III.

Otto Ehrhardt hatte bald nach Cäciliens Abreise das Diakonissenhaus, an

dem er angestellt war, verlassen.

Er bildete sich ein, die Oberin hätte die ihm vorgesetzten Aerzte gegen

ihn eingenommen, aus Empfindlichkeit darüber, daß er ihrer Aufforderung

nicht nachgekommen war und ihr seine Schwester Cäcilie nicht zugeführt

hatte.

In Wirklichkeit lag der Gräfin eine solche kleinliche Uebelnehmerei fern.

Sie dachte gar nicht mehr an Cäcilie Ehrhardt, die sie niemals gesehen

hatte, aber sie behandelte Otto geringschätzig, weil es ihrem scharfen

erfahrenen Blicke nicht entging, daß der junge Mann für seinen Beruf

nicht begabt war und auch kein intensives Streben besaß.

Er witterte überall Intriguen, nahm es furchtbar übel, wenn bei einer

wichtigen Operation ein jüngerer Assistent herangezogen wurde und

versäumte dann aus Empfindlichkeit, wenigstens zuzusehen, um sich zu

belehren. Eine gewisse natürliche Trägheit hinderte ihn, seine Studien

fortzusetzen und sich den täglichen Fortschritten seiner Wissenschaft

anzuschließen.

So suchte ihn niemand zu halten, als er ging. Er miethete sich zwei

hübsche Zimmer, annoncirte in den Zeitungen und verdiente am Ende so viel

in seinen Sprechstunden, wie seine Garderobe ihn kostete. Mehr aber nicht.

Keine einzige angesehene und zahlungsfähige Familie kam auf den Gedanken,

ihn zum Hausarzt zu wählen. Er fing schließlich an, die Zeitungen

durchzusuchen nach Annoncen, in denen Aerzte gesucht wurden, denen eine

bestimmte Einnahme von vornherein zugesagt wurde. Er meldete sich überall,

bekam auch oft Antwort, stets aber wünschte man -- gewissermaßen als

Zeugniß -- ein empfehlendes Schreiben seiner früheren Vorgesetzten.

Schließlich bemühte er sich um ein solches, aber es fiel so kühl und

nichtssagend aus, daß es ihm wenig half.

Mehr und mehr schmolz die kleine Summe zusammen, die ihn erhielt. Er sagte

sich, daß die Berliner Wohnung ein zu großer Luxus für ihn sei, und ins

Blaue hinein fuhr er nach einer kleinen Stadt, miethete sich im Hotel ein

und annoncirte in der Zeitung.

Es kamen arme Leute zu ihm und wollten Medicin kaufen; man hielt ihn

nach diesem Vorgehen nicht für einen richtigen Arzt, sondern für einen

Verkäufer irgend welcher Geheimmittel. Die Aerzte in der Stadt, denen er

seine Visite machte, erwiderten den Besuch nicht. Er fühlte, daß er nach

diesem Anfang im Orte unmöglich sei. Nach acht Tagen kam kein Mensch mehr

zu ihm.

Kurz entschlossen setzte er sich ins Eisenbahncoupee und fuhr nach dem

Rhein. In einer mittleren Stadt miethete er eine Wohnung, meldete sich

ordnungsmäßig auf der Polizei an und annoncirte dann erst in der Zeitung.

Man erwiderte seine Besuche. Ab und zu holte man ihn zu einem Kranken.

Hätte er diesen Weg doch gleich eingeschlagen, als er noch zweitausend

Mark besaß! Bis die verbraucht waren, hätte er sich hier durchgearbeitet.

Schon jetzt, nach zwei Monaten verdiente er etwas, aber ach, das

väterliche Erbe war verbraucht, er stand vor dem Nichts.

Manchmal bezahlte man ihm eine Bemühung in der Sprechstunde oder einen

Besuch, dann konnte er für einige Tage sein Mittagessen bezahlen, und der

Wirth borgte wieder weiter. Jede kleine Einnahme legte er bei Seite, um

am Anfang des Monats die Miethe entrichten zu können. Als dann aber der

Zahlungstag kam, hatte er nur die Hälfte der erforderlichen Summe.

Der Hauswirth war gutmüthig, er versprach zu warten, er erbot sich sogar,

seinen Miether bei seinen Bekannten zu empfehlen.

Wirklich brachte diese Empfehlung ihm Nutzen, er wurde zu einer schweren

Entbindung gerufen, bei der außer ihm noch ein anderer Arzt zugegen war.

Drei Tage später war die Wöchnerin todt, das neugeborene Kind folgte ihr

nach, und kein Mensch in der Stadt schob die Schuld auf den einheimischen

Hausarzt der Familie, sondern jeder sah darin einen Beweis der

Untüchtigkeit des unglücklichen Fremden.

Der arme Ehrhardt konnte im Grunde genommen garnichts dafür. Eine Reihe

unglücklicher Zufälle war zusammengetroffen; sein Hauswirth aber, außer

sich darüber, daß er einen solchen Mann empfohlen hatte, kündigte seinem

Miether zum nächsten Termin.

