Er sah sie zum erstenmal. Sie sah aus wie eine riesig hohe, schlanke,
aschblonde russische Studentin, nur sehr müde von ungekämpften Kämpfen.
Ein Königgrätz ohne Schlachtendonner. Tief verwundet ohne Bleigeschoß.
Das Sein an und für sich besiegte sie. Das bloße Sein des Tages und der
Stunde. Was sich jeweilig ergab, ereignete, verletzte, kränkte sie.
Sahst du Fische aus dem Gebirgswasser in Wasserbottichen?! In ihrem
starren Gesichtsausdruck, wie eh und je, sucht man ihr Leiden zu
erspähen, und findet nichts und findet dennoch alles! Er sagte: »Gehen
Sie nicht in wohlgepflegte Gärten, gehen Sie in offene Felder, wo
niemand etwas Besonderes findet; fern dem Getriebe. Gehen Sie spazieren,
wo niemand spazieren geht, so zwischen brauner Erd’ und blauem Himmel!«