismus, der seine Minengänge
füllt, und der Barmherzigkeit dar, die ihr Hospital baut. Der dritte
Act, in dem am Schlusse die Burg in die Luft fliegt, ist an und für
sich ein kleines Meisterwerk von dramatischer Kunst, und der vierte
Act schliesst das Ganze schön, wenngleich etwas prosaisch mit dem
Ausblicke in eine bessere Zukunft ab. Selbst Gestalten, die halb oder
ganz Allegorien sind, selbst die mit kühnen Strichen hingeworfenen,
schwach durchgeführten Gestalten Credo und Spera, diese Verkörperungen
des Zukunftsglaubens und der Zukunftshoffnung, sind mit Genialität
concipirt.
So hoch steht das 1898 folgende Schauspiel »Paul Lange und Tora
Parsberg« nicht, wenn es sich auch durch feine, vollendete
Charakteristik zweier höchst eigenthümlicher, jeder in seiner Art
bedeutender Menschen auszeichnet. Die Wirkung des Stückes wird dadurch
ein wenig beeinträchtigt, dass die Erinnerung an die wirkliche
Begebenheit, auf welcher es sich aufbaut, sich bei allen denen, die sie
kannten, einmischt. Es ist schwer, eine freie dichterische Schöpfung
über ein Motiv hervorzubringen, das wenige Jahre zuvor in Leitartikeln
behandelt wurde.
Einigermassen wirkt dem vom Dichter angestrebten Eindrucke, ähnlich
wie in seinem Drama »Der Redacteur«, die ziemlich starke Dosis
Weichlichkeit der Grundanschauung entgegen. Der Umstand, dass Paul
Lange -- dessen Gewissen ihn freispricht und der an dem Weibe, das er
liebt und das ihn wieder liebt, die festeste Stütze findet -- von Seite
der ehemaligen politischen Genossen Missbilligung und Verkennung bis
zur Roheit erfährt, ist kein hinreichend einleuchtender Beweggrund,
freiwillig in den Tod zu gehen. Ein Dialog, wie der folgende zwischen
seiner Braut und seinem Diener, lässt Paul Lange in einem etwas
kläglichen Lichte erscheinen:
=Tora Parsberg.=
Las er die Morgenblätter?
=Kristian Oestlie.=
Allesammt.
=Tora Parsberg.=
Liess sich das nicht hindern?
=Kristian Oestlie.=
Es war nicht möglich.
Ein Staatsmann, ein Minister, ein alter Politiker, der sein Lebelang
den Aufregungen und Stürmen des öffentlichen Lebens ausgesetzt war,
muss es ertragen können, die Morgenblätter zu lesen, darf zum mindesten
nicht daran sterben, dass er sie las.
Dieses Schauspiel hat nicht jenen allgemein menschlichen Gesichtskreis
wie das Doppeldrama »Ueber unsere Kraft«; es hat vorzugsweise auf
die Verhältnisse in Norwegen Bezug und zwar auf ganz eigenthümliche,
fast individuelle dortige Verhältnisse. Als Menschenstudium aber und
Menschendarstellung genommen, zeugt es von ungeschwächter Frische und
Kraft. Alle Gestalten sind leibhaft, in voller Rundung hingestellt, sie
drücken sich je nach ihrem besonderen Wesen aus. Selbst Nebenfiguren
(wie der Kammerherr und Storm) sind vortrefflich. Wohlgelungen
ist auch das Selbstporträt in Arne Kraft, obgleich nur einige
Umrisslinien gegeben sind. Die Handlung hingegen ist minder überzeugend
durchgeführt. Hätte Paul Lange seinem zudringlichen und unausstehlichen
Freunde, Herrn Arne Kraft, ein Billet gesendet, dass er nach reiflicher
Erwägung sich ausserstande sehe, das Versprechen, das Kraft ihm
abgepresst, ja abgequält habe, zu halten (das Versprechen, einen alten,
unzuverlässigen Minister nicht durch eine Rede zu stützen), es hätte zu
keinem Missverständniss kommen und nicht so leicht eine Tragödie daraus
entstehen können. Doch dem sei, wie ihm wolle, überblickt man Björnsons
dramatische Schöpfungen der späteren Jahre, so ist der Haupteindruck
der einer tiefeindringenden Menschenkenntniss, reicher Phantasie,
warmer Menschenliebe und des grossen Stiles einer Kunst, die umso höher
stieg, je schwierigere Aufgaben sie sich stellte.