_1._ Blätt. in Büscheln, meist 2fach gefied.; Blattfläche meist länger

als der Stiel, im Umriß längl.; unterstes Fiedernpaar fast stets

kürzer als die folgenden. 7. 8. Schattige Orte, Mauern, Hohlwege,

zerstr., besonders im Gebirge

Zerbrechlicher Bl., _C. frágilis_ Bernhardi

2 Unterarten: a) _eufrágilis_ Aschs. u. Gr., letzte Nervenäste in

die Spitze der meist ungeteilten Zähne auslaufend; Blätt. hellgrün.

Ziemlich verbreitet; b) _régia_ Bernoulli, Zähne an der stumpfen

od. gestutzten Spitze meist ausgerandet od. eingeschnitten; letzte

Nervenäste in die Buchten auslaufend. Felsspalten und Geröll der

Alpen und Voralpen.

-- Blätt. entfernt stehend, 2-4fach gefiedert; Blattfläche kürzer als

der Stiel, 3eckig od. 3eckig-eif.; unterstes Fiedernpaar beträchtlich

länger als die folgenden

_2_

_2._ Untere Fiedern sehr ungleichhälftig, das unterste, hintere

Fiederchen länger als die folgenden, etwa der 3. od. 4. Blattfieder

entsprechend; Blätt. 3eckig bis 3eckig-eif. 7. 8. Kalkige

Gebirgswälder. Schwäbischer Jura, Alpen

Berg-Bl., _C. montána_ Bernhardi

-- Untere Fiedern weniger ungleichhälftig, das unterste, hintere

Fiederchen nicht länger (meist kürzer) als die folgenden, etwa der 6.

od. 7. Blattfieder gleich; Blätt. eif. od. 3eckig-eif. 7. 8. Östl.

Sudeten

Sudeten-Bl., _C. sudética_ A. Br.

3. _Aspídium_ Swartz, Schildfarn.

_1._ Frhäufchen von einem Schleier bedeckt

_4_

-- Frhäufchen ohne Schleier

_2_

_2._ Blätt. einfach gefied., mit fiedersp. Fiedern, behaart, im Umriß

lang 3eckig; unt. Fiedern sitzend, kaum größer als die folgenden,

meist abwärts gerichtet. 6-8. Laubwälder, verbreitet $(_Phegópteris

polypodioídes_ Fee)$

Buchenfarn, _A. phegópteris_ Baumgarten

-- Blätt. doppelt gefied., kahl od. drüsig, im Umriß breit und kurz

3eckig; unt. Fiedern gestielt, weit größer als die folg.

_3_

_3._ Blätt. ganz kahl, zart, lebhaft grün, mit übergebogener

Blattfläche; unterstes Fiedernpaar fast so groß als der übrige Teil des

Blattes. 6-8. Wie vor. $(_Phegópteris dryópteris_ Fee)$

Eichenfarn, _A. dryópteris_ Baumgarten

-- Blätt. unterseits mit kurzen Drüsen, derber, gelblichgrün, unterstes

Fiedernpaar kleiner als der übrige Teil des Blattes. 7. 8. Felsritzen,

Kalkfelsen, sehr zerstr. $(_Phegópteris robertiánum_ A. Br.)$

Storchschnabelfarn, _A. robertiánum_ Lürssen

_4._ Fiederchen (bei einfach gefied. Blätt. die Fiedern) deutlich

gezähnt od. gesägt

_6_

-- Fiederchen ganzrand. od. schwach gezähnelt od. ausgeschweift;

Blattstiel mit 2 bandf. Gefäßbündeln; Schleier klein, nierenf., früh

verschwindend; Blätt. hell od. gelbgrün, einfach gefied., mit fiedersp.

Fiedern

_5_

_5._ Blattstiel meist so lang als die Blattfläche, ohne Streuschuppen;

Blätt. später unterseits drüsenlos; Fiedern etwas entfernt, die unt.

nicht od. kaum kleiner; Fiederchen spitzlich, die sporentragenden am

Rande umgerollt und dadurch 3eckig od. sichelf. (Fig. 983). 7-9.

Torfwiesen, Waldsümpfe, fast nur in der Ebene

Sumpf-Sch., _A. thelýpteris_ Roth

[Illustration: Fig. 983.]

