Ssanin fragte sie: »Und willst du nichts singen? ...«

»Nein,« antwortete Lyda in gereiztem Ton, »ich bin nicht in Stimmung.«

Rjäsanzew erinnerte sich, daß er am nächsten Tage sehr früh aufstehen

und ins Krankenhaus gehen mußte; dann hatte er zu einer Sektion zu

fahren. Darum stimmte er Lyda bei und drang ebenfalls darauf, sich ein

wenig zu beeilen.

Aber alle anderen bedauerten es, weiterfahren zu müssen; sie schienen

durch die Verse Karssawinas noch immer mit diesem Flecken verbunden zu

sein.

Als man später im Wagen nach Hause fuhr, verspürte niemand mehr den

Wunsch, sich zu unterhalten; in sich gekehrt saßen sie in den Kremsern,

keiner konnte der schweren Ermattung Herr werden, die sie alle

bedrückte. Man fühlte das Steppengras, jetzt unsichtbar, über die

Stiefel streichen; hin und wieder haftete das Auge an den grauen

Staubwolken, die die Wagen hinter ihnen aufwirbelten. Und weiter dehnten

sich die Felder unendlich aus, ganz verschwommen im bläulichen Glanze

des Mondlichts, ohne dem Auge einen Anhaltspunkt zu geben. Gleichmäßig

schlugen die Hufe der Pferde auf den Boden; es war das einzige Geräusch,

das die Dunkelheit durchbrach.

Ssanin: Roman · 第 25 / 97 题