»Ich will dich nicht weiter stören, Onkel -- sage mir nur, wer die
Testamentsvollstrecker sind.«
»Von ihm?« -- Er machte eine vielsagende Bewegung.
»Ja, natürlich! Du mußt es doch wissen!«
»Und warum willst ~du~ das wissen?«
»Lieber Onkel, wir wollen uns darüber nicht unterhalten, Du kannst dir
ja vorstellen, daß ich ein berechtigtes Interesse an dem Testament
habe.«
»Ich kann mir garnichts vorstellen.«
»Sage mir bitte jetzt, wer die Vollstrecker sind.«
»Ich bin nicht berechtigt, dir das zu sagen.«
»Reize mich nicht, Onkel!«
Sie schlug mit ihrer zitternden Faust auf den Tisch. Dem alten Mann
wurde es ängstlich zu Mut. Er war mit dieser exaltierten Person allein
-- ihrem Verstande traute er schon lange nicht. Bis er die Leute im
Hause herbeirief, stach sie schon mit der Gabel auf ihn ein oder tat
sonst etwas Unglaubliches. Auch wurde die Bockwurst kalt, wenn er auch
einen Teller darüber gestülpt hatte. Schließlich konnte er ihr ja die
Namen nennen -- sie loszuwerden, war dann Sache der mächtigen Herren.
»Also, damit du mich endlich in Ruhe läßt -- der Notar ist Justizrat
Alexander II in der Nürnberger Straße 15. Testamentsvollstrecker haben
wir außerdem noch drei, denn das Testament ist danach.«
»Wohl unglaubliche Reichtümer?«