-- Blattstiel viel kürzer als die Blattfläche, sparsam braun beschuppt;

Blätt. unterseits zerstr. gelbdrüsig; Fiedern ziemlich genähert, die

unt. viel kleiner; Fiederchen stumpf, flach od. kaum eingerollt. 7-9.

Trockene Wälder, besond. im Gebirge

Berg-Sch., _A. montánum_ Roth

_6._ Schleier schildf., kreisrund, am Rande ringsum frei (Fig. 984);

Blätt. kurz gestielt, stachelig gesägt od. gezähnt

_9_

[Illustration: Fig. 984.]

-- Schleier nierenf., mit einer niedergedrückten Falte angeheftet (Fig.

985)

_7_

[Illustration: Fig. 985.]

_7._ Blätt. bis fast zur Spitze 2-3fach gefied.; Fiedern zugespitzt,

die untersten meist entfernt, ihre nach abwärts gerichtete Hälfte

breiter als die obere, jederseits mit 10-15 Fiederchen; Fiederchen

letzter Ordnung gesägt, mit stachelspitzigen Zähnen (Fig. 986);

Blattstiel ziemlich lang, meist dünn und zerbrechlich. 7-9. Wälder,

Moore

Dorniger Sch., _A. spinulósum_ Swartz

[Illustration: Fig. 986.]

2 Unterarten: a) _eu-spinulósum_ Aschrs., Blattstiel etwa so lang

als die Fläche; Blätt. hellgrün, aufrecht, im Umriß längl., meist

doppelt gefied.; Fiedern kurz zugespitzt., häufig; b) _dilatátum_

Smith, Blattstiel kürzer als die Fläche; Blätt. dunkelgrün, meist

übergebogen, im Umriß eif.-längl. bis 3eckig, am Grunde 3fach

gefied.; Fiedern lang zugespitzt; Schleier drüsig. So besonders in

höheren Gebirgen.

-- Blätt. einfach-, selten am Grunde fast doppelt gefied.; Fiedern

fiedert.

_8_

_8._ Blattstiel etwa halb so lang als die Blattfläche, dünn, tief

rinnig, oberwärts nebst der Spindel spärlich spreuschuppig; Blätt.

schmal längl., am Grunde wenig verschmälert; Fiedern jederseits 17-20,

die untersten gestielt, entfernt, aus herzf. Grunde 3eckig, jederseits

mit 5-7 sehr genäherten Fiederchen (Fig. 987); die fruchtbaren meist

senkrecht zur Blattfläche mit der Rückseite nach oben gedreht;

Fiederchen rundl. bis rundl.-eif., nach der Spitze hin scharf gesägt.

7-9. Sümpfe, Moore, zerstreut

Kammförmiger Sch., _A. cristátum_ Swartz

[Illustration: Fig. 987.]

-- Blattstiel viel kürzer als die Blattfläche, kräftig, schwach rinnig,

nebst der Blattspindel dicht spreuschuppig; Blätt. lanzettl.; Fiedern

jederseits 20-35, genähert, alle sehr kurz gestielt; Fiederchen längl.,

kerbig gesägt, mit nicht stachelspitzigen Zähnen (Fig. 988). Ziemlich

veränderlich. 7-9. Wälder, Gebüsche, meist häufig

Wurmfarn, _A. filix mas_ Swartz

[Illustration: Fig. 988.]

_9._ Blätt. einfach gefied., verlängert lanzettl. (größte Breite

ca. 4-8 cm), starr; Fiedern ungeteilt, am Grunde spitz geöhrt,

sichelf. aufwärts gekrümmt, fast dornig gezähnt (Fig. 976). 8. 9.

Gebirgsabhänge, besonders im Hochgebirge

Lanzen-Sch., _A. lonchítis_ Swartz

-- Blätt. doppelt gefiedert

_10_

_10._ Blätt. beiderseits spreuhaarig, dünn, weich, nach dem Grunde

stark verschmälert, bis 60 cm lang, nicht überwinternd; unt. Fiedern

stumpfl.; Fiederchen jederseits bis 15, fast rechtwinkl. abstehend, am

Grunde stumpf geöhrt, stumpf, mit aufgesetzter Stachelborste. 7. 8.

