öden Winter zu erwarten. Es schauderte sie, und sie zog das
Pelzgehänge, das sie an den kühlen Frühlingstagen noch trug, dicht um
sich zusammen. Gab es denn irgendwo auf Erden die göttliche Zeit, das
himmliche Klima, wovon Deruga gefabelt hatte? Ach, mit was für
fremdartigen Gedanken hatte er sie gestört! Nein, das Verstiegene und
Überschwängliche hatte sie sich immer fern gehalten und wollte es auch
ferner tun, das ihrem guten Geschmack widerstrebte. Das Leben war reich
an heiteren, reizenden Augenblicken; die Kunst, diese Schmetterlinge
einzufangen, sich an ihrem Schmelz zu erfreuen, ohne sie zu betasten,
wollte sie sich immer mehr zu eigen machen. Konnte sie dazu eine bessere
Gelegenheit finden als in Paris, in Gesellschaft ihrer Tochter und Peter
Hasens? War nicht endlich auch ihr Mann ein schätzbarer Begleiter?
Ansehnlich, elegant, zuvorkommend, eben durch seine langweilige
Farblosigkeit bequem? Ihr Schritt wurde immer elastischer und ihre
Mienen heiterer. Als sie im Hotel ankam, strömte ihr Wesen einen so
frischen Reisemut aus, daß ein wenig davon auf Mingo überging.
Ein paar Tage später erhielt sie in Paris ein Paketchen, in dem Derugas
Nadel mit dem Mohrenkopf war. Ihre Augen wurden feucht, aber sie verbarg
das Kleinod schnell in einer Schatulle, wo sie ihre Kostbarkeiten zu
verschließen pflegte, um es erst dann wieder hervorzunehmen, wenn ihr
Herz ganz still und sicher geworden wäre.
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Die Ankündigungen auf den folgenden Seiten werden freundlicher Beachtung
empfohlen
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| _Verlag Ullstein & Co, Berlin-Wien_ |
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| Der Stein der Weisen |
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| von Max Geißler |
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| Die letzten fünfundzwanzig Jahre deutschen Lebens |
| umfaßt Max Geißlers neuer Roman, der ganz eingesponnen |
| ist in den Frieden des Bergwaldes. Durchs Wettertal |
| fährt im Juli 1890 der Doktor Valerius Degenhart aus |
| Frankfurt am Main, der Träumer, der aus der |
| zerrüttenden Berufsarbeit sich nach der großen Stille |
| sehnt. Im Wettertal läßt er, als seine unmoderne |
| Reisekutsche verunglückt, zu dauernder Rast sich |
| nieder. Zwischen Himmel und Erde, vor einer Natur von |
| unsagbarer Schönheit baut er sich sein Haus, die |
| Streitburg. Wenig Äußeres geschieht in diesem Buch. |
| Doch es hat eine Melodie tiefinnerster Seligkeit, die |
| im Herzen nachklingt wie der Glanz endloser Sommertage. |
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| Die Arche |
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| von Werner Scheff |
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| In diesem utopischen Roman eines neuen Autors ist die |
| stolzeste Tat vorhergeahnt, die im Weltkrieg der Geist |
| der deutschen Technik verwirklichte, und mit |
| schöpferischer Phantasie übertragen auf ferne Zukunft. |
| Noch wußten nur die Eingeweihten vom Bau der |
| »Deutschland«, als Werner Scheff seine »Arche« schrieb, |
| die mit der Taufe des großen Untersee-Passagierbotes, |
| der »Gloria«, im August 1947 beginnt. Hammerhart, voll |
| nüchternen Zweckbewußtseins, bis in die letzten Dinge |
| der Konstruktion durchdacht ist seine Gestaltung des |
| kühnen Ingenieurtraums. Mit ungeheuersten Möglichkeiten |
| des Weltenschicksals, mit einem Weltuntergang, ist sie |
| verbunden. Aber rein und trostvoll in ihrem milden |
| Glauben an die Ewigkeit der Kultur ist die Stimmung des |
| Schlusses. |
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| _Jeder Band 3 Mark_ |
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| _Verlag Ullstein & Co, Berlin-Wien_ |
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| Lotte Hagedorn |
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| von Felix Philipp. |
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| In das Erleben einer früheren Generation trägt Felix |
| Philipps neues Werk zurück. Mit einem Spaziergang nach |
| den Linden, den am Himmelfahrtstag 1869 der |
| Kommissionsrat Schlegel unternimmt, setzt die |
| Geschichte der Lotte Hagedorn ein. An jenem Junitage |
| des Jahres 1871 endet sie, an dem durch das |
