Buchausstattung von Siegfried Kortemeier in Gütersloh. Druck: Kölner
Verlags-Anstalt u. Druckerei G.m.b.H. Copyright 1926 by Hanseatische
Verlagsanstalt Hamburg. Printed in Germany
1.
Es war der letzte Sonnabend im Maien. Vor acht Tagen hatten die
Pfingstglocken geläutet. In lustigen Sprüngen hatte die kleine Glocke
als erste ihre Klänge in den Maienmorgen hinausgeschickt. An jedes
Fenster sollten sie klopfen. Das aber war nicht leicht; denn wo sich
sonst allenfalls eine bescheidene Rose zur Sommerreise angeschickt, da
stand heute eine schlanke Birke. Die Burschen in Schönbach hatten in
der Nacht ihren Mädeln die Pfingstbirken gesetzt. Keine war übersehen
worden, und es ging keine häßliche Häckselspur von einem Hause zum
anderen.
Die schlankeste Birke stand vor einem der kleinsten Häuser, und
jeder im Dorfe hatte das in der Ordnung gefunden; denn in dem Hause
wohnte die Marie Berteles, der aus ihren Kindertagen die Koseform des
Namens geblieben war. Kein Mensch nannte sie anders als das Mariele,
obwohl sie nun reichlich zwanzig Jahre und selber so schlank wie eine
Pfingstbirke war. Es war wunderlich: Das Mädel hatte nicht eine einzige
Neiderin, und es wäre doch Ursache zum Neid gewesen, denn -- -- -- Doch
das war ja noch nicht so weit, und man soll nichts berufen.
Wundervoll jung und glücklich hatten die Birken ausgesehen, und
glücklich waren am Morgen die Augen der Mädel gewesen. Am glücklichsten
die des Mariele. Als die zweite Glocke nun mit der kleinen Weckerin
zusammen mahnte: Macht euch so langsam fertig, ihr Leute! da hatte
das Mädel seine Hand an das weiße Birkenstämmchen gelegt und es
gestreichelt. Dies Streicheln hatte weniger dem Bäumchen gegolten als
dem, dessen Namen die jungen Lippen nannten, und der zur selben Zeit
eben auf dem Hohlofenhofe aus dem Stalle kam, um sich für den Kirchgang
zu richten.
»Rudolf!« sagte Marie Berteles leise, und dabei zuckte es in ihren
Mundwinkeln; denn der Weg wollte doch wohl gar zu hoch hinausgehen.
Sie und des Hohlofenbauern Einziger! Freilich, wenn man sich den
Bauern vorstellte, diesen immer zu Scherz und Neckerei aufgelegten,
grundgütigen Mann, der keine Gelegenheit vorübergehen ließ, gerade das
Mariele zu necken und dem das Wohlgefallen an ihr allzeit unverhohlen
aus den Augen brach, dann war es gewiß unrecht, zu meinen, er werde
sich seinem Sohne in den Weg stellen. Aber -- -- -- Der Weg ging hoch
hinaus, und solche Wege sind gemeinhin weit steiniger als andere.
Die dritte Glocke setzte mit ein. Wuchtig und voll kamen ihre Klänge
über das Dorf her gewallt. Ihnen widerstand keine Birke, kein Fenster
und keine Haustür. Sie fanden ihren Weg in jedes Ohr und jedes Herz
und baten nicht wie die kleine Glocke, mahnten nicht wie die mittlere,
forderten: Komm!
Und dieser Forderung gaben die Schönbacher nach, auch die Leute vom
Hohlofenhofe und die Frauen aus dem Berteleshause, das Mariele und
seine Mutter. Sie trafen auf der Straße zusammen, grüßten einander, der
Hohlöfner bot als erster die Hand. Seine Augen strahlten, der ganze,
trotz seiner reichlich fünfzig Jahre jugendlich lebendige Mann, war
verkörperte Pfingstfreude und ward es nicht gewahr, daß die Hände
seines Sohnes und des Mariele sich fester drückten und einen Augenblick
länger hielten als die anderen. Wohlgefällig ließ er die Augen auf dem
Mädel ruhn, strich den braunen Schnurrbart, in dem noch kein weißes
Haar war, zur Seite und neckte: »Warst auch rechtzeitig auf dem Platze,
Mariele?«
Die verstand ihn und ging auf seinen Ton ein. »Freilich. Die Sonne hat
noch nit geschienen, da war ich schon da.«
»Gelt,« ein lustiges Augenzwinkern des Mannes, »da lag Häckerling
genug?«
»Ein ganzer Spreukorb voll und sah akkurat aus, als wäre er aus Eurer
Scheune.«
Da lachte der Mann so schallend auf, daß seine Frau hinter ihm leise
mahnte: »Aber Mann, wir gehen doch in die Kirche!«
Die Mahnung war nicht mißbilligend, aber sie bewirkte, daß der Bauer
nur noch leise vor sich hin lächelte und mit einem frohen Blick auf das
Mädchen, das zwischen ihm und dem Sohne ging, vor sich hin nickte. Was
wollte das anders heißen als: So habe ich dich gern, so schlagfertig,
so jung, so sauber inwendig und auswendig.
