XXII

Weich und liebevoll quoll die Dämmerung, von Gräser- und Blumenduft

durchtränkt, durchs offene Fenster herein. Ssanin saß hinter dem Tisch

und las bei den letzten Tagesstrahlen eine Erzählung von Tschechow, die

er ganz besonders liebte, -- -- -- ein alter Vikar, umringt von

Menschen, umgeben von Achtung, Weihrauchdunst, umkleidet mit goldenem

Talare, Brillantenkreuzen und allgemeiner Ehrfurcht stirbt -- --

Im Zimmer war es ebenso kühl und rein, wie auf dem Hof, der leichte Atem

des Abends lief frei durch den Raum, füllte Ssanins Brust, bewegte seine

weichen Haare, und hätschelte seine festen Schultern, die aufmerksam und

ernst über das Buch gebeugt waren.

Ssanin las, sann nach, bewegte die Lippen; er war so einem großen

kleinen Jungen ähnlich, der über seinem Schmöker vertieft die ganze Welt

vergessen hat. Je weiter er las, um so stärker durchdrangen ihn traurige

Gedanken über das schwere Grauen, das im menschlichen Leben liegt, über

den Stumpfsinn und die Roheit der Masse; er fühlte wieder, wie fern er

ihr stand. Sicher wäre es sehr nett gewesen, mit dem alten Vikar bekannt

zu sein; sein Leben wäre dann gewiß nicht so einsam verlaufen.

Die Tür zum Zimmer öffnete sich und Nowikow trat herein. Ssanin schaute

sich um.

»Ah, guten Tag,« er schob das Buch von sich. »Nun, was bringst du

Neues?« Nowikow drückte ihm schwach die Hand; sein Lächeln gab nur eine

blasse, traurige Grimasse.

»Nichts. Alles ist ebenso gräßlich wie es früher war.«

Er machte eine abwehrende Handbewegung und trat zum Fenster.

Von Ssanins Platz aus war nur seine gut gebaute Figur sichtbar; durch

den erlöschenden Hintergrund der Abenddämmerung wurde von ihr ein zarter

Schatten zurückgeworfen.

Ssanin betrachtete ihn lange voll Aufmerksamkeit.

Als er zum ersten Mal Nowikow, der wie vor den Kopf gestoßen war, zu

Lyda schleppte, die selbst völlig ratlos, dem früheren stolzen und

schönen Mädchen gar nicht mehr glich, sprachen die beiden kein Wort über

das, was ihre Seelen bis zum tiefen Grunde erschütterte. Ssanin

verstand, daß sie unglücklich werden mußten, sobald erst das erste Wort

gesprochen wäre, doppelt unglücklich aber, wenn sie weiterschwiegen. Er

fühlte, daß sie nur durch Leid hindurchtastend, das, was für ihn klar

und selbstverständlich war, finden konnten.

Aber er versuchte nicht, sie vorwärtszustoßen, weil er schon damals

erkannte, daß sich diese beiden Menschen in einem geschlossenen Zirkel

bewegten, in dem sie sich doch unvermeidlich früher oder später treffen

mußten.

-- -- -- Nun es wird schon gut werden, dachte Ssanin. Sie werden es

verschmerzen. Im Leide können sie nur reiner und inniger werden.

Als er jetzt Nowikow einsam am Fenster stehen sah, sagte er sich, daß

diese Zeit gekommen wäre. Schweigend blickte jener auf den verlöschenden

Himmel. Er war von dem seltsamen Gefühl erfüllt, in dem sich Trauer nach

einem unwiederbringlich verlorenen Glück zart mit dem Zittern

sehnsuchtsvoller Erwartung nach neuem Glück verbindet. In dieser traurig

feinen Dämmerung stellte er sich Lyda klarer als je schüchtern,

unglücklich, von allen gedemütigt vor. Es trieb ihn, sich vor ihr auf

die Kniee zu werfen, ihre kalten Finger mit Küssen zu erwärmen und sie

durch seine allvergessende, große Liebe zu neuem Leben zu erwecken.

Alles in ihm verlangte nach diesem Opfer; doch er hatte nicht die Kraft,

zu ihr zu gehen.

Ssanin empfand auch diese Stimmung. Langsam erhob er sich, warf den Kopf

nach hinten und sagte:

»Lyda ist im Garten. Gehen wir.«

Mit einer erbarmungswürdigen Regung des Schmerzes, und doch glücklich,

zog sich Nowikows Herz zusammen. Eine lichte Zuckung lief über sein

Gesicht und verschwand. Es war ersichtlich, wie stark seine Finger beim

Drehen des Schnurrbartes zitterten.

»Wie also? ... Gehen wir nun zu ihr? ...« Ssanin wiederholte es mit

gemessener Stimme, als wenn er an eine wichtige aber selbstverständliche

Angelegenheit heranträte.