Leerer und leerer wurde das Wartezimmer während der Sprechzeit. Ehrhardt

verkaufte seine Uhr, um seine Miethe bezahlen zu können, als er auszog.

Seinen Wohnungswechsel zeigte er in der Zeitung an und seinen Mittagstisch

suchte er in der Nähe der neuen Wohnung. Der Restaurateur, bei dem er

früher gegessen hatte, borgte nicht mehr.

Wenn er doch jetzt in Berlin gewesen wäre, er hätte vielleicht in ein

Hospital eintreten können, oder bei einem Professor. Wenigstens hätte er

doch einige Bekannte gehabt, die ihm vielleicht etwas geborgt hätten, aber

hier kannte er niemanden, alle Thüren blieben für ihn verschlossen.

Es wurde Winter. Die Wirthin, bei der er jetzt wohnte, verlangte Vorschuß

für Kohlen, sonst weigerte sie sich, sein Zimmer zu heizen. Er konnte doch

seine Kranken nicht im Kalten empfangen und untersuchen; so verkaufte

er denn, was er entbehren konnte an Wäsche und Kleidungsstücken, und

bezahlte Miethe und Kohlen.

Ein Arbeiter, dem er einen Armbruch behandelt hatte, war ihm noch die

Bezahlung schuldig. Er ging hin, fand den Mann im Bette und in der

Behandlung eines anderen Arztes. Er hatte seinen Arm zu früh wieder

gebraucht, die üblen Folgen davon aber schob er auf Doctor Ehrhardts

falsche Behandlung, und die Frau wies diesem schimpfend die Thür.

Wenn er etwas haben wolle, sollte er sie nur verklagen, der Doctor Brauer,

den man jetzt hätte, der würde schon bezeugen, wie viel Schaden die Fehler

der ersten ärztlichen Behandlung ihrem Manne gethan hätten.

Ehrhardt war nicht in der Stimmung, irgend einen Menschen zu verklagen.

Er lebte jetzt von der Hand in den Mund. Sein einziger Wunsch war, daß

er früh in der Sprechstunde eine Mark einnähme, um mit der Hälfte davon

sein Essen zu bezahlen und die andere in seine Wohnungskasse zu legen.

Im Januar bekam er einen Steuerzettel, er sollte angeben, wie viel die

Ausübung seines Berufes einbrächte, um nach Maaßgabe dieser Schätzung

zu den gesetzlichen Abgaben herangezogen zu werden.

Zuweilen dachte er an seine Schwester Cäcilie. Das freie Gewerbe, bei

dessen Ausübung er beinah verhungerte, hatte sie so unwiderstehlich

angezogen und gereizt. Sie sah in der Zulassung zu dieser Thätigkeit ein

geistiges Ideal. Wie fern war doch für ihn die Wirklichkeit von diesen

phantastischen Mädchenträumen geblieben. Aber Cäcilie war ein Weib, wenn

sie in Noth kam, so blieb ihr noch immer der Beruf einer Pflegerin, der ihr

jede Stunde ein sicheres Brod geben konnte -- er dagegen, er konnte doch

nicht hingehen und Arbeiter werden.

Er beneidete die Bergleute, die er früh nach ihren Schächten gehen

sah. Sie hatten alle ihr sicheres Auskommen. Keiner hatte eine geringere

Einnahme als drei Mark jeden Tag.

Er hatte dagegen momentan nichts. Wohl sagte er sich, daß es mit der Zeit

wieder anders und besser werden würde; nach und nach würde er bekannt

werden und eine Stellung erringen, genau so wie alle seine Collegen am Ort.

Er mußte nur warten -- aber er konnte nicht warten. Man muß doch leben,

während man wartet, und er hatte nichts, wovon er hätte leben können.

Die Redaction einer medicinischen Zeitschrift schickte ihm eine

Abonnementseinladung und ein Probeheft ihres Blattes. Mechanisch las er

es durch. Unter den Notizen am Schluß fand er die Nachricht, daß Dr.

Cäcilie Ehrhardt aus Berlin, eine sehr bedeutende junge Aerztin, nach

mehreren glänzend ausgeführten Operationen an der großen Augen-Klinik

der Universität Boston mit festem Gehalt als Assistentin angestellt sei.

Das Blatt fügte noch hinzu, daß diese Anstellung der Dame Zeit genug

lasse, ihre schon jetzt bedeutende Privatpraxis ausüben zu können.

Cäcilie! Also wirklich, sie hatte sich durchgearbeitet und hatte studirt

mit derselben Summe, die ihm zugefallen war, als seine Studien vollendet

waren und er sich nur noch eine Praxis zu suchen brauchte.

War es nicht eigentlich eine Schmach, daß er sich jetzt hinsetzte, um an

sie zu schreiben und sie um Unterstützung zu bitten?