Gebirgswälder, wenig verbreitet

Braun's Sch., _A. brāūnii_ Spenner

-- Blätt. oberseits kahl, mehr od. weniger derb, bis 1 m lang,

überwinternd; Fiedern zugespitzt; Fiederchen jederseits bis 20, am

Grunde oft geöhrt. 7-10.

Stacheliger Sch., _A. aculeátum_ Döll

[Illustration: Fig. 989.]

2 Unterarten: a) _lobátum_ Swartz, Blätt. derb lederart., am

Grunde stark verschmälert, oberseits etwas glänzend, mit zerstreut

spreuhaariger Spindel; Fiederchen spitz, bis 1½ cm lang, vorwärts

geneigt, meist mit keilf. Grunde sitzend, fast nur die untersten

geöhrt, das unterste vordere aufrecht, größer als das folgende (Fig.

989); Schleier derb, bleibend. Gebirgswälder, steinige Abhänge,

verbreitet; b) _anguláre_ A. Br., Blätt. weniger derb, am Grunde

wenig verschmälert, glanzlos, wie die Spindel dicht spreuhaarig;

Fiederchen stumpf, mit aufgesetzter Stachelborste, bis 1 cm lang,

rechtwinklig abstehend, deutlich gestielt, am Grunde geöhrt, das

unterste vordere nicht od. kaum größer als das folgende (Fig. 990);

Schleier zart. Bergwälder, im Westen und Süden, wenig verbreitet.

[Illustration: Fig. 990.]

Bastarde: _A. cristatum_ × _spinulosum_; _A. filix mas_ ×

_spinulosum_; _A. braunii_ × _lobatum_; _A. lobatum_ × _lonchitis_.

4. _Onocléa_ L., Straußfarn.

Schattige Gebirgs- und Waldbäche, sehr zerstr., fehlt im Nordwesten

_O. struthiópteris_ Hoffmann

5. _Wōōdsia_ R. Br., Wimperfarn.

Blattstiel glänzend rotbraun; Blätt. nebst dem Blattstiel mit

Spreuschuppen und gegliederten Haaren besetzt; untere Fiedern etwas

entfernt

_W. ilvénsis_ Babington

2 Unterarten: a) _rufídula_ Aschrs., Blätt. oft bräunlich grün,

auch später behaart und beschuppt; Fiedern jederseits mit 5-8 eif.

abgerundeten Zipfeln, die besonders am vorderen Rande deutlich

gekerbt sind; im Mittelgebirge, nicht sehr verbreitet; b) _alpína_

Gray (_W. hyperbórea_ R. Br.); Blätt. gelbgrün, weniger behaart,

später oft kahl; Fiedern jederseits mit 1-4 (meist 1-2) ganzrand.,

am Grunde keilf. Zipfeln; Riesengebirge, am Basalt der kleinen

Schneegrube) und im Gesenke (großer Kessel).

6. _Blechnum_ L., Rippenfarn.

Fiedern der unfruchtbaren Blätt. kammart. genähert, schmal längl.,

die der fruchtbaren entfernt, sehr schmal (Fig. 977). 7-9. Schattige

Stellen, zerstr.

_B. spicant_ Withering

7. _Scolopéndrium_ Smith, Hirschzunge.

Blätt. am Grunde etwas herzf. (Fig. 973), am Rande oft wellig;

Frhäufchen linealisch. 7-9. Steinige Wälder, Mauern, Brunnen, häufiger

im Rheinland, sonst sehr zerstr.

_Sc. vulgáre_ Smith

8. _Céterach_ Willd., Schuppenfarn.

Blätt. lederart., fiedert., mit längl. bis rundl., ganzrand. Fiedern.

7. 8. Felsen, alte Mauern, selten, am häufigsten in der Rheingegend

_C. officinárum_ Willd.

9. _Asplénium_ L., Streifenfarn.

