Wenn er das sagte, war sie stets besiegt. Sie war eine von denen, bei
denen man die guten Geister nur anzurufen braucht, wenn sie einmal
nicht von selber am Platz sind.
So leise und leicht schlafen sie.
Nun saßen sie beisammen und beredeten sich wie ein paar gute Kameraden,
die sie ja auch waren, und die guten Geister der Stube spitzten die
Ohren und horchten, und das Feuer knisterte leise vor sich hin und ließ
seinen friedlichen Schein an der Decke und an den Wänden und auf dem
Teppich spielen.
»Siehst du,« sagte der Mann, »ich weiß wohl, das gerät so ein bißchen
ungewöhnlich, wenn ein paar ganz alte Leute so ein junges Kindlein
ins Haus bekommen. Da fehlt ein Mittelglied. Wir wissen nicht mehr so
genau, wie das ist mit der sogenannten Erziehung.
Wir leben so mit dem Kind und geben ihm, was wir haben.
Du das deine und ich das meine. Ich meine, wir sind alle zusammen
Kinder, und der liebe Gott hat aufzupassen, daß etwas Rechtes daraus
wird und daß wir so gerad als möglich heimzu gehen.
Nicht, Anne? Das andere, das ist nicht so wichtig.
Ist das Kind nicht warmherzig und liebreich und offen?
Ein bißchen derb? Und nicht so recht aufs Zierliche, Ordentliche,
Mädchenhafte aus?
Ist das schlimm? Du bringst das nicht an sie hin?