6. Szene

vorige. distichon

distichon (verstört, rasch eintretend). Verrat! Verrat! Mein

Geist hat sich empört!

narr. Dem Himmel sei gedankt, hier ist der

Weisheitsmillionär.

distichon. O Brüder, stimmt in meine Klage ein! Apoll’

hat mich verflucht. Verzweiflung, nimm als Sohn mich

an!

narr. Da kriegt s’ ein sauber’s Kind.

distichon. Verloren ist mein Geist, wo find’ ich ihn?

narr. Ich trommle ihn dir aus, dein Geist ist ein verlorner

Schlüssel, dir geht er ab und andern nützt er nichts.

distichon. Gar, gar nichts fällt mir ein, und heut’ soll ich

den Preis erringen!

narr (kniet sich nieder). O du Herkules aller Dichter, ich

winde mich im Staube und bewundere deine

Unwissenheit.

distichon (verzweifelnd sich vor die Stirne schlagend). O! hätte

ich meine Gedanken in Spiritus aufbewahrt--

narr (ebenso). O! hätte ich meinen Witz an einen

Eseltreiber verschenkt--

distichon. So dürft’ ich die Schmach nicht erleben, der

Narr dieses Narren zu sein.

narr. So dürfte ich die Schand’ ihm nicht antun, an Euch

ihn zu üben.

Die gefesselte Phantasie · 第 36 / 55 题