Die beiden Mütter gingen nebeneinander hinter den anderen her. Breit,
rundlich, freundlich lächelnd die Bäuerin, zersorgt, schwächlich
und hager die Witwe des Andreas Berteles, der seinerzeit halb
Zimmermann, halb Bäuerlein gewesen war, und den vor acht Jahren eine
Lungenentzündung viel zu früh von Weib und Kind genommen hatte. Seine
Frau hatte sich von dem Schlage nie zu erholen vermocht, sein Kind aber
war aufgeschnellt wie ein Bäumlein, das die Schicksalslast mit rüstiger
Kraft von sich warf.
Auch die Hohlofenbäuerin hatte ihre helle Freude an dem Mädchen, aber
sie sah mit Mutteraugen tiefer als ihr Mann, und wenn sie sich auch
zutraute, mit dem fertig zu werden, sobald er erkannte, worauf es
zwischen seinem Einzigen und dem Mariele zuging, so wußte sie doch,
daß es nicht leicht sein würde. Just den Gedanken erwog auch Mutter
Berteles und seufzte. Die Hohlofenbäuerin erriet ihre Sorgen, nickte
ihr zu, lächelte und wollte ihr etwas Liebes sagen, der Frau wohlzutun.
»Er kann seine Narrenspossen nit lassen,« bemerkte sie, nach ihrem
Manne deutend, »aber die zwei verstehen einander. Das Mariele bleibt
ihm keine Antwort schuldig. So will er es gerade haben, und je fixer
das geht, desto lieber ist es ihm.«
Die Berteles schwieg, und so begann die Bäuerin nach ein paar Schritten
wieder: »Man sollt's doch nit meinen, daß es so was geben könnte! Meine
Haare kann ich in die hohle Hand bringen, und dem Mariele hängen sie
bis auf die Füße herab. So was! Und wie die Sonne darauf funkelt!«
»Hat ihre Last mit den Haaren,« entgegnete Mutter Berteles. »Alle Tage
das Kämmen! Aufstecken kann sie sie schon gar nit, und ein Hut paßt
ihr auch nit. Ich habe schon manchmal gedacht, sie sollt sie sich
ausschneiden lassen.«
»Ja nit,« wehrte Minna Korn, die Hohlofenbäuerin, ab. »Nit rühr an! Wär
schade um jedes Haar. Auf ~den~ Kopf paßt gar kein Hut. Wie säh
das Mariele aus mit einem Hute! Gar nit wie das Mariele!«
Und wohlgefällig streichelten ihre Blicke das Mädchen, das zwischen den
Männern vor ihnen ging.
Das Berteles-Mariele schritt immer mit einer natürlichen Anmut einher,
einerlei, ob sie im Werktagskleide zur Feldarbeit wanderte oder im
Sonntagsstaat nach der Kirche ging. Sie scheute vor keiner Arbeit
zurück, reinigte daheim dem Vieh die Ställe, hockte zwischen Rüben
und Kartoffeln, aber es war, als bliebe nie etwas an ihr hängen. Kein
Mensch sah sie anders als sauber und zusammengerafft, und niemand sah
sie anders als heiter und freundlich. Selbst Fritz Ender, der ein
hagerer, galliger Mensch war und selten einem guten Tag sagte oder den
Gruß anders als knurrend erwiderte, ward freundlicher, wenn ihm das
Mariele in den Weg lief. Sie war auch wohl so ziemlich die einzige
in Schönbach, die den Grund zu des Mannes hämischer Art in seiner
Krankheit suchte und so ihm selber kaum Schuld gab.
Schlank war sie und doch voll, und die Burschen sahen ihr nach, wo sie
ihnen begegnete. Keiner aber ließ ein häßliches, wenn auch scherzhaft
gemeintes Wort, fallen, wenn Marie Berteles in der Runde weilte.
Ihr Gesicht war klar und eher länglich als rund. Das schönste an dem
Mädel aber war ihr Blondhaar. Das Mariele hatte seine Last damit,
gewiß, und doch hätte sie, obwohl die Mutter dazu riet und auch sie
selber zuweilen nicht übel Lust dazu gehabt hatte, nunmehr nicht eine
Strähne herausgeschnitten. Das konnte sie dem nicht antun, von dem
sie selber beinahe nicht wußte, ob er mehr in die langen Zöpfe oder
in deren Trägerin verliebt war. Das heißt, das Wort »Verliebt« war in
Schönbach nicht so gang und gäbe wie anderwärts. Der Bursche hatte sein
Mädel gern, das ihn, und war doch selten von Liebe die Rede.
