über Anna Schieber, Alle guten Geister ...
=Kurt Aram= in der »#Frankfurter Zeitung#«: »Aus Württemberg wächst
uns, wie es scheint, wieder einmal ein neues Erzählertalent von
Bedeutung zu. Man wird sofort an die Erzählerart Wilhelm Raabes
erinnert. In den letzten Jahren kamen mir eine ganze Menge von Romanen
unter die Hände, die sich in der Art dieses Meisters versuchten, aber
kläglich scheiterten, weil ihre Verfasser blutige Dilettanten waren.
#Mit Anna Schieber jedoch versucht sich ein =Talent= in der Art Raabes,
und zwar nicht nur, weil sie ihr besonders gut gefällt, sondern auch
weil ihr diese Art innerlich entspricht.# Manche ihrer Gestalten
erinnern direkt an Raabesche Figuren. #Und doch sind sie ihnen nicht
einfach nachgemacht, sondern wirklich von ähnlicher seelischer Art,
also keine imitierten Puppen, sondern tieflebendige Menschenkinder...
Dies schöne Buch wird seinen Weg schon machen.#«
=Dr. Hch. Lhotzky= im »#Leben#«: »Ein ganz ungewöhnlicher Roman,
fesselnd und erquickend zugleich. Niemals ist mir ein Buch vorgekommen,
das ich so bedingungslos jedem in die Hand geben würde. Die Verfasserin
ist ein Segensmensch und wahrscheinlich durch viel Einsamkeit und
herbes Leid hindurchgegangen. »Sonst wüßte sie ja nicht zu trösten.«
»Man muß allein gewesen sein, eh' man recht mit den andern gehen kann.«
#Das ist weit hinausgewachsen über das übliche Christentum und steht im
wahrhaft Menschlichen und Göttlichen. Menschen, die solches verstehen,
habe ich mir immer ersehnt, und freue mich, daß sie erstehen.# Wer
irgend jemandem ein liebes Buch schenken will, ein Buch zum immer
wieder Lesen, schenke dieses. Aus ihm kann man sehen und hören lernen,
was den Vielen meistens entgeht.«
=Dr. C. Busse= in Velhagen & Klasing's Monatsheften: »Mit heller
Freude und daneben mit einem verwunderten Kopfschütteln muß ich heut
von einem Buche erzählen, das anders ist als andere Bücher, das wie
eine schöne Predigt ist und doch mehr als eine Predigt, das Menschen
vor uns hinstellt, die wir zu Vätern, Brüdern, Schwestern, Freunden
haben möchten, das alles Gute in uns anspannt, das uns fröhlich und
getrost macht: Wie ein Märchen aus einer schönen, verlorenen Heimat
ist das Buch, aber vielleicht wie jedes gute Märchen voll der höchsten
Wahrheit.«
Verlag von Eugen Salzer in Heilbronn.
=Vortreffliche Erzählbücher!=
=Helene Christaller, Meine Waldhäuser.= Bilder aus einem Dorfe. 2.
Aufl. Mk. 2.--, geb. Mk. 3.--.
=Fritz Philippi, Von der Erde und vom Menschen.= Bauerngeschichten.
Mk. 3.--, geb. Mk. 4.--.
=Fritz Philippi, Unter den langen Dächern.= Neue Erzählungen vom
Westerwald. 2. Aufl. Mk. 3.--, geb. Mk. 4.--.
=Fritz Philippi, Hasselbach und Wildendorn.= Erzählungen aus dem
Westerwälder Volksleben. Mk. 2.40, geb. Mk. 3.20.
Die Erzählungen des Westerwälder Roseggers gehören zu der
besten Heimatkunst.
=A. Supper, Leut'.= Schwarzwaldgeschichten. 1.-3. Aufl. Mk. 2.20,
geb. Mk. 3.--.
=A. Supper, Da hinten bei uns.= Erzählungen aus dem Schwarzwald. 5.
Aufl. Mk. 2.20, geb. Mk. 3.--.
=Türmer-Jahrbuch 1906:= »Diese Frau vereinigt mit scharfem
Tiefblick in die Seele des Bauerntums eine starke Liebe zu
dessen unverwüstlichen Kräften. =Ihr Buch gehört zu dem
wertvollsten, was die Heimatkunst bislang hervorgebracht
hat.=«
=Dr. Karl Storck.=
=A. Supper, Der schwarze Doktor.= Eine Erzählung aus Würzburgs
düsterer Zeit. Mk. 2.20, geb. Mk. 3.--.
=A. Supper, Der Mönch von Hirsau.= 2. Aufl. Kart. Mk. 2.--, geb. Mk.
2.80.
=Grüß Gott:= »Wir können das Buch wohl Steinhausens »Irmela«
und Webers »Dreizehnlinden« zur Seite stellen. Duftig wie
das erste und dramatisch wirksam wie das zweite Stück -- so
tritt der Mönch von Hirsau in die Reihe der neuromantischen
Dichtungen, die religiöse Tiefe mit humaner Weitherzigkeit
verbindend.«
* * * * *
=Aus der verlorenen Kirche.= Religiöse Lieder und Gedichte für das
deutsche Haus. Gesammelt von R. #Günther#. Geb. Mk. 3.--.
=Lit. Rundschau f. d. evang. Deutschl.:= »Unter den
Sammlungen religiöser Gedichte in weitestem Sinn ist dies
die umfassendste und planvollste. Ein schönes Buch, das wir
herzlich begrüßen, warm empfehlen für Haus und Schule.«