_K. Schall_.
=Schenk, Eduard von.=
Geboren zu Düsseldorf am 10. Oktober 1788, gestorben daselbst am
26. April 1841.
Ein (seit 1831) _Staatsminister_, der die deutsche Bühne,
ohne gerade ein Dichter zu sein wie Kollege Göthe, mit poetischen,
wirksamen, überall gern gesehenen Dramen beschenkt hat. -- Belisar
-- die Krone von Cypern -- machten ihren Weg über alle größeren
Theater, und gaben Künstlern und Künstlerinnen ersten Ranges
erwünschte Gelegenheit, die Macht ihrer Darstellungsmittel würdig
zu entfalten.
Eine Gesammtausgabe dramatischer Werke erschien von 1829-35 in drei
Bänden.
Schenk’s Briefe an Tieck zeigen uns den früheren königl.
bayrischen Rath und Studiendirektor, späteren Minister, als einen
wahrhaft humanen, ehrenwerthen Menschen. Was in dem Schreiben vom
siebenten Julius 1826 über den Einfluß eines Mannes wie Tieck
auf akademisch-geistiges Leben, was darin über die Stellung
des Dichters gesagt ist, der wenn er gleich keine Brodt- und
Fach-Kollegia halten, doch schon durch seine Persönlichkeit
segensreich wirken könnte.... das sollte man recht vielen
Curatoren und hohen Senaten deutscher Universitäten zu geneigter
Beherzigung empfehlen, wofern sich Mittel und Wege finden ließen,
es ihnen zu insinuiren! -- Doch wer dringt durch schußfeste, von
dicken Büchern ringsum aufgebaute Mauern?