Des Marieles Zöpfe also hingen fast bis auf die Knöchel herab.
Aufstecken konnte sie das Mädel nicht. So ließ sie sie hängen, und
es wagte keiner der Burschen mehr, daran zu zupfen. Das tat nur noch
ein einziger. Der dafür aber um so lieber und öfter, und das war
der reichlich fünfzigjährige Hohlöfner, von dem seine Frau sagte,
sie wundere sich, nachdem sie nun länger als fünfundzwanzig Jahre
verheiratet wären, über nichts so sehr als darüber, daß in seinem
Kopfe immer noch neue Raupen auskröchen. Und doch wußte sie, daß
derselbe Mann im Grunde tiefernst war. Er hatte aber die glückliche
Gabe, lieber die helle Seite der Dinge zu sehen als die dunkle, sich
lieber zu freuen als zu ärgern. Wiederum aber hatte er sein heiteres
Lebenszelt dicht neben einem schäumenden Bache gebaut. So gern er
scherzte und neckte, so lieb ihm eine schlagfertige Antwort war, auch
wenn sie eine kleine Schwäche traf, so krankhaft empfindlich war er,
wenn er meinte, es mache sich einer über ihn lustig. Nichts konnte er
weniger vertragen als das Ausgelachtwerden. Das traf den Mann in ihm,
der noch stets mit dem Leben fertig geworden war, dessen Hof fraglos
der erste weit und breit war, dessen Redlichkeit und Zuverlässigkeit
ebenso über jedem Zweifel standen wie seine Tüchtigkeit als Bauer, der
mit der Zeit fortschritt. So geschah es wohl zuweilen, daß er verletzt
war, auch wenn kein wirklicher Grund vorlag. Dann hatte seine Frau
zu glätten, aber sie hatte etwa aufkommende Runzeln auf der Stirn
oder über dem Herzen noch immer zu beseitigen verstanden, wußte, wie
sie ihren Wuschelkopf zu behandeln hatte, und konnte am Tage ihrer
silbernen Hochzeit aus ehrlichem Herzen und mit glücklich leuchtenden
Augen sagen: »Heinrich, ich möchte dich nit anders haben, wie du bist.«
Fest und breitbeinig, den Kopf hoch aus den Schultern gereckt, alle
Augenblicke freundlich auf das um einen reichlichen Kopf kleinere
Mariele herabsehend, schritt Heinrich Korn der Kirche zu. Wäre es nicht
dahin gegangen, er hätte wahrlich auch mit dem Munde gelacht. So lachte
er nur noch mit den Augen.
Links vom Mariele ging der Hohlofenleute Einziger, der Rudolf. Nicht
viel größer als das Mädchen, hatte er auch äußerlich vom Vater so gut
wie nichts. Er war ruhig, lachte wenig, neckte nie. Über dem in allen
Zügen festen Gesicht ragte eine schmale Stirn, in die herein dann und
wann eine Strähne der schlichten, dunkelbraunen Haare fiel, während des
Vaters Scheitel noch immer zeigte, daß er einst gelockt war. Alles an
dem Menschen war ein stiller Ernst, und nur aus den Augen redete die
heitere Güte der Mutter. Während der Bäuerin aber dafür zur gegebenen
Zeit auch die Worte zur Verfügung standen, war Rudolf allezeit eher
darum verlegen, als daß sie ihm rasch über die Lippen gegangen wären.
Der war es, den Marie Berteles liebhatte, und die Liebe machte ihr
Sorgen und Unruhe. Die abgearbeitete, vom Leben beinahe abseits
gestellte Mutter hätte es gern gesehen, wenn der Tochter Sinn auf einen
anderen gestanden hätte, so lieb ihr der Rudolf Korn war, aber was war
zu machen? Stillhalten, abwarten, den Sturm vorüberbrausen lassen,
der ja doch kommen mußte, wenn entweder der Hohlofenbauer aus seiner
Harmlosigkeit von selber erwachte oder der Sohn ihn dadurch weckte, daß
er ihm erklärte, wen er als künftige Bäuerin auf den Hof bringen wolle.
