to lerne sciences towchynge noumcers and proporcions and as wel
considere J thi bisy prayere in special to lerne the tretys of the
astrelabie. Thanne for as moche as a philosophre seith. he lappeth hym
in his frend that condescendith to the rightful prayeres of his frend?
therfore haue J yeue the a suffisant astrelabie as for owre orizonte
compawned after the latitude of Oxenforde. upon whiche by mediacion
of this litel tretys J purpose to teche the a certeyn noumbre of
conclusions perteynynge to the same instrument. J seye a certeyn
[noumbre] of conclusions for thre causes. The firste cause is this.
Trust wel that alle the conclusions thet han ben fownden or ellis
possibly myghten be fownden in so noble an instrument as is an
astrelabie, ben unknowe parfitly to eny mortal man in this region as
J suppose. Another cause is this. that sothly in eny tretys of the
astrelabie that J haue seen ther ben somme conclusions that wolen not
alle thynges parfourmen here byhestis. and somme of hem ben to harde
to understonde and to conceiue to thi tendre age of X yeer. This
tretys divided in V parties wole J schewe thee under fulligte rules
and nakede wordes in englisch, for latyn canst thow yitt bul smal my
litel sone. But netheles it suffiseth to thee these trewe conclusions
in englisch as wel as suffiseth to these noble clerk is i grekes these
same conclusions in greke. and to Arabyens in arabik. and to Jewes in
ebrue and to latyn folk in latyn. whiche latyn folk hadden hem first
owt of othere diverse langages and writen hem in here owne tonge that
is to seye in latyn. and god wood that in alle these langages and in
many othere mo. han these conclusions ben suffisanntly lerned and
taugt. And yitt by diverse rules rigt as diverse pathes leden diverse
men the rigt weye to Rome. Now wole J pray mekely every discrete
persone that redeth or hereth this litel tretis to haue my rude
enditynge excused and my superfluite of wordes for two causes. The
firste cause is. for that curious enditynge and hard sentence is ful
heuy att ones for swich a child to lerne. and the secunde cause is
this. that sothly me semeth betre to write to a lernere twies a good
sentence than he forgete it ones. And yitt Lowis gif it so be that
J schewe the in my ligt englisch as trewe conclusions towchynge this
matere, and not oonli as trewe. but as manye and as sutil conclusions
as ben schewid in latyn in eny comon tretys of the astrolabie, konne
me the more thank. And pray we. _god saue the kyng_ that is lord of
this langage. and alle that hym feith bereth and obeyeth euerich in
his degre the more and the lasse. But considere wel thal J ne usurpe
not to have fownde this werk of my labour or of my engyne. J neam but
a lewid compilatour of the labours of olde astrologiens and have it
translated in myn englisch oonly to thi doctrine. And with this swerd
oonly schal I sleen envie.
Ein anderes werk Chaucer's ist The Testament of Love, offenbar eine
nachahmung der abhandlung des Boethius, welche Chaucer in seinen letzten
lebensjahren schrieb. Beide letzteren schriften Chaucer's sind in den
alten ausgaben seinen gedichten beigefügt. Auch zwei seiner Canterbury
Tales, nämlich The Tale of Meliboeus und The Parson's Tale sind in prosa
geschrieben. Die erstere ist eine ziemlich genaue übersetzung einer
französischen sowohl in prosa als in versen vorhandenen erzählung
»Le Livre de Melibee et de Dame Prudence« und in einer schwunghaften,
rhetorischen prosa geschrieben; die letztere, welche die Canterbury
Tales beschliesst, ist eine lange moralische abhandlung über und gegen
verschiedene sünden. Obwohl sonst nicht gerade interessant, giebt diese
Parson's (Persenes) Tale eine gute schilderung der sitten damaliger
zeit.
Der nächste prosaiker, dessen styl und sprache schon einen bedeutenden
fortschritt verräth, ist der oberrichter der King's Bench unter der
regierung Heinrich's VI., Sir John _Fortescue_, welcher von 1430 bis
1470 blühte. Ausser mehreren lateinischen abhandlungen benutzte
Fortescue auch die volkssprache zu einer schrift, betitelt: The
difference between Absolute and Limited Monarchy, as it more
particularly regards the English Constitution, worin er eine
vergleichung des zustandes der Franzosen unter einer absoluten regierung
mit dem der Engländer in einer beschränkten monarchie anstellt, welche,
manche seltsame ansichten und arge übertreibungen abgerechnet, sehr zum
vortheil seiner landsleute ausfällt und ausserdem ein lebendiges bild
von den damaligen sitten liefert.
