Ändert ab: _curváta_ Knaf, Spelzen dunkler; Fr. erst von der Mitte an

geflügelt; Stengel zuletzt abwärts gekrümmt. Selten.

_III. Heterostáchyae_, Verschiedenährige.

_1._ Narben 3

_11_

-- Narben 2

_2_

_2._ Fr. ohne od. mit kurzem, rundem, gestutztem Schnabel, kahl

_5_

-- Fr. mit 2zähnigem Schnabel

_3_

_3._ Fr. kurzborstig behaart, mit häutig berandetem, rauhem Schnabel;

Stbährchen 1, Stempelährchen 1-2, genähert; Blätt. borstl., rinnig,

etwa ½ mm br. 7. Selten im Kies der Alpenflüsse (München)

Stachelspitzige S., _C. mucronáta_ Allioni

-- Fr. ganz kahl

_4_

_4._ Blätt. an der Spitze flach zusammengedrückt; Stengel oben

stumpfkantig; Endährchen an der Spitze od. auch am Grunde mit

Stempelbltn; Frschnabel am Rande gesägt. 6. 7. Torfmoore, Hengster bei

Offenbach, südl. Hannover, Oberbayern

_C. dioéca_ × _echinata_ = _C. gaudiniána_ Guthnick

-- Blätt. und Stengel oben scharf 3kantig; Ährchen gedrängt; Frschnabel

glatt, oben häutig berandet. 7. Moore. Tilsit, Wohlau (Schlesien),

Polzin (Pommern), Hamburg

Kleinährige S., _C. microstáchya_ Ehrh.

_5._ Pfl. mit kriechenden Ausläufern, nicht in dichten Rasen wachsend

_7_

-- Pfl. ohne Ausläufer, große, dichte Rasen bildend; Stengel am Grunde

mit blattlosen Scheiden, die netzartig zerfasert sind (Fig. 876)

_6_

[Illustration: Fig. 876.]

_6._ Alle Blattscheiden netzfaserig, gelbbraun; Blätt. graugrün;

Stengel steif aufrecht; Fr. deutlich 5-7nervig. H. 60-100 cm. 4. 5.

Tiefe Sümpfe, zerstr.

Steife S., _C. stricta_ Lam.

-- Nur die unt. Blattscheiden netzfaserig, purpurrot; Blätt. hellgrün;

Stengel etwas schlaff; Fr. nervenlos H. 20 bis 70 cm. 4. 5. Feuchte

Wiesen, besonders im Norden

Rasige S., _C. caespitósa_ L.

_7._ Grundst. Scheiden blattlos, rotbraun, groß, stark netzig zerfasert

(Fig. 877); Fr. nervenlos, innen flach, außen gewölbt. H. ½-1 m. 4.

5. Flußufer, sehr selten. Breitenhagen bei Barby, Leipzig, Odertal in

Schlesien

Bueks-S., _C. buékii_ Wimmer

[Illustration: Fig. 877.]

-- Unt. Scheiden mit Blattflächen, meist nicht netzig zerfasert

_8_

_8._ Stengel weit herab sehr rauh, 40-100 cm hoch; Blätt. 4-8 mm

br.; Ährchen schlank walzenf., Stbährchen 2-3, Stempelährchen 3-5,

später überhängend; Hüllblatt des untersten Ährchens den Stengel meist

überragend; Fr. beiderseits gewölbt. 4. 5. Ufer, Gräben, häufig $(_C.

acúta_ L. z. T)$

Scharfe S., _C. grácilis_ Curt.

-- Stengel glatt od. nur oberwärts rauh, bis 30 (selten bis 70) cm

hoch; unterstes Hüllblatt den Stengel meist nicht weit überragend

_9_

_9._ Hüllblatt des untersten Ährchens steif und sehr kurz; Blätt.

starr, oft zurückgekrümmt; Stengel sehr steif; Stbährchen 1; Fr.

nervenlos, undeutlich 3seitig. 6. 7. Sudeten, Fichtelberg i. Erzgeb.,

Brocken.