Das bewegte die Berteles-Mutter auch auf dem Wege zur Kirche, und die
Hohlofenbäuerin spürte es. Sie reichte der stillen Frau unter der
Kirchtür die Hand:
»Pauline, ich gehe heut nachmittag nach unserem Weizen am großen Stück
und komme heimwärts auf einen Sprung zu dir. Ich will einmal wieder des
Marieles Garten sehen. Bist du daheim?«
»Wo soll ich sein, Hohlöfnerin? Ich geh nit fort.«
»Alsdann ist's recht.«
Als die Bäuerin am Nachmittage aus dem Berteles-Häuschen ging, war es
des Marieles Mutter wieder einmal ein wenig leichter um das Herz. Es
war keine bestimmte Zusage gegeben oder gefordert worden, kaum ein
Wort über die Sache gefallen, die doch die beiden Mütter bewegte und
in der sie sich verstanden, aber Minna Korn hatte den einfachen Kuchen
der Bertelessin laut gelobt und gefragt, ob denn das Mariele auch so
backen könne. Gerade solcher Kuchen sei ihr halbes Leben. Und nach
einem kleinen Seufzer der Berteles hatte sie ihr über die hagere Hand
gestrichen: »Aber Pauline, warum mußt denn immer so seufzen? Mußt dir's
nit so schwer machen. Das kommt alles, wie es muß. Es ist doch niemand
ein Unmensch.«
Der Niemand aber war der breite, lustige, ein Meter fünfundachtzig
lange, wuschelköpfige Hohlofenbauer Heinrich Korn, der zur selben
Zeit im Wirtshausgarten mit etlichen Nachbarn Kegel schob, Neckereien
austeilte und lustige, schlagfertige Antworten einsteckte. Heute konnte
ihm nicht einmal Fritz Ender die Laune verderben, dessen Kugel bestimmt
niemals einen stehengebliebenen Bauern traf. -- --
Und nun war das blühende, singende Pfingsten vorüber, fünf Wochentage,
alle in Sonne getaucht, waren hinter dem zweiten Feiertage drein
gebummelt, die Pfingstwoche war aus. Der Sonnabend schlenderte sachte
aus dem Dorfe, traf an der Hecke den Sonntag, der es ein bißchen eilig
zu haben schien, und sagte: »Wart's nur ab, bis ich ganz fertig bin.
Es hilft schon nichts, ich muß meine Zeit aushalten, und du kannst
es morgen machen, wie du willst, du bist doch zu kurz. Hörst du, wie
sie juchzen? Jetzt setzen sie den Maibaum. Morgen ist Birkentanz
und Hammelschießen, und wenn das ist, könntest du gern zweimal
vierundzwanzig Stunden haben. Ich stand vorhin neben dem blassen
jungen Lehrer und Tischler Kühn, du weißt, den mit den spitzen Knien
meine ich. Der Lehrer hat den Maibaum mit hereingetragen. Er hätt's
nicht tun sollen. Was sich so ein junger Kerl denkt. Mit ~dem~
Gewicht hat er nicht gerechnet. Heute abend schmiert er seine Schulter
mit Opodeldock ein. Ich sage dir, die ist braun und blau. Er hat egal
getan, als wenn ihm die Jacke nicht passe, hat gezupft und gerupft.
Hahahaha! Hätte des Hohlöfners Rudolf nicht gesagt, er solle nun aus
der Reihe gehen, die Arbeit wäre er doch nun einmal nicht gewöhnt, dann
wäre ihm morgen selber das Hemd zu schwer auf der Achsel. Er weiß gar
nicht einmal, wie lang der Baum ist. Sagt er doch richtig zu Tischler
Kühn, der Baum könne am Ende seine zwölf, dreizehn Meter haben. Dabei
ist er sechsundzwanzig Meter und drei Zoll -- wir zwei Alten rechnen ja
nun einmal immer noch mit Zoll -- lang. Ausgerechnet die schönste Tanne
haben die Burschen wieder zu finden gewußt. Am Bärenbächel stand sie,
und ich bin jedesmal, wenn ich heimging, an ihr vorüber gegangen und
habe mich gefreut, daß sie so hoch hinaus wollte. -- Hörst du, wie sie
juchzen? Wo willst du denn hin? Immer langsam, es ist erst neun. Ich
habe noch drei Stunden Zeit. Komm, brenne dir eine Pfeife an, da hast
du meine Schweinsblase. Ich lasse mir nichts abhandeln. -- Hör bloß,
wie sie juchzen!«
Laute Jauchzer kamen vom Dorfe her. Alle Kraft raffte der Mai zusammen
und schmückte sich mit Duft und Licht, mit buntem Leben und stillem
Frieden. Wie hätte er das auch nicht sollen, da ja doch in Schönbach
morgen Birkentanz und Hammelschießen war! Und wer in Schönbach hätte an
solchem Abend und unter solchen Erwartungen nicht so froh sein sollen,
daß er sich selber zu enge war?
Etwa der Hohlofenbauer Heinrich Korn, weil er nun in drei Wochen
fünfundfünfzig Jahre wurde? Was machen die paar Jahre aus? Er hat
sich kaum rüstiger gefühlt, als er so alt war wie sein Junge, der
nun sechsundzwanzig war, ist überhaupt zeitlebens ein anderer Kerl
gewesen als der. Zwar, es ist nichts an ihm auszusetzen, alles was wahr
ist. Soll einer herkommen und eine bessere Furche pflügen oder einen
breiteren Schwaden mähen, ganz zu schweigen davon, daß auch im Hause
jeder Griff sitzt, ihm niemals der Wetzstein fehlt, wenn er schärfen,
oder der Dengelhammer, wenn er dengeln will. Nur still ist er. Es
braucht ja nicht jeder so ein Pulverkopf zu sein wie er, der Hohlöfner
selber, aber gar zu still, das ist auch nicht richtig. Und dabei kann
man nicht sagen, daß der Rudolf maulfaul wäre. Er weiß zu sagen, was er
zu sagen hat, und es hat alles Hand und Fuß.