| Brandenburger Tor die aus Frankreich heimkehrenden, |
| kranzgeschmückten Truppen umjubelt einzogen. Stimmungen |
| von altväterischem Reiz begleiten diesen zarten und |
| rührenden Roman eines Frauenherzens. Den Zusammenbruch |
| eines Bankhauses in der Jägerstraße, dessen Inhaber |
| elegant und frivol ist wie die Bankiers des |
| napoleonischen Paris, schildern die stärksten Kapitel. |
| Sie bringen in diese Welt der bürgerlichen Sparsamkeit |
| etwas wie eine erste Vorahnung der Gründerjahre. |
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| Candida |
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| von Albert von Trentini |
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| Das neue Werk Trentinis hat ein Motiv von großer |
| Kühnheit: die Zerstörung einer glühenden Leidenschaft |
| durch einen Unfall, der das Antlitz der Geliebten jäh |
| entstellt. In einer Sprache voll feierlichen Glanzes |
| gibt der junge österreichische Dichter den Kampf zweier |
| Menschen wieder, des Mannes, dessen Gefühl erstarrt, |
| der Frau, die stolz und einsam dem selbstgewollten |
| Schicksal entgegenschreitet, bis über Stolz und |
| Einsamkeit die zitternde Liebe der Seelen triumphiert. |
| Rom, seine Gärten und Tempel, die nachtdunkle |
| Steinwüste des Kolosseums sind der Schauplatz des |
| ersten Teils; in der unberührten Natur der Tiroler |
| Alpen, in Berlin und München geht die Handlung zu Ende. |
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| _Jeder Band 3 Mark_ |
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| _Verlag Ullstein & Co, Berlin-Wien_ |
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| Schüsse vor Warschau |
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| von Christian Bouchholtz |
| |
| Der weiße polnische Winter ist in diesem Roman eines |
| jungen Berliner Schriftstellers, der als Kanonier an |
| der Bzura lag, einen Tagemarsch vor Warschau, und bei |
| Brochow, Chopins Geburtsort. In kecken Skizzen malt er |
| die Straßen von Lowicz, die Typen des polnischen |
| Bauernvolks, die rohgezimmerten Panjehütten, die |
| dumpfen Stuben mit der goldglänzenden, schwarzen |
| Madonna von Czenstochau, Bäuerinnen und Burschen, die |
| den Krakowiak tanzen, den Brand einer zerschossenen |
| Zuckerfabrik. Ein Spionagefall ist das erregende Moment |
| der Handlung und trägt in sie die Gegenwart von Verrat |
| und Tod. Eine Mädchenfigur, schön, künstlich, |
| lasterhaft, steht mitten in dieser romantischen |
| Atmosphäre des Werkes. |
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| Variété |
| |
| von Joachim Delbrück |
| |
| Ein Kenner des Variétés, seines Glanzes und seiner |
| Not, seines internationalen Marktes, seiner |
| unerbittlich harten Auslese, seiner tragischen und |
| seiner grotesken Züge, hat diesen Roman verfaßt. Doch |
| nicht die überraschend wahre Darstellung des |
| Artistentums ist das Entscheidende, sondern die |
| künstlerische Note des Werkes. Ein impressionistisches |
| Gemälde von starkem Farbenreiz wird alles, was Joachim |
| Delbrück schildert: die lichtstrotzende Rampe der |
| Skala, eine goldflimmernde Akrobatentruppe, dänische |
| Garde in Scharlachrot, Kopenhagens Freiluftstimmungen |
| aus silbergrauer Herbstzeit. Die Seele vieler Städte |
| ist in Delbrücks feinem und buntem Roman, mit dem eine |
| neue, persönliche Begabung sich durchsetzt. |
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| _Jeder Band 3 Mark_ |
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| _Verlag Ullstein & Co, Berlin-Wien_ |
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| Das Reich von morgen |
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| von Karl Figdor |
| |
| Der Roman von Karl Figdor ist ein farbiges und |
| spannendes Werk, das der erzählenden Literatur Neuland |
| erobert. Nach Mesopotamien führt er, dem zukunftsvollen |
| Gebiet zwischen den beiden Riesenströmen, und an die |
| Strecke der deutschen Bagdadbahn. Ein deutscher |
| Ingenieur, Sektionsleiter beim Bau der Brücke von |
| Dscherablus, und ein blondes deutsches Mädchen, deren |
| Schicksal nach einer großen Lebenskrise vereinigt wird, |
| stehen im Vordergrund des Romans. Der Höhepunkt des |
| ersten Teiles ist die dramatische Schilderung einer |