Zum Teufel auch, daran war er doch nicht schuld! Cäcilie wußte ja auch,

daß in Deutschland der Beruf überfüllt war. Sie sollte ihm Reisegeld

schicken, vielleicht fand sich auch für ihn in Amerika noch ein

Wirkungskreis, der nur auf ihn harrte.

Rasch entschlossen schrieb er den Brief, gar nicht sehr sentimental, eher

mit einem bitteren Humor gewürzt und schickte ihn ab.

Er überlegte, daß bis zum Eintreffen der Antwort aus Amerika mindestens

drei Wochen vergehen würden, selbst wenn die Schwester sofort antwortete

und sofort half.

Drei Wochen -- wie sollte er leben, wie sollte er drei Wochen noch warten!

Er besaß nichts mehr, es gab keinen Ausweg mehr als den, sich an die

öffentliche Wohlthätigkeit zu wenden. Es gab doch Kassen, die dazu

da waren, einen vollständig verarmten Menschen vor dem Hungertode zu

schützen.

Mechanisch griff er noch einmal nach dem Zeitungsblatt, das die Notiz

über Cäcilie enthielt. Ihr ging es also gut, nach deutschen Begriffen

vielleicht glänzend und er -- er wollte jetzt betteln.

Er sagte das Wort ganz laut vor sich hin, um sich an den Klang zu

gewöhnen: -- »Betteln, betteln.« --

Ein letzter innerer Kampf tobte durch seine Seele. Der ganze Hochmuth

seines Wesens, die ganzen Prinzipien seiner Erziehung empörten sich in

ihm, aber die Ueberlegung siegte, es blieb ihm nichts anderes übrig

-- -- doch -- eine Rettung -- fast wäre er im Gebet niedergesunken vor

Dankbarkeit und Freude über diesen Gedanken.

Er brauchte nicht zu betteln, noch nicht. -- Es war ja doch möglich,

daß ein College ihm auf diese Zeitungsnotiz hin eine kleine Summe

leihen würde, wenn er nachwies, daß er sich um Unterstützung an die

zahlungsfähige Schwester gewendet hatte.

Beinah leichten Herzens ging er aus, um diese Hilfe zu suchen.

Bald darauf stand er vor dem städtischen Kreisphysikus und trug diesem

sein Anliegen vor.

Der ältere College war ein wohlwollender Mann, der in auskömmlichen

Verhältnissen lebte. Er hatte aber zahlreiche Kinder, so daß er von

seinen Einnahmen nichts übrig hatte. Grade in der letzten Zeit hatte er

allerlei unvorhergesehene Ausgaben gehabt und so gern wie er der Noth des

jungen Mannes abgeholfen hätte, sah er sich doch dazu nicht im Stande.

Es war ein entsetzlich peinlicher Augenblick für den Bittenden, das

kühle ablehnende Achselzucken hinnehmen zu müssen, mit dem der vorsichtige

Familienvater es ablehnte, sein Geld auf eine so unsichere Chance wie diese

amerikanische Unterstützung hin, auszuleihen.

Als Otto Ehrhardt wieder auf der Straße stand, ohne einen Pfennig erhalten

zu haben, sagte er, fast ohne es zu wissen, wieder das furchtbare Wort vor

sich hin: »Betteln -- betteln« --

Dann ging er weiter. Er suchte jetzt einen unverheiratheten Arzt auf, der

gleichfalls für bequem situirt galt. Als er sein Anliegen vorgetragen

hatte, lachte der etwas cynisch angelegte Junggeselle laut auf.

»Was -- auf einen weiblichen Concurrenten hin soll ich Ihnen Kredit

geben?«

»Wie denn nun, wenn Fräulein Doctor Cäcilie als echtes Weib es vorzieht,

ihre Honorare in Toiletten und Brillanten anzulegen? Glauben Sie denn

wirklich, bester Ehrhardt, daß diese europamüde junge Dame sich für

Geld und gute Worte einen Bruder zu ihrem Schutze verschreiben wird,

der« -- --

»Sie kann doch ihren Bruder nicht verhungern lassen« --

Fast schluchzend unterbrach der Unglückliche die lebhafte Rede des als

Weiberfeind bekannten Collegen. Er wußte ja ganz genau, daß Dr. Brauer

die weiblichen Aerzte als Halbverrückte verachtete -- aber darauf kam es

doch in diesem Augenblicke nicht an, wenn er nur gab -- gab -- --

Ganz verblüfft starrte Brauer seinen Besuch an. »Aber, Herr College --

verhungern, was für ein Ausdruck, wahrhaftig« --

Er lachte gezwungen, aber es wurde ihm äußerst unbehaglich, als er den

verzweifelten Ausdruck in dem bleichen Gesichte des Anderen sah.

»Wenn ich noch einen Groschen hätte, so würde ich nicht« -- er

stockte, und dann mit grellem Lachen, auf einmal stieß er das Wort aus.