Starre S., _C. rígida_ Goodenough

-- Hüllblatt des untersten Ährchens mindestens die Spitze des Stengels

erreichend; Blätt. nicht zurückgekrümmt

_10_

_10._ Fr. deutlich nervig, gelb, breit eif.; Stbährchen meist 2-3,

Stempelährchen 2-3, dicht gedrängt, dick; Stengel stumpfkantig,

glatt; Blätt. sehr schmal, eingerollt. 6. 7. Dünentäler der nord- und

ostfriesischen Inseln, bei Hoyer

Dreinervige S., _C. trinérvis_ Deglandier

-- Fr. undeutlich nervig, außen schwach gewölbt, länger als die

Spelzen; Ährchen meist kurz, aufrecht, Stbährchen 1; Stengel

scharfkantig, oberwärts rauh. Sehr veränderlich. 4. 5. Wiesen, Sümpfe,

gemein. $(_C. vulgáris_ Fries)$

Wiesen-S., _C. goodenoughii_ Gay

_11._ (1.) Fr. mit deutlichem, 2zähnigem oder 2spaltigem Schnabel (Fig.

892)

_38_

-- Fr. ungeschnäbelt oder mit kurzem, stielrundem, vorn abgeschnittenem

Schnabel, der an der Spitze etwas ausgerandet od. kurz 2zähnig ist.

$(Vergl. Fig. 878-880)$

_12_

_12._ Fr. behaart

_27_

-- Fr. kahl $(bei _C. glauca_ rauh)$

_13_

_13._ Endährchen in der Regel nur mit Stbbltn

_15_

-- Endährchen in der Regel an der Spitze mit Stempel, am Grunde mit

Stbbltn

_14_

_14._ Unt. Blattscheiden meist purpurn, fein netzig zerfasert; Ährchen

kurz gestielt; Spelzen[54] fein zugespitzt, dunkelbraun; Fr. nervig. 5.

6. Feuchte Wiesen, selten

Buxbaums-S., _C. buxbāūmii_ Wahlenberg

-- Unt. Blattscheiden meist dunkelbraun, kaum netzfaserig; unt. Ährchen

ziemlich lang gestielt, hängend; Spelzen schwarz; Fr. nervenlos, grün

od. $(var. _atérrima_ Hoppe)$ schwärzlich. 6. 7. Nur in den Sudeten

Schwarze S., _C. atráta_ L.

_15._ Seitliche Ährchen sitzend, aufrecht; Hüllblätt. am Grunde

trockenhäutig, nicht scheidig; Fr. kurz geschnäbelt, rundl.,

glänzend; Blätt. bis 1 mm br., kurz. 4. 5. Sonnige Hügel, besond. in

Mitteldeutschl.

Niedrige S., _C. supína_ Wahlenberg

-- Seitliche Ährchen (besonders die unt.) deutlich gestielt (der Stiel

zuweilen in der Scheide des Hüllblattes versteckt), zuletzt oft hängend

_16_

_16._ Hüllblätt. (besonders das des untersten Ährchens) mit

wohlausgebildeter Scheide

_20_

-- Hüllblätt. nicht od. nur ganz kurz scheidig

_17_

_17._ Blätt. nebst den unt. Blattscheiden flaumhaarig, schlaff;

Stbährchen 1, oft von dem untersten Hüllblatt überragt, Stempelährchen

2-3, dichtblütig, aufrecht; Fr. ungeschnäbelt. Pfl. rasig,

hellgelbgrün. 5. 6. Wälder, Wiesen, zerstr.

Bleiche S., _C. palléscens_ L.

-- Blätt. und Blattscheiden kahl; Pfl. mit Ausläufern; Frährchen meist

hängend, dichtblütig.

_18_

_18._ Stbährchen 2-3 (selten 1); Fr. braun, elliptisch, rauh; Blätt.

flach, ziemlich steif, kürzer als der am Grunde reich beblätterte,

glatte Stengel. Pfl. blaugrün. 4-6. Nasse Wiesen, Wälder, zerstreut.

$(_C. flacca_ Schreber)$

Blaugrüne S., _C. glauca_ Murray

-- Stbährchen 1 (selten 2); Stengel unten mit Scheiden ohne

Blattfläche; Fr. elliptisch, linsenf., stumpf

_19_

_19._ Fr. stark 5nervig, graugrün; Spelzen meist rotbraun, mit grünem

Rückennerv; Stempelährchen 1-2, auf zarten Stielen; Blätt. fast

borstl., rinnig gefaltet, graugrün. 5-7. Torfsümpfe, sehr zerstreut

Schlamm-S., _C. limósa_ L.

