öffnet sich rechts hinein das malerische Zillerthal, ober diesem Dorfe,
auf bewaldeter Felsenhöhe, harret das Wallfahrtskirchlein _Brettfall_
auf Besuch; sein rothes Thürmchen streitet mit der Lieblingsfarbe der
nachbarlichen Kirchthürme; ehemals war es eine Einsiedelei, worin schon
im eilften Jahrhunderte die Ritter _Dietrich_ und _Gerwein_ von
_Schlitters_ wohnten. Die reissende Zill und der kleine, beim
Landgerichte _Fügen_ auf Waldbergen sich sammelnde Fügerbach, wandern
darin wie Vater und Sohn eng an einander, bis der Inn ihre Zeremonien
vernichtet. Vom Felsen der Schloßruine _Kropfsberg_ sah ich weit ins
Zillerthal gegen Kapfing hinauf; merkwürdig ist, eine Stunde von
vorbenannter Veste, daselbst das Dorf _Schlitters_, wegen der Entstehung
seiner beiden Kirchen, wovon nun die untere durch die Baiern 1809
abgebrannt liegt. Zwei Brüder, Ruprecht und Edmund von _Schlitters_,
welche gemeinschaftlich dieses Gut nach ihrem Vater ererbt, sich aber so
unversöhnlich haßten, daß sie einander nur zu sehen ergrimmten, bauten
sich, weil beide sehr religiös waren! jeder eine besondere schöne
Kirche.