Du kamst aus dem Konzert, erfüllt von Liedern und den Liedertexten, die
von Dichtern waren wie Stefan George, Richard Dehmel, Jacobsen, dem
verstorbenen Dänen, der Musik in Worten machte.
Du warst schön und prächtig, gelb und gold war dein Gewand, und deine
geliebten Augen blickten noch in Fernen, aus denen sie eben kamen. Ein
Zwerg, ein Wurm, ein gekrümmtes armseliges Reptil erschien ich dir, ans
Irdische dich feig gemahnend, die du aus hehren Fernen kamst, und meiner
Liebe allzu gewohnte Seufzer verhallten in den Tönen deiner neuen
Musikwelten.
Ich starb dahin vor Eifersucht auf das Konzert, und auf alles, was drum
herum und dran hängt an Ablenkungen selbstverständlicher Art einer
fanatisch geliebten Seele —. Ich starb dahin.
Du aber blicktest, gelb und goldig war dein romantisches Gewand, in
Fernen, aus denen du soeben kamst, gleichsam von einer langen, langen,
langen Reise —. Wo warst du, Frau?!?
Da senkte ich den Blick, der zuerst böse starrte, und ich ergab mich in
das Schicksal — — —.
Du sagtest schlicht: »Es war sehr schön; man hat sehr viel gelernt; man
blickte jedenfalls in Welten, die bisher verschlossen waren —.«
Da saß ich denn da und getraute mich nicht mehr, deine geliebten Hände
zu berühren wie eh und je —.