Roman. 5. Auflage.
Man hat durchaus das Gefühl, daß dieses Buch zu jenen gehört, die unter
einem starken inneren Drange, einem unwiderstehlichen, geschrieben werden.
Ein Bekenntnis. Aber eins von solcher Keuschheit, solcher Verhülltheit,
trotz aller Enthüllung subtilster seelischer Vorgänge, wie es uns nur zu
selten gemacht wird. Gerade diese Schilderungen erweisen die hohe
Vollendung von Annette Kolbs sprachlichem Ausdrucksvermögen, das ihr jedoch
nie zum Selbstzweck wird.
B. Z. am Mittag.
Der erste Eindruck des Buches, schon nach wenigen Seiten, ist Kultur. Es
gibt wenig Bücher, die so scharf wie dieses die Zeitseele enthüllen. Und im
übrigen ist das Buch reich an allerlei entzückenden Dingen. Man wird in ihm
sehr heimisch in London und auf den Landsitzen der Gesellschaft. Denn das
Buch vereint wirklich zwei selten verträgliche Eigenschaften: geistige
Tiefe und Charme. Es ist nicht nur ein bedeutendes, sondern auch ein
liebenswürdiges Buch.
Die Zeit, Essen.
Ein feines, stilles Buch von einer romantischen Dichterin über eine
romantische Frau. Es wird in diesem Buch von den letzten Dingen gesprochen.
Berliner Tageblatt.
Druck von Frankenstein & Wagner, Leipzig.