vorige. distichon
distichon (verstört, rasch eintretend). Verrat! Verrat! Mein
Geist hat sich empört!
narr. Dem Himmel sei gedankt, hier ist der
Weisheitsmillionär.
distichon. O Brüder, stimmt in meine Klage ein! Apoll
hat mich verflucht. Verzweiflung, nimm als Sohn mich
an!
narr. Da kriegt s ein saubers Kind.
distichon. Verloren ist mein Geist, wo find ich ihn?
narr. Ich trommle ihn dir aus, dein Geist ist ein verlorner
Schlüssel, dir geht er ab und andern nützt er nichts.
distichon. Gar, gar nichts fällt mir ein, und heut soll ich
den Preis erringen!
narr (kniet sich nieder). O du Herkules aller Dichter, ich
winde mich im Staube und bewundere deine
Unwissenheit.
distichon (verzweifelnd sich vor die Stirne schlagend). O! hätte
ich meine Gedanken in Spiritus aufbewahrt--
narr (ebenso). O! hätte ich meinen Witz an einen
Eseltreiber verschenkt--
distichon. So dürft ich die Schmach nicht erleben, der
Narr dieses Narren zu sein.
narr. So dürfte ich die Schand ihm nicht antun, an Euch
ihn zu üben.