»Betteln,« er schrie es förmlich dem Arzte in die Ohren: »betteln,

betteln«; es war ihm wie eine Erleichterung in seiner Folterqual, als er

es selbst hörte, dieses harte, entsetzliche Wort. --

Er -- bettelte.

Dr. Brauer war außerordentlich unangenehm berührt. Eigentlich hatte er

dem Collegen sagen wollen, was schon der Kreisphysikus gesagt hatte,

daß man etwas für ihn thun werde, ihm Beschäftigung verschaffen, sich

erkundigen, über die Sache sprechen, aber jetzt -- der Mensch machte ihm

ja eine Scene, er bettelte ihn an, da war alles collegiale Entgegenkommen

unmöglich -- und wie er aussah, wie ein Irrsinniger, man konnte ihn

vielleicht gar nicht beschäftigen. -- Dr. Brauer empfand nur noch den

lebhaften Wunsch, den lästigen Besucher los zu werden.

»Nun, ich will Ihnen wünschen, daß Ihr Fräulein Schwester Sie aus der

Verlegenheit rettet, in der Sie sich befinden,« sagte er. Dann schloß er

sein Pult auf, nahm Geld heraus und drückte Ehrhardt zwei Goldstücke in

die Hand.

Ohne danken zu können, wie ein Betrunkener taumelte der Beschenkte aus dem

Zimmer. Er fühlte, daß Thränen ihm heiß in die Augen traten, Brust

und Hals waren ihm wie zugeschnürt. Erst auf der Straße fand er seine

Besinnung wieder. In seiner krampfhaft geschlossenen Hand befand sich ja

Geld, nun konnte er warten -- auf Rettung, auf Erlösung warten.

Er war in der nächsten Zeit nicht im Stande, sich mit irgend etwas zu

beschäftigen. Er wartete nur, zählte täglich, stündlich, wie viel Geld

er noch hatte, berechnete, wie weit es noch reichen würde und wartete im

Uebrigen mit unermüdlicher Geduld.

Es war doch ganz unmöglich, daß die auf Cäcilie gesetzte Hoffnung ihn

täuschen sollte. Er erinnerte sich an die gemeinsam mit der Schwester

verlebte Kindheit im Elternhause. Gutmüthig war Cäcilie nie gewesen, aber

sie hatte ein ausgesprochenes Gerechtigkeitsgefühl. Wer ganz elend und

hülflos war, dem strebte sie zu helfen, ohne auf die Schuldfrage des

Unglücklichen einzugehn.

Nun erfuhr sie, daß er ganz arm, ganz elend war. Nach seinem Verschulden

würde sie sich vielleicht später erkundigen, aber zunächst würde sie

helfen. Immer fester redete er sich das ein, immer gewisser rechnete er

darauf.

So verging die Zeit, und das Darlehn des Dr. Brauer schmolz zusammen.

Schließlich erkannte der Wartende, daß er, selbst wenn er nur noch von

Brod lebte, doch höchstens noch fünf Tage warten könne.

Auf der Post kannten ihn schon alle Beamten. In Zwischenräumen von wenigen

Stunden kam er täglich mehrmals, um zu fragen, ob kein Brief für ihn da

sei.

Er klammerte sich an die letzte Hoffnung des Lebens, er wollte nicht

untergehn.

Und dann kam der Tag, an dem die letzte Brodrinde verzehrt, der letzte

Pfennig verausgabt war. Er hatte mehrmals an Cäcilie geschrieben, sie

hätte längst antworten können, wenn sie seine Briefe erhalten hätte.

Aus der Zeitungsnotiz, die ihm Kunde von der Schwester gebracht hatte,

ging nur sehr ungenau deren Adresse hervor. Er hatte bei der Redaction

angefragt, man hatte ihm Auskunft versprochen, aber diese Auskunft war noch

nicht eingetroffen. Und jetzt war das Ende da, er stand vor dem Nichts. --

In dumpfer Verzweiflung saß er in seinem Sprechzimmer und wartete auf den

Postboten. Auf Patienten zu warten, hatte er längst aufgegeben.

Es war aus mit ihm, er mußte es fassen, wenn er auch das Leben liebte,

sich mit der ganzen Kraft seiner Jugend an das Leben zu klammern suchte, es

war doch aus, da war nichts mehr zu machen.

Aber hier, in der unbehaglichen kalten Stube konnte er nicht bleiben. Er

wollte sein Ende suchen, aber doch nicht hier.

Ein Verlangen nach frischer Luft, nach der weiten freien Natur erfüllte

ihn plötzlich. So erhob er sich, setzte seinen Hut auf und ging hinaus.

Er besaß schon lange keinen Ueberzieher mehr, und dabei war es empfindlich

kalt. So schritt er rasch vorwärts aus der Stadt hinaus, immer weiter

ins Freie. Die starke Bewegung machte ihn warm. Er ging durch einen vom

Rauhfrost glitzernden Forst. Es war eine Stille unter den weißen Bäumen,

wie tief in der Nacht. Die Sonne schimmerte und sprühte in all den

feenhaften Gebilden, die den Wald erfüllten. Da hing ein Spinnennetz

zwischen den Zweigen; wie aus leuchtenden Seidenfäden schien es gestickt,

mit Brillantstaub bestreut. Alle Contouren waren gröber als sonst und

dadurch erst voll erkennbar in der wunderbaren Schönheit ihrer Linien.

