Geht fort! Hinaus! Ich sterb allein!
=Arne=
Ich biete Euch den Trost der Sakramente,
zu denen Ihr Euch lebenslang bekannt.
Was immer Euch von Gottes Liebe trennte,
sein Blut verwand es. Gebt mir Eure Hand.
Es hat noch keines Dieners Schuld entweiht
die Hoheit dessen, welcher ihn gesandt.
Des Knechtes Schwäche ist sein eigen Leid,
doch Euer Leid liegt in des Vaters Hand.
=Oerlsund=
Wohl aber macht das Laster ungeschickt
den Knecht, des Herren Rechte zu vertreten.
Wer, sagt mir an, wer hat Euch hergebeten?
Gott ist in keines Menschen Tun verstrickt.
=Arne=
Seht keine Schuld, auch unsre seht nicht an.
Was Ihr ein reiches Leben lang getan,
wird keiner Euch in Norby je vergessen.
Wie tröstet unser schwankendes Gemüt,
daß Liebe abschließt, was sie selbst begonnen.
Sie lenkt uns alle, heimlich und besonnen,
was uns geschieht, verleitet in ihr Wesen,
ist schon für ihr Erlösungswerk erlesen.
Drum richtet nicht, bevor Ihr recht erkannt.
Es fällt kein Blättlein ohne Gottes Hand.
=Bernd Oerlsund=
Ihr maßt Euch billig hohe Reden an.
Was habt Ihr je für Gott und Welt getan?
Was wißt denn Ihr von unsern Lebenslasten?
Ihr könnt nur das Bestehende betasten.
Sagt nicht die Schrift, mit der Ihr Euch gebrüstet:
An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen?
Wenns Euch zum Abschied noch danach gelüstet,
will ich Euch Eure faulen Früchte nennen.
Wollt' mir die Kraft nur noch ein Stündlein reichen,
ich würde mit den Fäusten unterstreichen.
=Jörgen=
Oh lieber Herr, laßt uns die Welt vergessen.
Für Schuld ist oft die kleinste Zeit noch lang,
wer will die Zeit für ihre Sühne messen?
Mir ist um Eure letzte Ruhe bang.
=Naemi=
Oh dunkle Macht, die blind, mit Ungeduld
in hartem Irrtum ihre Rechte wahrt,
kein starkes Herz ward je vor ihr bewahrt,
die Not des Zweifels wird zu neuer Schuld.
Hör, Vater, hör, bevor dein Sinn vergeht,
du tust dem liebsten Freund, den ich gefunden,
ein bitterliches Unrecht an.
=Bernd Oerlsund=
Die Wunden,
die du mir schlugst, sind mir Gewähr, mein Kind,
von welchem Wesen deine Freunde sind.
Der Ort in Aufruhr, jedes Herz verwirrt,
Hochmut bei Jungen, Zorn und Schmerz bei Alten.
Wers Tugend nennt, wenn er mit Freuden irrt,
soll unsres Gottes Ämter nicht verwalten.
=Jörgen=
Ihr schadet Euch, ach Herr, ach hört mich Alten,
nehmt keinen Zorn im Scheiden mit ...
=Arne=
für sich
Er ist im Recht, weil er in Wahrheit litt.
=Bernd Oerlsund=
Wo sind die Ruhe, die Beständigkeit,
die Andacht und die Ehrfurcht hingekommen?
Bald jeder Bube hat sich vorgenommen,
er änderte und ordnete die Zeit.