Und dann -- Dunnerlichting, der Junge ist doch sechsundzwanzig Jahre!
Er, der Alte, wenn er noch einmal so jung wäre, dann hätte er -- -- --
He, da kommt sie ja wahrhaftig gerade!
»Guten Abend!«
»'n Abend, Mariele. Wo bleibst du denn, Mädel? Du gehörst doch nit mehr
auf die Straße. Ohne dich bringen sie den Maibaum gar nit hoch.«
»Wenn starke Leute gebraucht werden, wärst du doch eher am Platze.«
»Ich! So ein alter -- -- --«
»Sag's nit, Hohlöfner. Glaubst ja doch nit dran und ist ja auch nit
wahr.«
»Willst du mir schöntun, Mariele?« Der Bauer lachte über das ganze
Gesicht. »Laß das meine Alte nit hören.«
Er hatte längst vernommen, daß die Bäuerin über den Hof kam, wandte
sich, tat erschrocken, lachte: »Mußt auch grade kommen, wenn mir das
Mariele sagt, daß ich noch kein alter Mann bin.«
Auch die Bäuerin lächelte. »Das sagt sie halt so, das Mariele. Bist
schon ein alter Mann. Da ist nix zu machen, und gegen das Altwerden ist
auch kein Kraut gewachsen.«
»So,« warf sich der Bauer lustig auf. »Ich will doch sehen, ob ich alt
bin. Mariele, morgen tanz ich mit dir den ersten.«
»Wenn du halt den Hammel gewinnst,« entgegnete das Mädchen lustig.
»Wer soll ihn weiter gewinnen? Habe ihn schon fünfmal in meinem Leben
gewonnen. Morgen gewinn ich ihn wieder. Sollst deine Strafe schon
haben.«
»Laß mir die Strafe gern gefallen.«
»Fahr zu mit deinem Vierzöller, aber paß auf, daß dir der Gaul nit
durchgeht und du etwa gar mit deinen langen Haaren ins Rad kommst.«
»Will schon aufpassen. Gute Nacht!«
»Gute Nacht!«
Das Mädchen ging die Straße hinab und zog das Handwägelchen hinter sich
her, auf das sie Klee geladen und das der Hohlöfner scherzend mit
einem der schwersten Ackerwagen verglichen hatte, die man in Schönbach
überhaupt gebrauchte.
Als sie um die Ecke lenkte, legte der frohgemute Mann seinem rundlichen
Weibe den Arm um den Leib und zog sie in den Hof. »Komm, Mutter, wollen
noch einmal in den Garten gehn.«
Sie gingen, ließen sich im bescheidenen Blumengarten, an den sich der
weite Obstgarten anschloß, auf die Bank nieder und schwiegen. Derselbe
Mann, dem sonst die Neckworte zu Haufen über die Lippen kollerten, war
tiefernst und innerlich bewegt. Der Blick schweifte von der Bank aus
hinein in den Obstgarten, in dem ein letzter Apfelbaum im rötlichen
Blütenmantel prunkte, und rechts und links hinaus auf die Felder, aus
denen die Frucht froh zum Maienhimmel hinauf wuchs.
Eine Drossel pfiff einen letzten Jodler. Fledermäuse huschten
schweigend, und dunkel stand der Wald an den Berglehnen. Droben gingen
die Sterne auf, und vom Dorfplane schallte helles Jauchzen.
»Wir werden ein gutes Jahr haben, Mutter,« sagte der Bauer.
»Wenn alles so bleibt und nix dazwischen kommt, kann es wohl sein.«
»Wird doch nix dazwischen kommen.«
»Was kann man sagen? Kommt oft anders, als man denkt.«
»Freilich, Mutter.«
»Aber am Ende wird ja doch immer alles recht,« fuhr die Bäuerin fort,
die das Gespräch gern auf Rudolf und das Mariele gebracht hätte, in
frauenhafter, kluger Diplomatie, aber sehr vorsichtig dabei zu Werke
ging. So redete sie vorerst nur von der alten Bertelessin, daß es der
doch wahrlich nicht gut ginge, daß sie nicht recht mehr auf dem Zeuge
sei und es verdiene, daß ihr die alten Tage leichter würden.