_1._ Blattstiel etwa so lang od. länger als die Blattfläche[62]

_6_

-- Blattstiel kürzer als die Blattfläche

_2_

_2._ Blätt. doppelt gefiedert

_5_

-- Blätt. einfach gefied., linealisch od. linealisch-lanzettl.; Fiedern

rundl. bis längl. (Fig. 980)

_3_

_3._ Blattstiel und Spindel schmal geflügelt, bis zur Spitze glänzend

rot- bis schwarzbraun, elastisch; Fiedern meist in einer Ebene stehend,

sehr kurz gestielt, zuletzt einzeln abfallend. unt. meist kleiner. 7.

8. Felsritzen, Mauern, besonders im Gebirge

Brauner Str., _A. trichómanes_ L.

-- Blattstiel und Spindel ungeflügelt, letztere wenigstens an der

Spitze grün, unt. Fiedern kaum kleiner

_4_

_4._ Spindel nur im oberen Viertel grün und weich, sonst wie der

Blattstiel rot- bis purpurbraun; Fiedern meist senkrecht zur Spindel

gestellt, sehr kurz grün gestielt, zuletzt einzeln abfallend. 7. 8. Auf

Serpentin, selten

Serpentin-Str., _A. adulterínum_ Milde

-- Spindel wie der obere Teil des Blattstiels grün und weich; Fiedern

meist in einer Ebene liegend, deutlich gestielt (Fig. 980), nicht

abfallend, sondern mit der Spindel verwelkend, hellgrün. 7. 8. Felsen,

waldige Bergabhänge, sehr zerstr.

Grüner Str., _A. víride_ Hudson

_5._ Blattstiel nur am Grunde schwarzbraun, viel kürzer als die Fläche,

1 mm dick; Blätt. hellgrün, schmal lanzettl. (größte Breite bis ca. 1½

cm); unterste Fiedern entfernt, kleiner; Fiederchen gedrängt, eckig

gezähnt; Frhäufchen dem Mittelnerven genähert. 7-9. Schattige Felsen.

Nur an der »Jungfrau« bei Überkingen unweit Geislingen (Württemberg)

Schmaler Str., _A. fontánum_ Bernhardi

-- Blattstiel nebst dem unt. Teile der Spindel glänzend rotbraun,

etwas kürzer als die Fläche, bis 2 mm dick; Blätt. dunkelgrün, längl.

bis eif.-lanzettl. (größte Breite bis ca. 4 cm); unterste Fiedern

entfernt, wenig kleiner; Frhäufchen dem Rande genähert. 7-9. Wie vor.

Nur auf Vogesensandstein westlich von Weißenburg zwischen Fischbach und

Steinbach

Lanzettlicher Str., _A. lanceolátum_ Hudson

_6._ Blätt. gegabelt, mit 2-4 sehr schmalen Blättchen (Fig. 993) od.

(Fig. 981) einfach gefiedert $(höchstens am Grunde doppelt)$; Schleier

ganzrand.

_9_

-- Blätt. 2-4fach gefied. $(od. doch nur die obersten Fied. ungeteilt)$

_7_

_7._ Blattstiel dunkelbraun $(od. nur unter der Blattfläche an der

rinnigen Seite grün)$, bis 2 mm dick, am Grunde mit 2 Gefäßbündeln;

Blätt. 15-40 cm l.; Schleier ganzrand. od. geschweift. 7. 8.

Schwarzer Str., _A. adiántum nigrum_ L.

[Illustration: Fig. 991.]

3 Unterarten: a) _cuneifólium_ Viviani (_A. serpentíni_ Tausch),

Blätt. weich, glanzlos, meist 3eckig-eif., kurz zugespitzt, meist

nicht überwinternd; Fiedern meist gerade abstehend, selten etwas

aufwärts gekrümmt; Fiederchen letzter Ordnung keilf., vorn gestutzt

od. rhombisch (Fig. 991). Fast nur auf Serpentin. Fichtelgebirge,

Sächs. Erzgebirge, Schlesien, besonders um Zobten und im

Eulengebirge. b) _nigrum_ Heufler, Blätt. mehr od. weniger lederart.,

glänzend, eif.- bis lanzettl., lang zugespitzt, überwinternd.