-- Fr. undeutlich nervig, grasgrün; Spelzen dunkler; Stempelährchen

2-3, kleiner; Blätter flach, breiter, grasgrün. 6. 7. Moore.

Riesengebirge, Erzgebirge (Karlsfeld), Bayrischer Wald und bei Tilsit

Gletscher-S., _C. irrígua_ Smith

_20._ Blätt. behaart (besonders am Rande), 6-10 mm br.; Stempelährchen

entfernt, lockerblütig, stets aufrecht, ihre Spelzen grün; Fr.

fast kugelig, stark nervig, mit kurzem, 2zähnigem Schnabel. 4. 5.

Bergwälder, selten

Behaarte S., _C. pilósa_ Scopoli

-- Blätt. kahl

_21_

_21._ Stempelährchen auch zur Frzeit aufrecht; Fr. fast kugelig bis eif.

_24_

-- Stempelährchen besonders zur Frzeit hängend $(vergl. _C.

strigosa!_)$; Fr. lanzettl. bis elliptisch

_22_

_22._ Pfl. bis 20 cm hoch; Blätt. 1-2 cm br., rinnig; Stempelährchen

wenig- und lockerblütig, lang- und haarfein gestielt; Fr. zugespitzt

(Fig. 878), nervenlos, glänzend. 6. 7. Sudeten

Haarstengelige S., _C. capilláris_ L.

-- Pfl. 60-120 cm hoch; Blätt. flach. Waldpfl.

_23_

_23._ Stempelährchen gedrungenblütig, bis 15 cm l.; Spelzen braun; Fr.

undeutl. nervig, mit ausgerandetem Schnabel; Blätt. 8-16 mm br. Pfl.

dichtrasig, etwas graugrün. 6. Sehr zerstr.

Hängende S., _C. péndula_ Hudson

-- Stempelährchen lockerblütig, dünn und schlank, fast aufrecht;

Spelzen weißlich, weit kürzer als die längsnervige Fr. Pfl. mit

Ausläufern, grasgrün. $(Kann leicht für _C. silvatica_ gehalten

werden.)$ 5. Feuchte Waldstellen, sehr zerstr.

Schlanke S., _C. strigósa_ Hudson

[Illustration: Fig. 878.]

_24._ Spelzen weiß, glänzend; Fr. blaßgelb, zuletzt braun, in kurzen,

lockeren Ährchen; Hüllblätt. häutig, ohne Spreite. 4. 5. Wälder, in

Süddeutschl.

Weiße S., _C. alba_ Scopoli

-- Spelzen braun, oft mit weißl. Rande und grünem Rücken; Hüllblätt.

(wenigstens an der Spitze) blattart.

_25_

_25._ Stempelährchen dichtblütig, meist 12blütig; unterstes Hüllblatt

mit blattart. Spitze; Spelzen hell rostbraun, weißl. berandet; Fr.

kurz geschnäbelt, grünlichbraun. 4. 5. Sonnige Gipsfelsen des südl.

Harzrandes

Glänzende S., _C. nítida_ Host

-- Stempelährchen lockerblütig; unterste Hüllblätt. blattart.

_26_

_26._ Pfl. blaugrün; Stbährchen fast stets aufrecht; Fr. aufgeblasen,

mit kurzem, stumpfem Schnabel (Fig. 879). 4-6. Feuchte Wiesen, gemein

Hirse-S., _C. panícea_ L.

[Illustration: Fig. 879.]

-- Pfl. grasgrün; Stbährchen zur Blütezeit rechtwinkl. zurückgeknickt;

Fr. mit verlängertem, ausgerandetem Schnabel (Fig. 880); obere

Blattscheiden mehr od. weniger aufgeblasen. 6. 7. Sudeten, Brocken,

Ostpreußen

Armblütige S., _C. sparsiflóra_ Steudel

[Illustration: Fig. 880.]

