Die Städte sieh und sieh den Strand,
Wo einst ihr heimisch wart:
So ehre auch das fremde Land
Und tritt es nicht zu hart.
Mach deine Sohle sanft und weich,
Die durch die Straßen geht,
Denn einst durch dieser Straßen Reich
Schritt Gottes Majestät.
Er neigte sich an Tür und Tor
Nach deinem Bundesblut,
Und jeder sah's: Er schritt euch vor
In Wolke und in Glut.
Aus dieses Landes Felsen kam
Dein Bundeshort heraus,
Und deine Quadern, alter Stamm,
Die waren hier zu Haus!
Hat die Zeit das Kleid des Leides
Ausgezogen und das Kleid des
Lachens endlich angelegt?
Sieh die Welt im Byssuskleide
Hingelehnt in Gold und Seide,
Wie sie ihre Glieder regt!
Sieh am Strome das Gefilde,
Das mit Gozens schönem Schilde
Seine bunten Ufer hüllt;
Und der Steppe Blumenbeete
Und die alten Trümmerstädte,
Die ein goldnes Leuchten füllt;
Und am Strand die süßen Frauen,
Gleich Gazellen anzuschauen,
Nur nicht so geschwind zu Fuß:
Denn an ihren Armen hängen
Spangen, und den Schritt beengen
Güldner Ketten Klingegruß.
Ach, schon ist das Herz gefangen,
Und des Alters bleiche Wangen
Sind vergessen auf der Flur:
In Aegyptens Paradiese,
An dem Strome, auf der Wiese,
Denk ich meiner Jugend nur!