18. Szene

phantasie allein

phantasie.

Quodlibet.

(Die Musik beginnt, es schlägt dreiviertel auf sieben, die

Phantasie springt ängstlich auf.)

Ha! Was ist das? die Stunde tönt,

Und Amphio ist verloren!

(Ängstlich.)

Wenn, Apoll’, du mich nicht rettest,

Werd’ ich noch des Wahnsinns Raub!

(Trauernd.)

Durch den Äther, durch die Lüfte

Schwebt’ ich leichten Flugs dahin!--

Ihr ungetreuen Flügel, nur einen Augenblick

Wünscht’ ich euch zu besitzen, ihr wär’t mein höchstes Glück!--

Entsetzlich! Entsetzlich! Wenn Phantasie so weit es bringt,

Daß sie ein Quodlibet gar singt.

Doch mir leuchtet am Himmel ein tröstendes Licht,

Ich fleh’ zu den Göttern, sie täuschen uns nicht!--

(Kniet.)

O Jupiter! der du mich einst aus deinem Hauptgebarst,

Der du mir stets ein güt’ger Vater warst,--

Kannst du die Tochter hier gefesselt seh’n?

O, schleud’re deinen Blitz und laß mich untergeh’n!

O Jupiter! Erhöre mich! Höre mich!

(Ein Blitzstrahl fährt herab und zertrümmert ihre Fessel.)

Ha, ich bin frei, hohen Dank euch ihr Götter!

Ha, wie durchströmt mich dies freudige Sein!

Fort sind von mir jetzt die lästigen Ketten!

Schnell hin zu Amphio, ihn zu befrei’n!

Amphio, halt! Amphio, halt! Die Phantasie ist frei!

(Sie wirft einen griechischen Mantel der Zauberschwestern

um und eilt ab.)

verwandlung

Die gefesselte Phantasie · 第 48 / 55 题