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Sie scheinen zu erstaunen, meine Leser und Leserinnen! -- ich erstaune
nicht weniger als Sie selber. Indessen was wahr ist, bleibt wahr. --
_Florentin_ und _Holder_ schlummern ruhig den Morgen eines Tages vom Jahr
2300, nach Christi Geburt, entgegen.
Ich bin überzeugt, daß ein volles Drittheil meiner Leser, wo nicht alle, so
gern als Florentin von Duur dem wunderbaren Ludwig Holder von Sorbenburg in
die Alpenhöhle nachfolgen würden, wenn sie Gewißheit hätten, nach einem
gewissen Zeitraum wieder zu erwachen. Wie viel Veränderungen haben sich in
der Zeit nicht auf unserm Erdenplaneten ereignet! welche Revoluzionen in
der politischen und Schriftstellerwelt haben sich unterdessen angesponnen
und ausgebildet! -- Wie sehn dann die Staaten, wie sehn dann die Menschen
aus!
»Welche Moden werden dann herrschen?« fragt mich eine Dame.
»Was wird man dann von mir und meinen _operibus_ reden?« fragt mich ein
Autor.
»Wie stehts dann mit dem _Bunde der schwarzen Brüder_? und wird Florentin
mit Holdern und Karlchen glüklicher sein?«
»»Wir möchten um alles in der Welt gern Zuhörer von Holdern abgeben, wenn
er seinen Lebenslauf erzählt in der Hütte des vier und zwanzigsten
Sekulums!««
Sie haben sammt und sonders, meine Leser, gar nicht unrecht. Allein um
Ihren Zwek zu erreichen, ist es nothwendig, daß sie entweder mit Florentin
und Holder fünf Jahrhunderte später wieder auferstehn, oder daß Sie mich
und meine prophetische Muse bitten, damit wir Ihnen den schwarzen von der
Hand des Fatums gewebten Vorhang vor dem Allerheiligsten der Folgezeit ein
wenig lupfen, und Sie in den Gukkasten der Zukunft auf ein Weilchen
hineinblikken.
Geben Sie mir also ein gutes Wort: so erzähle ich Ihnen im folgenden
Bändchen Raritäten aus dem vier und zwanzigsten Jahrhundert nach Christi
Geburt! --