| Meuterei arabischer und kurdischer Arbeiter. Dann trägt |
| die Handlung mitten hinein in die Tage des Krieges, |
| zurück nach Berlin, zurück in die deutsche Heimat. |
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| Die neuen Weiber von Weinsberg |
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| von Karin Michaelis |
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| Aus inniger Liebe zu unserem Volke ist dieses Werk der |
| Dänin Karin Michaelis geboren. Deutschlands und |
| Österreichs Antlitz im Frieden läßt es uns schauen, in |
| den Jahren des Glückes, und zeigt es uns verwandelt in |
| schwerer Kriegszeit. Mit einem Wahrheitsmut, der ihr |
| tiefe Dankbarkeit sichert, stellt Karin Michaelis |
| unsere und unserer Bundesgenossen Leistung dar. Mit |
| schwesterlichem Gefühl, jubelnd und klagend, |
| verherrlicht sie die Willensmacht, die duldende und |
| hoffende Größe der deutschen Frauen. Voll zarter und |
| gewaltiger Stimmungen ist dieser Roman, der als ein |
| dichterisches Zeugnis für die Reinheit des deutschen |
| Wesens über unsere Tage hinaus dauern wird. |
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| _Jeder Band 3 Mark_ |
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| Romane aus dem Verlag Ullstein & Co |
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| Auf eigener Erde von _Max Dreyer_ |
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| Die Spur des Ersten von _Fedor von Zobeltitz_ |
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| Fasching von _Paul Oskar Höcker_ |
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| Der Eid des Stephan Huller von _Felix Hollaender_ |
| * |
| Ein Augenblick im Paradies von _Ida Boy-Ed_ |
| * |
| Die Streiche der schlimmen Paulette |
| von _Karl Hans Strobl_ |
| * |
| Pantherkätzchen von _Marie Madeleine_ |
| * |
| Das Bataillon Sporck von _Richard Skowronnek_ |
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| Kleine Mama von _Paul Oskar Höcker_ |
| * |
| Zu Befehl! von _Heinz Tovote_ |
| * |
| Eine Frau wie du! von _Ida Boy-Ed_ |
| * |
| Peter Voß, der Millionendieb |
| von _Ewald Gerhard Seeliger_ |
| * |
| Der Katzentisch von _Viktor von Kohlenegg_ |
| * |
| Die Glücksfalle von _Fedor von Zobeltitz_ |
| * |
| Die Meisterin von Europa von _Paul Oskar Höcker_ |
| * |
| Die Belowsche Ecke von _Georg Hirschfeld_ |
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| _Jeder Band 3 Mark_ |
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| Romane aus dem Verlag Ullstein & Co |
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| Tschun von _Elisabeth von Heyking_ |
| * |
| Das Geschlecht der Schelme von _Fedor von Zobeltitz_ |
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| Die Sieger von _Felix Philippi_ |
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| Moj von Hans von _Hoffensthal_ |
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| Der Rächer von _Stefan Zeromski_ |
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| Vor der Ehe von _Ida Boy-Ed_ |
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| Der heilige Haß von _Richard Voß_ |
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| Die klingende Schelle von _Felix Salten_ |
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| Die junge Exzellenz von _Paul Oskar Höcker_ |
| * |
| Die Treppe von _Viktor von Kohlenegg_ |
| * |
| Blockade von _Meta Schoepp_ |
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| Der gewürzige Hund von _Helene Böhlau_ |
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| Ein Kriegsurlaub |
| von _Friedrich Werner van Destéren_ |
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| Das Buch der Liebe von _Marie Eugenie delle Grazie_ |
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| Das Tor der Wünsche von _Friedel Merzenich_ |
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| Frauenschneider Gutschmidt von _Otto von Gottberg_ |
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| _Jeder Band 3 Mark_ |
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ANMERKUNGEN ZUR TRANSKRIPTION:
Stellen im Text, die nicht in Fraktur, sonder in Antigua gedruckt sind,
sind mit = (=Antigua=) gekennzeichnet.
[ANMERKUNG TN1: Korrektur des Originals, im Original ist hier
abwendetete zu finden]