_27._ (12.) Stbährchen (wenigstens nach der Blüte) von dem obersten

Stempelährchen überragt (Fig. 883)

_37_

-- Stbährchen auch nach der Blüte über die Stempelährchen hinwegragend

_28_

_28._ Hüllblätt. am Grunde nicht od. sehr kurz scheidig

_31_

-- Hüllblätt. lang scheidig[55]

_29_

_29._ Stempelährchen fast ganz in den Scheiden der weißl. Hüllblätt.

versteckt, entfernt, 2-4blütig; Spelzen häutig, breit weiß berandet;

Blätt. starr, zuletzt länger als der 5-10 cm hohe Stengel. 3. 4.

Sonnige Hügel, zerstr., im Norden fehlend

Erd-S., _C. húmilis_ Leysser

-- Stempelährchen nicht in den Scheiden der Hüllblätt. eingeschlossen;

Stengel 10-30 cm hoch, länger als die Blätt.

_30_

_30._ Unterstes Stempelährchen fast am Grunde des Stengels

entspringend, sehr lang gestielt, die oberen genähert, meist 5blütig;

Fr. erhaben nervig, fein behaart; Spelzen rotbraun, mit grünem

Mittelstreifen. 3. 4. Trockenes Grasland. Am Isteiner Klotz in Baden,

bei Pfirt im Oberelsaß

Grundblütige S., _C. gynóbasis_ Villars

-- Ährchen sämtlich oben am Stengel, die stempeltragenden etwas

entfernt, vielblütig, lang gestielt; Stengel rauh, 3kantig. 4. 5. Nur

bei Priestram im Kreise Nimptsch (Schlesien)

Fuß-S., _C. pedifórmis_ C. A. Meyer

_31._ Unterstes Hüllblatt trockenhäut., zuweilen mit laubart. Spitze;

Stbährchen mehr od. weniger keulenf.

_34_

-- Unterstes Hüllblatt blattart., selten am Rande etwas trockenhäutig;

Stbährchen walzlich

_32_

_32._ Pfl. dichte Rasen bildend; Stempelährchen meist 3 (2-5), kugelig

od. eif., genähert; Fr. rundl., nervenlos; unt. Hüllblatt aufrecht

abstehend; Stengel zur Frzeit niederliegend. 4. 5. Trock. Wäld.,

Heiden, häufig

Pillen-S., _C. pilulífera_ L.

-- Pfl. kriechend; Stempelährchen etwas entfernt; unt. Hüllblatt meist

fast wagerecht abstehend

_33_

_33._ Fr. dicht weißfilzig, nervenlos; Spelzen stachelspitzig, nicht

trockenhäut.; Stempelährchen meist walzl.; Blätt. und Stengel steif. 5.

6. Grasplätze, Waldränder, Wiesen, zerstr., im Nordwesten fehlend

Filzige S., _C. tomentósa_ L.

-- Fr. dünnfilzig, grün, mit durchscheinenden Nerven, vorn

verschmälert; Spelzen stumpfl., trockenhäut.; Stempelährchen kugelig;

Blätt. weich; Stengel zart. 5. 6. Feuchte Kiefernwälder in Ostpreußen

Kugelige S., _C. globuláris_ L.

_34._ Spelzen vorn breit abgerundet und hier mit breitem, oft fransig

zerschlitzt., weiß. Hautrande (Fig. 881a); Stempelährchen 1-2, eif.;

Fr. mit kurzem, stumpfem Schnabel; Blätt. steif, oft zurückgekrümmt. 4.

5. Heiden, Waldränder, zerstr.

Heide-S., _C. ericetórum_ Pollich

[Illustration: Fig. 881.]

-- Spelzen mehr oder weniger spitz (Fig. 881b), ganzrandig

_35_

_35._ Unt. Blattscheiden blutrot; Blätt. höchstens 2 mm br., weich,

hellgrün, zuletzt länger als der zarte Stengel; Spelzen schwarzbraun,

mit hellem Mittelnerv, kürzer als die hellgrüne Fr. Pfl. dicht rasig.

4. 5. Laubwälder, zerstr.

Berg-S., _C. montána_ L.

-- Unt. Blattscheiden braun; Blätt. 2-3 mm br., steif; unterstes

Ährchen kurz gestielt

_36_

_36._ Stengel kürzer als die entwickelten, sehr langen (30-40 cm)

Blätt.; Pfl. dichte Rasen bildend; Nüßchen (im Innern des »Schlauches«)

breit-eif., vorn plötzlich abgestutzt. 5. 6. Wälder, in Mittel- und

Süddeutschl. $(_C. longifólia_ Host)$

Schatten-S., _C. umbrósa_ Host

-- Stengel schon zur Blütezeit länger als die Blätt., mit kurzen

Ausläufern; Nüßchen nach vorn allmählich verschmälert. 3. 4. Trockene

Hügel, häufig

Frühe S., _C. caryophýllea_ Lat.