Da fiel der Bauer in aller Harmlosigkeit ein: »Hast ihr ja schon immer
geholfen, Mutter, und kannst, wenn du es für nötig hältst, gern noch
ein bissel mehr tun. Ich hab nix dagegen. Im übrigen muß ja doch das
Mariele auch einmal zum Heiraten tun. Ich versteh nit, wo die jungen
Kerle heutzutage ihre Augen haben. Wenn ich noch ein junger Kerl wäre
-- -- --«
»Du hätt'st sie vom Flecke weg geheiratet.«
Der Hohlöfner lächelte und wiegte doch den Oberkörper hin und her. »Ich
weiß nit. Gehei--ra--tet?«
»Zum bloßen Schöntun ist das Mariele zu schade. Sie hat nit viel, aber
mit der verkauft sich einer doch nit. Was nützt das Geld? Davon wird
einer nit glücklich.«
»Richtig, Mutter, aber eine schöne Schüssel, in der nix ist -- -- --
Das ist auch bloß eine halbe Sache. Es muß beides beisammen sein.«
Die Bäuerin wußte, wie es gemeint war, war nicht verletzt, erkannte
aber, daß ihr damit eine kleine Waffe in die Hand gegeben war, sie
einmal im Scherz oder Ernst zu nützen. Einmal! Heute nicht. Jetzt wäre
es falsch, deutlicher zu werden. Sie fand bestätigt, was sie sich
selber längst gesagt, daß es nicht leicht sein werde, die Widerstände
zu überwinden. Darum schwieg sie vorerst.
Vom Dorfplan schallten etliche besonders laute Juchzer.
»Sie haben den Baum hoch,« stellte der Bauer fest. »Komm, Mutter,
wollen schlafen gehen, müssen ja doch morgen ein Loch in die Nacht
machen.«
»Meines wird nit groß werden. Du freilich, wenn du den Hammel gewinnen
willst, kommst nit so billig davon.«
Da lachte der Bauer schon wieder. »Ich will sehen, was sich machen
läßt. Wer weiß, ob man ander Jahr noch Laune dazu hat.«
Jetzt lächelte auch die Frau. »Ach du, Vater, und keine Laune! Du läßt
doch die Dummheiten erst, wenn's überhaupt aus ist.«
»Wenn's möglich ist, Mutter, bleibe ich, wie ich bin. Du siehst ja, daß
ich auf ~die~ Weise am weitesten komme. Ich kann mich auch gar nit
anders machen.«
»Sollst du auch nit. Bleibe nur, wie du bist.«
Die beiden standen auf und gingen, eng aneinander gelehnt, durch den
Garten, hinter der Scheune weg, an den Mauerresten des alten Hochofens
vorüber, von dem der Hof seinen Namen hatte, in das Haus.
Einst war auf Schönbacher Flur Eisenstein gegraben und zum Teil in
Hochöfen an Ort und Stelle verhüttet worden. Der Erzbergbau war
eingeschlafen. Es war länger als ein halbes Jahrhundert her, seit
zum letzten Male die Hämmer geklungen, die Öfen geraucht hatten.
Die Stollen waren verfallen, die Schächte eingesunken, die Hochöfen
abgetragen worden bis auf Mauerüberreste. Geblieben war der Name in dem
Hofe der Korns, die den Besitzern der Gruben einst den Plan abgekauft,
auf dem einer der Hochöfen gestanden. An dessen Rande hatten sie nach
dem großen Hofbrande die Scheune gebaut. Niemand aber sprach von
Hochöfen, sondern von Hohlöfen, und so hieß Heinrich Korn der Hohlöfner.
* * * * *
Still und doch von starkem Leben durchpulst ging die Maiennacht über
das Bergland, das einen Teil der Vorhöhen des Frankenwaldes bildete und
hinüber zum sächsischen Vogtlande grüßte.
Das Dorf Schönbach machte seinem Namen ebenso Ehre wie der Bach,
der teils mitten durch den Ort ging, teils hinter den Scheunen
vorüberrauschte. Das Wasser hatte ein starkes Gefälle, war
stellenweise seine zehn bis zwölf Meter breit und so klar, daß es seit
Menschengedenken keinen Schönbacher Jungen gab, der nicht zu seiner
Zeit Forellen gemaust hätte.
Die Juchzer auf dem Dorfplane waren verstummt, die Lichter in den
Stuben erloschen, leise rauschte der hohe Maibaum hoch über alle Häuser
hinweg und in alle Gassen, sah alles, sah auch, daß vor der Haustür der
Berteles-Witwe zwei standen, die leise miteinander plauderten, sich an
den Händen hielten und küßten.
Rudolf Korn hatte das Mariele heimgebracht und das Mädel, das sonst
nicht um Worte verlegen war, war still. So heiter sie sich gegenüber
dem Hohlofenbauer selber gab, so ernst war sie, wenn sie an ihn dachte.
