Ich möchte ein einziges Mal im Leben ein Liebespaar, ein junges Ehepaar
antreffen, bei dem der Mann nicht in überquellender sorgsamer
Zärtlichkeit das Zigarettenrauchen der Geliebten bespräche! »Anna, du
weißt, dein Pensum ist bereits überschritten, ich habe drei Zigaretten
täglich gestattet, eine nach dem Frühstück, eine nach dem Mittagessen,
eine nach dem Nachtmahl. Ich glaube, ich bin jedenfalls ein
nachsichtiger Gatte — — —.« Nein, das bist du nicht, du Hund! Gerade
hierin also willst du ihr helfen, hast nicht die geringste Ahnung, du
Esel, wieviel Narkotika sie braucht, um deine Langweiligkeiten zu
ertragen, oder sich zu betäuben einmal auf anständige Art! Keine Frau
raucht mehr Zigaretten, als sie unbedingt braucht, denn in der Kontrolle
ihrer Genußfähigkeiten sind die Frauen begabter als die Männer, da sie
den Gesetzen der unbewußten Natur näher stehen, sie daher besser
erlauschen! Ich hasse die Männer, die ihre hypokrite zärtliche Fürsorge
gleichsam auf das scheinbar übertriebene Zigarettenrauchen ihrer
geliebten Frauen konzentrieren. Sie haben überhaupt nicht die geringste
Ahnung von der minutiösen Hygiene des Frauenleibes, der Frauenseele!
Aber vor der unschuldig-betäubenden, ja oft erlösenden Zigarette wollen
sie sie zärtlichst behüten! Der Anfang aller Ungezogenheiten einer Frau,
die sich dann allmählich und unscheinbar entwickeln, ist, ihr ihre
unschuldigen Freuden zu mißgönnen!