_37._ (27.) Stempelährchen fast von einem Punkte entspringend (Fig.

882), bis 1 cm lang, 3-5blütig; Fr. fast doppelt so lang als die

ganzrand., bleichen Spelzen. 5. Laubwälder, sehr zerstr. im mittl. und

südl. Gebiet

Vogelfuß-S., _C. ornithópoda_ Willd.

[Illustration: Fig. 882.]

-- Stempelährchen etwas entfernt (Fig. 883), bis 3 cm l., 5-10blütig;

Fr. etwa so lang als die gezähnelten, meist rotbraunen Spelzen. 4. 5.

Wie vor., zerstr.

Finger-S., _C. digitáta_ L.

_38._ (11.) Fr. kahl $(zuweilen am Kiel und Schnabel rauh)$

_41_

-- Fr. behaart $(Vergl. aber _C. aristata_)$

_39_

[Illustration: Fig. 883.]

_39._ Fr. kurz geschnäbelt, aufgeblasen, längl.-eif. (Fig. 884);

Spelzen längl., stachelspitzig; Hüllblätt. ohne od. mit sehr kurzen

Scheiden; Blätt. rinnig, kahl, kaum breiter als der dünne, kahle,

graugrüne Stengel. 5. 6. Torfige Orte, ziemlich zerstr. $(_C.

filifórmis_ Aut.)$

Faden-S., _C. lasiocárpa_ Ehrh.

[Illustration: Fig. 884.]

-- Fr. mit langem Schnabel (bis 2 mm), ei-kegelf.; Spelzen eif., mit

langer, gesägter Spitze; Blätt. 3-8 mm br., flach, ihre Scheiden meist

weichhaarig

_40_

_40._ Schnabelzähne innen sehr rauh, starr, verdickt (Fig. 885); Fr.

gleichmäßig dicht behaart $(zuweilen zerstreut behaart und dann die

ganze Pfl. kahl = var. _hirtifórmis_ Persoon)$; Spelzen der Stbbltn

mit breitem Hautrande, oberwärts behaart; Blätt. behaart, etwa so lang

als der am Grunde verdickte Stengel; untere Scheiden mit schwachem

Fasernetz. 5. 6. Wiesen, Grasplätze, gemein

Behaarte S., _C. hirta_ L.

[Illustration: Fig. 885.]

-- Schnabelzähne innen meist glatt (Fig. 886); Fr. nur oberwärts

zerstr. behaart, zuweilen kahl; Spelz. der Stbbltn schmal hautrandig,

nur am oberen Rande etwas gewimpert; Blätt. nur unterseits schwach

behaart, länger als der am Grunde stark verdickte Stengel; untere

Scheiden derb, netzfaserig. 5. 6. Sumpfige, buschige Wiesen. Nur in

Schlesien (Kanth), Posen (Hohensalza) und Brandenburg (Nauen)

Begrannte S., _C. aristáta_ R. Br.

[Illustration: Fig. 886.]

_41._ Mehrere Staubährchen an der Spitze des Stengels[56]

_56_

-- Nur ein Staubährchen vorhanden

_42_

_42._ Stempelährchen linealisch, dünn, etwa 7-10mal so lang als breit,

bald hängend od. nickend

_54_

-- Stempelährchen eif. bis längl., dicker, höchstens 5mal so lang als

breit[57]

_43_

_43._ Blattscheiden an der Mündung gegenüber der Blattspreite mit einem

trockenhäutigen Anhängsel (Fig. 887)

_49_

-- Blattscheiden ohne solches Anhängsel

_44_

_44._ Stempelährchen kugelig od. kurz-eif., aufrecht, die oberen

genähert, das unt. entfernt; Fr. sperrig abstehend, aufgeblasen,

nervig, mit rauhem Schnabel; unterstes Hüllblatt lang, meist

zurückgeknickt. Pfl. gelbgrün. 5. 6. Sumpfwiesen, Waldsümpfe

Gelbe S., _C. flava_ L.