Die beiden am Berteles-Häuschen schmiedeten Pläne. »Rudolf, dein Vater
will morgen den Hammel gewinnen,« sagte das Mariele.
Der Bursche lächelte. »Er wird doch nit anders. Immer muß er seinen Jux
haben.«
»Rudolf, kannst du nix dabei tun?«
Und der, nur stärker und verschmitzter lächelnd: »Du weißt doch,
daß bei der Sache alles in Ehren zugehen muß. Da kann nit geschoben
werden.«
»Ach du! Das ist doch nix Unrechtes, wo es sich dein Vater was kosten
läßt! Und,« das Mädchen schmiegte sich dichter an den Liebsten, »wenn
er mit mir tanzt und ich kann ihm antworten, wie er es gern hat, weißt,
dann kriegt er gute Laune und -- -- -- Gelt, Rudolf? Und sonst ist er
ärgerlich, du weißt doch, wie er ist.«
»Ja, wenn er will, dann ärgert ihn die Fliege an der Wand, weil sie
rechts angetreten ist und nit links.«
»Er ist doch aber sonst so gut, er kann gar nit besser sein.«
»Stimmt. -- Was krieg ich dafür, wenn ich als der älteste Bursche nit
da bin, wenn's zum Stechen kommt?«
»Ach, was willst du denn haben?«
»Das Mariele.«
»Das hast du doch schon.«
»So, dann beweis mir das.«
Er nahm sie fest in die Arme und küßte sie.
Und in seinen Armen das Mariele, bettelnd: »Gelt, Rudolf, du machst das
schon?«
»Aber, Mariele, sei doch nit so kleingläubig, wenn ich weiter nix
könnt, da wär ich nit weit her. Wird aber wohl gar nit nötig sein. Ich
kenne den Vater.«
»Nun muß ich ins Haus. Die Mutter wartet.«
»Bin gleich fertig. Nachher kannst du gehn.«
Rudolf Korn wickelte sich des Mädchens lange Zöpfe um den Hals, hielt
es fest: »Mariele, ich laß nit von dir! Gute Nacht.«
Sie küßten sich wieder, die Tür des Berteles-Häuschens schnappte ins
Schloß. Rudolf Korn ging heim, und leise, leise rauschte der Maibaum.
Und nun war Sonntag, und es war Hammelschießen und Birkentanz! Das
ganze Land bis tief in die Berge des Frankenwaldes hinein und in die
grünen Wiesenmeere des Vogtlandes hinüber war eine einzige lichte
Freude. Die Sonne schien, die Blumen blühten, die Vögel sangen. Von
Schönbach aus zog sich ein breites Wiesengelände hinab ins Tal. Der
rasche Bach teilte es in zwei fast gleich große Hälften. An seinen
Ufern blühten die Vergißmeinnicht in großen blauen Nestern und hielten
gute Nachbarschaft mit den gelben Dotterblumen. Weißes Schaumkraut
tanzte die letzten Frühjahrsreigen. In den Erlen bauten die Zeisige,
und in den Weiden schaukelten sich die Meisen. Forellen spielten im
Sonnenlicht, huschten unter Steine in den Uferlöchern und schossen
wieder hervor, wenn eine Mücke tanzmüde auf die Wellen fiel. Die
Wasseramsel wippte auf ihrem Steine, und der Eisvogel schwirrte, ein
blauleuchtender Edelstein, wasserauf und -ab.
Hier hatten die Schönbacher ihre besten Wiesen. Sie waren um ihres
guten Grases willen weit über die Dorfflur hinaus bekannt, und die
Nachbardörfer neideten den Schönbachern ihre »Bodenwiesen«. Auch der
Hohlofenbauer hatte zwei größere Pläne im Boden. Mit deren einem war er
dem Fritz Ender benachbart, und niemand brauchte nach dem Grenzstein
zu gucken, um zu wissen, wo der Plan Korns begann und der des Ender
aufhörte. Der Hohlofenbauer brauchte nicht mit künstlichem Dünger zu
sparen, aber er tat darüber hinaus auch mehr an seiner Wiese, während
Ender nicht nur sparen mußte, sondern auch mit der Arbeit nicht recht
vorankam, beides weniger deswegen, weil er saumselig, als vielmehr,
weil er innerlich unfroh war.
Bislang waren die Nachbarn gut miteinander ausgekommen. Nun stand eine
Spannung zwischen ihnen, für die es nur einer Gelegenheit bedurfte, um
zur Explosion zu werden. Hochauf ragte eine alte Erle, von der, weil
sie auf der Grenze stand, jeder der beiden Bauern behauptete, daß sie
sein wäre. Dabei ging es dem Hohlöfner um das Recht, dem Ender um den
Stamm.
Aber wer dachte heute an Baum und Grenze? Heute, am jauchzenden
Maiensonntag, der Hammelschießen und Birkentanz brachte!