Die früheren reimchroniken verwandelten sich nun ebenfalls in
prosaische, zuweilen sehr langweilige tage- oder jahrbücher, deren
einziger werth in der ängstlichen genauigkeit der aufzeichnung
gleichzeitiger begebenheiten besteht. Die chronisten machten dabei
gewöhnlich keinen unterschied zwischen wichtigen und unwichtigen
vorfällen, sondern verzeichneten, was gerade vorfiel und sie
interessirte. Einer der ersten dieser chronisten in prosa ist der
Alderman und Sheriff von London Robert _Fabian_, welcher im jahre 1512
starb. Er schrieb eine allgemeine englische geschichtschronik unter dem
titel »The Concordance of Stories,« welche verschiedene male, zuletzt im
jahre 1811 von Sir Henry Ellis gedruckt und herausgegeben worden ist.
Obgleich Fabian die alten fabeln des Geoffrey of Monmouth von neuem
wieder in umlauf brachte, ist jedoch seine chronik gleichzeitiger
begebenheiten besonders bezüglich der stadt London genau und sorgfältig.
Auch in Schottland ward die volkssprache gegen ende des 15. jahrhunderts
zur prosa verwendet. Der erste beweis hiervon ist ein zum gebrauche
königs Jacob IV. von einem priester _John_ de Irlandia im jahre
1490 verfasster abriss der practischen theologie, welches buch
augenscheinlich in der urschrift des autors in der advocatenbibliothek
zu Edinburgh aufbewahrt wird. Dieses werk, sagt John Leyden, welcher
einige auszüge daraus in der einleitung seiner ausgabe von The Complaint
of Scotland gegeben hat, giebt eine probe der schottischen sprache jener
zeit; styl und orthographie nähern sich mehr der modernen weise, als man
erwarten sollte. Eine moralische abhandlung, unter dem titel The
Porteous (manual) of Nobleness von Andrew _Cadiou_ aus dem Französischen
in schottische prosa übersetzt, wurde im jahre 1508 in Edinburgh
gedruckt, ist aber mit ausnahme des schlusses verloren gegangen. Dieser
ist von Leyden in seiner einleitung (seite 203-208) und von David Laing
in seiner sammlung The knightly Tale of Golagrus and Gawayne, Edinburgh,
1827 abgedruckt worden.
+IV. Die Einführung der Buchdruckerkunst.+
Die buchdruckerkunst war beinahe dreissig jahre erfunden, ehe sie ihren
weg nach England fand. Endlich sicherte sich ein londoner kaufmann einen
ehrenplatz in der geschichte der englischen cultur, indem er aller
wahrscheinlichkeit nach der erste seiner landsleute war, welcher die
neue kunst erlernte, und sicherlich der erste, welcher ein englisches
buch druckte oder die buchdruckerkunst in England ausübte. Dieser mann
war William _Caxton_, geboren, wie er selbst erzählt, in the weald of
Kent, ungefähr um das jahr 1412. Dreissig jahre später findet sich sein
name unter den mitgliedern der gesellschaft der kaufleute (mercers) zu
London. Als kaufmann scheint Caxton mehrmals die Niederlande besucht
zu haben, zuerst in eigenen geschäften, dann 1464 mit einem anderen
kaufmann im auftrage Eduard's IV., um einen handelsvertrag mit dem
herzog von Burgund zu verabreden. Caxton trat sogar in die dienste der
herzogin von Burgund. Während er sich in Deutschland, oder in den
Niederlanden aufhielt, muss er die neue kunst des buchdrucks kennen
gelernt haben und soll das von ihm aus dem Französischen des Raoul le
Favre in das Englische übersetzte buch The Recuyell of the Histories
of Troye fol. im jahre 1471 zu Ghent gedruckt haben, »whyche sayd
translacion and werke«, wie der titel besagt, »was begonne in Brugis in
1468, and ended in the holy cyte of Colen, 19. September 1471«, welche
worte sich jedoch nur auf die übersetzung beziehen. Von Knight, dem
letzten lebensbeschreiber Caxton's, sind jedoch gewichtige gründe
vorgebracht worden, welche es mindestens sehr zweifelhaft machen, ob
das genannte buch von Caxton gedruckt worden sei.[205] Das früheste als
unzweifelhaft ächt angenommene werk Caxton's ist eine übersetzung von
ihm selbst aus dem Französischen, betitelt: The Garne and Playe of the
Chesse, ein folioband, welcher am letzten märz 1474 beendigt worden sein
soll. Man nimmt gewöhnlich dieses buch als das erste an, das in England
gedruckt worden sei, und setzt mithin in dieses jahr die einführung der
buchdruckerkunst in England. Vollständig gewiss ist aber nur, dass
Caxton 1477 seine presse in der Almonry unweit Westminster-Abbey
