Vertraute Briefe

an

eine Freundin.

Leipzig,

bey P. Phil. Wolf und Compagnie.

1801.

Inhalt.

Seite

Vorrede des Herausgebers. iii

Erster Brief. 3

Zweyter Brief. 10

Dritter Brief. 13

Vierter Brief. 18

Fünfter Brief. 28

Sechster Brief. 41

Siebenter Brief. 51

Achter Brief. 58

Neunter Brief. 60

Zehnter Brief. 68

Eilfter Brief. 77

Zwölfter Brief. 81

Dreyzehnter Brief. 88

Vierzehnter Brief. 95

Funfzehnter Brief. 105

Sechzehnter Brief. 111

Siebenzehnter Brief. 123

Achtzehnter Brief. 130

Neunzehnter Brief. 141

Zwanzigster Brief. 145

Ein und zwanzigster Brief. 155

Zwei und zwanzigster Brief. 165

Drey und zwanzigster Brief. 172

Vier und zwanzigster Brief. 178

Fünf und zwanzigster Brief. 187

Sechs und zwanzigster Brief. 194

Sieben und zwanzigster Brief. 202

Acht und zwanzigster Brief. 205

Neun und zwanzigster Brief. 215

Dreyssigster Brief. 221

Ein und dreyssigster Brief. 227

Zwey und dreyssigster Brief. 231

Drey und dreyssigster Brief. 237

Vier und dreyssigster Brief. 244

Fünf und dreyssigster Brief. 246

Sechs und dreyssigster Brief. 250

Sieben und dreyssigster Brief. 254

Acht und dreyssigster Brief. 263

Vorrede des Herausgebers.

Die Freundin Garve’s hat bey der Herausgabe dieser Briefe keine

andere Absicht, als mit allen Freunden und Verehrern des guten Mannes

ein kleines, ihr sehr theures Erbtheil von ihm zu theilen. Daß

dieser Gedanke ihrem eignen Herzen und ihrer Gesinnung gegen ihren

verstorbenen Freund wohlthun, ist sie gern geständig. -- So wenig auch

Garve’s +gelehrter Nachlaß+ dadurch um ein Bedeutendes vermehrt werden

mag, so kann doch auch der Gelehrte sich wohl dieser Briefe freuen;

er sieht in ihnen den Geist blühen, von dem er die Früchte kennt und

schätzt. Was man von Schriftstellern nicht heraus geben muß, sind

taube Blüthen und unreife Früchte; von einem philosophischen Geiste

ist die Blüthe so angenehm, als die Frucht stärkend; und wenn ein Mann

etwas geworden ist -- dann wird der Welt die Frage interessant: wie

wurde er es? -- Diese Briefe enthalten vielleicht manche interessante

Data zur Beantwortung der Fragen: Wie war Garve, der Jüngling? -- Wie

früh war sein Geist gereift, gefaßt, in sich gegründet? -- Wie wurde

Garve, der Mann? -- Wie entwickelte sich der Plan seines Lebens? -- Wie

wurde Garve, der Schriftsteller? -- -- Diese Briefe sind unmittelbar

vor seiner Bearbeitung des Cicero geschrieben, und man kann sie

in mehr als einer Hinsicht als einen Eingang in sein öffentliches

schriftstellerisches Leben ansehen.

So viel für diejenigen, die in diesen Briefen Garven, den Gelehrten,

suchen. Diese und alle gute Menschen, denen dieselben in die Hände

kommen, mögen sich freuen -- dieß ist der lebhafteste, ja ich kann

wohl sagen, der einzige Wunsch der Herausgeberin, ihren Freund hier

in den ersten, reinsten, natürlichsten Verhältnissen des Lebens zu

sehen, Garven, den +Sohn+, -- den +Freund+ -- und den +Menschen+. --

Hier kann ihn der Gute lieben, der den Gelehrten nicht kennt; und gern

wird vielleicht der Gelehrte sein philosophisches Werk einen Augenblick

hinlegen, um mit dem menschlichen Verfasser desselben einige Zeit im

Zirkel seiner Familie, seines Jugendlehrers, und seiner Freunde,

zuzubringen.

Dieß sind die Gedanken der Freundin Garve’s bey der Herausgabe dieser

Briefe, nach welchen sie wegen derselben von dem Publikum beurtheilt zu

werden wünschen muß.

Christian Garve's Vertraute Briefe an eine Freundin · 第 3 / 7 题