von
~Dr.~ Karl August Busch
1926
Dresdner Verlagsbuchhandlung
M. O. Groh, Dresden-N. 6
Vorwort.
Z. R. III hat seine Siegesfahrt über den Atlantischen Ozean längst
vollendet. Er kreiste um die Freiheitsstatue in Neuyork und das Kapitol
in Washington und wurde als Zeichen deutschen technischen Geistes und
deutscher Tatkraft überall stürmisch bejubelt. Die tiefen Wunden, die
uns im Weltkrieg das Dazutreten Amerikas zu unseren Feinden schlug,
beginnen langsam zu vernarben. Völker noch eher als Einzelmenschen
müssen immer wieder miteinander leben.
So ist das Interesse bei uns für Amerika wieder erwacht. Man fragt
wieder interessiert: Wie sieht es drüben wirklich aus? Handbücher
der Erdkunde, der Politik, des wirtschaftlichen Lebens usw. Amerikas
gibt es dafür genug. Was ich im folgenden biete, will nichts als
eine anschauliche Schilderung persönlicher Eindrücke und Erlebnisse
in der Union von Neuyork bis San Francisco sein, die mir ein volles
Studienjahr bot: Es will dem Leser, vor allem auch der weltbegierigen
und wanderlustigen reiferen Jugend, schildern, wie es „drüben“ aussieht
und wie es „drüben“ zugeht.
Natürlich kann ich es nur so sagen, wie ich es erlebt und gesehen
habe, und werde auch nur das beschreiben, was ich erlebt habe. Aber
das Persönliche wird hier gerade das Reizvolle sein. Darum hat dabei
hier und da wohl auch der Humor sein Recht. Nebenbei aber wird der
aufmerksame Leser bald merken, daß er auch aus dieser Schrift allerlei
Wissenswertes über das Leben des amerikanischen Volkes und das Land im
ganzen lernen kann, so daß er bei der Lektüre das Angenehme mit dem
Nützlichen verbindet.
Dresden, den 10. November 1925.
Karl August Busch
~Dr. phil.
B. D. (Harvard University).~
Inhalt.