Und keiner Linie konnte man folgen; das Funkeln und Leuchten der weißen

glitzernden Crystalle that den Augen weh, verwirrte und blendete wie die

nackte Schönheit eines menschlichen Leibes.

Als es dunkel wurde, kehrte er langsam zurück in die Stadt. Der lange

Spaziergang in der frischen Winterluft hatte ihn hungrig gemacht, der kurze

Tag ging zu Ende, man zündete in den Straßen die Laternen an. Ehrhardt

erinnerte sich, daß er heute überhaupt noch nichts gegessen hatte. Er

besaß kein Geld mehr, zum ersten Male stand er vor dem Hunger.

Er hatte nichts mehr, was er versetzen, was er entbehren konnte. Nichts

-- -- er besann sich, doch, ein weiches seidenes Halstuch. Er hielt

darauf, weil er sehr empfindlich gegen Wind war, aber der Hunger fiel ihn

an wie ein Fieber. Er war ja doch ein Bettler, wozu brauchte er da noch

einen Luxusgegenstand, ein Stück, das geradezu elegant war!

Rasch entschlossen trat er in einen kleinen Laden und verkaufte für zwei

Mark das Tuch, welches das Sechsfache gekostet hatte.

Nun hätte er essen können; aber wie er aus dem engen heißen Laden des

Althändlers herauskam, traf ein scharfer Windstoß seinen Nacken, dem das

warme Tuch fehlte, so daß die Kälte ihn durchschauerte bis ins Mark.

Einige Arbeiter kamen sichtlich heiter mit tief gerötheten Gesichtern aus

einem Keller, an dem er vorbeiging. Heiße mit Spiritusgeruch erfüllte

Luft strömte aus der Thür, die sie hinter sich schlossen.

Ein Schüttelfrost, der die Glieder des Arztes erfaßte, zwang ihn, in die

Destillation einzutreten. Man gab ihm ein Glas Schnaps, so groß wie er es

noch nie getrunken hatte; es war dabei so lächerlich billig, daß er sich

versucht fühlte, ein Trinkgeld zu geben; aber er sah noch rechtzeitig,

daß niemand das that und unterließ es.

Der Schnaps erwärmte ihn und beseitigte das Gefühl des Hungers. Er

überlegte, daß er ja nun das Geld, mit dem er seinen Hunger hatte stillen

wollen, anderweitig verwenden könnte. Rasch entschlossen trat er in eine

Apotheke und kaufte ein Medicament.

Es blieben ihm noch einige kleine Münzen, die er krampfhaft in der Hand

hielt.

Halb bewußtlos kehrte er in die Destille zurück und forderte noch einmal

Schnaps. Er trank, bis der letzte Groschen, den er in der Hand hielt,

vertrunken war.

Dann besaß er noch Klarheit genug, um sich zu sagen, daß er, ohne die

Aufmerksamkeit der Leute auf sich zu lenken, nach seiner Wohnung gelangen

müßte.

Er ging scheinbar energisch und sicher geradeaus.

Zuweilen hatte er aber das Gefühl, als weiche der Boden unter seinen

Füßen zurück, so daß er in tiefe Löcher treten müßte. Dann hielt

er sich ängstlich an der Mauer fest, wartete einen Augenblick und hastete

weiter.

Die Vorübergehenden sahen sich zuweilen nach ihm um, dann empfand er etwas

wie Furcht und strebte weiter.

So gelangte er schließlich in seine Wohnung. An der Schwelle seines

dürftigen Zimmers empfing ihn seine Wirthin, die Wittwe Lorbeer.

»Morgen ist der Erste, Herr Doctor. Da man von Ihnen doch wohl keine

Miethe mehr bekommen wird, so habe ich die Wohnung an einen anderen Herrn

vermiethet, das wollte ich Ihnen nur sagen, Herr Doctor.«

Otto Ehrhardt lachte. »So, so! Sie haben schon wieder vermiethet? Nun, das

freut mich,« sagte er.

Die Frau starrte ihn ganz entsetzt an. »Herr Du meines Lebens, nun

betrinkt sich der Mensch wohl noch gar,« zeterte sie. »Morgen Mittag um

zwölf muß die Stube geräumt sein, ich will anständige Miether haben.

Mit Leuten, die sich betrinken, habe ich nichts zu thun, das merken Sie

sich.«

Er steckte die Hände in die Taschen und stellte sich behaglich lachend vor

das erboste Weib. »Ja, sehn Sie mal Lorbeerchen, das ist nun so ne Sache,«

begann er -- »so gewissermaßen ein Wettlauf« -- »Schlafen Sie Ihren

Rausch aus und dann packen Sie sich,« schrie die Wittwe.