Kommt in 3 Formen vor: a) _vulgáris_ Döll, Fr. ziemlich groß, ihr

Schnabel lang, abwärtsgebogen; Blätt. breit, flach; Stengel steif,

scharfkantig, 20-60 cm hoch; b) _lepidocárpa_ Tausch, Fr. kleiner,

mit kürzerem, weniger gebogenem Schnabel; Blätt. schmäler, rinnig;

Stengel schlaffer, bis 30 cm hoch; c) _oedéri_ Ehrhart, Fr. klein,

kurz und meist gerade geschnäbelt; Blätt. sehr schmal, oft länger als

der 3-15 cm hohe Stengel.

[Illustration: Fig. 887.]

-- Stempelährchen elliptisch bis längl.-lanzettl.; Frschnabel gerade

vorgestreckt

_45_

_45._ Pfl. mit unterird. Stengel, der einzelne oberird. Stengel treibt

_48_

-- Pfl. ohne Ausläufer, dicht rasig

_46_

_46._ Blattfläche des untersten Hüllblattes mehrmals länger als dessen

Scheide; Stempelährchen 3-6blütig; Fr. unten aufgeblasen, vielnervig.

5. 6. Gebirgswälder. Nur im Sauertal (Erzener Berg) und im Elsaß

(Kastenwald bei Neubreisach)

Bauchfrüchtige S., _C. depauperáta_ Good.

-- Blattfläche des untersten Hüllblattes höchstens so lang als dessen

Scheide

_47_

_47._ Stempelährchen meist 2, gedrungen, 3-6blütig; Spelzen braun;

Stengel nur am Grunde mit starren, abstehenden, 3reihigen Blätt. H.

10-15 cm. 6. Mit den Alpenflüssen in die Täler herabkommend

Feste S., _C. firma_ Host

-- Stempelährchen meist 3, schlank, ziemlich locker, 6-12blütig;

Spelzen rotbraun; Fr. fast nervenlos; Blätt. lang und schmal. 5. 6.

Oberbayern, Württemberg (Illertal), Baden (Jura)

Immergrüne S., _C. sempervírens_ Villars

_48._ Spelzen der Stbährchen bleichgelb, die der Stempelährchen

grünl., mit weißem Saum; Stempelährchen 1-2, aufrecht, 6-12blütig; Fr.

verkehrt-eif. 5. Nur auf der Schwedenschanze bei Priestram im Kreise

Nimptsch (Schlesien)

Micheli's-S., _C. michélii_ Host

-- Spelzen aller Ährchen schwarzbraun, mit schmalem, grünem

Mittelstreifen; Stempelährchen meist 4, unt. sehr entfernt, lang

gestielt, später überhängend; Fr. lanzettl., an den Kielen borstig

gewimpert. 6-8. Quellige Orte, am Feldberg (Baden) und am Hoheneck

Kälteliebende S., _C. frígida_ Allioni

_49._ (43.) Schnabel der Fr. am Rande von feinen Zähnen rauh

_52_

-- Schnabel der Fr. an den Rändern glatt und kahl

_50_

_50._ Stiel des untersten Ährchens von der Scheide des Hüllblattes

eingeschlossen; obere Ährchen genähert; Hüllblatt länger als der Halm,

zuletzt weit abstehend od. zurückgekrümmt; Fr. stark nervig, deutlich

2-3kantig; Blätt. sehr schmal, eingerollt. 7. 8. Dünen, Salzsümpfe, an

der Ostseeküste, auf den ostfriesischen Inseln, Eiderstedt, Oldesloe,

Insel Röm, bei Ahrensch unweit Cuxhaven

Ausgedehnte S., _C. exténsa_ Goodenough

-- Stiel des untersten Ährchens aus der Scheide hervortretend; Ährchen

alle entfernt

_51_

_51._ Fr. deutlich nervig, eif., mit haarspitzig gezähntem Schnabel;

Spelzen meist verschmälert zugespitzt; Blätt. breit linealisch. 5. 6.

Nur in der Rheingegend

Glatte S., _C. laevigáta_ Smith

-- Fr. mit hervortretendem Randnerven, sonst undeutlich nervig,

beiderseits gewölbt, gelblich, glasglänzend, oft punktiert, später

wagerecht abstehend, ihr Schnabel kurz 2zähnig; Blätt. schmal, rauh.