An diesem Ton begriff Nowikow, daß Ssanin alles in ihm verstand; er

empfand eine große Erleichterung, gleichzeitig aber naiven, kindischen

Schreck.

»... Also gehen wir!« sagte Ssanin noch einmal zart, ergriff Nowikows

Schultern und schob ihn zur Tür.

»Nun gut, ja,« murmelte Nowikow. Eine rührselige Zärtlichkeit, der

Wunsch, Ssanin zu umarmen, stieg in ihm auf. Aber er hatte doch nicht

den Mut dazu, er sah ihm nur mit tiefen, feuchten Blicken ins Gesicht.

Im Garten war es dunkel, es roch nach warmem Thon. Die Baumdurchschläge

leuchteten in der Dämmerung wie gotische Fenster. Ueber den weißen

Lichtungen rauchte feiner, gelber Nebel; es war, als ginge ein

unsichtbares Wesen zwischen den schweigenden Sträuchern und leise

erzitterten die schlafbefangenen Gräser und Blumen bei seiner

Annäherung.

Am Ufer war es heller; die Dämmerung umfaßte erst die Hälfte des

Flusses, der sich noch immer glänzend gegen die dunklen Wiesen abhob.

Lyda saß hier dicht am Wasser und ihre feine, gesenkte Silhouette stach

weiß vom Grase ab, wie ein geheimnisvoller Schatten, der über dem Wasser

trauert.

Jene leichte, kühne Ueberlegenheit, die sich ihrer unter dem Einfluß der

beruhigenden Stimme des Bruders bemächtigt hatte, verschwand ebenso

rasch wieder, als sie gekommen war. An ihre Stelle schlichen sich die

schwarzen Gespenster Scham und Furcht, legten sich neben sie und

flüsterten ihr von neuem zu, daß sie kein Recht mehr auf ein anderes

Glück, ja nicht einmal selbst auf ihr Leben hätte.

Ganze Tage lang saß sie mit dem Buche im Garten, weil sie der Mutter

nicht mehr einfach und gerade in die Augen zu blicken vermochte.

Tausende Mal empörte sich alles in ihr. Immer wieder sagte sie sich, daß

die Mutter nichts mit ihrem Leben zu tun hätte. Aber jedesmal, wenn sie

sich ihr näherte, änderte sich ihre Stimme und in ihren Augen zeigte

sich ein scheuer, schuldbewußter Ausdruck. Die Mutter wurde durch ihre

Verwirrung, ihr Erröten, die unsichere Stimme, den irren Blick

beunruhigt. Peinliche Verhöre folgten nun; argwöhnische Augen liefen

hinter ihr her und quälten sie, bis sie sich zu verstecken begann.

So saß sie auch an diesem Abend, verfolgte gramvoll die am Horizont

niedersteigende Dämmerung und dachte ihre schweren, auswegslosen

Gedanken durch.

Sie begriff nicht, warum es ihr nicht möglich war, das Leben zu

verstehen. Nur eine unfaßbare Ahnung, unentwirrbar wie ein Polyp,

klebrig und bedrückend, erhob sich vor ihren Augen.

Eine Menge von Schriften, die sie gelesen hatte, eine Reihe von großen

und freien Ideen durchzogen ihr Hirn. Maß sie an ihnen ihre

Handlungsweise, dann war sie nicht nur natürlich; sie war auch schön.

Niemandem hatte sie Böses getan; sich und einem zweiten Menschen gab sie

reiche Lust.

Ohne diese Lust hätte sie nichts von der Fülle ihrer Jugend gewußt und

das Leben wäre trostlos, wie ein Baum im Herbst, geblieben, wenn alle

Blätter abgefallen sind. Der Einwurf, daß die Kirche den Bund mit diesem

Manne nicht sanktioniert hatte, kam ihr lächerlich vor; schon längst

waren alle Stützen dieser traditionellen Forderung durch das freie,

menschliche Denken zerbröckelt und zermürbt worden. Schließlich kam sie

zu dem Schluß, daß sie sich eigentlich freuen müßte, wie sich eine Blume

freut, die sich an einem sonnigen Morgen von neuem Leben befruchtet

fühlt. Aber in ihrem Innern litt Lyda doch, sah sich tief am Boden eines

Abgrundes, tiefer gesunken als alle Menschen; sie war zur Letzten der

Letzten geworden. Mochte sie auch die erhabensten Ideen, unverrückbare

Wahrheiten zu Hilfe rufen, vor dem kommenden Tage der Schande schmolzen

sie dahin, wie Wachs im Feuer schmilzt. Anstatt den Menschen, die sie

wegen ihres Stumpfsinns und ihrer Beschränktheit verachtete, den Fuß auf

den Nacken zu setzen, dachte sie nur daran, wie sie sich retten und jene

täuschen könne.