Fiedern meist gerade absteh.; Fiederchen letzter Ordnung eif., am

Grunde verschmälert (Fig. 992). Felsen, Mauern, sehr zerstr. in

Mittel- und Süddeutschland. c) _oreópteris_ Heufler, Blätt. dick,

lederart., glänzend, überwinternd; Fiedern meist aufwärts gekrümmt

und zusammenneigend; Fiederchen mit verschmälertem, ganzrand.

Grunde schmal längl. bis eif. Nur auf Serpentin in Schlesien

(Zobtengebirge).

[Illustration: Fig. 992.]

-- Blattstiel höchstens bis zur Mitte dunkelbraun, 1 mm dick, auch am

Grunde nur mit 1 Gefäßbündel; Schleier gefranst od. anfangs ganzrand.,

zuletzt unregelmäßig gekerbt

_8_

_8._ Blätt. zart, starr, zerbrechlich, sehr fein zerteilt, mit längl.

bis lanzettl. (ca. 6-10 cm langer) Blattfläche, 3-4fach gefied.,

meist über 10 cm l.; Fiedern eif., stumpf, die unt. entfernt; letzte

Fiederchen keilf., mit sehr schmalen, vorn gekerbten od. 2-3spalt.

Zipfeln (Fig. 979); Blattstiel meist bis einige cm über dem Grunde

glänzend braun; Schleier zuerst ganz, später etwas gekerbt. 7. 8. Nur

am Kienberg bei Ruhpolding unweit Traunstein (Bayern)

Zerteilter Str., _A. fissum_ Kitaibel

-- Blätt. derb, biegsam, graugrün, mit meist 3eckiger (ca. 1-4 cm

langer) Blattfläche, 2-3fach gefiedert, meist nicht bis 10 cm lang;

obere Fiedern ungeteilt; letzte Fiederchen rautenf. bis verkehrt-eif.,

am Grunde keilig, vorn gekerbt od. gezähnt (Fig. 982); Blattstiel nur

ganz am Grunde braun; Schleierrand gefranst. Sehr vielgestaltig. 7-10.

Mauern, Felsen, besonders im Gebirge

Mauerraute, _A. ruta murária_ L.

_9._ Blattstiel fast allmählich in die Blattfläche übergehend, nur

ganz unten braun; Blätt. gegabelt, mit 2-4 keilf., an der Spitze

ungleich gezähnten, ca. 1-2 mm br. Fiedern (Fig. 993); Frhäufchen die

ganze Unterseite der Blättchen bedeckend. 7. 8. Felsspalten, Mauern,

verbreitet, im Norden selten

Nördlicher Str., _A. septentrionále_ Hoffmann

[Illustration: Fig. 993.]

-- Blattstiel von der Fläche deutlich gesondert, bis zur Mitte glänzend

braun; Blätt. hellgrün, glanzlos, einfach od. am Grunde doppelt

gefied.; Fiedern jederseits 2-5, die unt. sehr entfernt; Fiederchen

keilf., zuweilen sichelf. einwärts gekrümmt, die obersten zu einem

fiedersp. Endblättchen zusammenfließend. 7-9. Felsspalten, Mauern, sehr

zerstr.

$_A. trichomanes_ × _septentrionale_$ = _A. germánicum_ Weis

10. _Pterídium_ Gleditsch, Adlerfarn.

Wälder, Heiden, häufig. 7-9.

_P. aquilínum_ Kuhn

11. _Allosórus_ Bernhardi, Rollfarn.

Blätt. zart, gelbgrün, in Büscheln, die unfruchtbaren 3eckig-eif., mit

keilf., verkehrt-eif. Fiederchen, die fruchtbaren eif.-längl., mit sehr

schmalen, eingerollten Fiederchen. 7-9. Felsen der höheren Gebirge

_A. crispus_ Bernhardi

12. _Polypódium_ L., Tüpfelfarn, Engelsüß.

Mauern, Felsen, Baumstümpfe, schattige Abhänge, häufig. 8. 9.

_P. vulgáre_ L.

110. Familie. _Osmundáceae_, Rispenfarne.

1. _Osmúnda_ L., Königsfarn.

Heiden, Waldränder, Gebüsche, sehr zerstr. 6. 7.

_O. regális_ L.

111. Familie. _Ophioglossáceae_, Natternfarne.

1. _Ophioglóssum_ L., Natternfarn.

