Alle guten Geister, Anne.«

Wenn er das sagte, war sie stets besiegt. Sie war eine von denen, bei

denen man die guten Geister nur anzurufen braucht, wenn sie einmal

nicht von selber am Platz sind.

So leise und leicht schlafen sie.

Nun saßen sie beisammen und beredeten sich wie ein paar gute Kameraden,

die sie ja auch waren, und die guten Geister der Stube spitzten die

Ohren und horchten, und das Feuer knisterte leise vor sich hin und ließ

seinen friedlichen Schein an der Decke und an den Wänden und auf dem

Teppich spielen.

»Siehst du,« sagte der Mann, »ich weiß wohl, das gerät so ein bißchen

ungewöhnlich, wenn ein paar ganz alte Leute so ein junges Kindlein

ins Haus bekommen. Da fehlt ein Mittelglied. Wir wissen nicht mehr so

genau, wie das ist mit der sogenannten Erziehung.

Wir leben so mit dem Kind und geben ihm, was wir haben.

Du das deine und ich das meine. Ich meine, wir sind alle zusammen

Kinder, und der liebe Gott hat aufzupassen, daß etwas Rechtes daraus

wird und daß wir so gerad als möglich heimzu gehen.

Nicht, Anne? Das andere, das ist nicht so wichtig.

Ist das Kind nicht warmherzig und liebreich und offen?

Ein bißchen derb? Und nicht so recht aufs Zierliche, Ordentliche,

Mädchenhafte aus?

Ist das schlimm? Du bringst das nicht an sie hin?

Alle guten Geister...: Roman · 第 19 / 53 题