Erholung, Freude, Wohlbefinden dürfen nicht unterdrückt werden, bei Leibe
nicht! und ein gesundes Herz und ein gesunder Leib sollen dieses Glückes,
mit welchem Gott die Arbeit so gerne krönt, noch erst recht genießen.
Aber sie dürfen nicht mehr auf Mistbeeten aufgeilen, sondern müssen in
gutem Grund und Boden kräftige, lebensfähige Wurzeln schlagen. Dieser
Grund und Boden aber ist kein anderer als der des eignen Hauses, des
eignen Hauses, auch wo man mit Weib und Kind zur Miethe wohnt. Hier, bei
sich daheim, kann der Aermste reich sein und der Abhängigste Herr und
Meister von Gotteswegen, der Niedrigste wird sich da gehoben fühlen und
das Vergnügen kostet hier weder viel Geld, noch trägt es den Stachel der
Reue. Auf dieser Grundlage wächst allein jene innere Kraft, welche die
Stürme erträgt und der Verweichlichung durch gute Tage widersteht. Nur auf
dem Boden des Hauses wird auch in Wahrheit der Ehestand zu dem, was er
sein soll, nach dem alten Spruche: zu dem rechten Zuchtmeister, der den
Menschen erzieht für Zeit und Ewigkeit, und nicht, wie so manche halt- und
bodenlose Ehe, zu einer lebenslänglichen Strafanstalt. Durch gar nichts
ist der Segen des Familienlebens zu ersetzen, der auf dem natürlichsten
Wege aus jedem Augenblicke des Beisammenseins neue Nahrung zieht, aus
dem Munde des Vaters, dem Beispiele der Mutter, der Anhänglichkeit und
dem Gedeihen der Kinder, aus der Liebe, die Alle verbindet und dem
Gewöhnlichsten eine Bedeutung gibt.
Um aber zu dieser Erholung, dieser Freude, diesem Glücke zu gelangen, muß
es einem vor allem daheim innert den vier Wänden an Leib und Seele wohl
sein, man muß sich wirklich heimisch fühlen können. Wie wird dieß möglich?