Pfl. gelbgrün od. grasgrün. 6. 7. Sehr selten. Westpreußen (Kr.

Putzig), auf Langeoog, Juist und Borkum

Punktierte S., _C. punctáta_ Gaudin

[Illustration: Fig. 888.]

_52._ Spelzen der Stempelbltn stumpfl., nicht stachelspitzig (Fig.

888a); rotbraun, mit grünem Mittelnerv und weißlichem Rande; Fr.

nervig, gelbgrün, ihr Schnabel am Rande rauh, die Innenseite der Zähne

glatt (Fig. 889); Hüllblätt. kurz; Blätt. schmal. Pfl. hellgrün, locker

rasig od. kurz kriechend. 6. 7. Moorwiesen, zerstr.

Rotbraune S., _C. Hornschuchiána_ Hoppe

[Illustration: Fig. 889.]

-- Spelzen der Stempelbltn eif., mit Stachelspitze (Fig. 888b); Zähne

des Schnabels innen mit kleinen Stacheln (Fig. 890)

_53_

[Illustration: Fig. 890.]

_53._ Fr. mit 2 starken grünen Kielen, sonst undeutlich nervig, meist

purpurn überlaufen, 3kantig; Spelzen braun; untere Ährchen weit

entfernt. 5. 6. Rheinprovinz (besonders an der belgischen Grenze), bei

Thannhausen in Württemberg

Zweinervige S., _C. binérvis_ Smith

-- Fr. nervig, mit hervortretend. Seitennerven, grün, zuweilen dunkel

überlaufen; Spelzen rostbraun, mit schmalem Hautrande; Ährchen

entfernt. Pfl. dicht rasig. 5. 6. Feuchte Wiesen, salzliebend, zerstr.

Entferntährige S., _C. distans_ L.

_54._ (42.) Spelzen vorn fein gesägt, lang zugespitzt (Fig. 891);

Stempelährchen 3-6, dichtblütig, langgestielt, oft doldenähnlich

genähert; Fr. dünn, nervig, glänzend, sperrig abstehend; Blätt. breit,

flach; Stengel scharfkantig, rauh. Pfl. hellgrün, rasig. 6. Ufer,

Sümpfe, zerstr.

Cypergrasähnliche S., _C. pseudocýperus_ L.

[Illustration: Fig. 891.]

-- Spelzen ganzrand., nicht mit langer, pfrieml. Spitze; Stempelährchen

lockerblütig

_55_

_55._ Blätt. kaum ½ mm br., eingerollt; Stbährchen hell rostbraun;

Stempelährchen 2-3, ihre Spelzen purpurbraun; Fr. längsnervig. 6. 7.

Voralpen. $(_C. ténuis_ Host)$

Kurzährige S., _C. brachystáchys_ Schrank

-- Blätt. 4-8 mm br., flach; Stbährchen grünlichgelb; Stempelährchen

3-6; Spelzen grünlich; Fr. nervenlos. 6. Laubwälder, häufig

Wald-S., _C. silvática_ Hudson

_56._ (41.) Hüllblätt. nicht od. sehr kurz scheidig

_58_

-- Hüllblätt. lang scheidig, den Stengel weit überragend

_57_

_57._ Fr. fast regelmäßig 4- oder 5reihig angeordnet, 5 mm lang,

glänzend braun, mit langem, scharf gesägtem Schnabel; Stempelährchen

2-4, kurz, dicht. 4. 5. Feuchtes Grasland, nur in Thüringen und

Rheinhessen

Gersten-S., _C. hordeístichos_ Villars

-- Fr. nicht in geraden Reihen, unregelmäßig gestellt, 3 mm lang,

glanzlos; Stempelährchen 3-4, länglich, ziemlich locker. 6. Salzboden.

Thüringen (Stokernheim bei Erfurt), Posen (Hohensalza, Argenau)

Roggen-S., _C. secálina_ Wahlenberg

_58._ Fr. höchstens etwas länger als die zugespitzten Spelzen,

olivengrün

_60_

-- Fr. weit länger als die stumpfl. Spelzen, hellgrün zuletzt gelbl.,

aufgeblasen

_59_

_59._ Stengel scharf 3kantig, oben rauh; Blätt. 6-8 mm br.; Fr.

allmählich in den Schnabel übergehend (Fig. 892b); Stempelährchen eif.

od. länglich. Pfl. grasgr. 5. 6. Sümpfe, Gräben, häufig

Blasen-S., _C. vesicária_ L.

