ist, daß es auf keiner Seite das _Dichtertum_ seiner gedankenreichen
Verfasserin verleugnet, ist dem Kritiker, der die Gesamterscheinung der
-- vielseitig bedeutenden -- Frau im Auge behält, wesentlich. Wer in
wesentlichen sachlichen Voraussetzungen anderer Meinung ist, wer so manchen
Teil der großen Sexualsoziologie, die sie gibt, nicht restlos anzuerkennen
vermag: _der_ gerade legt Wert darauf, vor alle Einschränkungen und
Einwände den Ausdruck seiner unbedingtesten Bewunderung und Verehrung
gegenüber der hier vollbrachten Leistung und der genialen Persönlichkeit,
die sie schuf, gesetzt zu wissen .... Das Werk weitesten Kreisen und
_allen Schichten_ unserer Zeitgenossen zugänglich und vertraut zu machen,
sollten alle einflußreichen Deutschen, _Parlamentarier, Ärzte, Erzieher,
Kirchenfürsten und Künstler_ sich zur Pflicht machen! Die unmittelbarsten
positiven Werte des Buches empfehlen sich allen Einsichtigen von
_selbst_.«
(~Exzerpta medica.~)
#Danziger Zeitung#: »Das Buch ragt _leuchtturmartig_ aus der Masse der
Sexualliteratur hervor ....«
(Professor ~Dr.~ Kafemann.)
#Der März#: »Ihre Darlegungen lesen sich, wie sie geschrieben sind,
»in einem Zuge«; sie ermüden trotz strenger Wissenschaftlichkeit
nirgends ....«
(Otto Corbach.)
Über »#Die Bedeutung der Monogamie#« schreibt Professor
~Dr.~ _Silbermann_ in der »Volkskraft«: »Alle Vorzüge der Einehe und
all die Nachteile der Polygamie hat mit beredter Zunge unter Verwendung
reichen und interessanten Materials _Grete Meisel-Heß_ hierin geboten. Die
Verfasserin hat in ergreifender Weise das dämonische Unheil ausgemalt,
mit dem die Untreue Ehe und Familie schlägt. Ein »Hohes Lied« der Einehe
wird angestimmt. Akkorde erhebenden Glücks paaren sich mit den finsteren
Melodien unheilvoller Weissagungen. Die Art der Darstellung erinnert an
Schopenhauer. Gleich ihm entwickelt die Verfasserin in ihrer ausführlichen
Schrift nur einen einzigen Gedanken, den sie aber nach allen Seiten hin
wendet, aus allen Ecken und Winkeln beleuchtet, bis nichts mehr an ihm
dunkel und unklar bleibt. Aus Kunst, Wissenschaft, Literatur schafft sie
reiches Material für und gegen ihre These herbei. Keinen Einwand läßt
sie unerwidert, keine Behauptung ohne logischen oder materiellen Beweis.«
Alle drei Werke sind zu beziehen
durch jede Buchhandlung oder den Verlag
#Eugen Diederichs, Jena#.
Neuerscheinungen 1919
Die Türme des Schweigens
Phantastischer Roman aus Indien von
Maxim. Maulbecker
Das Heiratsgesuch
Heiterer Roman von
Marianne Westerlind
Seegespenster
Ein Nordseeroman von
Anny Wothe
Was ist Liebe?
Erotisch-sozialer Roman von
Arthur Zapp
Preis jedes Romans
In Geschenbd. 6,50 Mk., broschiert 5,-- Mk.
Die Lore auf dem Dach
Heiterer Roman von
Fritz Skowronnek
In imit. Lederband 4,50 Mk.
Wie sie lieben
Zwölf Geschichten aus dem Leben von
Fr. W. v. Oestéren
Mit mehrfarb. Umschlag von Lutz Ehrenberger
Kartoniert 2,80 Mk.
Durch alle Buchhandlungen zu beziehen
Sehr geeignet zu Geschenkzwecken!