aufgestellt hatte, wo er in diesem jahre The Dictes and Notable Wyse
Sayenges of the Phylosophers, eine übersetzung aus dem Französischen von
Anthony Woodville, Earl Rivers, in folio druckte. Von dieser zeit ab
übersetzte und druckte Caxton mit unermüdlichem fleisse bis zum jahre
1490, welches datum sein letzter druck trägt. Sein tod erfolgte
wahrscheinlich im jahre 1491 oder 1492. Noch vor seinem tode liessen
sich mehrere buchdrucker in London nieder, wahrscheinlich, wenigstens
zum grossen theil, Caxton's frühere gehilfen, welche er von dem
festlande nach England gezogen hatte. Theodore Rood, John Lettow,
William Machelina und Wynkyn de Worde, sämmtlich fremde, und Thomas
Hunt, ein Engländer, waren die unmittelbaren fortsetzer der kunst
Caxton's. Zu St. Albans richtete ein Schulmeister, dessen namen nicht
überliefert worden ist, eine presse ein, und zu Oxford begann man im
jahre 1478 ebenfalls zu drucken. Es scheint sogar, dass die englischen
drucker bald das festland mit ihren werken versorgten, denn zu ende
einer lateinischen übersetzung der briefe des Phalaris, welche im jahre
1485 zu Oxford gedruckt wurde, befinden sich folgende zwei verse:
Celatos, Veneti, nobis transmittere libros
Cedite; nos aliis vendimus, o Veneti.
(Middleton's Origin of Printing in England, p. 10.)
[Footnote 205: William Caxton, a Biography. 12. London 1844, p. 113.
sqq.]
Natürlich druckten Caxton und seine unmittelbaren nachfolger zunächst
solche bücher, welche gesucht waren und einen grossen leserkreis fanden;
ihr eigener vortheil musste sie diesen weg führen. Eine aufzählung
der drucke Caxton's wird also nicht allein den besten beweis von dem
unermüdlichen fleisse und umfassenden geiste dieses mannes geben,
sondern uns zugleich den literarischen character seiner zeit am
treuesten schildern. Geistlichkeit und adel waren damals noch beinahe
allein die gebildeten klassen des volkes; sie gaben auch den ton in der
literatur an, welche der kirchlichen und ritterlichen romantik huldigen
musste, wenn sie freunde und leser finden wollte. Die klassische
literatur des alterthums, welche einen weltlichen gelehrtenstand
voraussetzt, dann aber nicht bloss einzelnen klassen, sondern dem ganzen
volke seine schätze erschliesst, äusserte noch keinen directen einfluss
auf die englische literatur, sondern höchstens einen mittelbaren durch
das medium der französischen, welche damals eine hauptquelle für
englische schriftsteller war. Caxton's drucke umfassen folgende werke:
The Pilgrimage of the Soul (aus dem Französischen); Liber Festivalis,
or, Directions for keeping Feasts all the Year; Quatuor Sermones
(in englischer sprache); The Golden Legend (eine sammlung
lebensbeschreibungen der heiligen) in drei ausgaben; The Art and Craft
to know well to Die (aus dem Französischen); Infantia Salvatoris; The
Life of St. Catherine of Sens; Speculum Vitae Christi, or Mirror of the
Blessed Life of Jesu Christ; Directorium Sacerdotum; A Book of Divers
Ghostly Matters; The Life of St. Wynefrid; The Provincial Constitutions
of Bishop Lyndwood of St. Asaph (lateinisch); the Profitable Book of
Man's Soul, called the Chastising of God's Children. Alle diese bücher
behandeln religiöse und kirchliche stoffe; die folgenden gehören nach
ihrem inhalte in das gebiet der ritterlichen romantik: The History of
Troy (wenigstens von Caxton übersetzt, wenn nicht gedruckt); The Book
of the whole Life of Jason; Godfrey of Boloyn; The Knight of the Tower
(aus dem Französischen); The Book of the Order of Chivalry or knighthood
(aus dem Französischen); The Book Royal, or the Book for a King; A Book
of the Noble Histories of king Arthur and of Certain of his knights;
The History of the Noble, Right Valiant, and Right Worthy knight Paris
and of the Fair Vienne; The Book of Feats of Arms and of Chivalry (aus
dem Französischen); The History of king Blanchardine and Queen Eglantine
his Wife. Von englischer nationalliteratur druckte Caxton: The Tales of
Canterbury (in zwei ausgaben), The Book of Fame, Troylus and Cresseide
und einige kleinere gedichte,--sämmtlich von Chaucer; The Confessio
Amantis, that is to say, in English, the Confession of the Lover, von