Wiesen, Triften, sehr zerstr. 6. 7.

_O. vulgátum_ L.

2. _Botrýchium_ Swartz, Rautenfarn.

_1._ Blätt. wenigstens in der Jugend behaart, im Umriß 3eckig, meist

breiter als lang, 2-4fach gefiedert

_4_

-- Blätt. stets kahl, meist länger als breit, nicht 3eckig

_2_

_2._ Blätt. im unt. Teile der Pfl. entspringend, gestielt, rundl. bis

eif., abgerundet, stumpf, fiedert. od. 3teilig, seltener ungeteilt. 6.

Grasige Triften, selten

Einfacher R., _B. simplex_ Hitchcock

-- Blätt. in od. über der Mitte der Pfl. entspringend, sitzend od. kurz

gestielt

_3_

_3._ Blätt. etwa in der Mitte der Pfl. sitzend, längl., einfach

gefied.; Fiedern halbmondf., sich meist deckend (Fig. 970). 6. 7.

Trockene Wiesen, zerstreut

Mondraute, _B. lunária_ Swartz

-- Blätt. über der Mitte der Pfl. sitzend, längl. od. eif., dick,

fleischig, 1-2fach gefied.; Fiedern locker, längl.; Fiederchen längl.,

ganzrand. od. 2-3kerbig. 5. 6. Trockene Wälder, sonnige Hügel, sehr

zerstr. $(_B. rutáceum_ Willd.)$

Ästiger R., _B. ramósum_ Aschrs.

_4._ Blätt. bis 6 cm lang gestielt, am Grunde der Pfl. entspringend,

fleischig, doppelt gefied., 3zähl.; Fiederchen eif. od. rundlich. 7. 8.

Lichte Wälder, sonnige Wiesen, selten

Kamillen-R., _B. matricáriae_ Sprengel

-- Blätt. fast sitzend, über der Mitte der Pfl. entspringend, dünn

krautig, 2-4fach gefied.; Fiederchen längl., mehr od. weniger geteilt.

7. 8. Waldwiesen. Nur in Ostpreußen und am Steinberg bei Ramsau unweit

Berchtesgaden

Virginischer R., _B. virginiánum_ Swartz

112. Familie. _Salviniáceae_, Schwimmblattgewächse.

1. _Salvínia_ Allioni, Schwimmblatt.

Stehende und langsam fließende Gewässer, zwischen Floßholz, selten. 6-8.

_S. natans_ Allioni

113. Familie. _Marsileáceae_, Kleefarne.

1. _Marsílea_ L., Kleefarn.

Stehende Gewässer, bei Rybnik in Schlesien und in Süddeutschland. 8-10.

_M. quadrifólia_ L.

2. _Pilulária_ Vaillant, Pillenfarn.

Sümpfe, Teiche, selten, besonders im nordwestl. Deutschland. 8. 9.

_P. globulífera_ L.

2. Klasse. _Lycopódinae_, Bärlappe.

114. Familie. _Lycopodiáceae_, Bärlapp-Gewächse.

1. _Lycopódium_, Bärlapp.

_1._ Sporenkapseln nicht in deutl. abgesetzten Ähren, in den Achseln

von Blätt., die den übrigen völlig gleich gestaltet sind; Steng.

aufsteigend, meist gabelästig, mit gleichhohen, genäherten Ästen (Fig.

994), die oft dichte Büschel bilden. Blätt. steif, meist aufrecht,

dicht stehend, dunkelgrün. 7-10. Schattige Wälder, nicht häufig

Tannen-B., _L. selágo_ L.

-- Sporenkapseln in deutlich abgegrenzten Ähren (Fig. 995); Blätt. der

Sporenähre von den übrig. mehr od. weniger verschieden

_2_

_2._ Sporenähren zu 2-6 auf einem gemeinschaftl., oben gegabelten

Stiele (Fig. 998). $(Der Stiel ist viel sparsamer und mit anders

gestalteten Blätt. besetzt als wie das Stämmchen)$

_5_

-- Sporenähren einzeln, endst., sitzend (Fig. 995). $(Das die Ähre

tragende Stück des Stengels ist nicht abweichend beblättert)$

_3_

[Illustration: Fig. 994.]