In dieser ganzen Zeit fühlte sich Lyda, wenn sie einsam weinte und ihre

Tränen sorgsam vor jedem Menschen verbarg, oder wenn sie plötzlich in

stumpfe Verzweiflung versank, nachdem sie ihrer Umgebung falsche

Fröhlichkeit vorgeheuchelt hatte, doch stets, wie eine Blume zum warmen

Sonnenstrahl, nur zu Nowikow hingezogen. Aber wie ein niederträchtiges

Verbrechen schien ihr der Plan, sich von ihm retten zu lassen. Oft

loderte in ihr wilde Verzweiflung darüber auf, daß sie von seiner

Vergebung und Liebe abhängen solle. Doch stärker als ihr Stolz, stärker

als der innere Protest war das Bewußtsein ihrer Ohnmacht und die Liebe

zum Leben. Statt sich über die menschliche Dummheit zu empören, zitterte

sie vor ihr, statt Nowikow frei in die Augen zu blicken, demütigte sie

sich wie eine Sklavin vor ihm.

In diesem zerspaltenen Mädchen lag etwas Bemitleidenswertes und

Hilfloses, wie in einem Vogel, dem die Schwingen gebrochen sind und der

sich nun nicht mehr fortbewegen kann.

In Augenblicken, in denen ihre Qualen ganz unerträglich werden wollten,

kam ihr stets der Bruder in den Kopf; dann füllte sich ihre Seele mit

naiver Bewunderung. Ihr war es klar, daß ihm nichts heilig sei, daß er

sie, die Schwester, nur mit den Blicken des Mannes betrachtete. Sicher

war er egoistisch, unmoralisch, aber doch blieb er der einzige Mensch,

in dessen Gegenwart ihr leichter wurde, mit dem sie ohne Scham über die

intimsten Geheimnisse ihres Lebens sprechen konnte. In seiner

Anwesenheit nahm alles andere einfache und nichtige Formen an! -- -- --

Sie war schwanger, nun gut, was hat das weiter zu bedeuten, -- -- -- sie

hatte eine Liebes-Affäre hinter sich, um so besser, also hatte es ihr

gradso gefallen; man wird sie verachten und demütigen wollen, was macht

es denn? ... Das Leben, die Sonne und die Freiheit liegen vor ihr und

Menschen gibt es überall. Die Mutter wird leiden, na, wenn sie es

durchaus will? ... Das ist ihre Sache! Lyda hat das Leben der Mutter

nicht mit angesehen, als diese ihre Jugend durchkostete, und die Mutter

wird Lyda nicht mehr beobachten, wenn sie erst gestorben ist. Zufällig

auf der Lebensbahn begegnet, nur eine Strecke des Weges miteinander

gehend, können und dürfen sie nicht einander die Bahn versperren.

Lyda sah ein, daß sie allein niemals so frei werden würde, wie Ssanin.

Um so zu denken, mußte sie sich dem Einfluß dieses starken und freien

Mannes unterwerfen. Doch mit um so stärkerer Bewunderung und größerer

Zärtlichkeit blickte sie auf ihn, -- -- -- eigenartige, zügellose

Gedanken flatterten durch ihre Seele. Wenn er doch ein Fremder, nicht

der Bruder wäre ... dachte sie zaghaft und scheu; doch sie erstickte

schleunigst den Schluß dieses beschämenden, aber verlockenden Gedankens.

Und wieder wendeten sich dann ihre Gedanken Nowikow zu; sie wartete und

hoffte auf seine Liebe.

So schloß dieser Zauberkreis ab; kraftlos zerschlug sich Lyda in ihm.

Die letzten Kräfte und Farben ihrer jungen, hellen Seele gingen darin

verloren.

Sie hörte Schritte und schaute sich um.

Nowikow und Ssanin kamen auf sie schweigend zu; ohne darauf zu achten,

schritten sie durch das hohe Gras gradeaus. Man konnte ihre Gesichter in

der blassen Dämmerung nicht gut erkennen, aber eine plötzliche Ahnung

blitzte in Lyda auf, daß der gefürchtete Moment nahe sei. Sie sah aus,

als wenn sie das Leben verließe, so blaß und schwach wurde sie.

»Nun, hier,« sagte Ssanin, »ich habe dir Nowikow gebracht, was er will,

wird er dir selbst sagen. Bleib ruhig hier, ich gehe Tee trinken.«

Jäh wandte er sich um; mit weiten Schritten ging er ins Haus. Eine

Zeitlang, nur ganz allmählich in der Dunkelheit versinkend, schimmerte

noch sein weißes Hemd zu ihnen herüber; dann verschwand es hinter den

Bäumen. Es wurde so still, daß man garnicht glauben konnte, er wäre

fortgegangen und stehe nicht mehr im Schatten der Bäume.

