ein kleiner Roman
[Illustration]
von
Friedrich Schulz
dritte verbesserte Ausgabe
Weimar 1892
in der Hoffmannischen
Buchhandlung
An
den Herrn Hauptmann
von Blankenburg
in Leipzig
Ohne #Ihnen# persönlich bekannt zu seyn, #Hochwohlgebohrner Herr#, ohne ein
anderes Recht zu einer Annäherung an #Sie# zu haben, als dasjenige, welches
Lernbegierde und Dankbarkeit dem Schüler an seinen Lehrer gewähren können,
wage ich es, #Ihnen# dies kleine Werk zu widmen, das seine Existenz und
das Gute, was es vielleicht haben könnte, ganz allein #Ihrem# vortreflichen
#Versuch über den Roman# verdankt, und das ganz vollkommen hätte
werden müssen, wenn es in seines Urhebers Kräften gestanden hätte,
die Vorschriften, welche jener Codex der Romanendichtung mit so viel
Scharfsinn, Deutlichkeit und Eleganz entwickelt, in ihrem ganzen Umfange zu
befolgen.
Vielleicht bin ich bey einem zweyten Versuch in dieser Dichtungsart, die
eine der schwersten ist, und doch eine der leichtesten scheinen muß,
so glücklich, mich #Ihren# Regeln noch näher anzuschließen; und meine
Bemühungen hierin werden desto ernstlicher seyn, je fester ich überzeugt
bin, daß jedes #Ihrer# Gesetze, dessen Geist ich zu fassen und mir eigen
zu machen vermag, eine Stuffe sey, auf welcher meine Arbeit zur Klarheit,
Natur und Vollkommenheit emporsteigen werde.