Gower; The Work of Sapience; The Life of our Lady von Lydgate; ausserdem
einige andere kleinere gedichte gemeinschaftlich mit Chaucer's. Dabei
möge bemerkt werden, dass Caxton die werke Chaucer's in seiner zweiten
auflage aus einem besseren und richtigeren manuscripte entlehnte, als
in der ersten ausgabe, welche er nach einer mangelhaften handschrift
veranstaltete. Dieses erste beispiel der kritik bei der ausgabe eines
englischen buches war nothwendig geworden, wie Caxton in der vorrede zur
zweiten auflage so ehrlich ist unumwunden einzugestehen, »for to satisfy
the auctor, whereas tofore by ignorance I erred in hurting and defaming
his book in divers places, in setting in some things that he never said
ne made, and leaving out many things that he made which been requisite
to be set in it.« Von den klassikern wurden folgende übersetzungen auf
Caxton's presse gedruckt: Cicero über das Alter und die Freundschaft;
Boethius' trost der philosophie, von Chaucer; Aussprüche der
Philosophen; Virgil's Aeneis; Cato Magnus und Cato Parvus; Subtle
Histories and Fables of Aesop. Auch geschichtswerke fing Caxton zu
drucken an: The Chronicles of England; The Description of Britain; The
Polychronicon; The Life of Charles the Great (zwei ausgaben) und The
Siege of the Noble and invincible City of Rhodes. Endlich gingen noch
einige bücher allgemeinen inhalts aus Caxton's presse hervor: The Game
of Chess; The Moral Proverbs of Christine of Pisa; The Book of Good
Manners; The Doctrinal of Sapience (aus dem Französischen); The History
of Renard the Fox (aus dem Deutschen) und A Booke for Travellers.
Endlich druckte Caxton noch die gesetze (Statutes) des ersten parlaments
von Richard III. und der drei ersten parlamente Heinrich's VII.
Mit der einführung der buchdruckerkunst schliesst die geschichte der
altenglischen sprache und literatur. Die sprache, welche, so lange
sie nur im munde des volkes lebte, in rechtschreibung und ausdruck
individuell und dialektisch geschwankt hatte, erhält nach kurzer zeit
festigkeit und sicherheit in orthographie und grammatik; die literatur,
deren poetische unmittelbarkeit und natürlichkeit verständigem fleisse
und prosaischer überlegtheit wich, wird dadurch zur belehrung und
bildung geschickter. Das geistige leben des englischen volkes tritt
in der folgenden periode deutlicher und allgemeiner hervor.
Druck von C. H. Storch & Comp. in Breslau.
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Errata:
The apparently random capitalization of bibliographic words such as
"Band" and "Seite" is as in the original.
zwischen dem Tweed und dem Firth of Forth
_text reads "Frith of Forth"_
zweigen des grossen germanischen stammes
_text reads "germa // schen" at page break_
Hagena (Hagen) und Henden (Heþin)
_so in original_
multa carmina faciebat.«
_close quote missing_
Einer hier auf erden / habe anlegt
_text reads "anf erden"_
Wicliffe's um 1380 verfassten Bibelübersetzung
_spelling as in original_
and very few the duties
_so in original: missing "of"?_
a great multitude of God's servants
_text reads "a grea multitude"_
welcher gewöhnlich nur für den sinn
_text reads "denn sinn"_
»Clerici literatura tumultuaria contenti
_open quote missing_
gallice ac non / anglice traderentur.«
_close quote missing_
A. 1137. Da der könig Stephan...
_year omitted from translation_
Layamon's sprache ist noch angelsächsich zu nennen
_text reads "zn nennen"_
Et lte Missa Est chanté,
_so in original_
das volk von Huntingdonshire, obwohl man annehmen kann
_text reads "ohwohl"_
I have leten thine hennen blod.«
_close quote missing_
Kay, kyng of Aungeo,(1) a þousend kyn+g+tes nome
_so in original: "kny+g+tes"?_
The Not-Browne Mayd
_spelling as in source (Percy's _Reliques_)_
Are wont | for prin|ces stát[)e]s | to fa|shión:
_text reads "Are went"_
seine bildung auf der universität St. Andrews
_text reads "universistät"_
to lerne sciences towchynge noumcers and proporcions
_so in original: "noumbers"?_
Footnote 1: Am letzt angeführten orte seite 505 ff., woher auch ...
_text reads "vorher" for "woher"_
Footnote 57: in welchem auch die Alliteration
_capitalization in original_
Footnote 205: William Caxton ... p. 113. sqq.
_text reads "p. p. 113."_