Nowikow und Lyda begleiteten ihn mit den Blicken und beide verstanden,

daß in dieser einen Bewegung schon alles gesagt war; jetzt mußte man es

nur noch einmal in Worten wiederholen.

»Lydia Petrowna,« sprach Nowikow leise, und der Klang seiner Stimme trug

so viel Trauer, war so rührend aufrichtig, daß sich Lydas Herz zart

zusammenzog.

-- -- -- Es kann einem auch leid um ihn tun ... Wie unglücklich und gut

er ist, dachte sie mit wehmütiger Freude.

»Ich weiß alles, Lydia Petrowna,« fuhr Nowikow fort, er fühlte, wie die

Rührung über sein Tun und das Mitleid mit ihrer traurigen Gestalt in ihm

wuchs. »Aber ich liebe Sie wie vorher. Vielleicht werden Sie auch mich

einmal lieb gewinnen. Sagen Sie, wollen Sie meine Frau werden ...« -- --

-- ich brauche ihr nichts weiter zu erzählen; sie braucht nicht zu

wissen, welch Opfer ich ihr bringe. -- -- --

Lyda schwieg. Es war so still, daß man das flinke Aufschlagen des

Wassers hörte, das gegen das Gebüsch des Ufers plätscherte.

»Beide sind wir unglücklich,« sagte plötzlich aus der Tiefe seiner

Seele, für sich selbst unerwartet, Nowikow. »Aber vielleicht werden wir

zu zweien das Leben leichter tragen können.«

Lyda erhob ihr Gesicht zu ihm:

»Ja, vielleicht ...« antwortete sie einfach, aber ihre Augen sagten: --

-- -- Gott sei mein Zeuge, daß ich eine gute Frau sein werde, ich werde

dich immer lieben und alles mit dir fühlen.

Nowikow verstand diesen Blick; er ließ sich rasch und impulsiv neben ihr

auf die Kniee nieder und begann ihre zitternde Hand zu küssen. Er

zitterte selbst am ganzen Körper vor Erregung und plötzlicher froher

Leidenschaft. Diese Erregung teilte sich Lyda so tief und leuchtend mit,

daß das schmerzliche bange Gefühl der Scham mit einem Mal verschwunden

war.

-- -- Nun, jetzt ist alles zu Ende, ich werde wieder glücklich sein, --

-- du, mein Lieber, mein Armer, dachte sie, glückliche Tränen weinend.

Sie zog ihre Hand nicht zurück, sie beugte sich selbst auf die weichen

Haare Nowikows, die ihr stets gefallen hatten, herab und küßte sie. Die

Erinnerung an Sarudin huschte grell an ihr vorüber; erlosch aber sofort

wieder.

Als Ssanin, der fand, daß nun Zeit genug für Erklärungen verflossen

wäre, zu ihnen zurückkam, hielten sich Lyda und Nowikow bei den Händen

und sprachen leise und vertrauensvoll miteinander. Nowikow sagte ihr,

daß er niemals aufhören könne, sie zu lieben; Lyda ihm, daß sie ihn von

nun an immer lieben werde. Es war die Wahrheit; denn Lyda verlangte nach

Liebe und Glück, sie hoffte sie in ihm zu finden und liebte ihre

Hoffnung.

Beide glaubten, niemals so glücklich gewesen zu sein. Als sie Ssanin

erblickten, schwiegen sie still und schauten ihn mit verwirrten,

freudigen und vertrauensvollen Augen an.

»Nun, ich verstehe,« sagte Ssanin ernst, als er sie erblickte, »... Gott

sei's gedankt. Wenn Ihr nur glücklich werdet.« Er wollte noch etwas

hinzufügen, mußte aber niesen und tat es so laut und zufrieden, daß es

über den ganzen Fluß schallte. »Feucht ist es hier. Na, seht zu, daß ihr

keinen Schnupfen kriegt,« er rieb die Augen.

Vergnügt lachte Lyda auf und glücklich und schön klang es vom Flusse

zurück.

»Ich gehe! ...« sagte Ssanin.

»Wohin? ...«

»Da ist Swaroschitsch gekommen und dann der eine Offizier, der

Tolstoischwärmer, -- -- -- wie heißt er doch gleich, dieser lange

Deutsche?«

»Von Deutz,« half Lyda mit grundlosem Lächeln ein.

»Ja, ... er! Sie wollen uns zu einer Besprechung abholen. Na, ich sagte

ihnen, daß ihr nicht hier wäret.«

»Warum?« fragte Lyda, noch immer lachend.

»Bleib du nur hier sitzen. Ich hätte mir auch lieber hier ein Eckchen

zurecht gemacht, wenn ich nur jemanden dazu hätte.«

Wieder ging Ssanin fort; diesmal endgültig.

Es wurde Abend. Im dunklen fließenden Wasser schwankten die Sterne.

Ssanin: Roman · 第 44 / 97 题