_Berlin_, 12t. April 23.
_Verehrtester Freund!_
Hier ein Schreiben der neuen Theaterdirection, das _ich_ Ihnen
zusenden soll und worauf ich erwiedert habe, daß Sie direct antworten
werden, weil mir die Leute zu konfus scheinen, um mich mit ihnen
einzulassen.
Ihnen aber rathe ich, und wäre ich Ihr Geschäftsführer, so würde ich es
mir ausbitten, daß Sie keinen Zug thun, bevor Sie Sich nicht über das
Honorar _jedes Briefes_, den Sie schreiben, geeinigt haben.
Höchst indelikat finde ich die Nicht-Frei-Machung des unmäßig dicken,
auf grobes Papier geschriebenen Briefes und feig-geitzig, daß man bei
Ihnen nicht wegen des Honorars bestimmt anfrägt.
Was den ästhetischen Inhalt des Briefes betrifft, so werden Sie diesen
besser als ich zu beurtheilen wissen.
Mit Liebe
Ihr
_L. Robert_.