Sterngucker
Roman von
Max Geißler
Mit künstlerischer, mehrfarbiger Titelzeichnung
10. Tausend. Broschiert M. 5,--; gebunden M. 6,50
Roda Roda:
Das Rosenland
Bulgarische Gestalter und Gestalten
Das umfangreiche Buch bringt neben einer kurzweilig geschriebenen
Geschichte des Bulgarenvolkes meisterhaft gelungene Übersetzungen seiner
hauptsächlichsten Literatur. Der Leser ist erstaunt über die Schönheit
und dichterische Fülle, die sich ihm dabei offenbart. Wir lernen durch das
Werk die ganze Wesensart des bulgarischen Volkes kennen.
In farbenprächtigem Originaleinband M. 8,80
Die Nebenehe
Eine unmögliche Geschichte von _Hedda Vernon_
Mit Einleitung von
Artur Landsberger
Reich illustriert, mit farbigem Titelbild, kartoniert M. 4,--
#Gebrüder Enoch#, Verlagsbuchhdlg., #Hamburg I#
[ Hinweise zur Transkription
Das Originalbuch ist in Fraktur gesetzt.
Darstellung abweichender Schriftarten: _gesperrt_, ~Antiqua~, #fett#.
Im Originalbuch tragen die Kapitel jeweils zu Beginn und Ende einfachen
floralen Schmuck, auf den in dieser Transkription verzichtet wurde.
Die Überschrift "Erster Teil." ist im Originalbuch nicht enthalten und
wurde in dieser Transkription eingefügt.
Der Text des Originalbuches wurde grundsätzlich beibehalten, mit folgenden
Ausnahmen,
Seite 16:
im Original "aufgelöst haben in sich zu, lauter Stimme"
geändert in "aufgelöst haben in sich zu lauter Stimme"
Seite 28:
im Original "der vollzogenen Tatsche unserer Vermählung"
geändert in "der vollzogenen Tatsache unserer Vermählung"
Seite 47:
im Original "Die Fremdenwaren meist Russen"
geändert in "Die Fremden waren meist Russen"
Seite 51:
im Original "~Le regard, Le sourire? La voix?~"
geändert in "~Le regard? Le sourire? La voix?~"
Seite 55:
im Original "~L'ombro di Carmen~"
geändert in "~L'ombra di Carmen~"
Seite 81:
im Original "Die sehr hellen Hare fielen"
geändert in "Die sehr hellen Haare fielen"
Seite 93:
im Original "In alles hineinblicken"
geändert in "»In alles hineinblicken"
Seite 108:
im Original "welch' eine Fülle war in in dieser Zuversicht"
geändert in "welch' eine Fülle war in dieser Zuversicht"
Seite 132:
im Original "Man wußte sich hineinsetzen"
geändert in "Man mußte sich hineinsetzen"
Seite 143:
im Original "wenn ich die Augen ausfchlage"
geändert in "wenn ich die Augen aufschlage"
Seite 145:
im Original "sich bei Licht, als gewöhnliche Gegenstände entpuppen"
geändert in "sich bei Licht als gewöhnliche Gegenstände entpuppen"
Seite 151:
im Original "Holla! Hussa! hussa!"
geändert in "Holla! Hussa! Hussa!"
Seite 154:
im Original "Geheimnisvollerers"
geändert in "Geheimnisvolleres"
Seite 158:
im Original "wie ich es gefürchtet hatte"
geändert in "wie ich es gefürchtet hatte."
Seite 162:
im Original "Feilich. Darum müssen sie einander"
geändert in "Freilich. Darum müssen sie einander"
Seite 165:
im Original "sich gelasseu darein ergeben"
geändert in "sich gelassen darein ergeben"
Seite 196:
im Original "Eine Erdgeheimnisse -- Wissende ist sie."
geändert in "Eine Erdgeheimnisse-Wissende ist sie." ]