Auf Ehre! ich liebe meine Kousine --

„Als Vetter, und würdest dich aufrichtig freuen, sie am Arm eines

andern braven Mannes zum Traualtar treten zu sehen. -- Du wünschest

doch ihr Glück?“ --

Hätte ich so viel in Ihrer Meinung verloren, daß Sie auch daran

zweifeln könnten? --

„Nun dann, eine frostige Ehe würde sie unglücklich machen, sie hat Hang

zur Eifersucht, und du kaum ein halbes Herz für sie. -- Folglich, aus

der Heirath mit Karolinen kann nichts werden.“

Julius sank an des Landraths Brust. Guter, theurer Onkel! mein zweiter

Vater! -- entziehen Sie mir Ihre Liebe nicht! --

„Halt, so klingt’s? -- Ich habe mich also nicht geirrt. Der

ehemalige Liebhaber würde mit Sturm und Donnerwetter gegen die

Bräutigams-Entlassung protestirt haben; der erkaltete Bonjourmacher

fällt mir dankbar gerührt über den erhaltenen Abschied um den Hals.

Gut, gut -- die Sache ist abgemacht, unter uns beiden, heißt das. Aber

noch nicht mit deinem Vater, mit Karolinen -- die schonende Behandlung

und Achtung zu fordern hat; doch auch das wird sich finden.“

Adelaide: Wahrscheinlich nur ein Roman · 第 18 / 41 题