Sara. So wäre ich von uns beiden gewiß die Unglücklichste. Ist Ihnen
in Ihrer Abwesenheit nur nichts Verdrießlichers zugestoßen als mir, so
bin ich vergnügt.
Mellefont. So gütig empfangen zu werden, habe ich nicht verdient.
Sara. Verzeihen Sie es meiner Schwachheit, daß ich Sie nicht
zärtlicher empfangen kann. Bloß Ihrer Zufriedenheit wegen wünschte
ich, mich weniger krank zu fühlen.
Mellefont. Ha, Marwood, diese Verräterei war noch übrig! Der
Nichtswürdige, der mich mit der geheimnisvollsten Miene aus einer
Straße in die andre, aus einem Winkel in den andern führte, war gewiß
nichts anders als ein Abgeschickter von ihr. Sehen Sie, liebste Miß,
diese List wandte sie an, mich von Ihnen zu entfernen. Eine plumpe
List, ohne Zweifel; aber eben weil sie plump war, war ich weit davon
entfernt, sie dafür zu halten. Umsonst muß sie so treulos nicht
gewesen sein! Geschwind, Norton, geh in ihre Wohnung; laß sie nicht
aus den Augen, und halte sie so lange auf, bis ich nachkomme.
Sara. Wozu dieses, Mellefont? Ich bitte für Marwood.
Mellefont. Geh!
(Norton geht ab.)