Der Gottesdienst war vorüber, die Schönbacher waren so zahlreich wie
immer in der Kirche gewesen. Und nun gab es Arbeit für die Burschen
draußen auf der Straße, für die Mädel daheim im Hause. Wohl hatte das
Dorf nur eine eigentliche Fahrstraße, aber sie teilte sich im unteren
Drittel des Ortes, schickte einen Arm nach rechts hinüber in die Ecke,
wo das Berteles-Häuschen mit etlichen anderen, die etwa ebenso groß
waren, stand, und einen zweiten an der Häuserzeile hinauf, die gegen
die Bücherfelder zu gebaut war. Oberhalb der Kirche vereinigten sich
Straße und Dorfweg wieder. Da nun stellten die Burschen die Sägeböcke
auf und legten Stangen von einem zum anderen, den Fuhrwerken zu
bedeuten, daß die Hauptstraße gesperrt sei und der Verkehr den Dorfweg
nehmen müsse. Ebenso hielten sie es im unteren Teile des Ortes.
Vor Albert Rösners Wirtshaus sollte auf der Straße der Hammel
ausgekegelt werden. Kein Mensch aber sprach vom Kegeln, sondern alle
redeten vom »Schießen«.
Aus den Höfen und von Christian Witters Zimmerplane her trugen die
Burschen zu dritt und zu viert lange, starke Balken, legten sie
aneinander, hüben und drüben der Straße, hoben auf die erste Balkenlage
eine zweite, um das Überspringen der Kugeln zu verhindern, bauten oben
drei Balkenlagen quer vor, unten deren zwei. So entstand ein Rechteck,
das seine fünfzig Schritt lang sein mochte. Drei Schritte unterhalb der
oberen Querbalken stand mitten auf der Straße der Kegel. Die Burschen
probierten den halben Vormittag lang, ihn zu treffen. Andere gingen in
die Häuser, Lose zu verkaufen.
In Eduard Langers Stalle aber stand der Hammel, ließ sich sein Futter
schmecken, boxte dann und wann gegen die Scheidewand aus Bohlen, fragte
im übrigen nicht danach, wem, als dem glücklichen Gewinner, er heute
zufallen werde, hatte auch kein Verständnis dafür, daß seiner Girlanden
und bunte Tücher warteten. Adolf Heger, der den Losverkauf im oberen
Teil des Dorfes übernommen hatte, kam auf den Hohlofenhof und traf die
Bäuerin allein. Die wußte, was er wollte, und wies ihn zu ihrem Manne,
der im Garten war. Ja, da war Heinrich Korn, aber als er den Burschen
kommen sah, tat er, als müsse er unbedingt etwas nachsehen und kroch in
das Bienenhaus. Da getraute sich Adolf Heger nicht heran. Der Hohlöfner
aber stand, und der Schalk saß ihm in den Augen.
»Willst du Lose nehmen?« fragte der Bursche von weitem.
»Freilich,« schallte es aus dem Bienenhause. »Komm her.«
»Da trau ich nit recht. Sie könnten stechen.«
»Was du nit sagst! Fürcht'st dich vor einem Bienenstich?«
»Sonst nit, aber heute. Ich möchte nit aussehen wie ein aufgelaufener
Pfannkuchen.«
»Tät dir aber gut stehen. Hast nit viel auf den Rippen. Ich kann hier
nit weg. Also komm schon her.«
»Nein.«
»Mußt du halt deine Lose behalten. Ich hätte dir für zwanzig Mark
abgenommen.«
Das allerdings verpflichtete den Burschen. Für zwanzig Mark Lose! Er
ging etliche Schritte näher, stand still und bettelte wie ein Kind.
»Komm doch heraus.«
»Kann nit. Ich bin auch nit gewohnt, den Leuten das Geld auf die Straße
zu tragen.«
Wieder ein paar Schritte. Da waren die Bienen da. Erst eine, die nichts
Arges im Schilde führte. Adolf Heger schlug nach ihr. Nun waren auf
einmal drei, vier, acht, zehn da, und sie gingen zum Angriff vor.
Rechts und links, oben und unten. Da nahm der Bursche die Beine auf
die Achsel, arbeitete mit den Armen, als hätte er Windmühlenflügel
am Leibe, und stand erst still, als er sich jeden Augenblick in die
Haustür retten konnte. Da hielt er an, sah sich um, und -- da kam
lachend der Bauer daher.
»Bist ein Kerl, Adolf! Das muß ich sagen.«
Der Bursche aber war ärgerlich. »Hast's doch bloß gewollt, daß sie mich
stechen.« Er wollte zum Tor hinausgehen.
»Komm her!« rief ihn der Bauer zurück. »Mußt du denn gleich so
empfindlich sein? Da, fünfzig Lose, macht zwanzig Mark, und hier hast
du eine Zigarre extra für den Schreck.«