Der grelle Ton, der Anblick des Zimmers, in dem er alle Qualen des

hoffnungslosen Wartens durchlebt hatte, ernüchterten ihn plötzlich.

»Ich bin nicht betrunken,« sagte er leise.

Die Frau sah ihn mißtrauisch an und schwieg.

»Also, wie Sie wollen, ich zieh' morgen aus, wenn Sie Unkosten davon haben

sollten, so wenden Sie sich an meine Schwester, das wollte ich Ihnen noch

sagen.«

Die Wirthsfrau wurde aufmerksam.

»Ach, die Frau Schwester will wohl etwas für Sie thun, Herr Doctor? Warum

haben Sie mir denn nicht gesagt, daß Sie noch Verwandte haben?«

»Hier ist die Adresse meiner Schwester.«

Er reichte der Frau ein Blatt Papier und sank müde auf einen Stuhl.

»Ich kann's nicht lesen ohne Brille, aber sagen Sie mir doch, wo Ihre

Schwester lebt -- und was ist denn der Herr Schwager, wenn man fragen

darf?«

Er achtete nicht auf die Fragen der Frau. Mit halbgeschlossenen Augen

lehnte er sich hintenüber und sprach leise und eintönig vor sich hin.

»Der Vater stirbt, und die Kinder müssen den Kampf mit dem Leben

aufnehmen. Beide haben die gleichen, dürftigen Mittel, womit sie

durchkommen sollen. Der Mann hat einen Vorsprung, einen bedeutenden

Vorsprung.

Der Kampf beginnt -- aber die Kraft und den Muth und die Ausdauer hat das

Weib. Der Vorsprung nützt dem Manne nichts -- sie überholt ihn doch.

Sie siegt -- sie siegt, sie erreicht das Ziel. Als ein Bettler sinkt ihr

der Bruder zu Füßen und fleht um Erbarmen. Sie aber, die Schwester,

das siegreiche, emancipirte Mannweib, stößt den Flehenden von sich. Er

stürzt, und über seine Leiche schreitet die -- -- die Concurrentin,

Fräulein Doctor Cäcilie Erhardt.«

Er schwieg. Frau Lorbeer aber war felsenfest überzeugt, daß ihr

Zimmerherr trotz seiner gegentheiligen Behauptung betrunken sei.

Das, was er da erzählt hatte, war doch keine vernünftige Auskunft über

eine, möglicherweise zahlungsfähige Verwandtschaft.

Kopfschüttelnd verließ die Vermietherin das Zimmer. Es gereichte ihr aber

zur großen Beruhigung, daß sie bald darauf hörte, wie Otto Ehrhardt zu

Bett ging. Ein Blick auf die Thürritze überzeugte sie auch, daß er das

Licht ausgelöscht hatte.

Am anderen Morgen wunderte sie sich durchaus nicht, daß er bis in den

hellen Tag hinein schlief. Sie wußte ja, daß er am Abend vorher ein Glas

über den Durst getrunken hatte.

Gegen Mittag erschien der Geldbriefträger und verlangte Herrn Dr. Erhardt

zu sprechen.

Die Lorbeer entschloß sich nun, ihren Miether zu wecken. Alles Klopfen und

Pochen an der Thür war jedoch vergeblich. Zweifelnd sahen die Frau und der

Beamte sich an.

»Was meinen Sie, Lorbeern, das Zimmerschloß ist nicht viel werth?«

»In Gottes Namen, drücken Sie's ein, er hat mir ja gesagt, daß seine

Schwester die Kosten bezahlt, wenn was nöthig sein sollte,« sagte die

Frau.

»Na, dann wird das wohl die Schwester sein, die das Geld schickt,«

meinte der Briefbote, »seh'n Sie mal, das kommt hier nämlich aus Amerika,

vierhundert Mark -- was sagen Sie dazu, Lorbeern?«

»Schnell, brechen Sie die Thür auf, ich weiß, wie nöthig er es braucht,

wird das eine Freude sein!«

Mit einem einzigen Druck sprengte der Briefträger den schwachen

Thürriegel.

Frau Lorbeer stürzte auf das Bett ihres Zimmerherrn los, fuhr aber mit

einem gellenden Aufschrei zurück.

Bläulich geschwollen und entstellt lag da eine Leiche, die alle Spuren

einer Vergiftung aufwies. --

Die an den Todten adressirte Geldsumme wurde von den Collegen desselben zur

Beerdigung verwendet. Als Absenderin auf dem Postabschnitt aber lasen die

Herren einen Namen, der ihnen bis dahin unbekannt geblieben war. Nur Doctor

Brauer wußte eine Erklärung darüber zu geben. Der Name lautete: »Doctor

Cäcilie Erhardt. Boston -- Amerika.«

_Ende!_

Druck von A. Klarbaum, Berlin SO. 26.