_3._ Blätt. dem Stengel angedrückt, die an den Kanten der

zusammengedrückten, unten 2rinnigen Zweige sitzenden scharf gekielt;

Sporenähre ca. 10-15 mm lang, ihre Blätt. allmählich in eine lange

stumpfl. Spitze übergehend; Stengel bis 60 cm lang, meist oberirdisch

kriechend. 8. 9. Grasige und steinige Gebirgstriften

Alpen-B., _L. alpínum_ L.

-- Blätt. vom Stengel mehr od. weniger abstehend, ungekielt; Sporenähre

länger

_4_

_4._ Kriechender Stengel 2-10 cm lang, wenig verzweigt, meist nur ein

aufrechter, ca. 4-8 cm hoher, die Sporenähre tragender Ast vorhanden;

Blätt. der Sporenähre so lang od. länger als die übrigen, aus eif.

Grunde in eine lange, abstehende Spitze verschmälert; Blätt. des

kriechenden Stengels nach oben gerichtet, die des aufrechten allseitig

abstehend (Fig. 995), alle pfrieml.-linealisch, ganzrandig. 8-10.

Moorige Stellen, zerstr.

Sumpf-B., _L. inundátum_ L.

[Illustration: Fig. 995.]

-- Stengel weit kriechend (bis 1 m), wiederholt gabelästig, die

aufrechten Äste bis 30 cm hoch; Blätt. der Sporenähre kürzer als

die übrigen, rundl.-eif., kurz zugespitzt, am Rande trockenhäutig;

Blätt. des Stengels sperrig abstehend od. zurückgebogen, fein gesägt,

linealisch-lanzettlich. 8. 9. Schattige Wälder, zerstr.

Sprossender B., _L. annótinum_ L.

_5._ Äste mehr od. weniger zusammengedrückt, 4reihig beblätt., die

kantenst. Blätt. gekielt, die flächenst. ungekielt, alle spitz (ohne

ein Borstenhaar); Blätt. der Sporenähre sehr breit, mit scharf

abgesetzter, kurzer Spitze; Ährchen zu 2-6. 8. 9. Heiden, Wälder,

besond. unter Kiefern, zerstr.

Flacher B., _L. complanátum_ L.

[Illustration: Fig. 996.]

2 Unterarten: a) _anceps_ Wallroth, Pfl. grasgrün, die nicht

sporentragenden Äste fächerf. verzweigt, bis 3 mm br., kantenst.

Blätt. breiter als die flächenst., mit abstehender Spitze (Fig. 996).

b) _chamaecyparíssias_ A. Br., Pfl. graugrün, d. nicht sporentrag.

Äste dicht büschel., 1½ mm br., kantenst. Blätt. nicht breiter als

die flächenst., angedrückt (Fig. 997).

[Illustration: Fig. 997.]

-- Äste alle rund; Blätt. spiralig angeordnet, an den aufrechten Ästen

in ein langes Borstenhaar auslaufend; Blätt. der Sporenähre eif., mit

langer, farbloser Borste; Ährchen zu 2-3 (Fig. 998). 7. 8. Heiden,

Nadelwälder, verbreitet

Kolben-B., _L. clavátum_ L.

[Illustration: Fig. 998.]

115. Familie. _Selaginelláceae_, Mooskrautgewächse.

1. _Selaginélla_ Spring, Mooskraut.

Blätt. spiralig angeordnet, gleich gestaltet, spitz, entfernt fransig

gezähnt, dunkelgrün. 7. 8. Grasige, steinige Abhänge höherer Gebirge,

sehr selten in der Ebene (Oberbayern)

Gezähntes M., _S. selaginoídes_ Link

Blätt. 4reihig, paarweise ungleich, die seitl. wagerecht abstehend,

die oberen kleiner, anliegend, alle ganzrand., glänzend grasgrün. 6-8.

Alpen, Oberbayern, Fichtelgebirge, Schlesien (Jägerndorf, Troppau).

Schweizer M., _S. helvética_ Link

116. Familie. _Isoëtáceae_, Brachsenkrautgewächse.

1. _Isoëtes_ L., Brachsenkraut.

