Die dunkle Kammer.
_Sudarschana_
Herr, gib mir die Ehre nicht zurück, die du mir einmal genommen hast!
Ich bin die Magd deiner Füße -- ich suche kein andres Vorrecht, als dir
zu dienen.
_König_
Wirst du jetzt imstande sein, mich zu ertragen?
_Sudarschana_
O ja, ja, das werde ich. Dein Anblick stieß mich zurück, weil ich dich
im Lustgarten, in meinen fürstlichen Gemächern gesucht hatte: da sieht
noch dein geringster Diener gefälliger aus als du. Dieses Fieber des
Verlangens hat meine Augen für immer verlassen. Du bist nicht schön, o
Herr -- du stehst über allem Vergleich!
_König_
Was mit mir vergleichbar ist, liegt in dir selbst.
_Sudarschana_
Wenn es so ist, dann ist auch das unvergleichlich. Deine Liebe lebt in
mir -- du wirst gespiegelt in dieser Liebe, und du siehst dein Antlitz
abgebildet in mir: nichts davon mein, es ist alles dein, o Herr!
_König_
Ich öffne heute die Tür dieser dunklen Kammer -- das Spiel hier ist zu
Ende! Komm, komm jetzt mit mir, komm hinaus -- _ins Licht_!
_Sudarschana_
Ehe ich gehe, laß mich dir zu Füßen mich beugen, o Herr des Dunkels, du
Grausamer, Furchtbarer, Unvergleichlicher!