[ Hinweise zur Transkription

Der Schmutztitel "Morphium" wurde an den Beginn des ersten Kapitels

verschoben. Das Inhaltsverzeichnis und das Portrait der Autorin, die

im Original hinter dem Schmutztitel stehen, wurden hinter die Titelseite

verschoben.

Das Originalbuch ist in Fraktur gesetzt. Darstellung abweichender

Schriftarten: _gesperrt_. Römische Zahlen sowie der Titel "Dr.", die

abweichend in Antiqua gesetzt sind, wurden in der Transkription nicht

gesondert gekennzeichnet.

Das schließende Komma in wörtlicher Rede wurde einheitlich an die

Position vor dem Abführungszeichen gebracht.

Der Text des Originalbuches wurde grundsätzlich beibehalten,

einschließlich uneinheitlicher Schreibweisen wie beispielsweise "Brod"

-- "Brot", "danach" -- "darnach, "Doctor" -- "Doktor", "erwiderte" --

"erwiederte", "gerade" -- "grade", "tödlich" -- "tödtlich" -- "tötlich",

mit folgenden Ausnahmen,

im Inhaltsverzeichnis:

"150" geändert in "159"

(Doctor Cäcilie......159)

Seite 3:

"Freidhofes" geändert in "Friedhofes"

(um die Abfälle des Friedhofes dahin zu bringen)

Seite 5:

"»" eingefügt

(»Ja, die reichen Leute haben so ihre besonderen Moden,«)

Seite 5:

"nneigennütziger" geändert in "uneigennütziger"

(In uneigennütziger Weise hatte der umsichtige Leiter)

Seite 12:

"sie" geändert in "Sie"

(so wissen Sie auch, daß die Koketterie)

Seite 12:

"Ihrer" geändert in "ihrer"

(Nur Verurtheilung ihrer Leidenschaft)

Seite 13:

"«" eingefügt

(der jedes Laster fremd wäre.«)

Seite 13:

"," eingefügt

(unter der Haut wie Sand, ein angstvolles Unbehagen)

Seite 14:

"«" eingefügt

( es wird mir schon wieder wohl -- sehr wohl. --«)

Seite 14:

"Genußes" geändert in "Genusses"

(die Steigerung des Genusses! --)

Seite 14:

"»" eingefügt

(»Ein Buch?« -- Sie nahm alle Willenskraft zusammen)

Seite 14:

"Leidens genossen" geändert in "Leidensgenossen"

(mit all ihren Leidensgenossen theilte)

Seite 15:

"«" eingefügt

(allerdings meine jetzige Stellung verlassen.«)

Seite 15:

"ihrem" geändert in "Ihrem"

(»Nun was ist denn mit Ihrem Buche, weshalb lachen Sie?«)

Seite 15:

"»" und "«" eingefügt

(»Der Professor sagte neulich, Sie wollten Universitätslehrer werden?«)

Seite 15:

"«" eingefügt

(das Werk seines ehemaligen Assistenten lesen wird.«)

Seite 15:

"»" eingefügt

(»Mein Buch wird ein wissenschaftlicher Protest)

Seite 15:

"«" entfernt hinter "feierlich."

(sagte er nun beinahe feierlich.)

Seite 20:

"sympatisch" geändert in "sympathisch"

(Ihre Anmuth und Grazie berührten ihn sympathisch)

Seite 21:

"nud" geändert in "und"

(an Turnaus Arm den Kirchhof und fuhr mit ihm)

Seite 23:

"sie" geändert in "Sie"

(»Wollen Sie meinen Mann nicht noch begrüßen?«)

Seite 25:

"eintreten" geändert in "eingetreten"

(behaglichen Ruhestand der Privatpraxis eingetreten)

Seite 27:

"Sohue" geändert in "Sohne"

(ihrem Sohne ein Vermögen hinterlassen)

Seite 27:

"," eingefügt

(an ihre weiche volle Wange, dann entfernten sich)

Seite 28:

"habeu" geändert in "haben"

(ich glaube, wir haben da einen glücklichen)

Seite 30:

"ewas" geändert in "etwas"

(wurden ihre Bewegungen etwas fester)

Seite 31:

"«" eingefügt

(werden für den Augenblick genügen.«)

Seite 35:

"«" entfernt hinter "Geheimräthin,"

(Frau Geheimräthin, aber heute war es nicht möglich)

Seite 38:

"sie" geändert in "Sie"

(gehen Sie an die Fensterscheibe)

Seite 39:

"einen" geändert in "einem"

(was irgend einem Menschen in der Welt)

Seite 39:

"»" eingefügt

(»Außer in Apotheken wird das Morphium)

Seite 40:

"«" eingefügt

(»Sie müssen versuchen, ihn zu überreden.«)

Seite 44:

"du" geändert in "Du"

(einen so zierlichen Fuß, wie Du ihn besitzt)

Seite 45:

"ein" geändert in "eine"

(eine krankhafte Leidenschaft concentrirte)

Seite 45:

"Gebennedeiete«," geändert in "Gebenedeiete,«"

(»Gieb es mir, Gebenedeiete,« flehte sie)

Seite 48/49:

"außer dem" geändert in "außerdem"

(und bin außerdem dem Morphinismus ergeben)

Seite 51:

":" eingefügt

(wenn ich Sie frage: würden Sie sich nicht)

Seite 60:

"»" entfernt vor "Turnau"

(Turnau trat an den Tisch heran.)