Blätt. dunkelgr., steif, kurz zugespitzt; Großsporen[63] dicht mit

kleinen Höckern besetzt, selten fast glatt. 6-9. Auf dem Grunde von

Seen und Teichen, sehr zerstr.

Sumpf-Br., _I. lacústris_ L.

Blätt. hellgrün, biegsam, allmählich fein zugespitzt; Großsporen

dicht mit dünnen, sehr zerbrechl. Stacheln besetzt. 7-9. Wie vor. In

Westpreußen, Pommern, Holstein (Lockstedt), Schwarzwald

Stachelsporiges B., _I. echinóspora_ Durieu

3. Klasse. _Equisétinae_, Schachtelhalme.

117. Familie. _Equisetáceae_, Schachtelhalmgewächse.

1. _Equisétum_ L., Schachtelhalm.

_1._ Fruchtbare[64] und unfruchtbare Stengel gleich gestaltet, zu

gleicher Zeit erscheinend, stets grün

_5_

-- Fruchtbare und unfruchtbare Stengel verschieden gestaltet, erstere

anfangs nicht grün

_2_

_2._ Pfl. zuerst (Frühjahr) bleiche, astlose, bald welkende fruchtbare

und erst später grüne, verzweigte, unfruchtbare Stengel entwickelnd

_4_

-- Pfl. zu gleicher Zeit mit fruchtbaren und unfruchtbaren Stengeln,

erstere anfangs meist bleich, astlos, später grün und verzweigt

_3_

_3._ Scheiden der fruchtbaren Stengel groß (bis 2,5 cm l.), glockig, in

der oberen Hälfte rotbraun, mit 3-6 stumpfen, rötl. od. bräunl. Zähnen;

Äste des unfruchtbaren Stengels lang, dünn, 2mal quirlig verzweigt. 5.

6. Schattige Wälder, nicht selten

Wald-Sch., _E. silváticum_ L.

-- Scheiden der fruchtbaren Stengel trichterf., bläulichgrün, mit 12-20

spitzen, breit lanzettl. Zähnen; Äste der unfruchtbaren Stengel meist

nicht verzweigt, graugrün. 5. 6. Wie vor., sehr zerstr.

Wiesen-Sch., _E. praténse_ Ehrh.

_4._ Scheiden der fruchtbaren Stengel sehr genähert (teilweise

zusammenstoßend), becherf., mit 20-40 haarfein zugespitzten Zähnen;

unfruchtbare Stengel weiß, bis fingerdick, bis 150 cm hoch, ungefurcht;

Äste meist unverzweigt, gefurcht. 4. 5. Feuchter Boden, Waldsümpfe,

sehr zerstr. (E. _telmatéja_ Ehrh.)

Riesen-Sch., _E. máximum_ Lamarck

-- Scheiden der fruchtbaren Stengel stets entfernt, mit 6-19

schwarzbraunen Zähnen; unfruchtbare Stengel grün, bis 3 mm dick und bis

50 cm hoch, gefurcht, Äste meist verzweigt. 3. 4. Äcker, Wege, gemein

Acker-Sch., _E. arvénse_ L.

_5._ Sporenähre spitz; Stengel meist rauh und hart

_7_

-- Sporenähre stumpf, bis zur Spitze mit »Sporenblätt.« besetzt;

Stengel glatt od. etwas rauh

_6_

_6._ Stengel gefurcht, dünn (bis 4 mm dick), meist verzweigt, nebst den

Ästen etwas rauh; Scheiden grün, mit 4-12 breit-weißhäutig berandeten

Zähnen. 5. 6. Sumpfwiesen, Ufer, häufig

Sumpf-Sch., _E. palústre_ L.

-- Stengel ungefurcht, bis 8 mm dick, seltener verzweigt, sehr glatt;

Scheiden glänzend grün, mit 10-30 schwarzen, sehr schmal häutig

berandeten Zähnen. 5. 6. Gräben, Teiche, Sümpfe, meist gemein $(E.

_limósum_ Willd.)$

Teich-Sch., _E. heleócharis_ Ehrh.

Flora von Deutschland Ein Hilfsbuch zum Bestimmen der zwischen den deutschen Meeren und den Alpen wildwachsenden und angebauten Pflanzen · 第 42 / 45 段