III.

_Berlin_, d. 9ten Mai 1831.

Diesmal lieber Freund ist es ein Amerikaner, den ich Ihnen zusende

Mr. Walter-Haven; aber ich weiß wirklich nicht mehr aus welchem

Staat. Er hat sich hier schon sehr degourdirt, und Sie werden gewiß

auch Ihren Beitrag dazu geben, dies gute Werk an ihm zu fördern. Wenn

nur Jeder, den ich Ihnen schicke, zugleich ein Executor wäre für die

_Cevennen!_ aber leider habe ich nun alle Hoffnung aufgegeben.

Mir ist die Reise, auf der wir uns zuletzt sahen, nicht sonderlich

bekommen. Ich fand noch in Basel die Brechruhr, und habe mich mit

der lezten Hälfte davon den ganzen Winter gequält. Jetzt endlich bin

ich ganz frei von allen Nachwehn. Mögen Sie besseres rühmen können.

Empfehlen Sie mich allen Ihrigen auf das beste.

_Schleiermacher_.

=Schlosser, Johann Heinr. Friedrich.=

Geb. 1780 in Frankfurt a./M., gestorben daselbst am 22. Jan. 1851.

Er war der Neffe von Johann Georg (Goethe’s Schwager), studirte

Jurisprudenz, wurde Advocat, späterhin Stadtgerichtsrath in seiner

Vaterstadt, und lebte, nachdem er sein Amt niedergelegt hatte,

theils auf seinem Landgute im Neckarthale, theils in Frankfurt.

Die morgenländische orthodoxe Kirche (1845.) -- die Kirche in ihren

Liedern (1851.) &c. --

Briefe an Ludwig Tieck (3/4) Dritter Band · 第 290 / 309 题