Seite 66:

"Gefährten" geändert in "Gefährtin"

(unter der fröhlichen treuen Gefährtin)

Seite 70:

"auf" geändert in "aufs"

(höhnte der aufs äußerste gereizte Mann)

Seite 74:

"," eingefügt

(Mein Morphium, mein ganzer Vorrath)

Seite 75:

"den" geändert in "dem"

(nach dem er durchaus nicht verlangte)

Seite 79:

"," eingefügt

(so scharf, so spitz)

Seite 80:

"zuerlangen" geändert in "zu erlangen"

(um sie wieder zu erlangen, muß man)

Seite 86:

"«" eingefügt

(Herr Professor erklären Sie doch -- -- --«)

Seite 87:

"Fäulein" geändert in "Fräulein"

(rief das Fräulein ihr nach)

Seite 87:

"uud" geändert in "und"

(erreichte die Thür und stürzte)

Seite 91:

"," eingefügt

(sagte er ruhig, »ein unbescholtenes jungfräuliches)

Seite 93:

"du" geändert in "Du"

(wenn Du es auch innerlich bist)

Seite 94:

"«" eingefügt

(»Und schadet niemand?«)

Seite 98:

"," eingefügt

(nachdem ihr Mann sie verlassen hatte, träumend)

Seite 110:

"," eingefügt

(Durch Tod, Grab und Auferstehung hindurch)

Seite 113:

"«" eingefügt

(habe hier nebenan zu thun.«)

Seite 114:

"«" und "»" eingefügt

(wer für sie bezahlt,« entgegnete der Arzt. »Alle Freistellen)

Seite 120:

"»" eingefügt

(»eine seitliche und hochtretende Verkrümmung des Rückgrates)

Seite 120:

"»" entfernt vor "Wissen"

(Wissen Sie, Schwester, diese Verwachsung ist schuld)

Seite 124:

"zulassen" geändert in "zu lassen"

(zu Theil werden zu lassen, damit sie)

Seite 124:

"in der Jetzt" geändert in "jetzt"

(bleibe bei uns jetzt und in der Stunde unseres Todes)

Seite 127:

";" geändert in ",", "«" entfernt hinter "ärgerlich."

(diese Sorte,« entgegnete der Andere ärgerlich.

Seite 129:

"," eingefügt

(die inneren Organe, die alle mißgestaltet)

Seite 133:

"«" und "»" eingefügt

(Schwester,« fragte er freundlich. »Sie sind doch)

Seite 139:

"«" eingefügt

(schon Stunden meiner Zeit gekostet haben?«)

Seite 140:

"," geändert in "?"

(»Lebte das Kind?« hauchte sie)

Seite 144:

"," eingefügt

(er wich allen Vergnügungen, besonders solchen)

Seite 148:

"»" eingefügt

(wiederholte er, »ich erinnere mich gar nicht)

Seite 149:

"," eingefügt

(sagte er, »oft erinnert man sich besser)

Seite 152:

"«" entfernt hinter "ein."

(warf das junge Mädchen ein.)

Seite 157:

"," eingefügt

(sagte er laut, »gehen Sie mit diesem Zettel)

Seite 165:

"lebend" geändert in "leben"

(sie muß sehr zurückgezogen leben.«)

Seite 165:

"«" eingefügt

(Sie mir, demselben eine neue Kraft zuzuführen.«)

Seite 167:

"," geändert in "."

(etwas Anderes -- etwas Höheres. Das konnte sie jetzt)

Seite 171:

"«" entfernt hinter "Seite."

(arbeite als Schwester an meiner Seite. Gieb mir)

Seite 172:

Absatz entfernt vor "»Also"

(spottete sie. »Also ich soll jetzt fromme Schwester werden)

Seite 173:

"," eingefügt

(begann er langsam, »hat)

Seite 175:

"," geändert in "."

(»Und ich?« fragte er. »Ich)

Seite 176:

"hönisch" geändert in "höhnisch"

(Sie lachte höhnisch auf.)

Seite 186:

"begründete" geändert in "begründeten"

(die darauf begründeten Zukunftshoffnungen sind)

Seite 198:

"," eingefügt

(Dr. Cäcilie Ehrhardt aus Berlin, eine sehr bedeutende junge Aerztin)

Seite 202:

"." eingefügt, "," eingefügt

(stieß er das Wort aus. »Betteln«, er schrie es)

Seite 207:

"«" eingefügt

Lorbeerchen, das ist nun so ne Sache,« ]

Morphium: Novellen · 第 13 / 13 题