[Illustration: Fig. 892.]

-- Stengel stumpf 3kantig, glatt; Blätt. schmäler, zuweilen eingerollt;

Fr. fast kugelig, plötzlich in den langen Schnabel übergehend (Fig.

892a); Stempelährchen walzlich. Pfl. graugrün. 5. 6. Wie vor., zerstr.

Flaschen-S., _C. rostráta_ Stokes

_60._ Fr. mit feinen Längsfurchen, ei-kegelf., aufgeblasen, kurz und

breit geschnäbelt; Stempelährchen 2-4, aufrecht; Stbährchen dünn,

walzl.; Stengel stumpf 3kantig, nur zwischen den Ährchen schärflich;

Blätt. 2-3 mm br., am Rande oft umgerollt. Wiesen, Grasgräben. 4. 5.

Nur bei Magdeburg und bei Braunschweig

Nickende S., _C. nutans_ Host

-- Fr. vielnervig (ohne Furchen); Stbährchen dick, dicht; Stengel

scharfkantig, oben rauh; Blätt. 5-15 mm br. Pfl. 40-120 cm hoch

_61_

_61._ Alle Spelzen der Stbährchen haarspitzig; Stempelährchen 3-4,

dick, das unt. meist entfernt, gestielt, zuweilen nickend; Fr. 3seit.,

glänzend; unt. Blattscheiden meist nicht netzig gefasert. 5. 6. Sümpfe,

Ufer, verbreitet

Ufer-S., _C. ripária_ Curtis

-- Unt. Spelzen der Stbährchen stumpf, ob. in eine feine Spitze

auslaufend; Stempelährchen 2-4, dünner, aufrecht; Fr. etwas

zusammengedrückt 3seitig, glanzlos, ihr schmaler, kurzer Schnabel sehr

kurzzähnig; untere Blattscheiden stark netzfaserig. 5. 6. Wie vor.,

nicht selten. $(_C. paludósa_ Goodenough)$

Sumpf-S., _C. acutifórmis_ Ehrh.

Durch die große Neigung einzelner Arten zum Variieren und durch das

Vorhandensein zahlreicher Bastarde wird dem Anfänger das Studium

dieser Gattung sehr erschwert.

93. Familie. _Alismatáceae_, Froschlöffelgewächse.

_1._ Stbblätt. zahlreich; Blätt. pfeilf. (Fig. 893); Bltn in 3blütigen

Quirlen, die ob. mit Stbbltn, die unt. mit Stempelbltn

_Sagittária_ 379

-- Stbblätt. 6 od. 9; jede Blüte mit Stbbltn und Stempelbltn

_2_

_2._ Bltn in endst. Dolden; alle Bltnhüllblätt. rosenrot; Stbblätt. 9

_Bútomus_ 379

-- Bltn nicht in Dolden; die 3 äußeren Bltnhüllblätt. grün; Stbblätt. 6

_Alísma_ 378

[Illustration: Fig. 893.]

1. _Alísma_ L., Froschlöffel. VI.

_1._ Stengel flutend, unten mit sitzend., linealischen Blätt., oben

mit lang gestielten, eif. bis längl.-elliptischen Schwimmblätt.; Bltn

weiß, schwimmend, zu 1-5 an den Gelenken des Stengels entspringend;

Fr. 6-12, vielrippig, stachelspitzig, zuletzt sperrig abstehend. 6-8.

Stehende Gewässer. Sehr zerstr. in Nord- und Mitteldeutschl. $(_Elísma

natans_ Buchenau)$

Schwimmender Fr., _A. natans_ Fries

-- Stengel nur am Grunde beblättert; Bltn in endst., quirligen Rispen

od. Trauben; Fr. meist zahlreich

_2_

Flora von Deutschland Ein Hilfsbuch zum Bestimmen der zwischen den deutschen Meeren und den Alpen wildwachsenden und angebauten Pflanzen · 第 37 / 45 段