»Nein,« antwortete Lyda in gereiztem Ton, »ich bin nicht in Stimmung.«
Rjäsanzew erinnerte sich, daß er am nächsten Tage sehr früh aufstehen
und ins Krankenhaus gehen mußte; dann hatte er zu einer Sektion zu
fahren. Darum stimmte er Lyda bei und drang ebenfalls darauf, sich ein
wenig zu beeilen.
Aber alle anderen bedauerten es, weiterfahren zu müssen; sie schienen
durch die Verse Karssawinas noch immer mit diesem Flecken verbunden zu
sein.
Als man später im Wagen nach Hause fuhr, verspürte niemand mehr den
Wunsch, sich zu unterhalten; in sich gekehrt saßen sie in den Kremsern,
keiner konnte der schweren Ermattung Herr werden, die sie alle
bedrückte. Man fühlte das Steppengras, jetzt unsichtbar, über die
Stiefel streichen; hin und wieder haftete das Auge an den grauen
Staubwolken, die die Wagen hinter ihnen aufwirbelten. Und weiter dehnten
sich die Felder unendlich aus, ganz verschwommen im bläulichen Glanze
des Mondlichts, ohne dem Auge einen Anhaltspunkt zu geben. Gleichmäßig
schlugen die Hufe der Pferde auf den Boden; es war das einzige Geräusch,
das die Dunkelheit durchbrach.